Google+ PPQ: Corona-Apokalypse: Selbstschutz mit Scheuerlappen

Montag, 2. März 2020

Corona-Apokalypse: Selbstschutz mit Scheuerlappen

Faltanleitung Scheuerlappen Gasmaske
Handelsübliche Scheuerlappen aus DDR-Produktion lassen sich in wenigen Minuten zu wirksamen Atemschutzmasken falten.

Panikmache, das Schüren irrationaler Ängste, das Wecken von Furcht vor fehlenden Schutzmasken in Iserlohn und zahlreiche falsche Behauptungen über Lieferengpässe schon weit vor dem Eintreten der großen Corona-Apokalyspe: Zeiten des Weltuntergangs sind immer auch Zeiten der Unsicherheit. Welche Seife hilft? Welchem Desinfektionsmittel kann ich jetzt noch vertrauen? Wie lange bleiben Bazillen gefährlich, die ich aus Italien mitgebracht haben? Und welche Hausmittel können wie daheim angewendet werden, wenn sich der Weg zum Fachmediziner schon nicht mehr lohnt?

Vor elf Jahren schon schürte der "Spiegel" Panik.
Vieles wissen wir, anderes nicht, gerade das aber wird überall verschwiegen. Unruhe macht sich breit, weil die Regale mit den Desinfektionslösungen leer gähnen und die auf Fertigprodukte geeichte Konsumgesellschaft kaum noch Fachkenntnisse darüber hat, wie sich mit handelsüblichen Chemikalien Ersatzmittel anrühren lassen. PPQ gibt hier Lebenshilfe - Horst Kranheim, zu DDR-Zeiten Oberst der DDR-Zivilverteidigung, gibt nachfolgend hilfreiche Tipps, wie sich  Bürgerinnen und Bürger auf eigene Faust vor dem Übergreifen der Seuche auf den eigenen Körper schützen können, bis die der Krisenstab der Bundesregierung einen Großvorrat an Schutz- und Atemmasken sowie Seuchenseife odern konnte. 

Desinfektionsmittel wie Sacrotan und Bactazol gelten als schärfte Waffe des Zivilschutzes im Kampf gegen Convid-19, sind aber wegen ihres Vermögens, 99,9% der Bakterien, Viren und 90% der Allergene von glatten Oberflächen beseitigen zu können, schon in dieser frühen Durchseuchungsphase weitgehend vergriffen. Für Horst Kranheim, der im Kalten Krieg zum DDR-Zivilschutzstab gehörte und federführend etwa bei der berühmten Schultaschenlösung mitarbeitet, die DDR-Schülerinnen und Schüler verpflichtete, sich bei einem möglichen Atomangriff mit ihrem Ranzen vor dem Kernwaffenblitz und der Strahlung zu schützen, sieht darin kein Problem.

"Handelsübliche Desinfektionslösungen lasse sich problemlos durch Ersatzstoffe ersetzen, die meist sogar wirkungsvoller sind", sagt der 83-Jährige und empfiehlt verunsicherten Bürgern den Gang zur nächsten Sankstelle. "Die Scheibenreiniger, die dort angeboten werden, überzeugen mit großer Reinigungskraft", analysiert er. Vom Discounter-Produkt von Kaufland, das auf den Inhaltsstoff Bitrex setzt, bis zum Marken-Reiniger von Sonax und dem scharfen, aber auch teuren "Dr. O.K. Wack" beizten alle Scheibenreiniger Corona-Viren gründlich weg.

Allenfalls sei darauf zu achten, nicht am falschen Ende umweltfreundlich sein zu wollen. "Der Sommerscheibenreinigertest von Nature Line", warnt Kranheim, "hat zwar eine hohe Umweltverträglichkeit, schadet aber hartnäckigen Belägen auch wenig."

Wem die vergleichsweise sanften Desinfektionsmittel nicht reichten, der solle gern auch tiefer ins Chemieregal greifen. "Toilettenreiniger zum Beispiel sind echte Ausmerzer, was Corona-Viren anbelangt", sagt der frühere Zivilschützer. Im Praxistest sei der Geruch anfangs gewöhnungsbedürftig, doch mit zunehmender Länge der Krise werde darauf aller Erfahrung nach immer weniger geachtet werden. Der reine Normschmutz werde jedoch auch mit Hilfe von hochprozentigem Alkohol in Außenanwendung, durch das Abreiben mit Benzin oder hochkonzentrierten Konzentraten mit Zugaben von Säuren und Tensiden erreicht. "Ein Geheimtipp ist Blondierungscreme", verrät der Schutz-Profi, "das darin enthaltene Wasserstoffperoxid flächig aufgetragen, macht jedem Virus den Garaus."

Die vollständige Angabe der Inhaltsstoffe und die korrekte Kennzeichnung auf den Etiketten hält Horst Kranheim dabei für einen wichtigen Prüfpunkt. Dabei sei nicht nur die Produktstabilität entscheidend, sondern auch die mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung. Wer sich regelmäßig mit desinfizierenden Chemikalien abreibe, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, müsse sicher sein, dass der selbstangerührte Ersatzstoff aus chlorhaltigen Reinigern, Salz-, Salpeter- oder Phosphorsäure und Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat nicht zur spontanen Bildung von Chlorgas führe.

Geschehe das aber aus Versehen doch einmal, rät Horst Kranheim zur Anwendung eines anderes Tricks, der auch im allgemeinem Umgang mit der täglichen Ansteckungsgefahr in unzureichender Versorgungslage probat und erfolgversprechend sei. Mit einer Bauanleitung aus DDR-Zeiten gelingt es binnen weniger Minuten, aus einem handelsüblichen Scheuerlappen, einigen Einweckgummis, Sicherheitsnadeln und einem Stück Bindfaden eine Atemschutzmaske zu fertigen, die vergriffenen chinesischen Produkten, deren Seuchenfreiheit keineswegs erwiesen ist, schon im Bezug auf die Luftdichtheit weit überlegen ist.

Kommentare:

Florida Ralf hat gesagt…

mensch, ist das schoen zu lesen, dass es den alten kranheim noch gibt! der macgyver aus perleberg! an der westgrenze seines bezirkes soll er mal einen ami-spaehtrupp mittels ata-gefuellter einkausnetze abgewehrt haben - so jedenfalls will es die legende. ein haudegen mit erfindergeist. so welche wie ihn gibts heute ja nicht mal mehr unterm ladentisch.

Bescheuert-Lappen hat gesagt…


Was ereifern sich denn alle Vielfaltsanbeter plötzlich so hysterisch?

Man wollte doch jubelnd die ganze Menschheit zu sich einladen, um seine grenzenlos weltoffene Buntheit zu bezeugen.

Da kann dann schon mal - besonders, wenn nicht kontrolliert wird - die eine oder andere Infektion mit einreisen. Den aus China stammenden Coronavirus jetzt als unerwünscht weil gefährlich abzulehnen und sogar zu bekämpfen ist aus dem politisch korrekten Kontext heraus somit zutiefst rassistisch bzw. nazi. Alle linken Gutmenschen sollten ihn folglich jubelnd als Bereicherung begrüßen und in unsere Krankheitskultur zu integrieren versuchen.

Jetzt ist er nun mal da.

Wir faffan daf.

Maß und Mitte bewahren.

Wer da nicht begeistert mitmacht, sollte dem Staatsschutz gemeldet und wegen Hassverbrechen bestraft werden.

ppq hat gesagt…

alle älteren erinnern sich an kranheim und seine fast schon magischen fähigkeiten, einen scheuerlappen in sekundenbruchteilen so zu falten, dass das endergebnis wirkte wie eine partikelfiltrierende halbmaske ETA 7220, auf die eigentlich alle jungs scharf waren

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Mit blauem Würger gurgeln, 3x täglich - und runterschlucken. Alternativ geht auch Goldbrand, hülfe schon bei der NVA gegen jeglichen Schnupfen.

ppq hat gesagt…

fake news! bitte unterlasst sowas, die behörden sind derzeit unterwegs, alle falschinformationen aus montenegro zu löschen.

dazu gehört auch die falschbehauptung von mikimaka und der sprichwörtlichen tagesschau, dass griechenland sein asylrecht "ausgesetzt" habe. das geht gar nicht. griechenland gehört zur EU-wertegemeinschaft und kann grundrechte nicht aussetzen

Anonym hat gesagt…

die EKD holt noch mehr Asylat aus der Türkei .

BEKÄMPFEN

Anonym hat gesagt…

Ingólfur Arnason bei Gunnarssons "Die Eidbrüder": Wir alle schulden Odin einen Tod."
(Et kütt wie et kütt, sagen die verweichlichten Römlinge um Colonia Claudia Ara Agrippinensium herum - und so ganz falsch liegen sie eigentlich nicht ...)

Anonym hat gesagt…

Mit blauem Würger gurgeln ...

Haben wir einst im Ausländerblock in der Lutherstraße zu Halle gezecht, kurz vor der sog. Wende. Während wir einen wänzigen Schlock davon nahmen, und warten mußten, bis sich die Speiseröhre aus einer Qualspirale wieder streckte, hat ein Mathematikstudent aus Caracas (er sah aus, wie der Schlagzeuger Animal aus der Muppets-Show in schwarzweiß, ein Kinderschreck) die Pulle angesetzt, und lunk-lunk-lunk- war ein Drittel wech.
Den Mathematikern überhaupt gebührte damals die Bronzemedaille beim akademischen Kampfzechen ...