Samstag, 14. März 2020

Coronavirus bei Haustieren: Was wir derzeit wissen

Corona breitet sich aus, die Bundespolitik ist angesteckt - aber was droht unseren Vierbeinern?

Während sich in Deutschland der Coronavirus ausbreitet und die Hysterie darüber immer höhere Wellen schlägt, taucht ein Aspekt in den Medien noch kaum auf. Kann der Virus sich auch auf unsere vierbeinigen Freunde übertragen oder von diesen übertragen werden? Immerhin haben 57 Prozent der Deutschen ein Haustier und so manch treuer Hunde- und Katzenliebhaber macht den Anschein, als würde er oder sie sich ohne zu Zögern in einen Kugelhagel aus Coronaviren werfen, um ihr geliebtes Haustier zu retten. Aber sind diese Viren für Haustiere überhaupt gefährlich?

Coronavirus ist nicht gleich Coronavirus


Obgleich der genaue Hintergrund der Erstinfizierung des Menschen mit dem offiziell als COVID-19 bezeichneten Coronavirus noch immer unbekannt ist, wird eine ursprüngliche Übertragung von Tieren auf den Menschen von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Möglichkeit angesehen. Zum einen, da die ersten infizierten Personen mehrheitlich auf dem mittlerweile geschlossenem Fischmarkt in Wuhan tätig oder zumindest dort anwesend waren, wo unter anderem Tiere wie Geflügel, Fledermäuse und Wildtiere zum Verkauf standen. Zum anderen, da COVID-19 zu den β-Coronaviren gehört, die sich artenübergreifend verbreiten können, das heißt, dass sie von Tieren auf Menschen übergehen können.

β-Coronaviren? Ja, Coronaviren gibt es in verschiedenen Ausprägungen und sie sind keinesfalls etwas Neues. Bei Hunden kommt schon länger eine Art des Coronavirus vor, das zu Durchfall führt. Mit COVID-19, der vor allem für die Lunge gefährlich ist, hat dieses Virus aber kaum etwas zu tun. Wird bei einem Haustier ein Coronavirus nachgewiesen, ist das also noch kein Grund zur Panik.

Ist der Coronavirus eine Gefahr für Haustiere?

Vor einigen Tagen machte die Meldung die Runde, in China sei ein Hund positiv auf den Coronavirus COVID-19 getestet worden, das Tier weise aber keine Krankheitsanzeichen auf. Die mediale Einschätzung dessen ist kontrovers; während manche davon sprechen, dass es sich lediglich um eine "Anwesenheit" von Viren handele, nicht aber um eine Infektion, geht ein anderer, neuerer Artikel ob eines wiederholten positiven Testergebnisses von einer leichten Infektion des Tieres aus. Ob Hunde oder andere Haustiere am Coronavirus COVID-19 erkranken und diesen eventuell verbreiten können, ist somit noch unklar, wird jedoch als unwahrscheinlich eingeschätzt.


Auch die Weltgesundheitsorganisation erklärt in ihrem Q&A über den Coronavirus, dass es derzeit keine Hinweise gebe, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen sich mit dem Virus infizieren oder diesen übertragen können. Infizierten Haustierhaltern wird jedoch geraten, sich erstmal von ihrem vierbeinigen Freund fernzuhalten. Für alle anderen gilt weiterhin, das geliebte Haustier mit den nötigen Streicheleinheiten, Spaziergängen, Leckerlis oder CBD-Öl zu verwöhnen, anstatt nun nach Atemschutzmasken für Katzen zu googeln oder überstürzte Hundefutterhamsterkäufe zu tätigen.

Kommentare:

Ei Wau wau hat gesagt…


Dieser Beitrag trifft den Kötervolkler mitten ins sensible Mitfühlherz. Wenn er nämlich Anteil am möglichen Leiden einer Kreatur nimmt, dann mehr an dem seines Hundes als an dem eines Hartz-4-Nachbarkindes. Die sind an ihrem monetären Elend nämlich quasi selber schuld, zumindest deren faule Eltern.

Jahrzehnte ließ man diese einheimischen Systemverlierer am Existenzminimum darben, um dann plötzlich auf Befehl eines trojanischen Stasi-Pferdes jeden globalen Importnichtsnutz oder gar Hereinspaziertkriminellen mit allen Segnungen des Sozialstaates zu überschütten. Es ist genau diese perverse Scheinheiligkeit, die man am Deutschen mögen muss, will man dazu gehören zur Hammelherde dieser Gutmenschen, die nichts Geringeres als die Weltrettung herbeizwingen wollen.

Naja, Corona wird sie jetzt erstmal bremsen und ihren pathologischen Besserwisser-Aktionismus auf ihre akuraten Vorgartenrabatten fokussieren. Schließlich spielt die Weltbevölkerung nur noch eine nebensächliche Statistenrolle, wenn der häusliche Fifistar krank werden könnte.

Rinderwahn, Schweinepest, Vogelgrippe und nun? Etwa noch Pinschercovid19? Dann würde echt Panik ausbrechen im Kläfferland, weil man sich von diesen besten Freunden doch so gerne abschlecken lässt.

Isolation vom Hund? Undenkbar in Schland!

Anonym hat gesagt…

OT:

>> Ole Pederson 14. März 2020 at 14:41

Zuwanderer ins Land zu karren, geht vor Gesundheitsschutz.

Kommt einem doch bekannt vor. Auf die Gefahr daß es wieder heißt „Nazivergleich“
Auch beim Holocaust wurde dessen Durchführung höchste Priorität eingeräumt, noch vor dem militärischen Sieg der Nazis – es wurden Ressourcen, die das Militär dringend gebraucht hätte und „kriegswichtig“ gewesen wären wie z.B. Transportkapazitäten auch in den letzten Kriegsjahren den Organisatoren des Völkermords zur Verfügung gestellt. <<


Na, dämmert's bei dem einen oder anderen?
Nun will ich nicht ungerecht sein: Den Schmonzes bei Franz Fühmanns "Kameraden", nämlich, daß ein Bataillonskommandeur am Abend, bevor es losgeht, Order gibt, daß jeder zwei Flaschen Hochdrehenden niederzumähen hätte, habe ich vor +30 Jahren durchaus für bare Münze genommen. Nazis eben, die tun so was ...

Anonym hat gesagt…

Irgendwie niedlich, Martin Lichtmesz im pfoinen Rittergut. Über "Hunters", böse Natzen möglichst unangenöhm über Eck zu bringen. Ein (scheinbar?) Verwundern darob, wo wir (jetzt) doch alle lieb sind.