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Samstag, 14. März 2020

In der Panik-Spirale: Wenn der Damm nicht hält


Nachdem Ende Dezember letzten Jahres in der chinesischen Provinz Hubei vermehrt Meldungen über Atemwegserkrankungen registriert worden waren, begann im politischen Berlin postwendend die große Diskussion um den Abfall Thüringens. War das demokratisch. Ist es wirklich sozialistisch, als Sozialist einen AfD-Abgeordneten zu wählen? Die Kanzlerin, in den letzten Tagen ihrer letzten Amtszeit ein schweigsames und nahezu unsichtbares Wesen von eher präsidentialer Amtsführung, meldete sich aus Südafrika, wo sie nach einem Langstreckenflug, der mehrere tiefe Löcher ins Weltklima schlug, Fluchtursachen bekämpfte. Der Rückweg gelang ebenso traumwandlerisch wie die Rückabwicklung der falschen Wahl der Thrüringer. Keine Maschine blieb liegen, kein Freidemokrat Ministerpräsident.

In der Panik-Spirale


Die Welt da draußen, die Deutschland traditionell für kleiner hält als es sich selbst, war da bereits im Begriff, sich in eine Art Panik-Spirale zu stürzen. In China starben Tausende, Japan riegelte seine Grenzen ab - knapp 6.000 Kilometer, mehr als doppelt so lang wie die deutsche Grenze, die nie und in keinem Fall, in keiner vorstellbaren Lage und unter keiner in den regierenden Parteien vorstellbaren Bedrohung geschlossen werden könnte. In Südkorea erkrankten Tausende, in Italien ebenso. Italien schloss Regionen. Stadien,. Kneipen. Deutschlands Gesundheitsminister,  hauptberuflich eigentlich gerade mit weitergehenden Karriereplänen beschäftigt,  ließ die alten Pandemiepläne herauskramen. Der Außenminister verschenkte, was noch an Seuchenvorrat da war, an die bedrohte dritte Welt. Dort war das Zeug schließlich hergestellt worden. Die Kanzlerin schwieg. Sie weiß, jedes Wort, das sie zu früh sagt, kann Panik auslösen.

Das aber durfte nicht, das aber durfte auf keinen Fall. Während sich die Menschen draußen im Lande, beunruhigt ob der beruhigenden Parolen von Regierung, Regierungsexperten und Regierungsmedien mit Tütensuppen, Trinkwasser, Dosennahrung und Klopapier bevorrateten, kam der Gesundheitsminister  beim Lesen des Pandemieplanes nicht über Punkt 1 hinaus: "Information der Bevölkerung", wichtiger wird es nicht in dem wehrlosen Papier, geschrieben in sonnigen Zeiten von gutgelaunten Spezialisten, die mündlich die Weisung weitergaben, Information könne unter Umständen natürlich nicht bedeuten, zu sagen, was man weiß. Sondern müsse, der Lange angepasst, gezielt betrieben werden, um die Lage ruhig zu halten.

Tödliche Nebenwirkungen


In großen Krisen sterben die meisten Menschen nicht an den unmittelbar krisenauslösenden Geschehnissen, sondern am Drumherum, an Anarchie, Plünderungen, Gesetzlosigkeit, dem Zusammenbruch der Ordnung und dem Verlust des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wenn also die Corona-Epidemie schlimm ist, dann ist noch schlimmer, was sie bewirken kann. Wer zu entscheiden hat, muss zwischen beidem entscheiden: Das ganze Leben einfrieren, um Ansteckungsketten zu unterbrechen? Damit aber das Signal aussenden, das die Lage verzweifelt ist? Oder möglichst lange weitermachen, als habe man die Sache im Griff? Und hoffen, dass einem das abgenommen wird?

Der Grund, warum die Bundesliga weiterspielte, die Kinos geöffnet blieben, die Schulen den Vollzug der Schulpflicht sicherten und die Bundeswehr ihren Verpflichtungen als Nato-Partner in wichtigen Manövern an der russischen Grenze nachkam, als das normale Leben draußen längst in Trümmer ging, liegt hier. Es musste normal bleiben, so lange wie möglich, weil der erste Wegstein hinter der Normalität der hätte sein können, von dem an alles in Rutschen gerät.

Eine Regierung, die ihrer "Bevölkerung" (Hans Haase) so wenig traut wie diese Bevölkerung ihrer Regierung zutraut, kann nur im labilen Gleichgewicht eines Zustandes weiterexistieren, den kein Flügelschlag eines Schmetterlings durcheinanderbringen darf.

Dass da draußen mit dem drohenden Tod Tausender, dem Absturz der Wirtschaft in eine absehbar tiefe Depression, dem neuen Flüchtlingsansturm, dem zu kompletter Wortlosigkeit geronnenen Dialog in der EU und dem Ende jedes Versuches, mit den USA, der Türkei, dem Iran, Syrien oder Russland überhaupt noch irgendeine Art Gespräch zu führen, ein perfekter Sturm heraufzieht, der viele große Fragen, auf die das politische Berlin seit Jahren keine  Antwort weiß, einfach hinwegfegen dürfte, muss niemandem bange machen.

Das alles muss gut ausgehen, weil es, wie die Kanzlerin sagen würde, dazu gar keine Alternative gibt.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Und Lothar Kurbjuweit erfindet auf SPON den Merkel-Gruß https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-in-der-corona-krise-auf-sicht-die-richtige-a-842cb7c8-3c7c-4379-a355-55a9d94ae7b6

Und propagiert zugleich rotzfrech den Führerglauben. Mal sehen, wann der Spiegel unter Quarantäne gestellt wird.

Anonym hat gesagt…

Die Presse reagiert, wie eine mit der Aussicht auf Staatskohle korrumpierte Presse unweigerlich reagiert.

Panickel hat gesagt…


Das ganze ultralinke Gesindel, das in Schland mit Hassparolen wie "Deutschland verrecke!" Bundestagspräsi werden kann, hat mit diesem Virus doch die ideale Vernichtungswaffe geschenkt bekommen. Endlich kann der militant kreischende Me-Too-Feminismus alte weiße Männer der Todesstrafe zuführen ohne unter Mordverdacht zu geraten.

Irgendwer wird irgendwann angesichts begrenzter Ressourcen im ansonsten gerne grenzenlosen Nassauerparadies außerdem entscheiden, ob der schwächelnde 70-jährige Einheimische intensiv versorgt wird oder ein kraftstrotzender jüngerer Bereicherer. Corona kam also zur rechten Zeit, um auch den fanatischen Buntkampf gegen Rächzz noch mal mit extra Napalm zu befeuern. Bald werden die ersten Wandschmierereien auftauchen, die fordern: Keine Medizin für AfDler.

Wir sind erneut in den zwanziger Jahren.

Das 4. Reich, diese scheindemokratische Kumpanei aus westlichen Gestapoenkeln und östlichen Stasikindern, bekommt Zulauf und beginnt mit ersten radikalen Lebensvorschriften. Die deutschen Schafe werden gehorsam kuschen. Was aber werden die Millionen herbeigejubelten Importwölfe tun?

Der bereits marode Damm wird also brechen und ein Tsunami alles wegspülen, was uns bisher lieb und teuer war, denn wir befinden uns gerade erst am Beginn der GROSZEN TRANSFORMATION zur NWO.

Wer dann keine Regenbogenfahne vors Fenster hängt und ein rotrotgrünes Parteibuch vorzuweisen hat, könnte - sofern er nicht doch sofort erschossen wird - ratzfatz im Arbeitslager enden, wie Sozialisten das nun mal im Programm haben.

Die einzige Hoffnung, dass das nicht klappt, ist die Zeitlupe, mit der in Merkelandistan Bauvorhaben realisiert werden. Während Chinesen 1000Betten-Krankenhäuser aus dem Boden stampfen, werden unsere Behördendödel Jahre darüber streiten, welches Amt entscheiden darf, wo der Edelstahl-Garderobenhaken des Lagerleiters paragrafenkonform angebracht werden muss.

Corona beweist einmal mehr die geschwätzige Lähmung in diesem Land. Tausende "Experten" laichen ihr politisch korrektes Gesülz ab, um den Bürger nicht zu beunruhigen. Der soll schließlich in Ruhe sterben dürfen. Außerdem kritisieren Tote auch keine chaotischen Regierungserlasse.

Anonym hat gesagt…

Wir sind erneut in den zwanziger Jahren.

Nö. Niemand steigt erneut in den selben Fluß.

Anonym hat gesagt…

Nö. Niemand steigt erneut in den selben Fluß.

Das ist so gut und zutreffend, daß es glatt von mir sein könnte.

Was anderes: "Deutschland verrecke" kann sich auch so anhören: Selber schuld, die Idioten, müssen einfach aussterben, wohlverdient ...