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Samstag, 14. November 2020

Heiko Maas: Blumen für die Bundeswehr

Schamlos werden selbst Bildbearbeitungsprogramme genutzt, um Heiko Maas zu zeigen.

Wie viel Hass, wie viel Häme und Bosheit sind doch in der Welt! Nicht nur in den USA, sondern längst auch im alten Europa müssen Vertreter von Recht, Staat und Ordnung jederzeit damit rechnen, von einem wütenden Online-Mob gejagt und zur Strecke gebracht zu werden - oft wegen winzigster Verfehlungen wie einer abgeschriebenen Doktorarbeit. Und obwohl sie freiwillig anbieten, den erschwindelten Titel eigentlich sowieso schon gar nicht mehr tragen zu wollen. 

Getroffen haben die üblen Nachstellungen der anonymen hater jetzt auch Bundesaußenminister Heiko Maas, dem beim Kurznachrichtenportal Twitter unter dem hashtag #HeikoMaasGratuliert ganz gemein nachgestellt wurde. Dabei hatte der beliebteste SPD-Außenminister seit der legendären Ära des Gunther Gabriel es nur gut gemeint: Pflichtschuldig wie nach jedem Terroranschlag griff Maas angesichts des Gründungsjubiläums der umstrittenen Bundeswehr in die Tasten, um den deutschen Streitkräften und ihren Soldaten Danke zu sagen für einen guten Tag im  Dienst von Frieden und Demokratie

Eine Kehrtwende. Nicht nur war es das erste aktenkundige Dankeschön des Saarländers an die Truppe, sondern auch eine späte Kurskorrektur im Namen der gesamten deutschen Sozialdemokratie. Die hatte in den 50er Jahren hart und ausdauernd gegen die sogenannte Wiederbewaffnung und die erneute Gründung regulärer deutscher Streitkräfte gekämpft, ehe sie den sozialdemokratischen Weg ging und zu allem entschlossen nachgab. 

Maas nun beließ es nicht bei ein paar warmen Worten, wie es ein weniger um- und weitsichtiger Politiker in Zeiten des Zorns und der gesellschaftlichen Spaltung vielleicht getan hätte. Nein, der Wahlberliner strecke zu seinem Gruß (Foto oben) auch noch die Hand aus - und schüttelte demonstrativ einem Angehörigen der belgischen Streitkräfte die Hand.

Eine große, eine ganz und gar europäische Geste. Nicht nur dienten Belgier jahrzehntelang als Besatzer und gute Freunde in Deutschland, sondern belgische Soldaten und Offiziere stehen bis heute auch an der Seite ihrer deutschen Kameraden out of area etwa im fernen Mali. Dort hatte Heiko Maas bei einem seiner eigenen Auslandseinsätze im vergangenen Jahr das Glück gehabt, den kernigen Soldaten des belgischen Königreichs zu treffen, den das Auswärtige Amt  schon damals ganz offiziell als "German soldier" bezeichnete. 

Warum auch nicht?  Im Gegensatz zur Zeit der Nationalstaaten mit ihren kleinlichen Egoismen und nationalistischen Heeren kämpfen heute alle europäischen Streitkräfte nicht nur an derselben Front, sondern auch gegen dieselben Gegner. Zwar war von der EU-Armee, die der damalige EU-Chef Jean-Claude Juncker vor fünf Jahren als "Mittel gegen den Ansehensschwund der EU" hatte gründen wollen, seitdem nur noch ganz selten die Rede. Auch gibt es das deutschsprachige 3. Bataillon der Ardennenjäger, eine bis 1994 in Vielsalm stationierte quasi separatistische Einheit, nicht mehr. Doch in Mali wie in den anderen zwölf Auslandseinsätzen stehen die ganz ähnlich uniformierten Kameraden als Gleiche im selben Feld, um rechten Terrorismus, Rechtspopulismus und russische Weltmachtpläne friedlich, aber entschieden in die Schranken zu weisen.

Meiko Haas hat dieses Engagement mitgewürdigt, wie es sich gehört.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach kommt schon Leute, wer soll denn ahnen, dass jemand den Scheiß liest, den wir rumschicken. Und das eine Jahr werde ich so oder so noch rumbringen.

Heiko

Anonym hat gesagt…

In besonders trüben Minuten sieht es mir so aus, als wäre es deren gutbezahlte - also schon mehr als dreißig Silberlinge - Aufgabe, uns bei sämtlichen Nachbarn, sowie bei allen - heutzutage nicht einfach zu definieren - "Großmächten" - verhaßt, und obendrein noch zum Vollklops zu machen. Möglicherweise nicht, oder nicht voll bewußt*.
Was meinen Volker, Anmerkung, Jodel und Der lachende Mann?

Halbgott in Weiß

*P.S. Unter der möglicherweise irrigen Ansicht, daß so bematscht, derartig instinktlos keiner sein kann?

Die Anmerkung hat gesagt…

Eines der ursächlichen Probleme ist Merkel. Sie duldet niemanden in ihrem Umfeld, der klüger als sie selbst ist. Die Hellste ist sie selber nämlich nicht.

Das zieht die Schmeißfliegen an, die auch mal was Gutes vom großen Fressen naschen wollen.

Sprich, das Personaltableau der in den Parlamenten vertretenen Parteien ist dermaßen schlecht, daß nur noch der Typus Maas, ersatzweise Merkel, Giffey, Baerbock, Habeck usw. überhaupt verfügbar ist.

Ich weiß noch, wie ein Aufschrei heller Freude durch die Linke ging, als Lafontaine dazumal den Maas nach Berlin entsorgte, weil damit der Weg frei für alle Blütenträume schien. Was draus wurde, sieht man ja.

Mithin, sie machen das Land allerorten zum Klops, weil es Klopse sind. Daß der Redenschreiber von Schneeeule für keine zwei Cent Grips und Anstand in der Rübe hat, zählt auch zu dieser Posse.

Das Problem läßt sich auf absehbare Dauer nicht lösen, da dieses Personal wegen der parlamentarischen Parteiokratie nachgezüchtet wird.

Jodel hat gesagt…

@Halbgott in Weiß

Vielen Dank für die Nachfrage.

Selbstverständlich ist unser Führungspersonal durch die Bank zum fremdschämen. Nur leider oder auch Gott sei Dank, werden die wohl nicht extra dafür bezahlt uns zu Vollklopsen zu machen. Das machen die ohne fremdes Salär, ganz einfach weil sie es nicht besser können, aber meinen Wunder was sie für Kerzen auf der Torte sind.
Jeder unserer Politiker ist durch die Ochsentour bis zum dem Posten aufgestiegen an dem der seine oder ihre komplette Unfähigkeit voll ausspielen kann. Da Rücktritte auch generell abgeschafft wurden, darf jeder auf seinem Posten bis zur gut abgesicherten Rente vor sich hin dilettieren bis die Schwarte kracht.