Dienstag, 11. Mai 2021

Angriff der Antisemiten: Aufruf zur Maasigung

Unvergessener Klassiker: Das Opfer wehrt sich und erregt damit den Zorn der Zuschauer.

Kaum hatten die Terroristen begonnen, den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten mit Raketen zu beschießen, Raketen, die direkt gezielt waren auf Altstadt von Jerusalem, eine zum Weltkulturerbe zählende Stadt, dichtbevölkert und engbebaut, trat der deutsche Außenminister Heiko Maas in die Bütt, um zur Mäßigung aufzurufen. "Wir haben uns in den letzten Tagen mit vielen unserer Partner um Deeskalation bemüht", ließ der beliebte SPD-Polotiker aus dem Saarland eine seiner Sockenpuppen schreiben, "wir können letztlich nur beide Seiten auffordern, diese wirklich explosive Lage zu entschärfen."  

Bitte an die Terroristen

Dazu könne auf beiden Seiten "beigetragen werden", schlug Maas vor. Wenn die Terroristen der Hamas vielleicht ein wenig abseits zielten und die israelischen Sicherheitskräfte steinewerfende Jugendliche einfach mal machen ließen, wäre schon viel gewonnen. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, ein spanischer Sozialist, der das Kunststück beherrscht, Europas Spaltung als gemeinsame Haltung zu verkaufen, ein  fand diese Idee angemessen. 

Niemand greift an. Sie "beschießen sich".
 Der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf die Zivilbevölkerung in Israel sei womöglich  nicht so schlimm, wie er aussehe, vielleicht sogar nicht böse gemeint und eigentlich eher ein Friedensangebot, aber denn doch "völlig inakzeptabel", ließ der vielbeschäftigte EU-Kommissar einen Sprecher bestellen. Das alles "fache die Eskalationsdynamik" doch nur weiter an, wo doch eigentlich "alle Verantwortlichen nun die Verantwortung haben, gegen Extremisten vorzugehen".

Ein alter deutscher Brauch

Die finden sich nach deutschem Brauch vor allem nur auf einer Seite: "Israel erwidert trotz Waffenruhe Beschuss aus Gaza" lautete schon vor Jahren eine klassisch antisemitisch geprägte Schlagzeile des Hamburger Magazins "Der Spiegel", in der die ganz spezielle deutsch-israelische Beziehung mit Hilfe der sogenannten Drehrumbum-Methode gepflegt wurde. Dabei wird das Prinzip von Actio und Reactio, auch Wechselwirkungsprinzip und drittes Newtonsches Axiom, wird dabei außen vor gelassen. Stattdessen wird von der Reaktion auf ein auslösendes Ereignis aus nach hinten erzählt, so dass für die ursprünglich reaktionsauslösende Aktion nur ein Nebensatz Platz bleibt. 

Der auf eine Aktion Reagierende steht so im Fokus: Die deutsche Presseagentur DPA hat diesbezüglich Meisterwerke wie "Palästinenser bei Messerattacke in Jerusalem erschossen", die staatliche Deutsche Welle meldete "Israel tötet Hisbollah-Mitglieder bei Luftangriff" und das klang, als seien die Extremisten Mitglied in einem Kleingartenverein gewesen und dem extremistischen Anschlag einer dämonischen Macht zum Opfer gefallen. Deutschland steht fest an der Seite Israels. Zugleich aber genauso fest an der Seite seiner palästinensischen Verbündeten, mit deren selbsternanntem "Präsidenten" Mahmoud Abbas, einem Diktator, dessen aktuelle Amtszeit eigentlich vor zwölf Jahren endeteHeiko Maas eine "zukunftsgerichtete Freundschaft" verbindet.

Bekämpfung wo es passt

Antisemitismus wird selbstverständlich bekämpft, .wo und sobald es passt. Wo nicht, da nicht. Bei "Anne Will" etwa, wo ein selbstgerechtes Kind in der Rolle eines Robespierre auftritt und mit Bezichtigungen um sich wirft, die sich die Moderatorin umgehend zueigen macht. Das ist gute Tradition, denn der aufgeregte Kampf gegen jüdisch gelesene Verschwörungserzählungen erlaubt es, sich selbst zu erlauben, Israel häufiger und härter anzugreifen als jedes andere Land der Welt. 

Bundesaußenbeschwichtiger Heiko Maas, als Kind erklärtermaßen "wegen Auschwitz in die Politik gegangen" schreitet hier seit Jahren maasigend voran: Zuletzt stimmte Deutschland bei den Vereinten Nation mehrfach anti-israelischen Resolutionen zu. Deutschland half damit, den hierzulande von Querdenkern, rechten CDUlern und bedrohten Judenstaat weiterhin vor allen anderen Ländern, Problemen und Konfliktherden auszuzeichnen: 2020 verurteilten 17 von 23 Uno-Resolutionen das kleine Land im Nahen Osten, das damit ein weiteres Mal Weltrekordler im Verurteilwerden war. In diesem Jahr stehen die Chancen gut, dass der Titel verteidigt werden kann: Zuletzt unterstützte Deutschland das palästinensische Begehren, ein Waffenembargo gegen Israel zu verhängen, damit der Judenstaat nicht mehr zurückschießen kann, wenn er angegriffen wird.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Maas schweigt zu der Frage, ob Deutschland den Iran mit in die Frauenrechtskommission gewählt hat. https://unwatch.org/un-elects-iran-to-top-womens-rights-body/

Aber Iran hat diesen Platz verdient, weil die Mullahs auch über Grenzen hinweg nicht die Augen vor Frauenrechteverletzungen verschließen. Und der Nahe/Mittlerer Osten hat da definitiv ein Problemland.
https://www.audiatur-online.ch/2020/09/22/uno-ruegt-israel-wegen-verletzung-der-frauenrechte/

Maaslosigkeit hat gesagt…

Ein Volk wehrt sich gegen willkürlich mordenden Religions-Terrorismus.

Sowas ist voll rassistisch und geht darum gar nicht.

Schließlich wurde uns eingetrichtert, auch die andere Wange hinzuhalten, wenn wir geschlagen werden.

Täglich neu geprügelte Hunde, aber auch noch stolz auf ihre friedlich duldende Toleranz bzw. Tolleranz.

Sogar unsere Juden beharren darauf, dass die größte Gefahr von deutschen Neonazis ausgeht und nicht etwa von orientalischen Moslems.

Die Maasigung hat die Hirne somit bereits erfolgreich sediert.

Mögen sie die herbei gejubelten Gewaltorgien also genießen.

Anonym hat gesagt…

Anon: Herr Maas, gab es für sie einen konkreten Grund, in die Politik zu gehen?

Heiko: Ja. Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen.

Anon: Um ein neues Auschwitz zu verhindern?

Heiko: Hä was?

Anonym hat gesagt…

Im "Abenteuerlichen Simplicissimus" wird ein Bäuerlein harsch befragt, ob es für die Kaiserlichen, oder für die Schwedischen wäre. Nach mehreren Umständen äußert es sich etwa so: Ich wollte, die Kaiserlichen wären ein Supp', und die Schwedischen die Bröcklein darein, und der Teufel möge alles zusammen auffressen!
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Diese Phrase aus dem Speiübel war und bleibt allerdings ein besonderer Leckerbissen ...

Volker hat gesagt…

Es geht, wenn man nur will

https://www.saechsische.de/politik/aussenpolitik/massive-raketangriffe-in-israel-tel-aviv-hamas-gaza-5440278.html