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Dienstag, 1. Januar 2013

Tolles Jubiläum: Zehn Jahre Trittin-Rente

Am 1. Januar vor zehn Jahren wurde sie eingeführt, die Trittin-Rente. Ein grandioser Erfolg und zugleich die Geburtsstunde eines völlig neuen Berufsstandes: Des Flaschensammlers. Eine Würdigung aus gegebenem Anlass:

Ein tiefblauer Himmel, eine sattgrüne Wiese, ein stilisierter Baum. Dazu die Aussage: "Wir haben es geschafft. Dank Ihnen!" Und darunter, in roten Riesenlettern, "50 Cent pro Flasche - danke!". So würden derzeit wohl Werbetafeln über den Obdachlosenasylen von Hamburg bis Halle jubeln, gäbe es sie.

Doch sie sind nicht da, denn die Menschen, die von der sogenannten Trittin-Rente profitieren, wissen meist nicht einmal, wem sie diese großartige sozialpolitische Maßnahme zu verdanken haben. Der grüne Umweltminister Jürgen Trittin, als kommunistischer Jungfunktionäre bereits von Kindesbeinen an bemüht, die Ungerechtigkeit weltweit auszumerzen, war es, der 2003 durchsetzte, dass mehrfach verwendbare Getränkebehälter für Wasser, Cola, Fanta und Sprite in Deutschland weitgehend aus den Regalen verschwanden. Und Einwegplastikflaschen an ihre Stelle traten, auf die ein bis zu zehnmal höheres Pfand fällig wird.

Am 1. Januar 2003 trat dieses Einwegpfand in Kraft, das heute Lebensgrundlage einer ganzen Zunft ist. Sein Vater, der damalige Umweltminister Jürgen Trittin, verband damit ein ehrbares Ziel: Durch die hohe Zwangsbepfandung von Einweggebinden sollte Geringverdienern die Chance gegeben werden, sich während nächtlicher Sammelstreifzüge richtig was dazuzuverdienen, ohne dass Arbeits- und Sozialamt davon Kenntnis erlangen.

Trittins Trick: Der Anteil an Mehrwegflaschen war bei Erfrischungsgetränken zwischen 1991 und 2002 von 74 auf 54 Prozent gesunken. Immer öfter griffen deutsche Trinker zur Büchse - Trittin behauptete nun, diesen Trend stoppen zu können. Vordergründig sollte das höhere Pfand die Deutschen wieder zu Mehrwegnutzern umerziehen. In Wirklichkeit aber zielte Trittins Reform aber vom ersten Tag an auf neue, lukrative Zuverdienstmöglichkeiten für die Ärmsten der Armen, auf Hilfe zur selbsthilfe, wie sie grünem Gesellschaftsverständnis entspricht.

Und das Wagnis gelang, das zeigt die Bilanz ganz deutlich. Heute ist der Mehrweganteil bei Erfrischungsgetränken unter die 40-Prozent-Marke gefallen, gleichzeitig aber leben deutschlandweit mehrere tausend Familien von der Trittin-Rente.

Gemessen an seinen offiziellen Zielvorgaben ist das Projekt Einwegpfand damit grandios gescheitert, die wirklichen Ziele jedoch wurden mehr als erreicht. "Es funktioniert", freut sich auch Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke. Zwar würden mobile Trinker, die früher Dosen bevorzugt hätten, heute zur Glasflasche greifen, die dann übers Jahr gerechnet in ganz Deutschland zirka 1,5 Millionen Mal als Glasbruch in der freien Natur ende. Doch mit den Milliarden, die die Industrie für ein zweites Rücknahmesystem aufwendete, um die Trittin-Rente reibungslos auszahlen zu können, wurden zahlreiche feste neue Arbeitsplätze geschaffen: Automatentechniker, Automatenbetreuer, Automatenreiniger.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es war garantiert nicht der Herr Trittin der dafür verantwortlich war. So viel Geistesblitze traut der sich selber nicht einmal zu vermute ich. Bitte wenden Sie sich an Herrn Töpfer!

ppq hat gesagt…

der herr töpfer hat 91 die gedankliche vorarbeit geleistet. aber das ganze so arbeitsmarktwirksam umzusetzen, das war allein trittins verdienst. diese ehre kann ihm niemand nehmen

Rebellianer87 hat gesagt…

Immer schick in HAVAG schauen, da liegt in der Regel täglich 24ct drinne, ab und an findet man mal och 25ct.