Google+ PPQ: HFC: Einszwei im Zehn gegen Zwölf "

Samstag, 31. Januar 2015

HFC: Einszwei im Zehn gegen Zwölf


Was ist dieser Pierre Kleinheider für ein Glückspilz! Erst verletzte sich der neue erste HFC-Torwart Dominik Kisiel schon nach drei Spielen - und Kleinheider stand plötzlich im Tor. Dann überholte ihn der neugeholte Lukas Königshofer - der sich wenig später das Kreuzband riss, wonach plötzlich wieder Pierre Kleinheider zur Nummer 1 wurde. In der Winterpause dann kam Niklas Lomb von Bayer Leverkusen, den HFC-Trainer Sven Köhler noch im Trainingslager zur Nummer 1 ernannte. Und im ersten Heimspiel dauert es genau fünf Minuten - und dann steht doch wieder Pierre Kleinheider im Kasten.

Schuld war ein anämischer Beginn der Gastgeber, die in der Anfangsphase des Spieles gegen den MSV Duisburg kaum an den Ball kommen. Es spielt nur der MSV, in dieser fünften Minute über links. Die HFC-Abwehr ist aufgerückt, Ivica Banovic macht den letzten Mann. Und beim Versuch, einen Pass nach innen zu Lomb zurückzuspitzeln, fehlt es ihm an Präzision: Bohl läuft auf Lomb zu, der trifft ihn. Rote Karte, Lomb geht, Kleinheider kommt. Elfmeter, 0:1 wie immer in Halle, wo seit August vergangenen Jahres bei fast jedem Heimspiel ein Theaterstück namens Heimniederlage aufgeführt wird.

Es ist der Tiefpunkt eines Spieles, das in den ersten 45 Minuten kaum auf die Beine kommt, am Ende aber eines der besten des HFC in dieser Saison sein wird. In Unterzahl wagen die Männer in Rot und Weiß sich in der ersten Halbzeit kaum einmal, den Gast, der hier traditionell ohne viel Arbeit Punkte mitnimmt, offensiv zu bespielen. Zu groß scheint die Furcht, die in Schwarz und Gold gekleideten Duisburger könnten ihren Ruf, ein Aufstiegskandidat zu sein, nicht ganz zu Unrecht vor sich hertragen.

Nicolas Lomb am Ende seines Kurzauftritts.
So ist der junge Schiedsrichter Benjamin Brand, dessen Liebe zum süddeutschen Fußballverein 1. FC Heidenheim ihn schon verschiedentlich zu Höchstleistungen angestachelt hatte, das einzige belebende Element auf dem Platz. Brand hat in Halle Spuren hinterlassen, und er arbeitet daran, diese zu vertiefen und zu verbreitern: Foulspiele werden konsequent nur gegen den HFC gepfiffen, ein Handspiel im Strafraum sieht er nicht, selbst Einwürfe gehen unabhängig davon, wer zuletzt berührt hat, an den MSV.

Da kocht die Fanseele, es gibt "Schieber"- und "Hoyzer"-Rufe. Aber es ist natürlich trotzdem nicht Benjamin Brand, der das Spiel entscheidet. Zu zaghaft ist der HFC, zu viele Fehler macht vor allen Ivica Banovic, der vielleicht wegen seines Patzers zu Beginn völlig von der Rolle zu sein scheint. Vom MSV kommt gar nichts, von Halle wenig.

Das ändert sich erst mit Beginn der zweiten Halbzeit. Jetzt ist es vor allem Kapiätn Tim Kruse, der sich in jeden Zweikampf wirft, als solle es sein letzter sein. Neben ihm sind nun auch Max Jansen, Andy Gogia und Timo Furuholm zu sehen. Marcel Franke, Florian Brügmann und Marco Engelhardt stehen ihnen nicht nach. Selbst Dominic Rau, der wegen der Auswechslung von Sascha Pfeffer, der Platz für Kleinheider hatte machen müssen, die rechte Seite ganz allein beackert, zeigt jetzt Ansätze von Offensivdrang.

Vom MSV noch immer gar nichts, vom HFC nun immer mehr. Die zehn belagern das Tor der elf, die auf Brand als zwölften Mann zählen können. Der "Schiedsrichter, der der Sache nicht gewachsen war" (Südwestpresse) bleibt bei seiner Linie, kleinlich und großzügig akkurat aufzuteilen: Der HFC bekommt kleinlich, der MSV großzügig.

Trotzdem sind die die Rot-Weißen, die sich nun Chancen erspielen. Engelhardt versucht es aus der Entfernung, Franke mit dem Kopf, Betram, der für den weiter unterirdischen Banovic gekommen ist, flankt präzise vors Tor, findet aber keinen Vollstrecker. So geht es Minute für Minute, eine verpasste Gelegenheit reiht sich an die andere. Als Brand, der seine Linie jetzt in Richtung unparteiisch geändert hat, Wolze Gelb-Rot gibt, riecht Sven Köhler, der Defensivliebhaber, den nahen Punkt. Er bringt Selim Aydemir, den Gewinner der Vorbereitung, für Jansen und beordert Marcel Franke aus der Innenverteidigung in den Sturm. Zwei-, drei-, viermal haben die 6200 Zuschauer den Torschrei nun auf den Lippen. Aber Furuholm verpasst, Kruse trifft nur den Torwart, der fängt auch Gogias Freistöße und Bertrams Flanken.

Das Ergebnis ist absehbar. Nachdem Andy Gogia den Ball an der Mittellinie vertändelt, laufen zwei MSV-Spieler auf den letzten HFC-Verteidiger Engelhardt zu. Kingsley Onuegbu, der wenige Minuten zuvor noch mit spontanen Krämpfen im Mittelkreis seinen außergewöhnlichen Fitnesstand nachgewiesen hatte, wird sauber angespielt und hat keine Mühe, das 0:2 zu machen.

Beim HFC sind sie jetzt wütend, alles schimpft und schreit. Anstoß, Aydemir hat den Ball, es ist die 90. Minute, Aydemir hat den Ball immer noch, er kurvt durch die Duisburger Verteidigung wie beim Stangenlauf, spielt ab. Timo Furuholm trifft. Nur noch 1:2.

Aber Kleinheider hat wohl doch das ganze heute verfügbare Glück aufgebraucht. Benjamin Brand pfeift ab.
Von wegen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Fotbåll är för pöbeln, som sagt.

ppq. so hat gesagt…

je suis Pöbel

Anonym hat gesagt…

Det tror jag inte, din hustomte hos mästaren Nadelöhr.
Pöbeln är annorlunda.

Anonym hat gesagt…

nous sommes des vrais Pöbelbürger .

il nous manque l ` éducation générale .

le Sepp ,

traducteur général depuis 1789 ,

Reichsseppelzentrale ; Netzburg an der Waffel