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Sonntag, 16. August 2015

Fremde Federn: Zwischen Welt und ihrer Widerspiegelung

Ein Lob der Zustände ist es, das Malte Fischer auf der "Achse des Guten" all den Zweiflern und Meckerern entgegenhält, die vom Umgang der Politik mit der Wirklichkeit immer noch nicht überzeugt sind. "Eigentlich läuft es ja in der bunten Republik", schreibt er, "Flüchtlinge finden im Wochentakt vierstellige Geldsummen und melden sich sofort auf der nächsten Polizeidienststelle. Dort erklären sie den gerührten Beamten mit Händen und Füßen, dass sie wüssten, wie schlimm es ist,etwas Wertvolles zu verlieren." Klingt logisch und nachvollziehbar, vor allem aber ist es unbedingt berichtenswert, weshalb Stern, Focus und deutsche Tageszeitungen nach Fischers Zählung allein im Juli vier derartige Geschichte verbreiteten. "Das törichte Geschwätz von der Lügenpresse dürfte dank dieser Meldungen endgültig vom Tisch sein", folgert der Autor.

Und steigert sich von diesem zielgenauen Auftakt in einen Furor, der den hanebüchenen Graben zwischen Welt und Widerspiegelung in der gesamten Medienlandschaft geradezu amüsant überspringt. "Zeit und Spiegel Online rechnen unbestechlich vor, wie Migration unsere demographischen Probleme löst und die von Pleite-Ossis strapazierten Sozialsysteme saniert", heißt es da, und "Menschenverachtung in sozialen Netzwerken ist ja sowieso eine exklusive Domäne deutscher Rechter" - woraufhin Wortmeldungen von Taz-Lesern zum Abschied von Erika Steinbach zitiert werden: „Eigentlich kann die sterben gehen.“ „Wenn jetzt noch Kohl, Koch und De Maiziere tot umfallen, war der Tag trotz des Scheißwetters ok.“ „Weg mit der alten Schlampe.“ „Guten Rutsch (in die Urne)."

Eine Dekonstruktion des schiefen Bildes der Gegenwart, das eine Propagandamaschine zu vermitteln versucht, die im Einzelnen nicht einmal begründen könnte, warum sie die Realität nur noch auf eine Art darzustellen wagen.

Wer etwas über "Aber-Nazis" erfahren will, die schlimmer sind als echte Nazis, weil sie eine eingebildete Meinungsfreiheit dazu nutzen, Meinungen zu äußern, die zweifelsfrei nicht geäußert werden dürfen, sollte hier weiterlesen.





Kommentare:

Volker hat gesagt…

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Anonym hat gesagt…

der neue Mensch im öffentlichen Raum :

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Anonym hat gesagt…

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