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Donnerstag, 4. August 2016

Linke gegen AfD: Kampf um Deutschland erreicht Grammatik

Wenn die Linke korrigiert, wird aus Richtig Falsch und aus Falsch richtig
"Gnade uns Gott, wenn die AfD im Schulwesen Mitspracherecht erhält", stöhnt Niema Movassat von der Linkspartei über ein "AfD Wahlplakat in Berlin mit reichlich Fehlern" (Bindestrichauslassung von Movassat). Die hat sich der Bundestagsabgeordnete aus Wuppertal dann ganz genau anschauen lassen - und herausgefunden, was alles falsch ist. Auf anderthalb Rechtschreib- und einen Ausdruckfehler kommt Oberlehrer Movassat in den acht Zeilen, wie er in einem ausführlichen Testat mit germanistischem Anspruch darlegt.

So sei etwa das verwendete Wort "deutsch" falschgeschrieben, weil "Deutsch" nach Großschreibung verlange. Movassat streicht das Wort deshalb gleich ganz - obwohl es sich hier zweifellos um ein Adverb handelt, das die Art und Weise des Verbes "sprechen" genauer bezeichnet. Weshalb es tatsächlich kleingeschrieben wird. So führt man heute Wahlkämpfe!

Movassat allerdings markiert die Kleinschreibung unverdrossen als Fehler. Das Hobbygermanistenboard PPQ wie die fachkundige deutschmeisterei.de hingegen streichen seinen Fehleranstrich als Fehler an.

Denn der willkürlich erfundene Fehler ist kein Zufall und nicht der einzige. Beispielhaft auch der Umgang des gelernten Juristen mit der von der AfD verwendeten Präposition "zu" in Kombination mit dem Substantiv "Voraussetzung". Sprachkämpfer Movassat moniert hier einen Fehler im Ausdruck. Es heiße nicht "zu einem guten Beruf", sondern "für einen", prangert er an. Das Komma, das die AfD-Werber hier zu viel verstreut haben, lässt er hingegen unangestrichen, obwohl das nun ausgerechnet wirklich zwingend als Fehler gezählt werden muss.

Der Oberlehrer von der PDS ist damit nun auf dem Weg, die Fehlerquote der AfD zügig zu übertreffen. Wird der Linkspopulist es schaffen, beim Korrigieren mehr Fehler zu machen als die Rechtspopulisten beim Schreiben?

Ja, er schafft es, indem er beim nächsten Komma zuschlägt. "Die AfD nimmt das Schulwesen ernst (hier kommt ein Komma hin: , ) und deshalb wähle ich sie“, behauptet er. Eine Sichtweise, die er exklusiv hat. Wer in der Schule aufgepasst hat, weiß, dass Hauptsätze entweder mittels einer nebenordnenden Konjunktion - wie hier dem Verbindungspartikel "und" - oder einem geeigneten Satzzeichen verbunden werden können. Niemals jedoch durch eine Kombination aus beidem, wenn nicht ein paar sehr seltene Sonderfälle wie eingeschobene Infinitivgruppen oder Appositionen auftreten.

Die gibt es hier nicht. Und Niema Movassat hat es damit geschafft - im Wettbewerb der Grammatikkrieger geht er mit drei Korrekturfehlern in Führung, während die AfD es nur auf einen halben Rechtsschreib- und einen Ausdruckfehler bringt.

Gnade uns Gott, wenn die Linke im Schulwesen Mitspracherecht erhält.

Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Schlimmer Artikel. Augenkrebs beim Lesen und Fremdschämen für den linken Deutschspezialisten.

Die Anmerkung hat gesagt…

Werden zwei selbstständige Sätze miteinander verbunden, kann – muss aber nicht – ein Komma vor und gesetzt werden.

Ich plädiere für Verlängerung mit Elfmeterschießen.

Wer solche Sorgen wie die Linken hat, der gehört verloren.

David hat gesagt…

In der Rechtschreibung, die es bis vor einigen Jahren gab, war die Zeichensetzung eindeutig geklärt. Dann kamen die Unfähigsten der Unfähigen und demolierten vorsätzlich die Sprache.

Nun haben wir die Schlechtschreibung, und nahezu alles "geht".

Auch eine der "Errungenschaften" unserer Zeit. Aber natürlich muß man erst die Sprache kaputtmachen, dann folgt der Rest..

ppq hat gesagt…

@anmerkung: richtig. er behautet aber muss, es muss aber gar nicht. es kann, kann aber auch weggelassen werden. folglich: mit ohne ist immer richtig. mit mit kann richtig sein. der linke rechtschreiber behauptet, es sei genau andersherum

eulenfurz hat gesagt…

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Zwei Gänsefüßchen stellen den Text als Zitat dar. Es ist durchaus authentisch und berührend, daß diese Migrantin mit Interpunktionsschwäche für ihr Kind bessere Deutschkenntnisse wünscht.

War aber von vornherein klar, daß die AfD den Kommafehler bewußt setzt, um in die Diskussion zu kommen. Zum Glück für die AfD gab's einen Blödmann, der darauf hereingefallen ist.

Anonym hat gesagt…

Die Fehler im Original entsprechen der Logik des Plakats. Danke für die Klarstellung, eulenfurz!

- Aushilfslegastheniker -

Anonym hat gesagt…

Mann soldte dih Räschtschreipunk e nischd mer annwenten. Weil sih Räschts ist! Linggschreipunk issd ankesagd!

Mergd eusch das! Gomt zu brühvung tran!

Die Anmerkung hat gesagt…

Die Generation Scheiß auf Deutsch, die mal irgendwas mit der dpa machen wollte, die formuliert heute so.

http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/terrorismus-aegyptisches-militaer-vermeldet-tod-von-is-anfuehrer-auf-dem-sinai-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160805-99-942946

Ägyptisches Militär vermeldet Tod von IS-Anführer auf dem Sinai

Da frage ich mich, da sich das Milkitär vermeldet hat, wie die korrekte Meldung lautet.

Früher hießen die Vermelder übrigens Fernmelder. Das nur nebenbei.

Die Anmerkung hat gesagt…

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß der Deutschtümler der Linken seine vor Fehlern strotzende Schmähkritik gelöscht oder versteckt hat.

Der Nachweis seines grottenschlechten Germanistikniveaus ist nicht mehr auffinbar.

wolpertinger hat gesagt…

Ey was willsd du alda?
Kongred foll korreckkt unsa Kanakenwalgrambfspräch.

void hat gesagt…

Ehre, wem Ehre gebührt: Ich zähle vier Korrekturfehler, denn auch übersehene Fehler sind Korrekturfehler.