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Freitag, 23. Dezember 2016

Tatort Führerhaus: Anis Amri, wie hast du das gemacht?

Wie konnte Anis Amri den gestohlenen Scania-Truck gleichzeitig lenken und dabei auf sein erstes Opfer einstechen und schießen?
Ein Lkw, ein Toter, ein Täter, so sieht die Sache aus, eine knappe Woche nach dem tödlichen Anschlag von Berlin. Doch wie hat der Tatverdächtige Anis Amri es angestellt, den Lkw einer polnischen Spedition zu entführen, den Fahrer mitzunehmen, ihn während der Fahrt ruhigzustellen, kurz vor der letzten, tödlichen Phase aber von ihm angegriffen zu werden und ihn dann zuerst zu erstechen und dann zu erschießen?

Der Brandenburger Kriminalforensiker Helge Steinwach hat das Tatgeschehen, wie es sich bisher vom Ende her durch die Spurenlage darstellt, für PPQ im Labor nachgestellt. Dazu wurde zwei, später dann drei vollbewegliche Puppen in einen fabrikneuen Truck derselben Marke wie beim Breitscheidplatz-Anschlag verwendet gesetzt. Über bestimmte Ablaufphasen hat Steinwach die Ereignisse dann in ihrer Alternativlosigkeit protokolliert.

Phase 1, der Lkw-Diebstahl:

Anis Amri braucht einen Lkw mit Zündschlüssel. Er entscheidet sich deshalb, den polnischen Truckfahrer Lukasz Urban zu überfallen. Das geschieht in der Nähe eines Kanals, Amri aber schlägt Urban weder nieder, um danach mit dem Truck zu flüchten, noch tötet er ihn nachdem er ihn überwältigt hat und wirft ihn in das nahe Wasser. Sondern: Amri gelingt es, Urban zu veranlassen, sich ins Fahrerhaus zu setzen. Er muss dazu Drohungen eventuell mit einer vorgehaltenen Pistole oder einem Messer nutzen, denn die Polizei findet später keine Spuren einer Fesselung.

Phase 2, die Fahrt:

Urban sitzt jetzt auf dem anderthalb Metern entfernten Beifahrersitz, freibeweglich, wie sich später zeigen wird, wenn der polnische Trucker den Versuch startet, ins Lenkrad zu greifen. Vorerst sitzt er ruhig, eventuell hält ihm Amri eine Pistole entgegen. Der Tunesier müsste dann mit einer Hand gelenkt haben, die andere bräuchte er, um die Waffe auf Urban zu halten. Warum er den Polen mitnimmt, ist unklar: Der Fahrer hat ihn gesehen, könnte ihn identifizieren, er ist zudem für Amris Zwecke verzichtbar, eine ausschließlich störende Last.

Phase 3, der Angriff:

Fest steht: Er ist dennoch an Bord, als der mutmaßliche Tunesier seine Todesfahrt beginnt. Und er hält augenscheinlich still. Erst als Urban erkennt, was Amri mit seinem Truck vorhat, versucht er nach Polizeiangaben, das Schlimmste zu verhindern, indem er vom Beifahrersitz aus ins Lenkrad greift.

Warum Amri jetzt nicht schießt, bleibt rätselhaft. Klar ist, zuerst hat der Terrorist wohl auf den plötzlich agil werdenden Trucker eingestochen. Die Polizei findet bei Urban später Stichverletzungen im Gesicht und am Körper sowie den Kopfschuss, der den 37-Jährigen schließlich tötet. Eine Spurenlage, die sich nur erklären lässt, wenn zuerst gestochen und später dann geschossen wurde.

Doch wie? Hält Amri beim Fahren die Pistole, muss er den Lenker loslassen, um gefahrlos zum Messer greifen zu können. Oder er lässt die Pistole los, was aber dem angreifenden Urban für einen Moment Waffengleichheit bescheren würde. Das Problem: Amri hat nur zwei Hände, muss aber zwischen Lenkrad, Messer und Pistole wechseln. Wie macht er das?

Auch Helge Steinwach ist nach Versuchsende perplex. „Es gibt noch Klärungsbedarf“, sagt der Wissenschaftler. Eine einfache – und aus Forschersicht damit nach Ockhams Rasiermesser die naheliegendste Erklärung - sei der dritte Mann, dessen Existenz bisher von den Behörden noch nicht einmal ansatzweise erwogen werde. „Aber nur ein dritter Mann hätte Urban in Schach halten können, während Amri fährt“, glaubt Steinwach. Auch die Abfolge von Stichen und finalem Schuss ergebe so Sinn: „Der Bewacher sticht zum, als Urban rebelliert“, beschreibt der Forensiker, „bis Amri vom Fahrersitz aus schießt, nachdem er eine Hand vom Lenkrad genommen und zur Pistole gegriffen hat“.

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ne, ne, ne! Immer diese gemeinen Fragen vom Praktiker aber auch.
Bei Meister Nadelöhr für Erwachsene stören solche Spitzfindigkeiten!
Echt!
Laßt die Aufklärung des deutschen Wintermörchens unsere Polizei machen.
Dafür werden sie schließlich (von uns allen) bezahlt. Da sind sie gut drin.
Echt gut!
Sie würden nie vergessen, das Magazin in ihre Ballerstöckli zu stecken.
Nie. Im Leben nicht.

Die schaffen das! Das ist so sicher wie die Armen von der Kirche.
Echt ... stille Nacht in diesen Wintermörchen.


ppq hat gesagt…

fefe fragt sich, warum die verantwortlichen minister noch nicht gegangen sind. ist aber klar, dann müsste die oberchefin vons janze auch gehen. viel freispiel haben die aber nun nicht mehr, wenn man überlegt, weswegen der seiters seinerzeit zurckgetreten ist...

andere zeite, ganz andere kaliber. die waren noch verantwortungträger nicht nur in den momenten, wo es ein verdienstkreuz gab

http://blog.fefe.de/?ts=a6a2b48c

Anonym hat gesagt…

Wo Sie es gerade sagen. Bundeskanzlerin, tritt zurück

Die Anmerkung hat gesagt…

http://www.danisch.de/blog/2016/12/21/komische-fahndung/

Nachtrag: Es gingen ja heute auch Meldungen herum, wonach der polnische Fahrer bis zum Anschlag noch lebte und die im Fahrerhaus gekämpft haben müssen, der also versuchte, den Anschlag zu verhindert oder Schlimmeres verhindert hat.

Wäre es aber denkbar, dass die auf der Straße gekämpft haben und die Fahrt in den Weihnachtsmarkt nicht beabsichtigt, sondern eine Folge dieses Kampfes war?

Martin hat gesagt…

Nö, wäre nicht denkbar, sondern komplett absurd.
Die kämpfen auf der Strasse, der Täter tötet den Fahrer mit Messer und Pistole und schleppt dann die Leiche in den LKW und die Fahrt ergibt sich daraus genau wie?
Vor der Fahrt in den Weihnachtsmarkt hat der LKW ja anscheinend erst noch ne Runde gedreht, wie würde das passen?
Und wie wäre der LKW als Folge eines Kampfes auf der Strasse und unbeabsichtigtem Fahren überhaupt erst zum Weihnachtsmarkt gekommen?

Anonym hat gesagt…

Der Tathergang dürfte so gelaufen sein: 2 bis 3 Täter
Täter eins der Tunesier hatte den Auftrag das Tatwerkzeug LKW zu beschaffen, der polnische LKW Fahrer wird als sehr folgsam und korrekt beschrieben, das deutet darauf hin, das möglicherweise sogar genau dieser ausgewählt wurde, kann aber auch Zufall sein. Der letzte Kontact zum polnische LKW Fahrer war 15h danach wurde er nicht mehr erreicht. Um 15h45 Startversuche/Fahrversuche, der Tunesier und der polnische LKW-Fahrer (laut Untersuchung noch am leben bis ca 20h) fahren um 19h45 zum Weihnachtsmarkt in der City, dazu bedroht der Tunesier den Polen und zwingt ihn mit der Waffe. PS: kein unerfahrener Fahrer würde sicher fast 20Minuten durch die Grosstadt mit solch einen grossen LKW fahren ein Unfall wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Ende der Fahrt, Unmittelbar vielleicht hundert Meter vor Erreichen des Weihnachtsmarkt stoppt der LKW, der LKW Fahrer ist jetzt nur noch eine Belastung für die Täter der hinter dem Polen sitzende Tunesier zwingt den LKW Fahrer zum Beifahrersitz rüberzurücken, er rückt nach vorn auf den Fahrersitz um den Polen zu töten. Die Tatwaffe sind dabei Pistole und Messer, wie man glauben könnte in der Reihenfolge Messer dann Pistole, diese macht jedoch keinen Sinn, viel wahrscheinlicher ist es erst der Kopfschuss, dann die Messerstiche, da die Pistole nur Kaliber 22 ist kann es durchaus sein, das der LKW Fahrer mit solchen Kopfverletzung zur Gegenwehr noch fähig ist, daher hat der Tunesier im Nahkampf mit seinen Messer weitere Stichwunden machen müssen. Der zweite Täter wahrscheinlch der Pakistaner, der zuerst verhaftet wurde steigt nach den Mord dazu auf den LKW sitz, der Tunesier mit seinen Blutspuren und Schmauchspuren verlässt den LKW mit seiner Pistole und hinterlässt sein Portemonaie, da er ohnehin seine DNA Spuren in den vergangenen Stunden hinterlassen hat. Der Tunesier macht sich entgegen den Fluchtweg des 2.Täters auf die Flucht. Der 2.Täter angenommen der Pakistani, der den Nachmittag ein nachprüfbares Alibi "erworben" hat auf dem Amt mit seinen Freunden muss jetzt nur noch gerade aus in den Weihnachtsmarkt rasen! Beim Einsteigen tragt er Handschuhe und vermeidet Blutspuren, die der Mörder nicht vermeiden konnte!
Der Pakistani trägt auffallende Kleidung, da er ohnhin damit rechnen muss gefasst zu werden, schafft er es jedoch eine Entfernung zwischen LKW und Verhaftung zurückzulegen ist er "aus den Schneider" die untypische Kleidung zudem keinerlei Spuren und auch keine weggeworfene Pistole zwischen Anschlagsort und Verhaftung und das wasswedichte Alibi machen ihn unauffällig zudem war ohnhin klar, das die Unterkunft des Pakistani untersucht werden würde, diese ist also clean, Folge des ganzen der Pakistani wird freigelassen. Laut Daily Mail ist der Pakistani jetzt verschwunden und untergetaucht, er wird als geistig schwach beschrieben (was ihn für die Polizei zudem als nicht tatfähig erscheinen lässt), solche Menschen sind aber auch für solche Taten zu manipulieren. Ein dritter Täter könnte bei den Entsorgung der Handschuhe und einer Plastikfolie auf dem Fluchtweg des Pakistani durch Übergabe gesort haben, damit die Polizei diese nicht finden kann. Diese Theorie sollte wirklich von der Polizei durchdacht werden!!

ppq hat gesagt…

ansi amri in italien getötet. das passt nun auch prima.

Peter hat gesagt…

Es ist schon erstaunlich, über was alles spekuliert wird. Die einfachen und naheliegenden Erklärungen werden jedoch übersehen.

(1) Es gibt keinerlei Hinweise darauf, daß der Fahrer zur Tatzeit noch am Leben war. Und mit keinerlei meine ich "null komma null". Gegenteilige Behauptungen der BILD-Zeitung entbehren jeder Grundlage und sind einfach nur ausgedacht, um einen Helden zu kreieren, den man in den Schlagzeilen vermarkten kann. Das Publikum liebt..., ja braucht sogar Helden, um ruhig zu bleiben. Falls jemand gegenteilige Informationen hat, bitte raus damit.

(2) Der offensichtliche Grund, warum der Fahrer noch im Fahrzeug war und nicht vorher schon beseitigt wurde, wird völlig übersehen. Jeder, der ein Auto hat, jeder, der sogar einen LKW-Führerschein hat, weiß, daß man so einen Scania nicht ohne weiteres fahren kann. Das ist ein Computer auf Rädern. Es braucht Erfahrung und Übung. Der Täter brauchte den Fahrer, um ihn in die Bedienung des Fahrzeugs einzuweisen. Damit sind wir beim nächsten Punkt. Selbst für einen erfahrenen Fahrer ist es nicht einfach, einen LKW dieser Größe vom F-Krause-Ufer zum Europa-Center zu bewegen. Wer die Strecke kennt, kennt Kreuzungen und Kreisverkehre und Breite der Straßen. Für einen PKW- oder Standard-LKW-Fahrer völlig unmöglich. Der schafft es nicht einmal, die Sicherungssysteme nach dem Starten auszuschalten. Es ist also naheliegend, daß der Fahrer nicht nur zur Einweisung gebraucht wurde, sondern das Fahrzeug sogar bis kurz vor den Anschlagsort fahren mußte. Das hätte ein Täter allein nicht schaffen können. Damit wird auch klar, woher die Stich- und Schnittverletzungen kamen. Der Widerstand des Fahrers mußte zur Zeit des Diebstahls gebrochen werden, ohne ihn jedoch körperlich außer Gefecht zu setzen.

(3) Es gibt einen GPS-Hinweis darauf, daß das Fahrzeug kurz vor dem Tatort nochmal gehalten hat. Dies wäre der Zeitpunkt, an dem die Fahrer gewechselt haben, und der eher wahrscheinliche Todeszeitpunkt. Vorher wurde der Fahrer zwingend gebraucht, jede Sekunde nach diesem Stop war er jedoch ein zusätzliches und vermeidbares Risiko. Fährt solch ein LKW durch mehrere Buden, können eine ganze Menge Geräusche entstehen, die für den typischen Knallzeugen vielleicht wie ein einzelner Schuß klingen. Ich denke da an reißendes Metall, platzende Gasleitungen etc. Schließlich ist sogar ein Rad des LKW abgerissen worden. Wohl kaum durch eine Bretterbude. Kann alles so gewesen sein, muß es aber nicht.

(3) Man kann davon ausgehen, daß A.A. eine Erfindung der Behörden ist, um die eigene Unfähigkeit zu kaschieren. Schließlich hat man 1,5 Tage gebraucht, um seine Papiere im Fahrzeug "zu deponieren" (da ist er wieder, der Ausweis). Welcher Name dann drauf stehen sollte, darauf konnte man sich so schnell keider nicht einigen.
Bei einem Kapitalverbrechen dieses Ausmaßes sind die Behörden durchaus in der Lage, Fingerabdrücke in weniger als 24 h zu analysieren und international abzugleichen. Das geht sogar wesentlich schneller. Wäre dem also so gewesen, hätte man sein Duldungspapier 1,5 Tage später gar nicht gebraucht, sondern seinen Namen schon im Laufe des nächsten Vormittags per Fahndungscomputer gehabt. Hatte man aber nicht. Dies spricht Bände.

Anonym hat gesagt…

Die Einfahrt zum Weihnachtsmarkt ist relativ eng. Um in die Gasse zwischen den Buden zu kommen, muss eine enge Kurve gefahren werden. Das schafft keiner, der nicht gewohnt ist, einen 40 Tonner zu fahren. Ein Ungeübter hätte wohl schon die ersten Buden gegenüber dem Eingang plattgefahren.

ppq hat gesagt…

@peter dein punkt 2 wirft doch dieselben rätsel auf. wie hat er ihn in schach gehalten? nach angaben der polizei fuhr AA selbst, also mit einer hand? welche stach dann zu? und wie, über eine entfernung von 90 - 1,10 cm von fahrersitz zu beifahrersitz?

Peter hat gesagt…

@ppq:

Ja, da gebe ich dir völlig recht. Die Ein-Täter-Theorie stützt sich auf rein überhaupt nichts, die Polizei hat ja keinerlei Infos. In Schach halten hätte er ihn nach Fahrerwechsel nur dann müssen, wenn man den Phantasien der Bild-Zeitung folgt. Warum aber sollte man das? Etwas anderes wäre es, wenn man Details zu den Zeugenaussagen, die einen Schuß gehört haben wollen, hätte. Wenn dieser Schuß z.B. erst dann gehört wurde, als der LKW bereits zum Stehen gekommen war.

Doch noch ein weiterer Punkt ist interessant: Nach unterschiedlichen Informationen war der polnische Fahrer mal ein 120kg-, ein andernmal sogar ein 150kg-Bursche. Sehr unwahrscheinlich, das den einer allein überwältigen und zum Fahrdienst zwingen konnte. Auch die Auswahl des Sattelschleppers mit 25t Last sieht nicht nach einem Einzeltäter, sondern nach Vorwissen und Planung aus. Wenn ich so etwas machen wollte, wählte ich einen LKW, von dem ich absolut sicher wären, daß ich ihn auch allein beherrsche. Ich riskiere nicht mein Vorhaben, indem ich es mir zusätzlich schwer mache, damit um die Ecken zu kommen. Man hätte sogar einen leeren LKW nehmen könnenBei der

Die ganze Ermittlung und damit A.A. im Ganzen sieht inzwischen nach einer hanebüchenen Inszenierung aus. Gerade kommt raus, daß man nach 4 Tagen auf einmal sein Handy im LKW gefunden haben will. Geht's eigentlich noch bescheuerter? Die Polizei hat am Dienstag gesagt, daß sie nach Freilassung des ersten Verdächtigen kaum verwertbare Spuren hat. Das hätte sie nicht gesagt, wenn bekannte Fingerabdrücke abgenommen wurden. Das hätte sie nicht gesagt, wenn Dokumente mit Namen gefunden wurden. Das hätte sie nicht gesagt, wenn ein fremdes Handy gefunden wurde. Dienstag abend war alles das mit 100%er Sicherheit geschehen und ausgewertet, schließlich war da ein Täter auf der Flucht. Da ist kein Platz für Ausweisdokumente 1,5 Tage später. Da ist erst recht kein Platz für ein Handy 4 Tage später. Völliger Blödsinn. Beides sind eindeutige Identifizierungsmerkmale.

A.A. wurde ausgesucht und geopfert, weil man keine Spuren hatte, jedoch schnellstmöglich einen Täter brauchte, um das Gesicht zu wahren und vor Silvester Ruhe in die aufgescheuchte Schafherde zu bringen. Man brauchte einen Zugriff, die Situation durfte auf gar keinen Fall weiter eskalieren. Deshalb auch die großflächigen Ankündigungen von Polizeimaßnahmen, die im völligen Widerspruch zur gängigen Ermittlungspraxis standen. "Aktion vortäuschen, bis wir einen Plan haben", so hieß die Devise.

Letztlich sollte man nicht vergessen, daß aller Terror staatlich inszenierter Terror ist. Die wahren Hintergründe werden wir nicht erfahren.

Die Anmerkung hat gesagt…

Das war laut Beweisfoto von PPQ ein 08-15-LKW. Damit geht alles.

nervender Kommentator hat gesagt…

Ein Punkt, der noch gar nicht angesprochen wurde:

Ich hab mir im Video https://www.youtube.com/watch?v=tj4vrC72bU0 ausgiebig den LKW angesehen. Der Videoautor sucht angestrengt nach Blutspuren....

Dann schauen wir mal da:
http://www.wetter.de/cms/wetterbericht-fuer-den-19-12-2016-letzter-schnee-oder-regen-dann-sonniger-4053697.html

Der LKW soll also mehrere hundert Kilometer von Italien nach Berlin gefahren sein, durch Schnee und Regen, bei Reifglätte - also großzügig gesalzenen Autobahnen. Und sieht aus wie frisch aus dem Werk. Front sauber. Tank sauber. Felgen sauber. Auflieger - blitzeblank. Schaut mal den Rahmen vom Auflieger an...

ppq hat gesagt…

@peter: die auswahl kann sein, kann aber auch nicht. in letzterem fall deutet man dann im nachhinein irgendwas rein.

aber die theorie, dass er sich von urban hat hinfahren lassen, um ihn dann zu erschießen und das letzte strück selbst fahren, haut auch nicht hin. wozu dann die messerstiche? das ist doch not, direkte auseinandersetzung, nicht exekution.

die "inszenierung" sehe ich nicht. dazu ist das alles ja zu blöd gemacht zu irrsinnig, zu fragwürdig, zu unglaubhaft. wenn du oder ich sowas inzsenieren sollten, dann doch wohl so, dass es einem die leute abnehmen, oder?

@nervender kommentator: das ist mir auch aufgefallen. aber es könnte ja immerhin sein, dass der fahrer ihn nach der ankunft in berlin gewaschen hat, zeit hat er ja offenbar gehabt

nervender Kommentator hat gesagt…

Hatte er Zeit? Es hieß doch, er hat sich extra beeilt, um noch am Montag entladen zu werden. Das wurde dann kurzfristig gecancelt. Also wenn einem der Zeitplan gerade so versaut wird - hat der dann die Nerven und geht erstmal den LKW waschen? Und den SO zu waschen geht nicht mit Eimer und Lappen auf dem Parkplatz. Er braucht ne LKW-Waschanlage und Dampfstrahler. Ist dort eine in der Nähe? Geben das die GPS-Daten her? Gibt das das Zeitfenster her? Eine LKW-Komplettwäsche dürfte so etwa 50-80Euro kosten, dafür müßte es ja auch einen Beleg geben. Erlaubt das denn ein polnischer Chef, wäre es nicht günstiger, den LKW in Polen oder Italien zu waschen?

Noch ein Gedanke: könnte der Anus A. schon ab Italien an Bord gewesen sein?

Peter hat gesagt…

Motiv der Handy-Lüge kommt ans Licht

Die Handy-Lüge sieht inzwischen nach der Smoking-Gun der Inszenierung um A.A. aus. An Offensichtlichkeit der Unwahrheit kaum zu überbieten müssen die Verantwortlichen gewichtige Argumente gehabt haben, diese Story 12 h nach dem Tod des angeblichen A.A. an die Presse zu geben. Was könnte das Motiv sein?

Dabei schien doch endlich alles für "die Ermittler" so einfach zu sein. Gesehen hatte den Täter ursprünglich ja keiner, da er maskiert gewesen ein soll. Laut Polizei soll er dann aber in kürzester Zeit 1000e km zurückgelegt haben, so urplötzlich, daß selbst die Berliner Staatanwaltschaft "völlig überrascht" war. Nun ist es ja naheliegend, zu vermuten, daß der gute wie jeder Durschnittseuropäer ein Handy dabei hatte. Vielleicht ein anderes als am Tatort, aber egal, irgendeines sicherlich. Dieses Handy würde nun plötzlich zum ersten harten und damit wichtigsten Beweismittel werden (Funkzellenauswertung). Es wäre der erste und bisher einzige Beweis, daß A.A. tatsächlich zum fraglichen Zeitpunkt am fraglichen Ort war.

Warum könnte dieses wichtigste Beweismittel verschwinden? Weil es mit der selben hohen Aussagekraft genauso gut belegen könnte, daß A.A. nichts mit der Inszenierung zu tun hat? Weil er das Handy sicherlich im Laufe der letzten Tage benutzt hatte und die Gespräche angesichts seines Umfeldes damit zwangsläufig eine Mehr-Täter-Theorie unterstützen?

Wie dem auch sei, dem Publikum läßt sich ganz sicher nicht verkaufen, daß er gar kein Handy dabei hatte und ganz ohne quer durch Europa reiste. Das stelle sich mal jeder selbst für sich privat vor. Also was tun, fragen sich die Bullen? Wir deponieren das Handy am Tatort, da kann es unseren Plänen in keiner Weise schaden. Klingt zwar saublöd, aber egal. Zu behaupten, er hätte keines gehabt, glaubt nicht mal ein Minderjähriger.
Die Sache mit dem Handy als Gegenbeweismittel wird natürlich, kann erst dann akut werden, nachdem A.A. tot ist und man sein Handy untersuchen konnte. Da sind die ca. 12 h wieder. Vor dem Mord (so muß man es jetzt bezeichnen) konnte das schlecht gehen. Vielleicht war das Handy ja tatsächlich in Berlin.

Wir können mit einiger Wahrscheinlichkeit von einem 13. Opfer ausgehen. In diesem Sinne Frohe Weihnachten.

Anonym hat gesagt…

Viel zu viel Symbolik. Ein polnischer Nationalist und ein tunesischer Islamist fahren mit einem rabenschwarzen Lastzug durch Berlin.Vielleicht wurden die beiden ja auch mit
Ariel gewaschen, sodass sie sich hart wie Krupp-Stahl fühlten.
😎

Volker hat gesagt…

Erst mal Dank an PPQ und Peter für die umfassende Darstellung.

Mein Senf dazu:

“Die Polizei hat am Dienstag gesagt, daß sie nach Freilassung des ersten Verdächtigen kaum verwertbare Spuren hat. Das hätte sie nicht gesagt, wenn bekannte Fingerabdrücke abgenommen wurden.

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Bis zur Ergreifung des Tatverdächtigen darf die Polizei lügen. Manchmal lancieren die absichtlich Lügen in die Medien, um den Tatverdächtigen zu einer bestimmten Handlung zu veranlassen oder ihn zu desorientieren.
Ob das hier auch der Fall ist, weiß ich nicht; als eine Möglichkeit sollten wir das in Betracht ziehen.


Wir sollten auch daran denken, dass der Fahrer die Absicht des Entführers nicht kannte. Aus seiner Sicht war das wohl ein LKW-Raub. Ungewöhnlich das setting, aber wer weiß.
Gut möglich, dass er sich durch wenig Gewaltanwendung oder –androhung hat einschüchtern lassen.
Alles machen was der Entführer will und auf eine Gelegenheit zum Absprung warten – so könnte ich mir die Gedanken des Fahrers vorstellen.
Sollte man auch als Möglichkeit zur Erklärung seines Verhaltens in Betracht ziehen.

Peter hat gesagt…

Zurawski also said:

Police in Gryfinie showed me the terrible photo of Lukasz. His face was all bruised and had been cut with a knife. You could tell he put up a fight. But I do not believe that one man could have killed my cousin. He was a powerful six-foot-two and weighed 130kg. It had to do [sic] a group of people.

http://www.breitbart.com/national-security/2016/12/23/lukasz-urban-hero-berlin-christmas-market-massacre/

ppq hat gesagt…

hat nur eine woche gedauert. nun haben sie rausbekommen, dass es anders war als bisher erzählt.

http://www.express.de/news/panorama/griff-er-doch-nicht-ins-lenkrad--polnischer-lkw-fahrer-war-offenbar-schon-frueher-tot-25376602

nun passt es auch wieder mit den wahrscheinlichkeiten