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Freitag, 3. Februar 2017

America first: Gabriels Exkursion zu den Gestaden der Vernunft

Auf der Suche nach Vernunft nach Übersee: In Berlin lohnt sich die Suche nicht.

Seit sich der damals noch unumstrittene SPD-Chef Sigmar Gabriel Ende des vergangenen Jahres mitten in der Krise um den Unfall auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in eine Klinik begab, wollten die Gerüchte nicht verstummen. 


Hat sich der sowohl von außen als auch von der eigenen Partei mehr und mehr kritisierte, aber immer noch amtierende Popbeauftragte der deutschen Sozialdemokratie wirklich einer OP unterzogen? Und wenn ja, war es wirklich nur die Einsetzung eines Magenbandes, das den Machthunger des Niedersachsen bändigen sollte? Oder doch eine sehr viel tiefgreifendere Transplantation?

Gabriel kam jedenfalls wie verwandelt aus dem OP-Saal. Er ernannte den seit seinem Scheitern im Kampf um eine Vertragsverlängerung im europäischen Parlament schon mit den Füßen scharrenden Martin Schulz zu seinem Nachfolger als Parteichef, Kanzlerkandidat, Hoffnungsträger und unwiderstehlicher Sieger aller Umfragen. Und nutzte das Vorrecht des noch amtierenden höchsten Sozialdemokraten, sich selbst für treue Dienste mit dem Amt des Außenministers auszuzeichnen, das vakant geworden war, weil der dort seit Jahr und Tag vor sich hinmahnende Walter Steinmeier in seiner letzten Karrierekurve benötigt wird, den Posten des obersten Mahners der Nation von Bundespräsident Joachim Gauck zu übernehmen.

Gabriels Devise: America first!


Dass Gabriels erste Mission in die USA führen wird, die kurz davor steht, als feindliches Ausland eingestuft zu werden, zeigt, dass Gabriel seinen neuen Posten ernst nimmt. Er will nicht nur als Frühstücksdirektor mit Dänemark und Belgien über gemeinsame Initiativen zur Sicherung von Weltfrieden und Weltklima konferieren, sondern dort gesehen werden, wo alle deutschen Medien hinschauen, wenn sie nicht gerade wie gebannt zu Martin Schulz gucken, um dessen neue Umfragerekorde zu bejubeln.

Gabriel ist deshalb in den USA geflogen, um sich „unter anderem mit seinem Amtskollegen Tillerson zu treffen“, wie die Tagesschau berichtet.  Gabriel sei in den USA „Auf der Suche nach Vernunft“ - in der einschlägigen diplomatischen Literatur beschrieben als Fähigkeit des menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten universelle Zusammenhänge der Wirklichkeit durch Schlussfolgerung herzustellen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln.

In Berlin steht es seit Monaten schlecht darum. Zeitweise schienen selbst engsten Wegbegleitern der Regierungsarbeit Staatsnotstand und Kontrollverlust zu regieren. Je deutlicher das zutage trat, desto lauter wurde allerdings die Hysterie um die Machtübernahme des „irren“ (Spiegel) „Milliardärs“ (dpa) Trump in Amerika. Dass Gabriel nun mit seiner Washington-Expedition versucht, ausgerechnet im Umfeld des verrückten Präsidenten nach Vernunft zu suchen, scheint irritierend.

Von Unternehmer zu Unternehmer


Doch Gabriel,  der nach dem Ende seiner ersten politischen Karriere selbst einmal Unternehmer war, sieht im ehemaligen Exxon-Chef wohl einen tatkräftigen typen wie sich selbst am Werk. Und es gibt auch wirklich viele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Politikern: Wie Gabriel hat Tillerson keine Erfahrung in der klassischen Diplomatie, sowohl der Deutsche als auch der Amerikaner stehen für eine restriktive Einwanderungspolitik und beide Politiker gelten als überaus russlandfreundlich. Während Tillerson Träger des russischen "Ordens der Freundschaft" ist, hielt Gabriel zuletzt eine versöhnliche Festrede bei der Mitgliederversammlung des Deutsch-Russischen Forums e.V.

Sobald die Vernunft gefunden ist, will der künftige SPD-Außenpolitikprofi nach Angaben von Martin Mair vom ARD-Hauptstadtstudio über den US-Außenminister „mäßigend auf Präsident Trump einwirken“.



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da kann man nur hoffen, dass der Dicke fündig wird und Trump ihm etwas Vernunft mitgibt. Er sollte gleich ein paar Wochen drüben bleiben, vielleicht erstmal als Praktikant, und lernen, wie man die Interessen des Volkes erkennt und entsprechend seinen Job macht. Sigi kann es dann nach seiner Rückkehr seiner Chefin weitergeben.

Die Anmerkung hat gesagt…

Make Die Mannschaft great again.
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http://www.bild.de/sport/mehr-sport/nationalmannschaft/verrueckter-eu-plan-spielen-sie-bald-in-sternchen-trikots-50094026.bild.html

Verrückter Plan aus Brüssel
Spielen Jogis Jungs bald mit Sternchen-Trikots?
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Oha. Es gibt wohl doch Nationen, Staaten und Nationalmannschaften.

Sauer hat gesagt…

Die oben angegebene Definition der Vernunft steht weder in der diplomatischen Literatur noch verstehen sie Diplomaten. Die werden darauf gedrillt, grinsend auf allen möglichen Dinnern mit Diplomaten anderer Länder herumstehen zu können und sich gegenseitig ihre weltpolitische Bedeutung zu bestätigen. Ab und zu müssen sie mal ein Schriftstück der Bürokratie des Gastlandes übergeben und dabei untertänigst katzbuckeln. Ansonsten widmen sie sich den schönen Seiten des Lebens. Wirklich wichtige Angelegenheiten werden von den Ministern der Regierungen im direkten Kontakt erledigt. Diplomaten sind heutzutage weitgehend überflüssig.

Jetzt zu Gabriel: Ist es vorstellbar, daß er mit einem Vernunftspürgerät um das Weiße Haus herumschleicht? Weiß er denn nicht, daß durch Trump gerade in dieser Gegend alle Vernunft abgetötet wurde? Hier kann er, wie wir aus TV und Zeitungen wissen, nur Haß finden. Wie man hört, soll das Vernunftspürgerät heftig ausschlagen, wenn es auf Haß stößt. Hoffentlich trägt Gabriel beim Vernunftschnüffeln Schutzkleidung, die ihn vor Verletzungen bewahrt.

Sauer hat gesagt…

Muß natürlich Dinnerparties heißen

ppq hat gesagt…

@dieanmerkung: es wird aber auch zeit, dass die EUPPQ-pläne zur

abschaffung der überkommenen nationalteams umsetzt!!!

'NATO - make our Problems great again' ... hat gesagt…

Zu Trumps Devise 'America First'
... die gelungene Parodie einer holländischen TV-Show als Antwort : 'Netherlands Second'
www.youtube.com/America_First-Netherlands_Second
War wenigstens noch witzig, irgendwie originell. ('We speak Dutch = the best language in Europe!, We have the best Pony park in the world!, We built a great great wall - that protect us from all the water from Mexico! , Nobody builds oceans better than we do! It's true! , We totally understand: It's going to be: AMERICA FIRST. But can we just say: THE NETHERLANDS SECOND!')

Das wollte - konnte aber der übereifrige Genosse Böhmermann nicht toppen. Lahm, uninspiriert und wie üblich meinungseinflößend mit-12-erhobenen-Zeigefingern musste ein pseudogroteskes Filmchen á la 'Germany Second' her. Boah .... gähn ..... Ö-R.-Zwangsgebühren mal wieder für Selbsthass und Zuschauerverdummung verschwendet. Da war nicht mal irgendwas witzig. Kreativ oder kritisch sowieso nicht - es gibt halt nur Oktoberfest und Hitler in Deutschland. Einfach nur peinlich. Auch seine Angst, sich mit den Antisemitismusvorwürfen gegenüber dem zum Islam konvertierten Rapper Kollegah (Gast) auseinanderzusetzen = peinlich, feige, abgewürgt. Man roch den Angstschweiß richtig.
Und dann der Höhepunkt, der Brüller des Monats: "Trump hat einen Hals wie ein ....[Achtung]....Pelikan." Wooooooow!!!!

Dagegen avanciert Mister Sauer mit seinen witzigen und kreativen Wortschöpfungen wie 'Hitler-Gestenforschung' und 'Vernunftspürgerät' zu einer echten Bereicherung unter den hiesigen Kommentatoren. Fand ich wirklich sehr amüsant Ihre Kommentare ;-))