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Freitag, 9. Juni 2017

Bald in einem Boot: Kommt die große Einheitspartei?

So wird es aussehen, wenn die CSP ein neues Maß an Verlässlichkeit in die deutsche Innenpolitik bringt.
Es war der Abend des Tages, an dem Angela Merkel von einem G7-Gipfel zurückkehrte, der die dienstälteste Regierungschefin der westlichen Welt schwer frustriert hatte. Donald Trump, nach dem Franzosen Emanuel Macron der Teilnehmer mit der wenigsten Erfahrung bei Rettung der Welt, Europas, des Euro, des Friedens und des Klimas, hatte sich brüsk gegen die Kanzlerin gestellt. 

Die aber war nicht mehr bereit, zu tanzen wie der Ami pfeift: Dann eben künftig ohne die Amerikaner, verkündete sie nur Stunden später in einem Bierzelt. Der Plan sei nun, das die seit zehn Jahren heillos zerstrittenen Europäer ihr Schicksal "wirklich in die eigenen Hände nehmen" nehmen, verkündete Merkel, noch unabgesprochen mit den europäischen Partnern, die allerdings wohl gezwungen sein werden, Deutschland zu folgen, wenn die Spitzenmacht des Kontinents es befiehlt.

Die größte Hürde auf dem Weg dahin, das weiß Merkel ganz genau, ist die Heimatfront, die in den vergangenen Monaten nicht immer so geschlossen hinter ihr stand, wie das notwendig ist, um international mit einer Stimme zu sprechen. Als am Abend nach dem Bierzelt-Auftritt von der stets treuen Beate Baumann neue Zahlen zu den Wahlabsichten der Deutschen hereingericht wurde, zögerte Merkel nicht lange. Sie griff zum Telefon. Und rief Sigmar Gabriel an.

Nein, nicht Martin Schulz, den Merkel vom ersten Tag seiner vermeintlichen Kanzlerkandidatur an für ein Bauernopfer des gewitzten Goslarers gehalten hat, der den tumben Europa-Spezi aus Würselen aus Merkels Sicht ausschließlich zum Kandidaten und Parteivorsitzenden befördert hat, um sich selbst die im Herbst absehbare Wahlniederlage nicht zuschreiben lassen zu müssen.

 Gabriel bleibt für Merkel erster Ansprechpartner in den Resten der deutschen Sozialdemokratie - und als sie mit dem Koalitionspartner nun einen revolutionären Plan zur Verstetigung der verlässlichen Regierungspolitik der vergangenen Jahre besprechen wollte, landete sie beim privaten Festnetzanschluss des zuletzt immer ranker und schlanker und tatkräftiger wirkenden Außenministers. Sigmar Gabriel war gerade dabei, die beiden Töchter (5 und 0) der Familie zu windeln und zu füttern und er ging deshalb leicht genervt an den Apparat. Selbstverständlich wickele er auch die Ältere noch immer, beschied er Merkel nach einer kurzen, eher brüsken Begrüßung. Er nehme Grundstzbeschlüsse seiner Partei ernst, nach denen Politik hat die Aufgabe habe, das tägliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu regeln und Menschen rundum zu betreuen.

Dann aber ging es wohl schnell zur Sache: Merkel machte Gabriel mit Blick auf die neuen Umfragezahlen, die den beiden Parteien der GroKo derzeit eine Zweidrittelmehrheit im kommenden Parlament vorhersagen, ein Angebot: Ihre CDU sei bereit, sich mit seiner SPD zu einer Einheitspartei zu vereinen, die ihrer Vorstellung nach den Namen "CSP" für Christlich-Sozialdemokratische Partei tragen könne. Gemeinsam können man das Land mit ruhiger Hand weiterregieren, durch die Wahl einer Abkürzung, in der sich auch die CSU wiederfinde, werde Horst Seehofer ganz sicher mit ins Boot steigen.

Der Traum vom Durchregieren ohne Nebengeräusche, er könnte mit Hilfe der CSP Wirklichkeit werden. Die Partei hätte bei weitem die meisten Mitglieder und zwei schlagkräftige Stiftungen, zwei nahezu deckungsgleiche Wahlprogramme ergäben mit etwas Redaktionsarbeit ein hervorragendes Regierungsprogramm und die führenden Köpfe können bereits seit Jahren so gut miteinander, dass das Wort "Koalitionsstreit" nach einer repräsentativen Umfrage bei jüngeren Menschen kaum noch bekannt ist.

Schwierige Personalprobleme wie die Entsorgung des glücklosen Schulz' und Härtefälle wie der der aus dem dunkeldeutschen Mecklenburg stammenden Noch-Ministerin Manuela Schwesig wären dann im gemeinsamen Voranschreiten lösbar. Schulz, so heißt es im politischen Berlin, könnte mit dem Posten als Fusionsbeauftragter der beiden Parteistiftungen abgefunden werden, locken könnte den mit 62 auch schon kurz vor der Rente stehenden EU-Spezi die Zusage, ein bis zwei Dutzend guter Freunde mitversorgen zu dürfen. Für Schwesig, die in manchen Basisgruppen der CDU als "Nazi-Schlampe" bezeichnet wird, weil sie mit der alten NPD-Forderung nach schneller Abschiebung von kriminellen Ausländern auf Wählerfang am rechten Rand geht, ist ein komplizierterer Fall, konnte aber mittlerweile auch gelöst werden.

Während die Details noch ungeklärt sind, stehen die großen Linien der Regierungspolitik der CSP im Prinzip bereits fest. Angela Merkel will die Wirtschafts- und Währungsunion reformieren, mehr Europa soll deutscher werden, ganz so, wie es der Hades-Plan vorsieht. Über ein Entgegenkommen gegenüber dem neuen französischen Staatschef Macron will Merkel die alte Achse Berlin-Paris stärken und die schwachen Partner in Ost- und Südeuropa dann gemeinsam mit dem neuen, deutschfreundlichen Mann im Elisé zwingen, einen gemeinsamen Finanzminister als Vorgesetzten zu akzeptieren, Soldaten für eine gemeinsame EU-Armee abzustellen und die Finanzierung beider Vorhaben durch eine neue Europa-Steuer zu akzeptieren.






Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es wäre ja nur folgerichtig, die de facto schon bestehende Einheitspartei offiziell zu machen.

Und Schulz, die arme Socke, hätte nicht mehr das Problem, dass er zwar gerne gegen eine katastrophale Regierungspolitik Wahlkampf machen würde, aber nicht kann, weil die Genossen die ganze ScheiBe von A bis Z mitverzapft haben.

Anonym hat gesagt…

Das wäre gar kein so falscher Gedanke. – Versuchten es die Proto-Bolschewisten/Murxisten auf die harte Tour, indem sie dem Pöfel a Priori eine Einheits-Paddei aufoktroyierten, so scheinen ihre Adepten aus dem „Gollabs“ des „Soffjet-Imberiums“ gelernt zu haben. –
Nunmehr wird der Pöfel so lange und penetrant mit „Alternaivlosigkeits“-Mantras kujoniert, bis er geradezu nach der „alternativlosen“ Einheitsbrei-Politik lechzt. –
Dass Partei-Namen nur noch Etikettenschwindel sind und de facto für die immer gleichen Lügen-Paradigmen stehen, nimmt das Hirnvollwasch-Hornvieh geradezu dankbar in Kauf, erspart es ihm doch die „Qual der Wahl“ und garantiert ihm die finale Errettung vor erschröcklicher „Klimaaa-Katstrophööö, „Rächts-Äxträmismus/Faschismus/Nazismus“ und „Patriarchat“.

ppq hat gesagt…

wenn sie im konrad-brandt-haus dieses negativcampaigning hier lesen, sagen sie bestimmt gleich wieder alles ab

Gernot hat gesagt…

Die Wahrheitsmedien veröffentlichen seit Jahrzehnten nur die Wahlergebnisse von CDUSPDFDPGRÜNELINKE und neuerdings gezwungenermaßen AfD, ansonsten "son" oder "and", weil´s keine Hunderttausende interessiert und obendrein die ungenannten Parteien albern und jenseits der Vernunft einzuordnen sowie nicht ernstzunehmen sind, daher sollten sich erstgenannte Parteien alternativ zu einer Einheitsliste ohne Alternative, da nicht erforderlich, zusammenschließen.