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Dienstag, 20. Juni 2017

Gerechtigkeit: Allen alles nehmen, nur das wäre gerecht

Erst wenn beide sich ganz ausziehen, sind sie gleich.
Nicht gleich, sondern eher am Ende seiner ersten Kanzlerschaft. dann aber auch nicht für alle, sondern nur für die, von denen er heute hofft, dass sie ihn wählen. SPD-Kanzlerkandidat und frischgebackene Bestsellerautor Martin Schulz hat seine Pläne zum Umbau der Steuersystematik vorgestellt, kurz vor seiner möglichen Wiederwahl im Jahr 2020 einzuführen gedenkt. Und siehe: Es sind die alten Neidreflexe, die den vom früheren Parteichef Sigmar Gabriel zum SPD-Hoffnungsträger ernannten 61-Jährigen nach den Niederschlägen der letzten Wochen doch noch zum Sieg über die unbezwingbare Amtsinhaberin Angela Merkel verhelfen soll.

Schulz will allen, die mehr verdienen als die, die wenig verdienen, tief in die Tasche greifen. Schon wer 6500 Euro brutto im Monat verdient, darf sich künftig nicht mehr rühmen, karge 85 Prozent mehr zu verdienen als der deutsche Durchschnittsangestellte. Nein, er darf sich als "reich" bezeichnen. Ihm kommt damit die Aufgabe zu, mit 45 Prozent seines Einkommens an der Herstellung von allumfassender Gerechtigkeit mitwirken zu dürfen. Die Erträge aus dem, was er vom Rest gespart hat, unterliegen künftig nicht mehr - weil das Gesparte bereits einmal als Einkommen versteuert ist - der 25-prozentigen Abschlagssteuer. Sondern noch einmal dem vollen Steuersatz.

"Gerechtigkeit", wie sie die deutsche Sozialdemokratie buchstabiert, um an alle die heranzukommen, die zu kurz gekommen sind, sich benachteiligt und unterbezahlt fühlen. Ihnen verspricht Martin Schulz gleich noch ein Zuckerli, zu lutschen am St. Nimmerleinstag: Ab 2020 soll der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden. Erstmals nur, nicht alle Tiere sind gleich, für untere und mittlere Einkommen nach Schulz-Definition. Im Gegenzug sollen "Besserverdiener" stärker zur Kasse gebeten werden - das sind nach SPD-Definition ganze 120.000 Menschen in Deutschland, denen die SPD nicht mehr 45 Prozent Steuer ab 250.000 Euro Jahreseinkommen abnehmen will. 45 Prozent zahlen ja dann schon Menschen mit einem Jahreseinkommen von 76.200 Euro. Sondern 48 Prozent ab glatt 250.000 Euro.

Wenn das nicht fair ist. „Durchdacht, maßvoll, moderat und seriös“, findet es Heiko Scholz, der Schulz nach der Wahl im September als Parteivorsitzender beerben wird. Alles rechnet sich, die in der Mitte der Einkommenspyramide abgeschöpften zusätzlichen Milliarden kann Vater Staat ausgeben, um noch mehr Menschen, die allein kein ausreichendes Einkommen erzielen, mit noch abhängiger von staatlichen Almosen zu halten. Der obrigkeitliche Staat, von dem Martin Schulz so oft feucht träumt, er schafft sich die Krisen, die dann zu lösen antritt: Die nominalen Löhne und Gehälter im Land sind seit 1991 um knapp sieben Prozent gestiegen, die Steuereinnahmen des Staates hingegen verdoppelten sich.

Ohne mehr "Gerechtigkeit" fehlt es der öffentlichen Hand folglich nun überall an Geld. Schulz bringt immerhin gute Worte.

In der Zuchtanstalt: Das arme Mädchen in der roten Jacke und die Zukunft der  europäischen Linken.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schulz liefert generisches Pseudosozengebrabbel. Kein Plan, keine Vision, keine ehrliche Faser im Wanst, nur fade Brocken für die Presse, damit man ihn nicht schon vor der Wahl vergisst.
Es geschieht diesem Gesindel sowas von recht.

Anonym hat gesagt…

Nur Faule, Dumme und Versager wählen SPD, und bei denen kommt diese Definition von Gerechtigkeit an.

Anonym hat gesagt…

https://www.facebook.com/525624937616422/photos/a.525756317603284.1073741828.525624937616422/743715179140729/?type=3&theater

https://sezession.de/57300/spiegel-im-kriechgang-%E2%80%93-sieferle-im-nachdruck

le schulz ist kapott und wird bald abgeschafft . sozis bei 13%

Anonym hat gesagt…

Solch Dummfug ist ein probates Kriterium diesen Sozen und Ihren Adepten ihre unheilbare Pavian-Hirnigkeit zu attestieren. -
Indes, schon die alten Latriner wussten: „Summum jus, summa injuria“. -
Unsere Protagonisten jedoch krakeleen nach immer mehr Ge-Rächtig-Keit, immer mehr Abschröpfung, Umverteilung, Totalitarismus eines halluzinierten, sozialistischen Wolkenkuckucksheim wegen.-
Und der von ihnen krampfhaft beschworene „Humanismus“ führt immer wieder in die schon oft installierten Zwangs-Höllen, da jede „ideologische Richtung“ „konsequent“ und pitbullhaft verbissen weiter getrieben, zwangsläufig schnurstracks in die Barbarei führt. -
Um das zu erkennen und begreifen ist der geistige Horizont der Sozen viel zu eng.

Anonym hat gesagt…

Zur parlamentarischen Demokratie hatte sich bereits ein Landsmann des Großen Denkers (Le Penseur) geäußert - in seinem Mitte der Zwanziger erschienenen Diätbuch "Kein Mampf". Nichts dagegen zu sagen, Genossen Bauern, was wahr ist, ist wahr.
Das, und auch was er zum Marxismus darin sagt, ist nicht von der Hand zu weisen, anderes Zeugs natürlich schon, als da z.B. wäre die a priori Minderwertigkeit der Slawen, was ihm schon Skorzeny übelgenommen haben soll.
Nebenbei - der Manichäer Ketzerei (Vierbeiner gut - Zweibeiner schlecht) ist mir zuwider.

Anonym hat gesagt…

"Was er vom Rest gespart hat, unterliegt künftig nicht mehr - weil bereits einmal als Einkommen versteuert - der 25-prozentigen Abschlagssteuer. Sondern noch einmal dem vollen Steuersatz."

Das kann nicht stimmen, es geht gewiss nur um die Zinsen und andere Zuwächse: um das Einkommen, das durch Erspartes generiert wird.

ppq hat gesagt…

die konkretisierung ist richtig, danke