Google+ PPQ: Die Grünen und der Bitcoin: Nur noch ein Monat bis zur absoluten Mehrheit

Freitag, 2. November 2018

Die Grünen und der Bitcoin: Nur noch ein Monat bis zur absoluten Mehrheit

Fukushima war ein Strohfeuer. Damals, als eine Atomkatastrophe im Grunde genommen 16.000 Menschen tötete, nahm der deutsche Wahlbürger Reißaus ins Grüne: Die frühere Alternativpartei stürmte in Umfragen von Sieg zu Sieg, je länger in Japan "Tausende als vermisst" (DPA) galten und der Wetterbericht im Ersten von einer "radioaktiven Wolke" berichtete, die unaufhaltsam auf deutsche Kinderspielplätze und Altenheime zutrieb, desto höher stieg die Zustimmung zur Partei der Künasts, Özdemirs, Trittins und Roths, die anboten, aus allem auszusteigen. Außer am Donnerstag aus Kohlsuppe.

Als der Weltuntergang ausblieb, setzte Kaufreue ein. Wie bei jeder Sekte, die das nahe Ende predigt, mischten sich in der Anhängerschaft Erleichterung und Enttäuschung. Ja, das war alles irgendwie schon gelogen gewesen, was einem da akute Angst gemacht hatte. Aber letztlich war das eigentlich ganz gut so, denn wer weiß, ob es der Grünenspitze im Ernstfall wirklich gelungen wäre, die Welt zu retten.

Inzwischen stärkste Partei: Die Grünen.
Sieben Jahre, hedonistisch verbracht mit fröhlichem Konsum, nullzinsgetriebenem Wachstum, wachsender Europaskepsis und dem Aufstieg des Rechtspopulismus, brauchte es, um die Deutschen erneut in eine Liebesaffäre mit den Grünen zu stürzen. Während die SPD sich selbst abschafft, die Linke schon kaum noch als politische Kraft zu bezeichnen ist, die Union einzig noch Abwehrkämpfe gegen den konservative Konkurrenz führt und die FDP nach einer Rolle zwischen Liberalismus und linken Versuchungen sucht, explodiert die Beliebtheit der Erfinder von grüner Physik, energetischer Homöopathie und Welterziehung durch Selbstkasteiung. Mit bis zu 20 Prozent notieren notorisch unzuverlässige Demoskopen die Partei, die offiziell immer noch "Bündnis 90/Die Grünen" heißt, sich ihre ostdeutschen Bürgerrechtserbteils aber schon so gründlich entledigt hat, dass selbst die Parteiführer nur noch von "Grünen" sprechen.

Der Trend ist ein kurzfristiger Friend: Bei der Bundestagswahl vor 20 Jahren holten die Grünen 6,2 Prozent, 2002 dann 8,6, 2005 nur noch 8,1, 2009 leicht höhere 10,7, 2013 wieder nur 8,4 und 2017 8,9 Prozent, die ziemlich nahe bei den 8,4 Prozent liegen, die die Mitte dessen bilden, was in den letzten 20 Jahren bundesweit immer und sowieso Grün wählt. Soweit, so normal: Je nach thematischer Großwetterlage und Personal, je nach laufenden Skandalen und Stärke oder Schwäche der politischen Konkurrenz kratzen die Grünen am unteren oder am oberen Rand dieses Kanals, den die Börsencharttechnik von zwei Bollingerbändern begrenzt sieht.

Nur 13 Monate später aber hat sich die einstmalige Basispartei aus dem Gefängnis des statischen Trendkanals befreit. Plötzlich und vergleichsweise unangekündigt sprechen Meinungsforscher der Habeck-Baerbock-Partei bis zu 21 Prozent zu. Und nach den Lehren der Charttechnik ist das nicht das Ende: Ein Ausbruch aus einem langjährigen Trend endet zuletzt war das bei der Cyberwährung Bitcoin zu sehen - aller Erfahrung nach erst, wenn der Anstieg sich von der horizontalen Ebene völlig abkoppelt und nur noch vertikal steigt. Also senkrecht nach oben schießt.

Eine Entwicklung, die sich im Grünen-Chart zwar seit Ende Juli andeutet, weil der theoretische Zuspruch der Wähler zur Partei sich seitdem nahezu verdoppelt hat, die aber noch nicht eingetreten ist. Die Parallele zum Bitcoin-Kurs aber ist bestechend: Auch der verdoppelte sich von Ende Juli 2017 bis Ende Oktober 2017 von 2500 auf 5000 Dollar, verdoppelte sich ein weiteres Mal bis Anfang Dezember auf 10.000 Dollar und schaffte bis Mitte Dezember noch eine weitere Verdoppelung auf fast 20.000 Dollar.

Als Muster auf die Umfrageergebnisse für die Grünen gelegt, ergibt sich daraus ein Kurspotential von 80 Prozent der Wählerstimmen bis Weihnachten. Nach der ersten Verdopplung dürfte bis Ende November die nächste folgen, die Grünen ständen dann bei 40 bis 42 Prozent der Wählerstimmen und wären stärkste Partei in Deutschland.

Daraus ergibt sich dann weiteres Steigerungspotenzial bis auf eine sichere absolute Mehrheit von nahe 80 Prozent, die etwa zwischen Weihnachten und Silvester erreicht wäre, dann aber schnell umgesetzt werden müsste. Spätestens Mitte Januar, das lehrt das Beispiel des Bitcoin, der von der Dezemberspitze bis Anfang Februar 2018 fast drei Viertel seines Wertes verlor, müsste gewählt sein, um eine Alleinregierung von Baerbock und Habeck für die nächsten vier Jahre festzuzurren und damit nicht nur Deutschland zu ökologisieren, sondern auch Europa wiederzuvereinigen, Trump in die Schranken zu weisen und die Welt zu retten.



Kommentare:

Bioleerer hat gesagt…

Das zweibeinige Herdenvieh frisst halt genau so gerne Grünzeug wie seine vierbeinigen Kollegen auf den Nutztierweiden.

Hat wahrscheinlich auch einen ähnlich hohen bzw. niedrigen IQ wie jene Wiederkäuer.

Aber über die schier unendliche Dummheit der Menschen wurde ja bereits seit Jahrtausenden klug philosophiert.

Pech nur, dass ausgerechnet die Blödesten ihre Blödheit nicht bemerken und sich für Genies halten. Und diese Schwachmaten haben Wahlrecht.

Sie existiert darum längst, die Diktatur des prekären Proletariats!

Der humane Intelligenz-Zenit bzw. Vernunft-Peak scheint überschritten, denn wir erleben gerade die Erbmonarchie der grenzenlos primitiven Weiter-so-Dämlichkeit mit der Vorwärts-in-die-unwissende-Aberglaubens-Vergangenheit-Ideologie.

Was will man da noch erwarten? Worauf hoffen?

Die Evolution wird jedoch auch diese Fehlgeburten auslöschen und neue Modelle testen, wie sie es bereits seit Milliarden Jahren tut. Vermutlich überleben nur die Schaben.

Anonym hat gesagt…

Wer's noch nicht kennt, der gurgele: >Kapitänsaufgabe< --- In einem Fall z.B. hatten 76 von 97 ~ Drittklässlern eben das Alter des Kapitäns durch Addition der Anzahl der an Bord befindlichen Schafe und Ziegen bestimmt.
Das entspricht im Groben dem Anteil der Wähler der, hehehe, "demokratischen Parteien". Oder auch der Erkenntnis des Gustave le Bon, daß ~ 4/5 der Menschheit mit einer gelinden, sozusagen physiologischen Dummheit gesegnet ist.
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Die langanhaltende Hitze und Dürre des letzten Sommers dürfte einen gewissen Anteil am Erfolg der Grünen Khmer haben. Schlichtbesaitet, wie etliche nun sind, wähnen die ernsthaft, wir, als von Zahl ein gutes Hundertstel der Weltbevölkerung, wären sowohl berufen als auch in der Lage, die Welt zu retten.

Anonym hat gesagt…

Zitat:
"Pech nur, dass ausgerechnet die Blödesten ihre Blödheit nicht bemerken und sich für Genies halten."
Dieses ist der sattsam bekannte Dunning-Kruger-Effekt.-

Verschärfend kümmt für das punzelreplikansiche Hornvieh folgende Konstellation hinzu:

Bekommt er doch seit nunmehr über 70 Jahren eingeflüstert, es sei im Grunde Alles „relativ“, alle überkommene Ethik faul, jeglicher Wertekanon obsolet, alle Wert-Maßstäbe hinfällig, ausser EINEM, dem Singularissimum Pösissimum Absolutissimum, ausserhalb jeglicher Infragestellung, Vergleichbarkeit und Diskutierbarkeit. –


Besonders erleuchtet kommt man sich heute auch vor - Denn nachdem die erschröcklichen, (singulären), braunen Dämonen von den „Rettungsengeln“ des Weiss-Vesten-Rests- des gesamten Planeten exorziert waren, und Michelistan die singulärste aller Läuterungen und Erleuchtungen durchmachte, avancierten die Michels nunmehro zu den grössten Durchblickern aller Länder und Zeiten, fürderhin immun gegen jede Täuschung und Verblendung. –

Anonym hat gesagt…

>> Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. <<
Das unterschreibe ich als verstockter Heide - nicht: Atheist - mit Genuß.
Irgendwo habe ich noch eine Schwarte "Positives Denken macht krank" herumzuliegen. Es trifft insoweit zu, daß man sich nicht etwas Unschönes schönquasseln oder sich unrealisierbare Vorgaben machen sollte - und sich dann als Arsch fühlen, wenn es nichts wird.
Es gilt aber auch umgekehrt für negatives Denken! Vor allem sorgfältig darüber nachsinnen, ob solches einem nicht von einem arglistigen Feind geschickt untergejubelt wurde.