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Donnerstag, 6. März 2008

Mullahs ohne Mohnkuchen

Nachdem die Preise für Weizen seien in den vergangenen zwölf Monaten um 70 Prozent in die Höhe schossen, sind nach Angaben des Uno-Welternährungsprogramms 2,5 Millionen Afghanen vom Hunger bedroht. Sie könnten sich nicht mehr selbst versorgen und seien «akut auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen», teilte das WFP in Kabul mit. Um die Menschen vor dem Hungertod zu retten, beginnt die Uno noch in dieser Woche mit der Nothilfe für Hunderttausende von Betroffenen. In einem gemeinsamen Appell hatten die afghanische Regierung und die Vereinten Nationen die Internationale Gemeinschaft bereits am 24. Januar um 77 Millionen Dollar für Nahrungsmittelhilfen gebeten.

Die sind dringend nötig, um die Bevölkerung arbeitsfähig zu halten. Schließlich liefert Afghanistan inzwischen 93 Prozent des weltweiten Angebotes an illegalen Opiaten, ein Ausfall der nächsten Cannabis-Ernte könnte katastrophale Folgen haben. Das wäre ein schwerer Rückschlag für die Boombranche: Der Schlafmohnanbau konnte nach den Zahlen des aktuellen Jahresberichtes des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB) allein im Jahr 2007 um 17 Prozent gesteigert werden. Die Anbaufläche, auf der kein Weizen mehr wächst, sondern Cannabis, stiegt von 50.000 Hektar im Jahr 2006 auf 70.000 Hektar. Praktisch gesehen kommt das gesamte in Europa verfügbare Heroin aus Afghanistan.

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

man kann eben nicht alles haben. sich aber den mohnanbau qua getreidelieferungen quasi subventionieren zu lassen, ist schon ein starkes stück.