Google+ PPQ: Die Sonne scheint, die Erde ist bewohnbar

Montag, 13. Oktober 2008

Die Sonne scheint, die Erde ist bewohnbar

Nun geht die Welt vielleicht doch nicht unter. Kaum pumpen die Regierungen rund um den Erdball kaum nennenswerte virtuelle Summen in die zuletzt zusehends wertloser werdenden Wertpapiermärkte von Tokio bis New York, müssen die Sargträger der Marktwirtschaft statt der ausgezehrten Gebeine des teuren Toten Kapitalismus wieder bloß Trauer tragen wie nach Asien- und Rußlandkrise, nach Dotcom-Blase und 11. September: Im Gegensatz zum Sozialismus, der jede wirtschaftliche Grippe mit der guten alten Panzer-Medizin bekämpfen musste, um am Ende doch einen einsamen Tod an der Seuche Diktatur zu sterben, schluckt der Kapitalismus in der Krise einen Teil von sich selbst und macht anschließend fröhlich weiter mit mehr vom Selben: billiges Geld, am liebsten viel, geldentwertende Inflation, das freut den Staat, Schulden, bis es kracht, damit der Bürger lacht.

Hinter dem Horizont des Heute, an dem Klassenkämpfer wie der brillante Wirtschaftstheoretiker und fahnenflüchtige Finanzminister Oskar Lafontaine schon ein Morgen ohne Konzerne, Kriege und gescheiterte Träume von der eigenen Kanzlerschaft dämmern sahen, wartet nun wohl doch keine andere Wirtschaftsform, so sehr sich attac und Sarah Wagenknecht, Sigmar Gabriel und Lothar Bisky das auch wünschen mögen. Die Sonne scheint, die Geschäfte blühen, die Erde ist bewohnbar. Denn lässt man den Menschen einfach machen, macht er halt immer dasselbe: Waren tauschen, Märkte bilden, Handel, Wandel, Kapitalismus. Die einen werden dabei reich, für die anderen reicht es gerade so. Nicht einmal Letzteres hat der Sozialismus in all seiner Pracht vollbracht.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Kapitalismus lässt sich ziemlich Zeit, beim Absterben und Verfaulen. Schon seit Marx. Aber gut Ding will eben Weile haben.

panzerbummi hat gesagt…

ah ja, binladenhüter bringt es immer ganz prima und auch für mich wirtschafts-idioten auf den punkt.

Sonntagsprediger hat gesagt…

Die Linken sind wie Aasgeier. Sie warten auf die Krise, in der Hoffnung politisches Kapital daraus schlagen zu können. Sie haben keine Ahnung von Konjunkturzyklen, dabei sind diese schon seit biblischen Zeiten bekannt. Wer kennt sie nicht die Geschichte von den 7 fetten und den 7 mageren Jahren?