Google+ PPQ: Staatsbürger gegen Schreibtischpuppen

Dienstag, 9. März 2010

Staatsbürger gegen Schreibtischpuppen

Verkehrte Welt, vertauschte Rollen! Deutsche Sozialdemokratie unter Beschuss! Kurz vor der Landtagswahl in NRW tun sich Abgründe moralischer Verkommenheit in der Partei von Bebel, Grotewohl und Brandt auf, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet: So soll der bisher überregional noch nicht weiter aufgefallene "SPD-Innenexperte" Karsten Rudolph in seinem Landtagsbüro eine "Spielzeugfigur des Islamisten Osama Bin Laden" aufgestellt haben, die er bei einem augenscheinlich absolut menschenverachtenden Shopping-Aufenthalt im marokkanischen Marrakesch entdeckt hatte.

Für CDU und FDP eine plastische Verhöhnung aller Opfer des Terrorfürsten, der sich seit Jahren auf eine Rolle als moderater Drohbotschaften-Moderator zurückgezogen hat. Der Innenausschuss des Landtages solle sich mit der unappetitlichen Angelegenheit befassen, um der Puppe noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu sichern, fordern beide Parteien. Nicht etwa nur der Puppenbesitzer Rudolph, sondern "die SPD" in ihrer Gesamtheit verniedliche hier nicht etwa nur den meistgesuchten Terroristen der Welt, sondern gleich "den Terrorismus".

Noch schlimmer handelt nur der stellvertretende Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Matthias Will. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft, weil er öffentlich den Hitlergruß gezeigt haben soll - und das noch dazu in einer Gaststätte in Charlottenburg. Sehr betrunken kann Will allerdings nicht gewesen sein, nach Augenzeugenberichten begleitete er das Zeigen des "Deutschen Grußes" völlig korrekt mit der Grußformel "Heil Hitler". Mehrere Zeugen, schreibt die BZ, hätten dies beobachtet und wiedererkannt. Und wenigstens ein aufrechter Staatsbürger erinnerte sich des Aufrufes zum Hingucken und erstattete Anzeige wegen des hierzulande auch in harmlosesten Fällen hart bestraften Zeigens verbotener Kennzeichen von verfassungswidrigen Organisationen. Die passende Schreibtisch-Puppe vom ehemaligen Führer und Reichskanzler, der heute als Moderator bei n-tv, ZDF, ARD und weiteren elf großen Fernsehsendern etwa ein Neuntel des gesamten deutschen Fernsehprogramms allein mit Berichten über seine Untaten füllt, gibt es entsetzlicherweise und unter Missachtung aller Opfer- und Urheberrechte hier.

Kommentare:

derherold hat gesagt…

Da ist bei Will aber eine Runde Kritik+Selbstkritik fällig !

Ansonsten bin ich entsetzt und betroffen. Gut zu wissen, daß es so viel Zivlicourage in Deutschland gibt, daß jemand - Aug in Aug mit der rechtsextremistischen Straftat - Gesicht gezeigt und angezeigt hat.

Ich kann gar nicht meine Gefühle beschreiben, die mich bei dem Gedanken an soviel Opfersinn und zivligesellschaftl. Wirken beschleichen.

Wehret den Anfängen !

VolkerStramm hat gesagt…

Ist doch gut, wenn die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird. Bei Ordnungswidrigkeiten, z.B. mehrfache schwere Körperverletzung, drückt die Justiz schon mal beide Augen zu.
Aber bei Schwerverbrechen wird couragiert durchgegriffen.

ppq hat gesagt…

ich finde, die verjährungsfristen für solche taten sollten verlängert werden, mindestens auf so lange der täter lebt