Google+ PPQ: Luftlandung am Regenschirm

Dienstag, 8. Juni 2010

Luftlandung am Regenschirm

Die Asse waren ausgeteilt, die Karten lagen auf dem Tisch, Angela Merkel, als Bundeskanzlerin in höchster Verantwortung für Volk und Land, hätte sie nur noch aufnehmen müssen. Damals, im dunklen Oktober 2008, hatten Volksvolunteers vom gemeinnützigen Verein "Wir versuchen zu helfen" (Bild oben) hier beim freiwilligen Wirtschaftsblog PPQ tatsächlich einen radikalen Rettungsplan für Deutschland vorgelegt, der in der Rückschau nicht nur die Krise wirksam bekämpft, sondern auch alle Finanzierungsprobleme des Staates bereinigt hätte.

Es waren die Tage des großen Zusammenbruchs, der Dax war von 8000 auf 4500 gefallen, Peer Steinbrück wusch seine Hände in Unschuld, Walter Steinmeier wolle nicht mehr Frank heißen und Angela Merkel hatte von allem nichts gewusst. In Verantwortung für das ganze deutsche Volk und die nachfolgenden Generationen begab sich das PPQ-Kollektiv als kollektiver Agitator, Organisator und Propagandist ersatzhalber in Verantwortung: Der Staat selbst solle über Zweckgesellschaften, in deren Gründung staatliche Banken große Erfahrung haben, beginnen, an der Börse deutsche Unternehmen zu kaufen, empfahlen die PPQ-Experten. Eine ganze Reihe von Titeln notiere nach den Kursstürzen zum reinen Buchwert, das laufende Geschäft gebe es "quasi kostenlos dazu".

Die einfache Rechnung: Gewinne der deutsche Leitindex nur die Verluste des Jahres 2008 zurück, werde "der Staatshaushalt bei einem angenommenen 20-Prozent-Anteil an den Firmen mit etwa 72 Milliarden Euro" profitieren.

Geld, das genau ausgereicht hätte, den Haushalt zu sanieren und den Menschen im Lande das "grausame Sparpaket" (Michael Sommer) der Regierung zu ersparen. Denn genauso ist es gekommen: Der Dax stiegt von 4500 auf 6000 Punkte, Anteilseigner machten rund 32 Prozent Gewinn. Nur die von Angela Merkel nicht gegründeten Staatsfonds waren nicht dabei.

Es ist der Geburtsfehler der merkelschen Rettungsexpeditionen: Immer werden die Pakete zu spät abgeschickt, wird wie letzten Monat bei der vierten Eurorettung versucht, einen Spähpanzer mit Hilfe eines Regenschirm sanft luftzulanden.

Das Ergebnis ist verheerend: Seit der Euro-Rettung vor einem Monat verlor die Gemeinschaftswährung 5,5 Prozent. Wird sie im selben Tempo weitergerettet, wird der Euro in einem Jahr nur noch 0,78 US-Cent wert sein.

Nein, es braucht größere Kaliber, weittragendere Geschütze, mächtigere Rettungsschirme, Rettungspakete, wie PPQ sie hiermit in der finalen Rettungs- und Sparpaketversion 7.0 vorlegt. Ausgangspunkt sind dabei die Versuche der wackelnden Bundesregierung, zu sparen, wo es niemand merkt, im Unterschied zu schwarz-Gelb aber haben unsere Experten die sozial grausamen Kürzungsideen "zu Lasten der Armen" (JW) von Merkel und Westerwelle konsequent zu Ende gedacht. Ohne soziale Grauamkeiten wie die von Schwarz-Gelb geplante Wohnzimmer-Pulloverpflicht für Hartz-4-Empfänger (Film unten) ist nun ein Weg gefunden, Deutschland zu retten: Ab sofort werden die Pläne zum Bau von Stadtschlössern in allen 2076 deutschen Städten auf Eis gelegt. Dadurch spart der Staat rund 860 Milliarden - immerhin das Zehnfache des kleinen Merkel-Westerwelle-Planes. Und das ist aber erst der Anfang. Nach dem PPQ-Plan werden perspektivisch alle Deutschen Hartz-4-Empfänger, womit sie automatisch das Recht verlieren, Elterngeld zu beziehen. Dadurch werden noch einmal 820 Milliarden frei, die der Staat nicht ausgeben muss.

Insgesamt beläuft sich die Ersparnis aus dem PPQ-Plan auf 1,68 Billionen Euro. Das entspricht dem Fünffachen der zuletzt erneut um sieben Prozent auf 327 Milliarden Euro ausgeweiteten Bundesausgaben. Und ziemlich genau der in 62 Jahren aufgelaufenen Gesamtverschuldung Deutschlands.

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