Google+ PPQ: Verbot der Woche: Gesichtsbuch-Feten

Sonntag, 3. Juli 2011

Verbot der Woche: Gesichtsbuch-Feten

Einfach so zusammenkommen, womöglich noch verabredet über das seit Jahren unmittelbar vor dem Untergang stehende Internet - die längste Zeit haben junge Leute hierzulande geglaubt, einfach machen zu können, was sie wollen. Aufgerüttelt durch mehrere sogenannte "Facebook"-Partys planen mehrere Landesminister ein Verbot von spontanen Treffen in der Öffentlichkeit. "Im Visier", berichtet die "Frankfurter Rundschau", stünden "schief gegangene Masseneinladungen, die jüngst zu massiven Sicherheitsproblemen geführt hätten". Keine Politiker habe etwas gegen "jugendgemäße Feiern". Aber gepflegt müssten sie sein.

Letztlich gehe es bei der angestrebten Suspendierung des Grundgesetz-Artikels 8, der allen Deutschen bislang noch das Recht gewährt, "sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln", darum, Gesichtsbuch-Feten (Abbildung oben) "im Vorweg zu verbieten“, wie Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann sagte. Wichtig sei ein im Rahmen der bürgerschaftlich engagierten PPQ-Aktion "Verbot der Woche" zwischen Internetkonzernen und Politik abgestimmtes "rigoroses Vorgehen der Behörden". Der Gefahr, dass Feierwillige auf Verabredungen per Email, SMS oder über Internetforen auswichen, könne das Bundesblogampelamt im mecklenburgischen Warin mit der bereits vorhandenen Verbotsinfrastruktur begegnen. Schünemann sagte der „Welt am Sonntag“, die Länder müssten die neuen Verbotsgesetze nach Aussetzung von Artikel 8 konsequent anwenden und ihre Aufklärungsarbeit bei Jugendlichen und Eltern verbessern. Außerdem brauche Deutschland dringend einen „Internet-Führerschein“, der über die Gefahren von Facebook aufkläre, das ja dann gegen geltendes Recht verstoße.

Zur ehrenamtlichen PPQ-Serie "Verbot der Woche"
Die Süddeutsche Zeitungausnahmsweise ganz unaufgeregt



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Die dumme Jugend Deutschlands muß vor den Auswirkungen ihrer Dummheit geschützt werden. Sie ahnt natürlich nicht im Geringsten, daß, wenn sie private Feiern für jedermann sichtbar ankündigt, und ihre Freunde einlädt, daß dann auch Leute kommen könnten, die nicht eingeladen wurden. Woher soll man das als 14 bis 18 jährige oder Jähriger wissen? Wo Gesichterbuch eine Art konspirative Plattform ist, auf der jeder Zugang hat, der sich anmeldet und ruft, ich will Dein Freund sein. Offenbar ist auch das Wissen darum verlorengegangen, was Freundschaft bedeutet, also nicht, einem nicht in die Fresse zu hauen. Oder zu betrügen. Es ist aber ganz schlimm, daß gerade diese Demokraten, die Tag um Tag das schwer Erarbeitete der Bevölkerung vernichten, sich um den Schutz der Jugend vor Dummheit sorgen, gerechterweise müßten sie sich alle selbst in die Geschlossene einweisen, denn sie wiederholen Tag täglich ihre Possen, trotz Schwarzbuch der Steuerzahler, trotz Staatsverschuldung, trotz Gejammer, daß kein Geld da ist, die sind völlig lernresistent.