Google+ PPQ: Hessenwahl: Verzweiflung im Führerbunker

Montag, 29. Oktober 2018

Hessenwahl: Verzweiflung im Führerbunker

Er ist das Volk.
Inzwischen kann sich auch der Nachgeborene ohne Guido-Knopp-Vollausbildung ziemlich genau vorstellen, wie die Stimmung damals gewesen sein muss, in den letzten Tagen im Führerbunker unter Berlin, abgeschlossen von der Welt, vergebens hoffend auf Wenck und ohne jede Aussicht auf Entsatz. Auch in Honeckers Politbüroetage herrschte vor 29 Jahren eine ähnliche Atmosphäre: Leise Verzweiflung, gemischt mit kompletter Wortlosigkeit. Niemand wusste noch, was getan werden könnte. Keiner tat etwas. Selbst die eifrigsten Ja-Sager waren um Ausreden und Patentrezepte verlegen, kein Silberstreif am Horizont, nur Katzenjammer und Ratlosigkeit.

Krisenstimmung im Kanzleramt


Genauso muss es gestern im Kanzleramt gewesen sein, wo Angela Merkel im Kreise ihrer engsten Vertrauten Hessenwahl schaute. Schweigen und Fassungslosigkeit, auch wenn alle mit einem solchen und oder sogar mit einem noch viel schlimmeren Ergebnis gerechnet hatten. "Wenigstens stärkste Kraft", haucht einer. "Wenigstens weniger verloren als die Sozen", eine andere. Hätte es dieses Landtagswahlergebnis für die CDU vor zehn Jahren gegeben, vor 20 oder vor 30, in Berlin hätte nicht die Erde gebebt, es wäre der Himmel eingestürzt.

Heute hilft ein bisschen, dass die Medien noch treu zur Stange halten. Gruben sie der CSU vor einigen Wochen noch ein Grab, weil die im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren 10,5 Prozent verloren hatte, gilt der 11,3-Prozent-Verlust der Hessen-CDU zwar als "historisch". Aber er ist doch bloß ein "blaues Auge" (FR), das der Wähler der Kanzlerpartei nicht etwa wegen ihrer Flüchtlingspolitik, ihrem Irrlichtern im Dieselnebel und dem immer augenscheinlicher werdenden Abstand zwischen Anspruch und Wirklichkeit verpasst hat: Sondern weil sie zusammen mit der SPD so ein schlechtes Bild abgibt.

Dass der Verlust der Hessen-CDU, der ganze 29 Prozent ihrer früheren Wähler von der Fahne gegangen sind, sehr viel deftiger ausfällt als der der CSU, die bei ihrer Landtagswahl nur vergleichsweise milde 22 Prozent ihrer Anhänger von 2013 verlor, fällt ebenso unter den Tisch wie der Umstand, dass die AfD in Bayern nur zehn Prozent holen konnte, in Hessen aber mehr als 13. Muss, denn anderenfalls ließe sich die Geschichte über die Alleinschuld des Horst Seehofer am Zusammenbruch der Union als Volkspartei kaum weitererzählen.

Wie vor 100 Jahren


Der Spin für die Erklärung des erneuten Groko-Debakels war vorher fertig und die SPD, deren Zusammenbruch im einstigen Premierenland von Rot-Grün eine neue Dimension erreicht, darf nun wie vor hundert Jahren am Ende des Kaiserreichs den Rückzug decken. Der SPD-Herausforderer Schäfer-Gümbel tönt, die Bundes-SPD müsse jetzt von der sehr guten Sachpolitik der hessischen SPD lernen. Der Ministerpräsident der CDU in Wiesbaden behauptet, seine Partei habe alle ihre Ziele erreicht. Lars Klingbeil von der SPD sagt, die Partei müsse jetzt zeigen, dass sie die Partei der Sozialdemokratie sei. Die Kanzlerin schweigt.

Im ZDF und den angeschlossenen privaten Abspielstationen werden die Grünen, die 8,7 Prozent gewonnen haben, als "die großen Sieger dieser Wahl" gefeiert. Die AfD, die neun Prozent hinzugewonnen hat, folgt unter ferner liefen. In der ARD wird das Wahlergebnis als "Bestätigung der Politik Angela Merkels" beschrieben. Niemand lacht. Abends dann "Anne Will". Es diskutieren Vertreter von SPD, CDU, Grünen und FDP mit einer "Spiegel"-Journalistin und einem Politikwissenschaftler vom Mercator Forum Migration und Demokratie.


Kommentare:

Zweifler hat gesagt…

Verzweiflung herrscht nicht nur im aktuellen Börlüner Föhrärrinnenbunkärr, sondern auch in jedem halbwegs geistig agilen Bürger, wenn der sich das infantile Wahlverhalten der Hessen-Michels anschaut.

Aus allen archaisch grotesken und kriminellen Importgeschenken, die längst massenhaft in jedem Schrumpfgermanenkaff herum lungern, um sturheil ihrem Kinderfickerpropheten zu huldigen und täglich unverschämter Djihad zu spielen, haben unsere hirnlos herzigen Gutmenschentrottel immer noch nix gelernt und wollen darum ein "Weiter so, Muddi!".

Derselbe unbelehrbare Durchhalteparolengehorsam wie "damals", als das Inferno schon donnernd anklopfte und den Kellerratten brennende Ruinen schenkte. Rechthaberisch fanatische Piefkedummköpfe sind das, die sich auch heute wieder ignorant arrogant einbilden, die Welt müsse am ihrem Wesen genesen.

Somit ist wohl ausreichend bewiesen, dass der Rinderwahn auch zweibeinige Kühe und Ochsen befallen kann. Leider ist Notschlachten hier keine Option.

Wolfgang Fubel hat gesagt…

Bei diesen ganzen Theater, geht es diesen Politschranzen nur um sich selbst. Die beklatschen sich und feiern sich selber und verteilen die Fressnäpfe untereinander.
Sie machen sich eifrig Sorgen um sich selbst und feiern ihre "Erfolge" und Niederlagen
Wir das Volk kommen in Ihren Theateraufführungen schon lange nicht mehr vor!!
Wir sind nur noch stille Zuschauer eines aus den Ruder gelaufenen Theaterstücks!
Statt diesen Abartigen Auftreten dieser Volkszertreter endlich ein Ende zu bereiten,machen Wir es Uns Bequem auf den Sessel und schauen uns die Nächste Aufführung an!
Wir haben nichts Besseres verdient!!

Anonym hat gesagt…

Wir sind nur noch stille Zuschauer eines aus den Ruder gelaufenen Theaterstücks!
Wir haben nichts Besseres verdient!!

Bist Du des so sicher, daß da (nur) etwas aus dem Ruder gelaufen ist? Oder nicht doch eher alles nach einem teuflischem Plan läuft?
Und "verdient"? Und wer ist "wir"? Bist Du sicher, daß es wirklich DEINE Ansicht ist, oder daß Du vielmehr etwas nachplapperst, was von interessierter Seite genau so gewollt ist?

Anonym hat gesagt…

Rechthaberisch fanatische Piefkedummköpfe sind das, die sich auch heute wieder ignorant arrogant einbilden, die Welt müsse am ihrem Wesen genesen.

---------------

Na sicher doch. Polen aus nackter Bosheit unprovoziert überfallen, und dann die verzweifelten wiederholten Friedensvorschläge der Engländer höhnisch zurückweisen.
Guido Knäpp (Guckst Du Langenscheidt), alla tidernas största Historiker.

Wolfgang Fubel hat gesagt…

Anonym

Es könnte schon sein das das alles nach einen Teuflischen Plan riecht.
Nur halte ich diese Politische Bühne in Unseren Lande," In dem es sich so gut und gerne leben lässt"
in der Heutigen Zeit für besonders Abartig. Mit meinen 75 Jahren habe ich Diese schon immer sehr aufmerksam verfolgt. Damals hat es noch Politiker gegeben ,die wenigstens halbwegs die Interressen des Volkes im Auge hatten, auch wenn da schon vieles nicht stimmte. Und was sollte ich "Nachplappern"? Jeden auch nur halbwegs aufmerksamen Menschen, müsste doch die Offensichtlich zur Schau gestellte Ignoranz und Gleichgültigkeit dieser Misserablen Darsteller,Uns gegenüber, die noch nicht mal in der Lage sind einen Satz ohne abzulesen über die Lippen zu bringen Alarmieren! Die ohne jede Hemmung zur Schau getragene "Sorge" um Ihr politisches überleben und den damit verbundenen Zugang zu Ihren Fressnäpfen!
Und welche "Interressierte Seite" meinst Du? Die Besatzer, die noch immer im Lande sind, der Geldadel oder ein Anonymes Konsortium, das die Beseitigung Deutschlands im Blick hat?
Jeder hat seine "Ansicht", Du die Deine und ich die Meine!
Ich persönlich bin der Ansicht, wenn Wir nicht in der Lage sind diese Erbärmlichen Zustände im Lande zu verändern,dann haben Wir diese Kasper Verdient!
Und insbesondere dann wenn der Kühlschrank voller Bier ist, die Chips auf den Tisch stehen und die Fernseher immer Größer werden! Größer werdende Fernseher immer kleiner werdende Hirne! Das ist das Programm!

Anonym hat gesagt…

"Schöne Worte sind nicht wahr - wahre Worte sind nicht schön. Der Glattzüngige ist nicht gut - dem Guten fehlt die glatte Zunge." Tao de Ting (Daoderdshing).
Meine Worte sind nicht schön - aber natürlich plapperst Du etwas nach.

Wolfgang Fubel hat gesagt…

Anonym

Woher hast Du dieses Zitat?
Selbst ausgedacht?, oder hast Du das nachgeplappert??