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Montag, 20. Juli 2020

Grüne Mathematik: 2 + 2 ist 22

17 von 166 - das entspricht in der Grünen Mathematik etwa 1,7 Prozent oder nach der Jenaer Formel umgerechnet 13,6 Millionen grünen Kilojoule.

Es reicht, es ist genug! Katrin Göring-Eckhardt hat nun endgültig die Nase voll. Corona, immer nur Corona! Rassenhass, EU-Aufbau und Klima. Was wird derweil aus den wirklichen Menschheitsproblemen? Während die "Tagesschau" wegguckt, die "Zeit" sich anderweitig engagiert und der "Spiegel" umstrukturiert? Göring-Eckhardt, ehemals Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, als die Zukunftspartei den lästigen ostdeutschen Namenszusatz noch nicht schamhaft wegschwieg, hat den Finger ein weiteres Mal mitten in die klaffendste Wunde der Wirklichkeit gelegt: "166 Straßen in Jena sind nach Männern benannt, und gerade mal 17 Straßen nach Frauen, also nur 1,7 Prozent!", führte die seit Jahren als feministische Vordenkerin bekannte frühere Theologie-Studentin auf ihrem Facebook-Profil aus.

Grünes Denken, feministische Zahlen 


1,7 Prozent! Eine Anklage, die sich gewaschen hat. Penible Naturwissenschaftler würden womöglich darauf hinweisen wollen, dass 17 von 166 eher zehn als 1,7 Prozent entsprechen, doch Göring-Eckhardt, die ihr Abitur an der Erweiterten Oberschule Gotha machte, an der Mathematik noch Prüfungsfach war, eigentlich mitteilen will, ist ja nichts, was mit Straßen, Jena, Männern oder Frauen zu tun hat. Nein, die entschiedene Kämpferin für Hartz IV-Reformen und Agenda 2010 verkündet auf diese ihre ganz eigene bescheidene Weise die Schaffung einer neuen Algebra, deren Formelsätze sich an politischen Erfordernissen orientieren.

Eine Grüne Mathematik, die der bereits vor längerer Zeit von Göring-Eckhardts Nachfolgerin Annalena Baerbock vorgestellten sogenannten Grünen Physik aufs Haar gleicht, sich der noch bestehenden Probleme mit den weltweit überwiegend ungleich verteilten Zahlenwerte aber auf einer eher theoretischen Ebene nähert, um sie zu lösen. Wenn Göring-Eckhardt anprangert, dass 17 von 166 einem Anteil von 1,7 Prozent entspreche, obwohl 1,7 Prozent eher einer Anzahl von 3 entsprechen würde, dann, so sagt sie selbst, merke "jede*r, dass das viel zu wenig ist und überhaupt nichts mit der Realität zu tun hat."

Naturgesetze im Dienst der Sache


Aber wie Grüne Physik die Naturgesetze im Dienst einer höherer Sache auf eine Art zu deuten weiß, die Leitungsnetze schon recht bald in die Lage versetzen wird, Strom zu speichern, vermag die Grüne Mathematik  uns darauf aufmerksam zu machen, "dass auch Frauen Teil der Geschichte und Gesellschaft Jenas sind und waren" (Göring-Eckhardt), deren Beitrag zur Weiterentwicklung der Naturwissenschaften zu einer getreuen Magd der politischen Dezision keinesfalls unterschätzt werden darf. Mit ihrer "Jenaer Formel" macht Katrin Göring-Eckhardt Front gegen die dogmatische Verengung der Rechenkunde auf Formelwissen und Funktionswerte.

Ihre Gleichung folgt der Logik der Stevensonschen Sumnmenformel, die genau beschreibt, warum 2 plus 2 immer 22 ergibt. Wichtig ist die Sache, in diesem Fall die feministische, wichtig ist nicht kleinliche Rechnerei, sondern allein das, was zählt. Würde Jena auch nur weitere 17 Straßen nach Frauen benennen, läge deren Anteil an den Jenenser Straßennamen je nach Berechnungsmethode und Tagesbedarf bereits bei zwischen 3,5 und 130,7 Prozent.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Da könnten die Jenenser Frau Göring-Eckard ganz einfach ( und billig) glücklich machen, indem sie ihr versprechen,dass es künftig einen Frauenanteil von 10,24 Prozent geben wird, immerhin eine Versechsfachung . Und das Schöne ist, in Jena nuss man gar nichts tun.

Die Anmerkung hat gesagt…

Da paßt ja die Ansage von BILD, die auch keine Einstellungsvoraussetzungen mehr hat. Hauptsache, jemand macht den Dreck.

"Zuletzt war er das Mastermind hinter dem ..."

Anonym hat gesagt…

Die früheste mir bekannte Quelle für 2+2=22 ist übrigens Luigi Malerba in 'Die nachdenklichen Hühner' von 1984.

Zum Thema: Hat die Alte mit dem langen Namen mal in eine Bibliothek geschaut? Man sollte da endlich auch Parität schaffen und das Verhältnis Autor/Autorin auf 50/50 korrigieren. Nur so kann es was werden.

ppq hat gesagt…

aus gegebenem anlass noch mal die bitte um zurückhaltung bei bezeichnungen. es mag "strunzdumme strullen" geben und bei manchem ist das vielleicht sogar normaler sprachgebrauch, aber als direkte betitelung fliegt das hier trotzdem raus

Anonym hat gesagt…

ganz unironisch ...

Auf die Gefahr hin, mir das Knie dickzumachen: Wenn man so könnte, wie man wollte - man kann eben nicht - würde ich durch scharfe Befragung herauszufinden trachten, ob die wirklich so hohl sind (dann hätten sie wirklich großes Pech), oder ob es sich um eine gewollte Provokation handelt. Als alter Zyniker halte ich beides mit etwa gleicher Wahrscheinlichkeit für möglich.
Nebenbei, müßte es nicht jedexx heißen?

Anonym hat gesagt…

>> Ewald Harms 20. Juli 2020 at 15:49

„Der Islam gehört zu Deutschland“
Wer den Islam säht,wird Krieg ernten! <<

Immerhin: Er schreibt nicht: "gehöhrt". Und auch sonst ist man von seiner Weisheit angetan.

Anonym hat gesagt…

>> Ewald Harms 20. Juli 2020 at 17:18
Unlinker 20. Juli 2020 at 17:13
Bunte Vielfalt lässt Innenstädte veröden. Der Beweiss ist einfach , in dem man mit den 80gern oder 90gern vergleicht. <<

Ewald, oder Unlinker: Jeder gebildete Mensch wei's, da's vor ein auslautendes "s" ein Apostroph gehört!

Carolus hat gesagt…

Weiß wer, wieviele Straßen es in Jena gibt? Wenn's insgesamt 1000 sind, liegt KGE vielleicht gar nicht so falsch. ...