Google+ PPQ: Klimaforscher: Haustierverbot spart 17,9 Millionen Tonnen CO2

Montag, 21. September 2020

Klimaforscher: Haustierverbot spart 17,9 Millionen Tonnen CO2

Der Hund ist ein Liebling der Deutschen, obwohl er für Millionen Totten CO2-Ausstoß pro Jahr steht.

Schön mit dem Hund in den Wald, nett mit der Katze auf dem Sofa abhängen – das geht europaweit und auch in Deutschland. Das Bundesumweltschutzamt (BUSA) hat nun aber neu berechnet, was ein Ende der Haustierhaltung in Deutschland und der Welt dem Klima bringen würde.

Klimaschutz schnell und kostenlos – oder unnötige Gängelung? Mit neuen Berechnungen facht das Klimawatch-Institut (CLW) den Streit um ein Haustierverbot in Deutschland weiter an. Wie die Forscher im mittelsächsischen Grimma mitteilten, würde eine generelle Haustierbremse – also ein fließendes Verbot, das nach dem natürlich Absterben der derzeitigen Generation an Hunden, Katzen, Mäusen, Hamstern und Sittichen greift - rund 11,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr einsparen.

Haustierverbot ist mehrheitsfähig


Im politischen Berlin nutzten Klimaschützer die Vorlage, um für eine neue Position der Bundesregierung zu werben: "Im Verkehrs- und im Haustiersektor gibt es beim Klimaschutz den größten Handlungsbedarf – und ein solches Haustierverbot ist auch in der Gesellschaft mehrheitsfähig", schrieben Kritiker der als bisher unzureichend eingeschätzten Klimapakete der großen Koalition auf Twitter. Nur eine Minderheit der Deutschen halte Haustiere, die Mehrheit aber lehne das für sich selbst ab. Viele seien sogar der Meinung, dass es Hunden und Karten gar nicht gut tue, bei Nachbars auf beengtem Raum zu leben.

Weiter skeptisch zeigte sich dagegen das Ressort von Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die SPD-Politikerin, die nach Recherchen des Berliner "Tagesspiegel" kurzzeitig zu den Grünen gewechselt war,  inzwischen aber wohl zur ältesten deutschen Partei zurückgekehrt ist, hat sich trotz der drängenden Problematik bislang mit keinem Wort zu einer Haustierbremse geäußert. Schulze wird von Kritikern unterstellt, selbst haustieraffin zu sein, seit sie selbst öffentlich als Hund auftrat.  Die neuen Berechnungen kommentierte ihr Ministerium nicht, man müsse sich erst mal anschauen, was die zahlen genau besagten, hieß es inoffiziell.

Das gilt offenbar für die gesamte Bundesregierung, die generell für entschiedene Maßnahmen gegen Klimasünder eintritt, dabei aber vor scharfen Einschnitten zurückschreckt, die Wählerstimmen kosten könnten. Wie Markus Söder, der mögliche Kanzlerkandidat der Union im kommenden Jahr, der  mit seiner Labradorhündin Fanny und dem Zwergpinscherweibchen Bella gleich zwei klimaschädliche Hunde hält, gelten auch eine Reihe anderer Minister und Staatssekretäre als Lobbyisten der Haustierhaltung. Ihr Einfluss ist groß, bislang haben Bundestag und Bundesrat ein klimaschonendes Haustierverbot nicht einmal diskutiert, obwohl es etwa zehnmal mehr CO2 sparen würde als das immer wieder bemühte Tempolimit.

17,9 Millionen Tonnen CO2 weniger


Überraschend sind die neuen Zahlen des CLW nicht, aber für Anhänger der Haustierbremse hilfreich – denn die letzte entsprechende Berechnung stammte aus dem Jahr 1999 und bezog sich nur auf Hunde und Karten. Nun sind die Daten frischer und von einer Wucht, die die Verantwortlichen aufrütteln sollte: Die 17,9 Millionen Tonnen CO2, die aus reiner Bequemlichkeit gehaltene Haustiere ohne Ernährungs- oder sonstigen Nutzen in Deutschland produzieren, entsprechen rund zehn Prozent der 163 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – eine Einheit, in die alle Treibhausgase umgerechnet werden – des Verkehrsbereichs in Deutschland im Jahr. Während ein Tempolimit auf 130 km/h nur  rund 1,9 Millionen Tonnen CO2-Reduktion brächte, griffe eine Haustierbremse dadurch viel weiter: Sie brächte satte zehn Prozent Minderung.

Sicher ist, dass sich im Haustierbereich etwas tun muss. Seit 1990 sind die Emissionen hier mit der Anzahl der gehaltenen Tiere beständig gestiegen, so dass Deutschland EU-Ziele reißt und vermutlich bald Strafzahlungen fällig werden. Im Klimaschutzgesetz sind die CO2-Ziele künftig genau vorgegeben – und wer es nicht schafft, muss Sofortprogramme vorlegen. Allerdings hat es Umweltministerin Schulze vermieden, für die Haustierhaltung Ziele vorzugeben - der Bereich wurde wohl aufgrund hartnäckiger Lobbyarbeit von Qualzüchtern, Futterproduzenten und anderen interessierten Kreisen etwa von Jägern und Rassekatzenhaltern gänzlich ausgespart.

Zum Einstieg ein Haustierlimit


Fridays for future aber hat klargemacht, dass aus ihrer Sicht auch das Haustierverbot oder zumindest ein Haustierlimit auf den Tisch gehört. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte in der Diskussion um ein Tempolimit angekündigt, es zeichne sich ab, dass "deutlich mehr Dynamik" nötig sei, um die Klimadebatte voranzutreiben. Scheuer nannte zwar kein Haustierverbot als Ziel, erinnerte aber unter anderem an die Möglichkeit, die Kfz-Steuer stärker nach dem CO2-Ausstoß zu staffeln. Eine Strategie, die auch im Haustierbereich angewendet werden könnte, indem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sogenannte Stinker unter den Lieblingstieren der Deutschen deutlich höher besteuert.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nicht vergessen, ein Rottweiler wiegt etwa so viel wie 10-15 Chihuahua. Wer unbedingt jeden Tag zwei oder drei Tölen über den Gehweg zerren will, sollte auf kleine Rassen ausweichen. Ich bin sicher, das Klimakabinett könnte das per Besteuerung nach Gewicht unterstützen.

Wau Wau hat gesagt…


Protest!

Ihr wollt dem deutschen Kötervolk doch wohl nicht ihre herzallerliebsten Tölen verteuern oder gar verbieten, für die sie jährlich bereits Milliarden zu zahlen bereit sind, während die Schicksale von jungen und alten armen Mitmenschen keinen der Cäsar-Kläfferfreunde interessieren.

Vom Kampf- bis zum Schoßhund gilt jede aggressiv zähnefletschende Bestie oder hysterisch kläffende Töle im belloffenen Schland als Beweis für grenzenlose Tierliebe. Hunde haben bei vielen Buntesbürgen inzwischen einen höheren Stellenwert als Menschen, dienen besonders bei Frauen oft als Baby- oder Partnerersatz. Dafür werden dann extra Nutzviehherden mit ebenfalls immensem CO2-Ausstoß gezüchtet und geschlachtet und die Tonnen von stinkender infektiöser Fleischfresserscheiße danach beim täglichen Gassigehen stolz in der Landschaft verteilt. Wen interessiert schon dieses CO², dieser Dreck, wenn klimaschonendes Umdenken die eigene gutmenschlich korrekte Comfortzone einschränkt?

Soll der faule Hartz4-Nachbar gefälligst klimaschädliche Energie sparen und im Winter frieren. Hauptsache, mein satter Hund hat es kuscheilig warm.

Kötervolkkultur par excellence.


Generell ist es jedoch nur affiges Imponiergehabe, wenn ein primitv bereichertes 80Mio-Volk sich in seiner hohlköpfigen Wichtigtueraufgeblasenheit einbildet, dass es den CO²-Ausstoß einer wachsenden 8 Mrd-Weltbevölkerung stoppen könnte, wenn es aufs Fahrrad umsteigt. Verteilt Strampelhöschen, damit diese Michels sich stylisch adäquat zur Weltrettertour aufmachen können.

Anonym hat gesagt…

Hunde ja - Kotpumpen : NEIN ; es gibt kein Proletenmenschenrecht auf kotpumpende Hunde und Kläffer .

ist aber in B sicherlich nicht durchsetzbar

Der lachende Mann hat gesagt…

@Wau Wau

Ich habe Ihre Zuschrift nicht verstanden. Die nachfolgende übrigens auch nicht.

Die Anmerkung hat gesagt…

@Der lachende Mann

Wenn Sepp bellt, ist das meist unverständlich. Er hat immer noch keine Blogseite, wo er seine Exkremente ablegt.

Anonym hat gesagt…

@Wau Wau
Ich habe Ihre Zuschrift nicht verstanden.

Ich schon! Es ist derjenige Troll - Le style est l'homme même - dessen sich Le Penseur schon länger entledigt hat. Und sehr zu recht.
Sepp isses nicht. Pas du tout son style.

Wau Wau hat gesagt…


@ diverse anonyme Anonymiker, ein dauerlachendes Männchen und eine Anmerkelungsbohne

Ich bin

a) für euren Mangel an Verständnis nicht verantwortlich

und es gilt

b) Was immer ihr im Guten oder Schlechten über mich denkt ... es sind EURE Gedanken!

Interessant, wie sich das hiesige sich gerne für Schlaumeier haltende Kläffertum immer wieder durch meine Kommentare zu hysterischen Bellorgien provoziert fühlt. Dabei geht es um Zeilen, die nur eins sind: eine Meinung eines schon länger hier lebenden Menschen.

Habt ihr schnell affektierten Hohlkörper zum Thema Problematischer Hundedreck keine eigene Kritik oder Fürsprache beizutragen, dass ihr mich im Schutz bzw. Schmutz der anonymen Meute attackieren zu müssen meint, um eure vorlaute Leere zu füllen?

Hier tummeln sich etliche zensurgeile Maulkorbfanatiker, die andere als ihre eigenen Wertungen gerne "selektieren" und "eliminieren" wollen, und das wird leider geduldet, wenn nicht gar unterstützt. Ihr scheint dringend noch einige Nachhilfestunden in Demokratie und Meinungsfreiheit nötig zu haben. Oder seid ihr Regimebüttel des 4.Reiches auf der BND-Lohnliste? Hat Mutti euch noch kein lecker Fresschen serviert, dass ihr so hyperventiliert?

🎂 Ein Kackehaufen mit einer Kerze darauf ist leider noch keine Festtagstorte.

Ich habe die Trümmerstädte des letzten Krieges als Kind noch bewundern dürfen, und ihr wohlstandsverwöhnten Grünschnäbel wollt mir aus euren gemachten Kuschelbetten heraus was vom echten Leben erzählen bzw. aufzwingen?
Da lacht vermutlich nicht mal der ansonsten ständig lachende Mann.

Habe die Ehre.
Was habt ihr neurotischen Wadlbeißer zu bieten ... außer satter Aufgeblasenheit?

ppq hat gesagt…

der inhalt sei dir zugestanden. aber diese dauernden injurien. geht das nicht auch mal ohne dumpfes beleidigen?

Der lachende Mann hat gesagt…

Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen, lieber Wau Wau! Formulierungen wie "hysterische Bellorgien" versprechen weitere Treffer. Irgendwann gelingt Ihnen der ultimative Wurf, der uns
Regimebütteln des 4. Reichs das Maul stopft. Auch gefällt mir gut, wie originell Sie auf mein Pseudonym Bezug nehmen.

Anonym hat gesagt…

der inhalt sei dir zugestanden ...

Nö. Gudd riddänz for bäd rabbisch.

Anonym hat gesagt…

Hysterische Bellorgien - sagt ausgerechnet der, dieses übergeschnappt geifernde senile Etwas.
Unbewegt ist meine Seele und hell wie das Gebirge am Vormittag.