Mittwoch, 25. November 2020

Leugnen mit Anetta Kahane: Verharmlosen für Profis

In der Bundespressekonferenz stellt Anetta Kahane ihre neuen Thesen zur Infektion mit Antisemitismus durch Leugnung der Regierungsmaßnahmen gegen Corona vor.
Nun hat es Jana aus Kassel, 22, sogar in die Bundespressekonferenz geschafft. Und zu verdanken hat das die junge Frau, die Sophie Scholl leugnet, niemand anderem als Anetta Kahane, der Bundesmahnbeauftragten, die nach einer frühen Karriere im Dienst der Staatssicherheit den Klassenkampf aufgab und sich seitdem hauptberuflich dem Ehrenamt als Vorsitzende der Anetta-Kahane-Stiftung zum Kampf gegen rechts widmet.
Ausgerechnet Kahane präsentierte den fast schon schändlich dünn besetzten Reihen den aktuellen Stand der Fühlte-mich-Forschung anhand des Beispiels von Jana aus Kassel, 22, und einem anderen Mädchen, noch jünger, das auf einer Bühne geäußert hatte, es "fühle" sich wie Anne Frank. Nun ist Fühlen eine spontane Regung, die sich noch weniger als Denken regulieren oder gar verbieten lässt. Wer fühlt, tut das in der Regel, ohne selbst exakt zu wissen, warum er das tut und weswegen er wie fühlt. Bei Minderjährigen gilt das hormongeschuldet umso mehr: Sie wissen nicht, was sie tun, hieß es dazu bei James Dean. Dass sie nicht wissen, was sie fühlen sollen, dürfen und können, steht außer Frage.
 

Keine Freunde zum Geburtstag


Nun hat man mal in der Schule aufgepasst und Anne Frank zumindest soweit verstanden, dass das Mädchen seinerzeit keine Freunde zum Geburtstag einladen durfte und immer Angst hatte, von den Behörden erwischt zu werden. Und wird damit zum Staatsfeind Nummer 1, ausgeschmiert in der Bundespressekonferenz, in der der Bundesaußenminister üblicherweise Kaliber wie den türkischen Despoten Erdogan oder den iranischen Judenhasser Khamenei zur Bank haut. Schließlich ist er, also der Bundesaußenminister, seinerzeit wegen des Holocausts in die Politik gegangen.

Das zu behaupten, ist keine Verharmlosung des Massenmordes an sechs Millionen Menschen wie der Scholl- oder der Frank-Vergleich, auch das hat Anetta Kahane als oberste Glaubensinstanz inzwischen entschieden. Der Ukas der Gedenkfunktionärin knüpft direkt an eine andere Entscheidung an, die bereits vor geraumer Zeit fiel, als die Kahane-Stiftung in der Bundesworthülsenfabrik (BWHF) die Erfindung des bis vor kurzem so beliebten Kampfbegriffes "Klima-Leugner" beauftragte. 

Bocksgesang der Verdammung


Ein Geniestreich geradezu, steigert er doch den Bocksgesang der Verdammung von den tagesüblichen und mittlerweile längst kaputtinflationierten Bezeichnungen "Rechter", "Rechtsextremer" und "Rechtsextremist" bis hin zu einem Reim auf "Holocaust-Leugner", einer Vokabel, die nicht nur moralisch die höchste überhaupt vorstellbare Dimension von Verdammung in sich trägt. Sondern auch deutlich macht, dass es hier nicht mehr um eine bloße emotionale oder intellektuelle Verfehlung geht, sondern um eine Straftat, die hartnäckige Begeher für mehr Jahre hinter Gitter bringt als manchen Totschläger.

Nach dem Vorbild von "Klima-Leugner" entwarf die Bundesworthülsenfabrik dann Mitte März den "Corona-Leugner", einen Fachbegriff zur Beschreibung von Teufeln in Menschengestalt, die Existenz, Schwere und, oder, aber angemessenes Regeirugnshandeln auf eine Pandemie, die in Deutschland bisher fast 15.000 Todesopfer gefordert hat, dreist infragestellen. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, unterstützt die Initiative, die das Leugnen eines Krankheitserregers, seiner Gefährlichkeit oder auch nur Zweifel an einer Regierungspolitik, die wechselweise beschwört, Maßnahmen seien nicht nötig, nicht hilfreich, nicht geplant oder ab morgen gültig, auf eine verbale Stufe stellt mit der Behauptung, den größten Massenmord der Geschichte habe es gar nicht gegeben.
 

Je mehr Engagement, desto mehr Gefahr

 
Für Anetta Kahane ist die Situation günstig. Als Deutschlands womöglich erfolgreichste Start-up-Gründerin nutzt die Berlinerin, die trotz ihrer 66 Jahre weiterhin unverdrossen ihre bundesweit vernetzten Unternehmungen führt, jede Gelegenheit, neue und beständig wachsende Gefahren von Radikalisierung und Rechtsorientierung zu entdecken.
 
Ihre im alten "Onkel-Tom"-Kolonialstil ohne Nennung des Nachnamens nach dem Nazi-Opfer Amadeu Antonio Kiowa benannte Stiftung entdeckt beständig Anzeichen für "Normalisierung", "Antisemitismus" und Rechtsextremismus, sie werden auch immer mehr und häufiger, je länger und je engagierter das von Kahane geführte "breite Bündnis" aus inzwischen  "120 Organisationen der Zivilgesellschaft" (Zitate AAS) gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus ankämpfen. 22 Jahre nach Gründung der Kahane-Stiftung reichen auch die derzeit von der Bundesregierung bereitgestellten 115 Millionen Euro zur Förderung von sogenannten "Modellprojekten" gegen rechts nicht mehr. Aktuell liegt die Forderung nach Förderung bei 200 Millionen, Minimum.

Es reicht nicht, denn es reicht nie

 
Eine Summe, die auch nicht allzulange reichen wird, die aber die akut notwendig ist. Denn, diese üble und verstörende Nachricht hatte Anetta Kahane mit in die Bundespressekonferenz gebracht, die "Corona-Leugner-Szene wächst". 22 Jahre nach dem Start ihrer Bemühungen, den mit dem Antritt der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder und Joschka Fischer nach rechts drängenden Deutschen eine Demokratieausbildung zukommen zu lassen, ist die Lage so schlimm wie nie. Mehr Nazis als im Dritten Reich, nicht mehr nur NPD und Neonazi-Kameradschaften, sondern auch "Hass-Kommentatoren, Skins, Rocker und Pegida" (Tagesspiegel), AfD-Leute, Höcke, der aufgelöste Flügel und Polizisten, die Munition für den Umsturz sammeln. Man beobachte, so die erfahrene Agentin im echten Geheimdienstslang,  "eine Eskalation, eine Verdichtung und eine Bedrohung durch die Corona-Proteste". 
 

Alles immer schlimmer


Antisemitismus werde immer offener geäußert, die Stimmung werde aggressiver, bis in den Saal hinein, wo ein offenbar irrtümlich eingeladener Reporter die geradezu unbotmäßige Frage stellt, ob nicht die Behauptung, alle Kritiker der Regierungsmaßnahmen seien Antisemiten, auch eine Art Verharmlosung darstelle. Anetta Kahane aber ist viel zu erfahren, als dass sie in eine solche Falle tappen würde. "Verschwörungsideologien haben immer ein antisemitisches Betriebssystem", orakelt sie weitflächig an der Frage vorbei, denn der Antisemitismus sei "die älteste Verschwörungstheorie überhaupt". 

Jeder ist Antisemit

Jeder, der glaubt, dass Bill Gates böse Absichten habe, der Kontaktverbote für übertrieben hält, eine Maskenpflicht an der frischen Luft blödsinnig findet ist und meint, wenn Bundesliga-Klubs quer durch Europa fliegen können, um sich in Seuchenhotspots mit anderen Mannschaft im Ballspiel zu messen, könne er sich auch mit Freunden zum Bier treffen, damit ein Antisemit. 
 
Denn eines stehe fest, so Kahane: „Wenn Einzelpersonen oder Gruppen als Schuldige an der Misere benannt werden, ist das in Form und Struktur antisemitisch, auch wenn der Beschuldigte Bill Gates ist.“ Selbst wenn Bill Gates kein Jude ist. Und selbst wenn der Benenner der Schuldigen selbst Jude wäre. Mit diesem Kunstgriff kehrt „selbst der offene Antisemitismus zurück, den wir in Deutschland schon als bearbeitet wahrgenommen haben“ kündigte Anetta Kahane an, der weniger Schrecken als Hochachtung vor der Vielzahl der dadurch anstehenden Aufgaben anzuhören ist. Denn jetzt muss ein "Infektionsschutz der Gesellschaft" her, ein wirksames Vakzin gegen Faschisten, die den Volkskörper infizieren wollen. Dann kann auch Jana aus Kassel (22), vielleicht noch errettet werden.

8 Kommentare:

Die Anmerkung hat gesagt…

Als bekennender Trieur schrob ich heute genau dazu in meinem Blog:

Ich bin Hans und Sophie Scholl.

Anonym hat gesagt…

Wenn ich der Presse als Gruppe die Schuld daran gebe, dass eine aufgedonnerte Oma unwidersprochen wirren Mist verbreiten kann, bin ich also Antisemit, der ein antisemitisches Betriebssystem betreibt.

Gerry hat gesagt…

@dieanmerkung
Ich verzichte sofort auf ein Intensivbett bei Diagnose Covid19, wenn ich im Gegenzug von allen Maßnahmen befreit bin.

Allein die Physiognomie von Frau Kahane legt nahe, dass diesem Wesen keine Befugnisse gegeben werden sollte. Ihre Äusserungen beweisen es dann.

"Denn sie wissen nicht, was sie tun" ist nur die dt. Version bei James Dean. Und dann auch wieder abgekupfert von Jesus Christus persönlich. Durch dessen vorangestelltes "Vergib ihnen, ..." würde besagte Jana sofort von einem mit Christi Geist Beseeltem frei gesprochen werden; bei Frau Kahane dagegen wären Zweifel angesagt.

Anonym hat gesagt…

beunruhigend ist : d-funk und d-funk nova verbreiten die Einsichten einer Frau Kahahn unkommentiert ; der dann folgende "Meinungsbeitrag" sieht keinerlei Widersprüche ; ähnlich im Staatsfunk der die wahrhaften Beschreibungen einer Frau Kahahn weder sinnvoll kommentiert noch widerlegt .


30 Jahre nach der sog. "Wende" kriechen die stasi Zersetzer und Hetzer aus ihren Löchern und belästigen freie Menschen . Bernd rät unironisch : besorgt Euch geeignete Feinwerktechnik und stellt das Chemiebuch aus der gym. Oberstufe neben den Bastelratgeber

Die Anmerkung hat gesagt…

Matussek zum Land der Nazijäger.

https://www.youtube.com/watch?v=5sfWJ8-gvwo#t=4m12s

Die Anmerkung hat gesagt…

Passen zum Thema auch eine Karikatur zu den deutschen Nazijägern. Ist sowas überhaupt erlaubt?

Ich dächte Karikaturen des Propheten dürfen in Deutschland nicht gezeigt werden. Im Land der diversen muß es natürlich heißen: der Propheten.

Anonym hat gesagt…

TV Lanz : " ich fühle mich sicher" .

zwei tranzähnliche Herrenmenschen sprechen über ihre Gefühle , auch über die Stille .

Gast : Prof.Dr.Dr. Lowterrebach .

aber nochmal der Satz des Tages : " ich fühle mich sicher " .

das glaube ich gerne - proletarische Virenschleudern gibt es im Lanz - Universum nicht der Eingang des klammburger Studios wird von Vladimir und Brontalronny aus Glauchau gesichert .raus aus der Tiefgarage , dunkelblauer Mazarati , der Moderator verflucht das störende Studentenpack auf der Rothenbaumchaussee ; vorbei am Pöbel , rein in die Tiefstgarage , 40 Sekunden warten , ist der Promivereich wirklich sicher ? äpp angucken , mehrere Kameraperspektiven . nüscht zu sehen - Lanz öffnet die Tür - irgendwo brummt ein Motor , Lanz steigt wieder ein - war aber nur der Servicesklave von der Reinigungsfirma .

"Lanz hier , ich wünsche keine weiteren Gäste oder Lieferanten wenn ich auf Deck 3 bin "

Lanz steigt aus , geht zum Fahrstuhl , fährt in den 3. Stock , scheißt sein Orgateam zusammen ( wieso rafft ihr das nicht ?? ich komme immer um 19:30 UND ich WILL ums Verrecken keine Arschlochtypen auf meinem Parkdeck ".

"wo ist mein Kaffee ?"

dazu - klammheimlich : das weiße Puder von Puder - Ali , kleiner Armagnac dazu .

Lanz fährt seinen Rechner hoch , splitscreen , 30 Kameras , Deck - 3 .

"ICH RASTE GLEICH AUS !!! Schrollmeyyer , kommse her ! "

"Schrollmeyyer betritt das Lanzbüro - Lanz mutiert heute erstmalig zum TV -Lanz .

"Schrollmeyyer ( jovial ) - warum wird mein Wagen von dieser Nutte zugeparkt ? was habe ich zum Thema Sicherheit und Parkdisziplin MEHRFACH erläutert ? "

Schrollmeyyer greift zum Funkgerät , brüllt irgendwas ins Parkdeck .

"Schrollmeyyer , pack deinen Scheiß ein und verpiss dich . morgen 10°° Uhr in meinem Büro - ach Quatsch , hol dir deine Kohle bei RA Schrillmann - Glaanz , du bis gefeuert "

"was wieso ? "

( Telefon schellt ) .

"Claudia - wie schön - ja loggisch - Orangeday - da machen wir was - Claudi - ganz cool ok ? DU bist meine beschte Claudi ever ! "

"hast du deinen Walther dabei ? super - dann sehen wir uns um 2 im Kanonenclub " .

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aus : "man muss das ernst nehmen " 440 S. persia Dünndruck , mit einem Vorwort von P. Sloterdijk , Rennfahrerverlag Klingenthal , 2021

Hase, Du bleibst hier ... hat gesagt…

Moin Bernd, gute Wahl, die Walther, Sonderedition Steinmayer, die mit dem heftigen Linksdrall, trifft immer ins Ziel. Jedenfalls werden nur Treffer verkündet.