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Donnerstag, 10. September 2015

Martin Schulz: Weise Worte eines wahren Weltenlenkers

© by Stefan Klinkigt, 2014, http://www.skeyeline.de/art_aktuell.html
Die Stunde schlägt, in der jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sich bekennen muss. Bist du einer von uns? Bist du für das Richtige? Für ein Europa, das meine Werte hat? Dass zusammenwächst, während seine Bedeutung schrumpft? Bist du dafür, dass niemand illegal ist? Dafür, dass große Ziele kombiniert werden mit immer kleineren Erfolgen? Dass Triumphgeschrei Politik ersetzt und gegenseitige Schuldzuweisungen eine offene Diksussion? Dafür, dass die entscheiden, die es besser wissen?

Die Fragen der Stunde. Martin Schulz, gescheiterter Kandidat der deutschnationalen Sozialdemokratie um die Führung der EU, hat nun die große Fernsehbühne des ZDF-Nachtprogramms genutzt, um den verwirrten, verunsicherten Volksmassen draußen im Lande deutlich zu machen, wo die Reise hingeht, wenn sie nicht hören. Eine Richtschnur, ein Leitstern, ein Kompass in düsterer Zeit.

Es war eine wohlabgewogene Rede, die Rede eines Staatsmannes in Höchstform, die Worte eines Weltenlenkers, der mit der Faust auf einen eingebildeten Tisch haut, weil da die Mäuse tanzen. Schulz, die menschliche Sirene, schrillte im höchsten Diskant, wenn auch der Ton knödeliges Raunen blieb.

Der Inhalt aber ist umso entschiedener, denn Schulz, ein Kerneuropäer, wendet sich gegen das "Europa der Ultranationalisten", die ihre Länder nur für sich haben wollen und trotz der deutschen Gnade, sie seit Jahren mitdurchzuziehen, glauben, sie könnten in ihrer Politik Rosinenpickerei betreiben. Dieses Europa, so Schulz, darf und wird nicht siegen, denn es gilt: Berlin bleibt solidarisch, Wien wird wieder solidarisch und Europa niemals national.

Gegen alle, die anders denken, will sich Schulz nun "notfalls auch mit Macht" durchsetzen, im Kampf um jedes Parlament, jedes Haus, jeden Stammtisch. Wird es zu Festnahmen kommen, zu Gefechten inmitten der Städte, und zum Häuserkampf, wenn die sich nicht belehren lassen, die da in Polen, Ungarn, Dänemark, Tschechien, der Slowakei, Finnland, Italien, Griechenland, Frankreich und Großbritannien glauben, sie könnten immer noch die nationale Karte spielen? Schulz deutet an, aber er spricht hier keinen Klartext.

Doch irgendwann, das ist deutlich herauszuhören, ist die Zeit, in der die Fahne weht und der Verstand in die Trompete wandert.

Im Sekundenprotokoll der Originalwortlaut der Kriegserklärung des höchsten europäischen Parlamentariers an alle, die die Zeichen der Zeit noch immer nicht deuten können:

"Das Europa der Ultra-Nationalisten, wenn die siegen, dann werden wir dieses Europa, nicht nur in dieser Frage, sondern in vielen anderen Fragen auch, bekommen. Das Europa des Gemeinschaftsgeistes brauchen wir, und das muss sich notfalls jetzt auch mal mit Macht durchsetzen. Es kann nicht sein, dass die – ich gehöre zu diesen Leuten – die sagen, wir werden im 21. Jahrhundert, im globalen 21. Jahrhundert, globale Probleme nicht mit Nationalismus lösen, dass die irgendwann auch mal kämpfen und sagen: Wir setzen uns notfalls auch in einem Kampf gegen die anderen durch."






Kommentare:

Anonym hat gesagt…

+++++ Schulz soeben in Polen einmaschiert ++++++
+++++ Seit fünf-uhr-fünfundvierzig wird jetzt zurückgesoffen ++++++++++

+++++ Prost +++++

Die Anmerkung hat gesagt…

Danke

Anonym hat gesagt…

zdf / Kerner : Pappschilder und Hochleistungsneger ( 200.000 fb Freunde ) neue Weinerlichkeit mit hashtag .

und dann die Menschenrechte ; vorgetragen von Bestbürger .

ich gucke einen Zombifilm und brate rotes Luftpostfleisch .

der Sepp

Reichspackbürger

Carl Gustaf hat gesagt…

Schade, dass in der Politik nicht wie im Verkehr die nullkommanull Promille-Grenze gilt. So manch ein Politiker hätte im nüchternen Zustand wohlweisere Wort gefunden und wohlweisere Entscheidungen getroffen.
So wie im wahren Leben wird auch in der Politik das Auto permanent gegen den Baum gesetzt. Und den Schaden erleitet auch hier meist nicht der Suffki sondern der unbeteiligte Unschuldige.

Volker hat gesagt…

Man fühlt sich immer mehr wie wieder zuhause angekommen.
Die Äußerlichkeiten weichen leicht von der Vorlage ab, die Schemata sind die gleichen.
Der gute alte Klassenfeind und Kriegstreiber ist wiederauferstanden als Nazi und Ausländerfeind.
Die Volkskammer heißt jetzt Bundestag.
Und die Bonner Ultras kommen neuerdings als "Ultranationalisten" daher.

Obwohl, einen Unterschied gibt es doch.
Jetzt ist die Kirche Teil der im undemokratischen Block der Nationalen Front gleichgeschalteten Parteien und Massenorganisationen. Das war damals nicht so.

wolpertinger hat gesagt…

Volker,
stimmt alles,was sagen.Auch als Wessie kann ich einfach nur zustimmen.Zum Thema Kirchen setze ich mal noch einen drauf.
Heutzutage unterstützen diese A...geigen sogar mehr oder weniger offen die Islamisierung Deutschlands.Religion war eben
schon immer ein Mittel(bei den sogenannten Buchreligionen vor allem)das Volk an die Kantarre zu nehmen.Tja,gleich und gleich
gesellt sich eben gern.Selig die Scheinheiligen,den ihrer ist der Kontostand,auch Mammon genannt.Amen.

derherold hat gesagt…

Es gibt ein schönes bonmot eines kirchenhistorikers:
Wenn die evangelische Kiurche in Deutschland vor der Wahl stand, Demokratie oder Diktatur, hat sie sich immer für die Diktatur entschieden.

ppq. so hat gesagt…

volker, du spricht mir aus dem herzen

Anonym hat gesagt…

Suchende und gläubige Christen sollten mal versuchen das neue Testament ohne (Kirchen)Theologie zu verstehen. War Christus Theologe? Nein er war Zimmermann.
Mit wem hat er sich am meisten angelegt?

Na klingelts?


derherold hat gesagt…

@volker, @ppq, mal eine Frage zum Verständnis:

War es in der DDR auch so, daß die Kulturschaffenden in Unterhaltungssendungen sich zum Kampf gegen den Faschismus bekennen mußten ? Haben sich da auch Manne Krug und Helga Hahnemann im Kessel Buntes gegenseitig ihrer Liebe zum Widerstandskampf versichert ?

Bei der gestrigen Sendung von Dieter Nuhr benannte gefühlt jeder zweite Satz "Nazis", gegen die man sein müsse, die mit dem IQ von 40, die Asyl mit "ü" schrieben und neidisch auf die ankommenden arabischen Gymnasiasten seien. Das war keine Verpflichtunsgerklärung, das war eine Orgie.

ppq. so hat gesagt…

soweit ich das noch sagen kann, hießen diese veranstaltungen seinerzeit rock für den frieden. so war das

Volker hat gesagt…

Wie gesagt, die Äußerlichkeiten weichen leicht von der Vorlage ab, die Schemata sind die gleichen.
Einen Krampf gegen Rechts gab es nicht, weil es keine Rechten gab. Es kann keine gegeben haben, das hätte kein Mensch verstanden, wenn die Stasi jeden Abweichler verhaftet und die Nazis frei rumlaufen lässt.

Natürlich hatten die Kulturschaffenden ihren Beitrag zu leisten.

Zur Zeit vom NATO-Doppelbeschluss mussten alle ein Friedenslied singen. Zwar blöd, aber eine kreative Rockband kriegt das schon hin, Pflicht erfüllen und trotzdem was anhörbares produzieren. Rock für den Frieden war gar nicht mal so schlimm.

Vollkommen absurd wurde es 1987, zum 750-jährigen Geburtstag unserer sozialistischen Hauptstadt Berlin. Was die Kulturschaffenden da abgelassen haben, gruselig.

Dieter Nuhr ist unberechenbar. Manchmal traut der sich richtig was, z.B. was über Islam, Koran, Terror.
"Das war ja im dritten Reich auch nicht anders. Wenn man nicht widersprochen hat, hatte man auch ken Ärger. Außer man war Jude oder schwul. Aber ich glaube, das sollte man heute in Pakistan auch nicht sein."

Und manchmal ist er Regierungssprecher.

Carl Gustaf hat gesagt…

"War es in der DDR auch so, daß die Kulturschaffenden in Unterhaltungssendungen sich zum Kampf gegen den Faschismus bekennen mußten ? Haben sich da auch Manne Krug und Helga Hahnemann im Kessel Buntes gegenseitig ihrer Liebe zum Widerstandskampf versichert ?"

Ja, sie mussten. Aber damals gab es auch die sog. "grünen Elefanten", so dass sich der gebildete Arbeite und Bauer am Ende doch noch seinen eigenen Reim machen konnte. Bei Schweiger, Kerner und Co. ist das heute deutlich schwieriger.

Kurt hat gesagt…


Also Genossen, ich weiß nisch, was ihr wollt. Der Genosse Schulz, Martin spricht sich doch eindeutig für nationale Interessen aus. Er sacht:" Es kann n i ch t sein, dass Leute wie ich, die sagen, wir werden im 21. Jhdt globale Probleme n i ch t mit Nationalismus lösen, irgendwann auch mal kämpfen. "
Also isch versteh das so, Genossen: Der Genosse Schulz, Martin tut dem Kampf von seiner Seite aus generell eine Absage erteiln, aber dabei klingt er so, als wäre er zum Kampf bereit. Das nenne ich hervorrachend, Genossen! Ein defensiver Frieden der "Europäer" als Einsicht in die Notwendigkeit.


PS: @Volker: Danke für die Kommentare! Volksbildung für interessierte Diktaturunerfahrene ist wichtig.

wolpertinger hat gesagt…

@Volker
Dieses von Ihnen beobachte Verhalten bei Nuhr(mal traut er sich was,mal Regierungssprecher) habe ich auch schon des öfteren festgestellt.Auch bei anderen Kabarettisten,vor allem im
Gez-Bereich.Ich erkläre mir das so:diese Leute wissen oder ahnen zumindest,daß sie ja doch nur Hofnarren sind.Zwar laufen
sie nicht mehr wie früher Gefahr,bei Fehlverhalten geköpft zu werden,aber von den üppigen Futtertrögen können sie durchaus verdängt werden.Dann wäre es vorbei mit satt Kohle einstreichen, für paar müde Witze erzählen.Also gibt man halt „wie es sich gehört“ ab und zu (manche fast ständig)mal den Regierungssprecher.

ppq. so hat gesagt…

der grundlegende unterschied zu damals ist wohl, dass seinerzeit alle, die mussten, mit der faust in der tasche gute miene zum bösen spiel machten. und heute alle aus echter überzeugung dabei sind. dasselbe phänomen zeigt sich ja auch im medialen, also außerhalb der bühnendarbietungen irgendwelcher engagierter millionäre: da gibt es einen nicht von oben verordneten, sondern tief empfundenen konsens, was gedacht, gesagt und geschrieben werden darf und was nicht. das wird dann exekutiert, selbst wenn es die auflage erodiert und langfristig das geschäftsmodell zerstört. ein traum eigentlich für jeden staatenlenker

Carl Gustaf hat gesagt…

"... und heute alle aus echter überzeugung dabei sind."

Es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen damals und heute. Die Sachzwänge sind vielleicht von anderer Natur, die Handlungsstränge und der Selbstzweck sind aber die gleichen geblieben.
Oder wie Sloterdijk so schön schrieb: "Das Miteinander von Verwaltungsstaat und Unterhaltungsstaat antwortete auf einen Weltzustand, in dem die Machtausübung nur noch durch die weitgehende Entpolitisierung der Reichspopulationen gesichert werden konnte. ..."

Im Grunde sind somit die armen, bedauernswerten, unglücklichen und ungebildeten Flüchtlinge auch nur ein Teil unseres Unterhaltungssystems. Der propagierde Humanismus wird damit zum "Komplize aller Gräuel, die im Namen des menschlichen Wohls begangen werden".

derherold hat gesagt…

Ich hoffe doch stark, daß bewußt ist, daß, wenn Martin Schulz eher Martin Schulzenstein hieße, die Karikatur als antisemitisch bezeichnet würde.

ppq. so hat gesagt…

ich bin überaus dankbar für die momente, in denen ich bemerke, dass ich aus dem Kommentaren etwas lernen kann

ppq. so hat gesagt…

ich bin überaus dankbar für die momente, in denen ich bemerke, dass ich aus dem Kommentaren etwas lernen kann

Anonym hat gesagt…

Dieser Blog sät Hass.

ppq. so hat gesagt…

das ist eine strafbare beleidigung, die wir umgehend beim BBAA zur anzeige gebracht haben

Anonym hat gesagt…

http://boards.4chan.org/pol/

Hassmanager Sepp :

der o.g. Kanal entlastet PPQ und die belastete , traumatisierte Hasserseele

der Sepp

Reichspervitinwart

Anonym hat gesagt…

http://alternativlos.org/35/

Anonym hat gesagt…

Nun kenn'ich beide Triebe
Und sag's euch mit Verlaß:
So süß fast als die Liebe
Und heißer ist der Haß.

Felix Dahn