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Mittwoch, 15. Juni 2016

Martin Schulz: Der Präsident hetzt gegen die Gegenwart

London 1944, als Europa noch in Ordnung war. 72 Jahre später sind "die Dämonen, die diesen Kontinent in den Abgrund gezogen haben, lebendiger denn je"
Martin Schulz ist ein anerkannter Gesamteuropäer, seine Bewunderer sagen sogar, er sei der letzte wahre Erbe Helmut Kohls und Francois Mitterands, ein Mann, der Europa im Innersten zusammenhält, aus tiefster Überzeugung, dass Posten wie der des europäischen Parlamentspräsidenten weitaus besser bezahlt wird als jeder deutsche Kanzlerkandidat.

Schulz, ein bekennender Deutscher, macht in seinem Kampf um Europa keine Kompromisse. Er ist bereit, zu lügen, zu betrügen, seine Ansichten je nach Wetterlage zu korrigieren. Eiun Tabu war es bislang allerdings auch für den sozialdemokratischen Populator aus Würselen, der europäischen Union und ihrem durchzivilisierten und -demokratisierten Kernland Deutschland Zivilisierung und demokratische Errungenschaften abzusprechen.

Dieses Tabu hat Martin Schulz jetzt anlässlich der akuten Brexit-Angst bei einer Rede in Heidelberg gebrochen. "Die Dämonen, die diesen Kontinent in den Abgrund gezogen haben, sind lebendiger denn je", sagte er dort und machte damit als erster führender Europa-Politiker klar, wohin die übereilte Erweiterungspolitik die EU geführt hat: Zerstrittene Partnerländer, faktisch Krieg mit Russland, die Wirtschaft liegt danieder, Rechtsextremisten sind an der Wahlurne erfolgreich wie seit 1933 nicht mehr, die Arbeitslosigkeit im Süden ist infolgedessen astronomisch, die Schuldenberge türmen sich höher als je zuvor.

Ja, Dämonen, "lebendiger denn je". Eine Wahrheit, die Europa nicht hören will.

Schulz' offenen Worten schlug natürlich sofort Kritik entgegen. "Was für eine bodenlose Hetze gegen unsere demokratischen Gesellschaften", hieß es bei Facebook. "Was für eine gedankenlose Gleichsetzung unserer lichten Gegenwart mit düsteren diktatorischen Regimes etwa zur Zeit Hitlers und unaufgeklärten Steinzeitgesellschafen wie unter Adenauer", klagten andere engagierte Bürger.

Martin Schulz allerdings blieb hart, er ist fest überzeugt, dass die Zustände in unserem gemeinsamen europäischen Jetzt schlimmer sind als die gleichstellungsfeindlichen, ungegenderten, von Atomwaffen überschatteten Zeiten des von Machos, Kettenrauchern und korrupten Parteiführern regierten Vorvorgestern. Nur konsequent: Vor vier Jahren hatte Schulz noch vor einer "Rückkehr der Dämonen" gewarnt und für den Fall, dass sie zurückkehren, ein scheitern der EU in Aussicht gestellt.

Nun ist es offenbar soweit.

Kommentare:

eulenfurz hat gesagt…

Niemand will mehr "die verklemmte und verdruckste alte westdeutsche Republik der 60er-Jahre" (Sigmar Gabriel) mit lauter "degenerierten Inzuchtdeutschen" (Wolfgang Schäuble), von daher Heil! dem weisen Führer Martin Schulze und seiner lichtvollen Vision eines islamisierten Europas und daß er die bösen Dämonen zurück in die Dunkelkammern scheucht.

Anonym hat gesagt…

Ja, das waren wirklich schreckliche Zeiten damals in den 60ern. Vollverschleierte Frauen in Miniröcken und geschlechtergetrennte, heteronormative Toiletten allenthalben. Eine wahre Qual, damals durch die trostlosen Fußgängerzonen Westdeutschlands zu wandeln und den von Genderwissenschaft noch nichts ahnenden Dummdeutschen beim Flirten und Familiengründen zuzusehen...
Gott(!) sei Dank haben wir heute den Direktimport von Anhängern dieser menschenverachtenden, blutsaufenden "Religion" (wertvoller als Gold), welche uns durch ihre praktizierte Lebensführung endlich beibringen, unverklemmter zu leben. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten.

eulenfurz hat gesagt…

Wenn man sich Siggis Biographie anschaut, dann waren seine 60er tatsächlich verklemmt und verdruckst:

"Es war ein furchtbares Erbe, das Walter Gabriel seinem Sohn Sigmar hinterließ... Über dieses Erbe und über sein eigenes Leiden unter dem Vater, der nicht nur ein überzeugter Nationalsozialist, sondern auch ein grausam-kaltherziger Erzieher war, hat der SPD-Chef nun zum ersten Mal öffentlich Auskunft gegeben. ... Seine Eltern trennten sich, als er drei war. Sieben Jahre blieb der Junge gegen seinen Willen beim Vater, ... Gerettet fühlt sich Sigmar Gabriel durch seine leibliche Mutter, zu der er 1969 endlich zog. Doch er machte der Krankenschwester das Leben schwer, klaute, zerstach Reifen."

Martin Walser in "Tod eines Kritikers":
... "Als ich mit vierzehn die Bilder mit toten deutschen Soldaten in Stalingrad sah, kriegte ich immer Errektionen" Dr. Swoboda: "Wenn der Vater fällt, ist der Weg zur Mutter frei."

Anonym hat gesagt…

Die Biernase aus Würselen ist hoffentlich nun nach diversen künftigen "...exits" bald ein König ohne Land.