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Sonntag, 19. Februar 2017

Frankreich brennt, lasst uns noch eine Trump-Geschichte machen

Die Vorstädte brennen, die Polizei schießt mit Tränengas und Gummigeschossen, es fliegen Steine auf Beamte, die Regierung schweigt in Schockstarre, Chaos ganz oben bei den Ministern, Chaos auch unten in der Bevölkerung, die erschrocken zusieht, wie ein ganzes Land, das sich für das Mutterland der Demokratie hält, in Anarchie versinkt.


Doch nein, es geht nicht um die USA. Sondern um Frankreich, einen Nachbarn Deutschland und mit Deutschland so eng verbunden, dass früher, in der guten alten Zeit, beide für den Kern eines kommenden friedlichen und freiheitlichen Europa gehalten wurden.


Das war damals, im letzten Jahrtausend. Hier im neuen ist Frankreich nun aber weiter weg als die Vereinigten Staaten: Eine einzige Nachrichtenseite nur vermerkt, dass jenseits der Grenze schon vor Tagen ein kleiner Bürgerkrieg ausgebrochen ist, dass Vorstädte brennen und Straßenschlachten toben. "Frankreich droht von einer neuen Gewaltwelle auf die Vororte erfasst zu werden", schreibt jene eine Seite, die der "Focus" betreibt, ein Blatt, das im Normalfall nicht zum Understatement neigt. Diesmal aber doch: Eine Woche schon grassiert die Gewalt. Und das Revolverblatt aus München sieht sie "drohen".

Schweigen im Walde zum französischen Bürgerkrieg


Was die deutsche Medienlandschaft anbelangt, steht das Nachrichtenmagazin aus Bayern damit trotzdem in einer einsamen Pionierrolle. Wo sich französische Medien mit Berichten überschlagen, die die blutigen Ausschreitungen in Aulnay, Bobigny, Argenteuil und zahllosen anderen Orten beschreiben, schweigt die deutsche Presse einfach konsequent und komplett.

Während das Zentrum von Paris brennt und sich vermummte Demonstranten und Polizisten gewaltsame Auseinandersetzungen am Montmatre liefern, behandelt die einzige aktuelle "Spiegel"-Meldung aus dem Nachbarland das "Snacken für Jecken". Die "Süddeutsche Zeitung" versteckt im Kleingedruckten eine achtzeilige DPA-Meldung, als sei in Indien eine Frachtfähre auf Grund gelaufen. Und die FAZ kennt gleich gar kein Frankreich mehr außer dem, das Opel kaufen will.

Man sieht sie fast sitzen in den Redaktionsstuben, und nachdenken, wieso Brandsätze und Flaschen, martialisch aufmarschierende Sicherheitskräfte, Tränengas gegen aufmüpfige Migranten, brennende Autos,eingeworfene Schaufenster und verletzte Polizisten wenige Kilometer jenseits der deutschen Grenze überhaupt kein Thema sind.

Dann doch lieber nochmal Donald Trump


Donald Trump! Er hat getwittert! Er hat eine Pressekonferenz gegeben! Er hat etwas gesagt, etwas gemeint, irgendwie geguckt und überhaupt. "Lass uns noch eine Trump-Geschichte machen", sagen sie beim "Spiegel", "diesmal am besten irgendwas Medizinisches!" In München dasselbe: "Lass uns noch eine Trump-Geschichte machen", ruft es durch die Redaktionskonferenz der SZ, "diesmal am besten was mit Internet!" Und auch die FAZ stimmt ein, ein Medium, das seine Aufgabe ernst nimmt. Statt Frankreich und des unschönen Bürgerkrieges zwischen Polizei und Migranten lieber noch mal Trump und wie er auf die Medien schimpft.

Als gäbe es dafür irgendeinen Anlass.

Kommentare:

D.Eppendorfer hat gesagt…

Keine Nachrichten über die französischen Multikulti-Verhältnisse in unseren objektiven Wahrheitsmedien?

Ist doch logisch.

Die herzlich hilfsbereite Obrigkeit will ihr vielfältig einfältiges Wir-Affen-schaffen-das-Völkchen doch vor Hirnirritationen bewahren, bzw. muss die sensiblen Willkommens-Schildbürger vor allzu viel schlimmen Real-News beschützen, damit jeder durch Isolations-Inzucht wachkomatöse Michel ungestört durch die brutale Bereicherungs-Wirklichkeit beim Nachbarn voller tagträumerisch romatisch verklärter Untertanen-Inbrunst seine beiden aktuellen Top-Heilsbringer anbeten kann: seine alles alternativlos regelnde Muddi oder den bald mantelteilenden Maddin.

Es entsteht eine maßgeschneiderte neue Idiotenwelt passend zum sinkenden IQ durch Import-Schwachmaten. Und der Türke kann hier ungestört PR für seine Erdowahn-Diktatur machen. Warum auch nicht, die Kumpanei mit dem Osmanischen Reich hat in Dätschland ja eine lange Tradition. Und der Völkermord auch. Was hier die Juden und Russen, waren dort die Armenier und sind nun die Kurden.

Warum auch sollten die Jungen klüger sein als die Ollen? Die haben ihre Brut ja schließlich erzogen! Es bleibt also alles beim alten, nur dass die Technik deren geistigen Dünnschiss nun schneller global verteilen kann als noch zu Kaisers und Föhrärrs Zeiten. Blitzkrieg könnte also bald erneut zum Modewort werden, denn ein Raum braucht Volk.

Ich visioniere gerade eine Karikatur, in der eine Horde moppeliger Piefke-Pinscher*innen hysterisch bis tollwütig einen amerikanischen Berglöwen ankläfft.

Tja, am deutschen Bessermenschen-Wesen soll die Welt genesen ... notfalls mit rechthaberisch-fanatischer Gewalt. Und wie sagte es ein Musel-Hadschi so treffend: Wem die Islamisierung nicht passt, der kann ja auswandern.

Deutschland, Deutschland unter allem ... singen die Globalhuren und ihre Böcke.

Germoney Last!

Die Anmerkung hat gesagt…

früher, in der guten alten Zeit

Da haben sich der Deutsche und der Franzmann gegenseitig die Köpfe eingeschlagen.

Nach der großen Niederlage, die Knollnase dem deusctehn Krieger aus London beigebracht hatte, machte man sich erstmal über die lukrativtsen Landstriche her.

Das Märchen von der inniglichen Liebe der Deutschen und Franzosen und ihrer alternativlosen und tief verinnerlichten Friedensliebe ist bis heute das geblieben, was es schon immer war. Ein Märchen.

Gernot hat gesagt…

"Brandsätze und Flaschen, martialisch aufmarschierende Sicherheitskräfte, Tränengas gegen aufmüpfige Migranten, brennende Autos,eingeworfene Schaufenster und verletzte Polizisten wenige Kilometer jenseits der deutschen Grenze überhaupt kein Thema sind."

Sind sie nicht! Auch Trump ist nur noch Unterhaltung. Wirklich wichtig sind Meldungen über 200-Leute-Demos gegen eine Abschiebung in Russland oder Polen. Die machen Mut!

Gernot hat gesagt…

"Das Märchen von der inniglichen Liebe der Deutschen und Franzosen und ihrer alternativlosen und tief verinnerlichten Friedensliebe ist bis heute das geblieben, was es schon immer war. Ein Märchen."

Ach, das sah z.B. die französische Luftwaffe in Algerien 1942 anders. Die Deutschen aber nicht so sehr, und dann war´s vorbei.

FDominicus hat gesagt…

Anarchie ist Herrschaftslosigkeit nicht Rechtlosigkeit. So wie es sich mir präsentiert ist der korrekte Begriff Bürgerkrieg. Wer gewinnen wird, ist noch nicht raus. Aber Sie können sicher sein, wer auch immer gewinnt wird wieder/weiter herrschen.

Es ist immer noch eine Frage offen. Ab wann und unter welchen Umständen darf man sich mit Gewalt gegen die eigenen Staatsangestellten stellen. Haben Sie eine klare Antwort dafür für Frankreich?

Anonym hat gesagt…

Der Bürgerkrieg in Frankreis wird von den Medien behandelt wie von Houellebecq in seinem Buch "Unterwerfung" beschrieben.

Frage ist nur: Hat Houellebecq das Vorraus-gesehen oder haben die Medienmacher Houellebecq gelesen.

Auf welchen Kandidaten werden sich die etapplierten Parteien einigen, wenn Mariechen le Penn die Vorwahlen gewinnt? Das wird spannend in Frankreisch und Houellebecq hat das schon beschrieben. Ist so ähnlich wie mit dem Buch "Das Heerlager der Heiligen".

In Frankreisch gibt es anscheinend alte weiße Männer als "prophetische" Schriftsteller.

ppq hat gesagt…

das habe ich auch schon gedacht. erstaunlich ist aber, mit welchem selbstbewusstsein das kartell doch imemr noch spielt, inmitten von existenzängsten, die z.b. bei der Bild-zeitung mit 10 prozent verlust im jahr schon wirklich ernst sein müssen. trotzdem augen zu und durch, in der hoffnung, es könnte vorüber sein, ehe einer ausschert und berichtet.

man fragt sich automatisch, was die denken, wie blöd die leute sind

Die Anmerkung hat gesagt…

>> man fragt sich automatisch, was die denken, wie blöd die leute sind

Gar nichts, oder höchstens:

Hol ich mir erst einen Kaffee und üebrflieg das nochmal oder hau ich es ins CMS und mach dann mein Päuschen?

Was sollte ich nochmal heute abend mitbringen?

usw.

Die leben in ihrem eigenen Universum, in dem der Adressat, also die Leute, keine bis gar keine Rolle spielen. Mit ihrem Gehabe befriedigen sie ihr Schreibego und bedienen die Wünsche der Chef_Innen_X_Transen_Gender.

Anonym hat gesagt…

@ D.Eppendorfer: Ist das mit dem "Völkermord" (Wir unterliegen gerade selbst einem) mißglückte Ironie - oder glauben Sie allen Ernstes an den Großen Klaus? Jodmangel?

Anonym hat gesagt…


Die Zeitungs- und Fernsehfritzen haben schon die richtige Meinung von denen, die ihnen trotz der Berge von Lügen, die sie ihnen auftischen, immer noch ihre schmierigen Produkte abnehmen. Würden Sie große Achtung für jemand empfinden, der Ihnen Tag für Tag die Füße küßt, obwohl Sie ihn ebenfalls Tag für Tag gegen gutes Geld mit ranzigem Tran überschütten? Warum sollten Sie mit der Einölung aufhören, der Bedachte wälzt sich doch mit Wonne in dem stinkenden Blubber und hält es für die beste Delikatesse, die er bekommen kann. Genauso handeln die genannten Fritzen. Ja, sie halten ihre Kunde für saublöd und unfähig, den Trankrug zu zerbrechen, ihre Augen vom triefenden Fett zu reinigen – gewissermaßen zu entklebern - und frei in die Welt zu schauen. Die Kundschaft wird als denklimitiert angesehen, der man was auch immer vorsetzen kann, ohne ihre Anhänglichkeit einzubüßen. Und die größten Schafsköpfe und den Kunden beteiligen sich auch noch mit Kommentaren an Diskussionen über nebensächliche Themen, wodurch der Eindruck entsteht, es werde in dem jeweiligen Presseerzeugnis eine breite Palette an Sachverhalten behandelt. Auf den Gedanken, daß ihm durch die Verstrickung in sekundäre Probleme womöglich die wichtigen und für eine reelle Einschätzung der Vorgänge notwendigen Informationen vorenthalten werden, kommt er nicht. Er ist und bleibt der tumbe Tor, heute wie zuvor.

Anonym hat gesagt…

Und die größten Schafsköpfe unter den Kunden ...

Anonym hat gesagt…

Und diejenigen Kunden, oder auch Nicht-Kunden, die sich noch dünken, k e i n e Schafsköpfe zu sein, glauben dennoch an den Großen Klaus...

kathrin hat gesagt…

ich habe ]uberhaupt keine ahnung, was die vorgänge in frankreich denn nun mit anarchismus zu tun haben. immer wieder wird der name dieser politische denkrichtung benutzt um siruationen zu beschreiben, die nun mal gar nichts mit anarchismus zu tun haben. hier handelt es sich schlciht und ergreifend um gewalt gegen das system. wenn wir erstmal anarchismus hätten, dann ginge es uns allen besser.

ppq hat gesagt…

"anarchie" beschreibt der definition gemäß (auch) einen zustand der gesetzlosigkeit. den kann man derzeit in frankreich sehen.

deine these in allen ehren, dass ein solcher zustand, dauerhaft und überall, es uns allen besser gehen lassen würde.

aber eine frage dazu: ich bin 2,10 groß, durchtrainiert und besitze einen großen knüppel. du bist wie groß und wie bewaffnet? und trotzdem sicher, dass ich dir dann, wenn anarchie herrscht, dein essen nicht wegnehme?

Mors ut hamburch hat gesagt…

Nun,falls Sie es noch nicht mitbekkommen haben, die WELTWIRTSCHAFTSKRISE ist da !!!!!!!!!Die riesigen selbsternannten Konzerne haben den totalen UEBERBLICK verloren. GIER VERBLOEDET. Alle haben versucht, abzulenken! WELCOME REFUGIES!Es wurde Thema Nr. 1 in den Gazetten.Das Alles schaue ich mir aus weiter Ferne an.Schon zu DM Zeiten bin ich verschwunden.

Anonym hat gesagt…

Anonym Anonym hat gesagt...


Die Zeitungs- und Fernsehfritzen haben schon die richtige Meinung von denen, die ihnen trotz der Berge von Lügen, die sie ihnen auftischen, immer noch ihre schmierigen Produkte abnehmen. Würden Sie große Achtung für jemand empfinden, der Ihnen Tag für Tag die Füße küßt, obwohl Sie ihn ebenfalls Tag für Tag gegen gutes Geld mit ranzigem Tran überschütten? Warum sollten Sie mit der Einölung aufhören, der Bedachte wälzt sich doch mit Wonne in dem stinkenden Blubber und hält es für die beste Delikatesse, die er bekommen kann. Genauso handeln die genannten Fritzen.

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Das ist meine Ansicht nicht so ganz: Die älteren Medienfritzen sind ekle Charakterschweine, die jüngeren schlicht Vollidioten. Also im Groben und überhaupt.
Da wären aber noch andere Vögel: Ihre unbeschnittenen Lecker verachten sie zurecht, aber uns, die wir sie durchschaut haben, hassen sie.

Anonym hat gesagt…

Was geht uns Deutschen eigentlich Frankreich an?