Google+ PPQ: Ein Jahr nach Amri: Die Poller-Republik

Dienstag, 19. Dezember 2017

Ein Jahr nach Amri: Die Poller-Republik

Deutschland ist durch Anis Amri sicherer geworden - und bunter außerdem.

Es begann mit einer durchsichtigen und frei erfundenen Heldengeschichte, die von Kriminalexperten schon wenige Tage später gnadenlos zerpflückt wurde. Es folgten weitere Märchen und noch mehr Märchen, bis Fakten und Fälschung nicht mehr voneinander zu unterscheiden waren.


Anis Amri, der Terrorist vom Breitscheidplatz, konnte die Deutschen nach Überzeugung der Spitzen des Landes und der spitzesten Federn der Großgazetten nicht davon abbringen, an ihrem freiheitlichen, liberalen und weltoffenen Lebensstil festzuhalten. "Am Ende siegen wir, nicht der Terror" (Bild), so heißt der Glaubenssatz derer, die als größtes Problem die Gefahr sahen, dass Feinde der Demokratie den "Vorfall von Berlin" (Facebook), der ein "Lkw-Unfall" (Spiegel) war, nutzen könnten, um die Merkel-Regierung zu destabilisieren und die Politik in Deutschland weiter nach rechts zu verschieben.

Die Kanzlerin hielt deshalb von Anfang eine Armlänge Abstand zum Geschehen, die wirklichen Zusammenhänge sickerten nur tröpfchenweise aus einem unüberschaubaren Konglomerat aus islamistischen Terroristen, einer Vielzahl an Polizeibehörden, inländischen Geheimdiensten und deren namenlosen ausländischen Kollegen. Nirgendwo war ein Fehlverhalten zu entdecken, stellte ein Sondergutachter der Düsseldorfer Landesregierung schon drei Monate nach der Tat fest. Niemand kann verhindern, was sich nicht verhindern lässt.

"Wir müssen so weiterleben, wie wir es gewohnt sind", beschworen Terrorismusforscher. Die Kanzlerin ging mit gutem Beispiel voran. Und der Innenminister hatte im Handumdrehen die Bedingungen dafür geschaffen: Deutschland sei "sicherer" geworden, stellte Thomas de Maiziere noch vor Beginn der diesjährigen Weihnachtsmarksaison in seinem "Weihnachtsmarktappell" fest. Sieben Jahre nach ersten Hinweisen auf ein bevorstehendes "Blutbad im Reichstag" (de Maiziere) ist die Gefahr gebannt. Nun heiße es, „achtsam und nicht furchtsam sein“, auf dass der Terrorismus sich an der Standhaftigkeit der Deutschen die faulen Zähne ausbeiße.

Nach dem alten Motto, dass "unsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht", wird die Volksgemeinschaft wieder zum "Trauma-Schiefheilungsangebot" (Markus Brunner). Wo es Sinn und Zweck des Terrors ist, Angst einzuflößen, ist es Aufgabe der Leitmedien, nicht vom großen Systemversagen zu reden, sondern von einer unglücklichen Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und dummen Pannen. Hätten die und wäre der, nichts wäre passiert, gar nichts.

Selbstverständlich ist Deutschland  seit jenem unheilvollen 19. Dezember 2016 sicherer geworden. Nicht ein einziger Anschlag mit zwölf Toten war seitdem zu beklagen, statt der sechs Anschläge, die es 2016 gab, steht 2017 nur ein einziger in den Büchern. Dass gleichzeitig eine Rekordzahl an Messerstechereien den guten Eindruck trübt - aus 300 Messerattacken anno 2007 sind zehn Jahre später schon bis Oktober 3.500 geworden - ändert nicht an der Tatsache, dass die Bundesregierung die Lage im Griff hat. Dank Netzwerkdurchsetzungsgesetz können hetzerische Statistiken bei Twitter gelöscht werden, dank klug und mit Augenmaß erweitertem Meinungsfreiheitsschutz ist Facebook nicht mehr verpflichtet, jede unbegründete Meinung einfach so stehen zu lassen.

Bunte Poller, die Amri-Gedenksteine, die inzwischen in jeder deutschen Stadt an die Ereignisse vom September 2015 erinnern, als Angela Merkel ohne jeden Federstrich einen ganzen Kontinent veränderte, schützen die Weihnachtsmärkte. Und strenge Meinungsfreiheitsrichtlinien die Grenzen dessen, was gesagt und gedacht werden soll. Zugleich bleiben die Grenzen offen, soweit sie nicht von anderen Ländern geschützt werden. Und es gibt staatliche Fördermittel für den Einbau diebstahlsicherer Fenster und Türen.

Fürwahr, ein Jahr nach Anis Amri ist Deutschland auf einem guten Weg in eine leuchtende Zukunft.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie schon unzählige Male allhier abgelassen: Die feige Buntes-Deutsche Pawlow-Kläffer-Meute, diese Gehirnvollwaschbär.Innen, diese lachhaft/brechreiz-generierende Melange aus Grössenwahn und masochistischem Kulpatismus, sind die lupenreinsten Exemplare der „Sklaven, welche sich ihrer Ketten rühmen“. -

Jenne Spezies unterwürfiger, kriecherischer Bücklinge, die sich lieber 5 Schlösser vor die Haustür hängt, anstatt dafür zu sorgen, dass Einbrecher geschnappt werden -
Oder die zynische „Logik“ gegenüber den „Losern“ , die sich in folgendem boshaften Ausspruch manifestiert: „Ich schlage dir die Zähne ein, aber du kannst dich glücklich schätzen, denn ich kenne da einen guten Zahnarzt !“ -

Ist doch zu erwartende Strategie. – Um das immer häufigere und heftigere Eindringen der Realität in die Buntes-Lügen-Matrix abzu-BLOCK-en, werden ergo Palisaden, Cordons von Beton-BLÖCKEN um die Lügen-Matrix gezogen. – Hermetisch dicht muss die grosse Lügen-Glocke auf diesem Hirnwasch-Country werden, das Paranoia-Parallel-Universum muss auf längere Sicht auch seine „Wurm-Löcher“ zum Real-Universum abdichten, so dass zukünftig keine Kollisionen zwischen Lügen-Paradigmen mit der Realität mehr auftreten können.

Alle Jahre wieder hat gesagt…

Gestern zum Breitscheidterrorgedenktag hat die Eiserne Jungfrau, Blödmichels angehimmelte Teflonkönigin sich nach einem ganzen Jahr Ignoranz ja nun doch dazu herab gelassen, einige Hinterbliebene und Opfer ihrer grenzoffenen Herzlichkeit bei sich in Berlin zu treffen. Selbstverständlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit, falls es zu peinlichen Fragen nach dem Versagen der Regierung im Falle Amri kommen sollte. Man möchte je keine unhübschen Bilder und Texte, die das mühsam und verlogen hochglanzpolierte Gutmenschen-Image trüben könnten.

Und damit man zukünftig auch genug Geld für weitere goldig wertvolle Amris im Staatssäckel hat, schrieb man den Betroffenen in der Einladung bürokratisch korrekt, dass sie ihre Anreisekosten weitgehend selber bezahlen sollen.

Das ist die eine Seite der deutschen Humanitätsmedaille, die andere besteht aus Idioten, die unter solchen Bedingungen da hin fahren, um sich mit üblichen Betroffenheitsfloskeln abservieren zu lassen. Kein Wunder also, dass die da oben uns hier unten für Volltrottel halten, die man mit abgedroschenen Worthülsen beliebig veräppeln kann.

Nicht Merkel und Konsorten sind schuld am ganzen Islamimportdesaster ... die dämlichen Wahlbürger sind es, die das immer wieder legitimieren!

Anonym hat gesagt…

@Vorredner

"die dämlichen Wahlbürger sind es, die das immer wieder legitimieren!"
Von gehirngewaschenen Zombies ist doch nix anderes zu erwarten. - Und wählen mal einige Wenige nicht ihre Matrix-Massas, bricht doch die Medien-Hölle hier los. - Die Hirnwaschanlage ist voll in der Hand der 86-er "Matrix-Programmierer". – Der Schuld-Kult, die Fascho-Keulen-Amplitude und Frequenz wird einen Gang höher geschaltet, Nazi-Hype nach Nazi-Hype wird über da Land gejagt, die verblödeten Zombies können kaum noch Luft holen, vor Schnapp-Atmung, Knie-Schlottern, Zähne-Klappern landesweit, und Insinuation, Denunziation feiern fröhliche Urstände, wer nicht mit in den Nie-wieder-Mantra-Chor einstimmt, nicht willfährigst die Abschwör-Rituale mit zelebriert, ist erledigt. -
Entnervt, erschöpft, zerrüttet, demoralisiert und zum etlichsten male zur Nazi-Sau gemacht, wählt Buntes-Hirnwasch-Dödel halt doch wieder seine Matrix-Massas.

Jollek hat gesagt…

Derart in Beton gegossen sieht sie wohl aus, die neue Buntheit in Doidschmichelland.

Hübsch, einfach nur hübsch und so verdammt sicherheitsverheißend, falls mal ein Terrorist ohne Lkw vorbei kommt, um mittels Rucksackbombe spektakulär zu seinen 72 Paradies-Jungfrauen zu reisen.

Anonym hat gesagt…

Oha, a proposito „Rucksackbombe“, hierzu kommen einem ja ganz maliziöse Einfälle. –
Nämlich : Müssen wir fürderhin nicht aufpassen, dass die in jennem Metier noch unterrepräsentierte Damenwelt (vermutl. locken 72 Jung-FRAUEN im Paradeise unsere Muslimas nicht so sonderlich) nicht doch noch auf die Idee kümmt, ihr traditionell gehegtes und gepflegtes „Hüft-Gold“ gegen „Hüft-Semtex“ (Sprengstoffgürtel) einzutauschen ?? – Denn unter dem Tarn-Überwurf (Burka) wären selbige nicht so eindeutig auseinanderzuhalten.

Anonym hat gesagt…

"Versagen der Regierung im Falle Amri ..." - Ich bin recht unangenehm berührt, derartige Schmonzes ausgerechnet h i e r lesen zu müssen.

Halbgott in Weiß

Gernot hat gesagt…

"Am Ende siegen wir, nicht der Terror" (Bild)

Und das letzte Bataillon wird ein demokratisches deutsches sein.

Anonym hat gesagt…

Die Bonzenschaft ist "wir", also der Terror.