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Freitag, 13. Juni 2008

Immer mehr Arme nun doch nicht arm

Einen Monat ist es her, da alarmierte der engagierte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD, Bild oben) die Republik mit der Mitteilung, dass immer mehr Deutsche immer ärmer werden. Heute schon, so hieß es, würden 13 Prozent der Bevölkerung am Hungertuch nagen oder doch zumindest keine Kinokarten bezahlen können. Weitere 13 Prozent seien gefährdet, als Kinobesucher, McDonalds-Kunden und Theaterpublikum auszufallen, sobald ihnen die Arbeitsagentur wegen des verdachts der Schwarzarbeit die Stütze streiche.

Kanzleramtsminister Thomas de Maizière verharmlost das Problem jetzt auf unverantwortliche Weise. Er warnt vor einem leichtfertigen Umgang mit dem Begriff Armut gewarnt. "Wenn man sich in der Welt umguckt, sind wir immer noch eine reiche Überflussgesellschaft", glaubt er. Das zentrale gesundheitliche Problem in Deutschland sei nicht Unterernährung, sondern Überernährung.

Armut sei "ein relativer Begriff", gab de Maizière zu Bedenken: "Wer unter 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, gilt als arm." Zur sofortigen Armutabschaffung im Land reiche deshalb eine ganz einfache Maßnahme: "Wenn morgen alle Millionäre aus Deutschland in die Schweiz auswandern würden, hätten wir unser Armutsproblem mit einem Schlag gelöst."

Ein wichtiger Hinweis für Olaf Scholz, dessen "Armutsbericht" sich nach Agenturangaben "derzeit in der Abstimmung zwischen den beteiligten Ressorts der Bundesregierung" befindet. Mit entschlossenen Maßnahmen wie etwa einem Ausbürgerungsgesetz für Millionäre ließe sich die Armut in Deutschland über Nacht beseitigen. Der von de Maiziere beklagten "Überernährung" könnte dann vielleicht ein nachgeschobenes McDonalds-Verbot beikommen.

1 Kommentar:

panzerbummi hat gesagt…

möglich wäre auch ein gesetz gegen die zuwanderung von reichen, um wenigstens den anstieg der armut in den griff zu bekommen. wenn sich bspw. bill gates und einige seiner betuchten kumpels in deutschland niederließen, würde die zahl der armen sprunghaft in die höhe schießen.