Google+ PPQ: Gaga nach der Wahl

Dienstag, 1. September 2009

Gaga nach der Wahl

Die drei Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland sind glücklich verschieden und verlaufen sich derzeit in vorhersehbarer Macht-Arithmetik. Dennoch verwundern die Haupt- und Nebenbeteiligten weiter mit Rhetorik vom anderen Stern. Zuerst hatte sich das Nachrichtenradio MDR Info von Sinn und Verstand verabschiedet und trötete in die Welt hinaus: "Von den möglichen Koalitionen sind alle möglich." Wir vom Wahrscheinlichkeits-Board PPQ hatten zwar fest damit gerechnet, dass potenziell alles denkbar ist - aber gut, wir lassen uns gerne berichtigen. Dann stieg Franz "Knitterface" Müntefering in den Ring und delirierte einen Satz, der in Stein gemeißelt gehört: "Umfragen sind Umfragen". Um dem überraschten Publikum gleich eine weitere Weisheit um die Ohren zu hauen: "In Wahlkämpfen kann sich etwas verändern." Während das Publikum noch "Ach nee" denkt, freut sich Frank-Walter Steinmeier vehement darüber, dass seine Partei in drei von drei Fällen die Fünf-Prozent-Marke übersprungen hat: "Die SPD hat Rückenwind". Die grüne Vordenkerin Claudia Roth definiert in der Zwischenzeit die Ziele ihrer Politik neu: "Unser Ziel ist es, Schwarz-Gelb zu verhindern." Getoppt wird sie - natürlich - von Bodo Ramelow, der nach dem Ergebnis in Thüringen (CDU 31,2, Linke 27,4 Prozent) kein Halten mehr kennt: "Das Ergebnis ist ein klarer Auftrag der Wähler an die Linke, eine Regierung zu bilden."

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