Google+ PPQ: Mit Billiglöhnen ins Parlament

Mittwoch, 10. März 2010

Mit Billiglöhnen ins Parlament

Eine Partei bleibt sich treu, öffnet ihr Herz und unseren Beutel für die Armen, redet nicht nur, sondern tut, was sie kann. Die deutsche Sozialdemokratie strebt nach einem Bericht der Bild-Zeitung an, die monatliche Mitarbeiterpauschale für die Bundestagsabgeordneten um 2000 Euro anzuheben. Nicht um zu prassen, Kopierpapier ohne Ende anzuschaffen oder kostenpflichtige Internetdienste zu nutzen! Sondern um mehr Mitarbeiter zu bezahlen: Derzeit beschäftige jeder Parlamentarier im Schnitt vier bis fünf Angestellte, mit 2000 Euro mehr, mutmaßt das Qualitätsmagazin, könnten "zusätzliche Mitarbeiter" eingestellt werden.

Auf der Straße stehen nach der Wahlniederlage vom September letzten Jahres offenbar genügend Willige, die zu solchen Billiglöhnen (1300 Eruo netto) gern mithelfen würden bei der Rückeroberung der Macht. Schon werden erste Stimmen laut, die fordern, den Plan konsequent zu Ende zu denken, nachdem der Versuch von Parteichef Sigmar Gabriel, Wählerstimmen mit Hilfe von Energiesparlampen zu kaufen, fehlgeschlagen war. Als "Großer Gabriel-Plan" könne er in viel größerem Maßstab umgesetzt werden, schlagen einzelne Parlamentarier aus dem liberalen Netzwerk-Bereich und dem eher linksorientierten Heddesheimer Block vor.

Mit nur zehn Milliarden Euro im Monat könnten restlos sämtliche Arbeitslosen Deutschlands als SPD-Bundestagsabgeordnetenmitarbeiter eingestellt werden, rund ein Drittel der Summe käme als Sozialbeitrag und Lohnsteuereinnahme sogar sofort Sozialkassen und Finanzminister zugute. Da die neueingestellten SPD-Abgeordnetenmitarbeiter bei Respektierung des Wahlgeheimnisses vermutlich SPD-nah wählen würden, weil Sigmar Gabriel aus der Nähe absolut überzeugend wirkt, sei auch mit einem Stimmungsumschwung zugunsten der Sozialdemokratie zu rechnen. Wenn nur ein Fünftel der neuen SPD-Getreuen sein Kreuzchen bei der nächsten Wahl bei der SPD mache, werde der zuletzt eingetretene Verlust von rund 900.000 Stimmen auf einen Schlag mehr als ausgeglichen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aber über Ausschreibungen, bitte, den sozial, gender und rassisch-religiös gerecht sollte es bei der wunderbaren Arbeitsplatzvermehrung zugehen.

ppq hat gesagt…

wieso ausschreibungen? es kriegen doch alle eine stelle? aber gut, über ausschreibungen könnte man noch mehr arbeitsplätze schaffen, jemand muss in der jury sitzen. ich denke, die genossen in berlin haben sich was dabei gedacht