Google+ PPQ: Heißer Kampf um kalte Sonne

Samstag, 11. Februar 2012

Heißer Kampf um kalte Sonne

Ein Krieg der Weltanschauungen wird nicht durch Argumente entschieden, sondern durch bewusstloses Geschrei. Nicht nur der "allermeiste" (Staud) Journalistendarsteller Toralf Staud, sondern auch der klimapolitische Kampfschreiber des Neuen Deutschland Marcus Meier und der als energiepolitischer Sprecher der PDS-Fraktion im Landtag Nordrhein-westfalens dienende Michael Aggelidis wissen das. Nachdem frühere Rechtsextremismusexperte Staud die unerträglichen Klimalügen des RWE-Angestellten Fritz Vahrenholt in dessen Buch „Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“ als "krude Thesen" entlarvt und Marcus Meier den ehemaligen SPD-Politiker als Klima-Konterrevolutionär überführt hatte, der mit einer "Kampfschrift" versuche, der Sarrazin der Klimadebatte zu werden, fordert Aggelidis, der nach einem politischen Start in der SPD zur PDS wechselte, um später von dort zur WASG und gemeinsam mit der zurück zur Linken zu gehen, nun endlich den Rücktritt des „Verschwörungstheoretikers“, der seiner fachmännischen Ansicht nach nur „krude Märchen“ erzähle.

Märchen, die keinesfalls im Einklang mit der grundgesetzlich verankerten Anerkennung des Klimawandles als Ausfluss imperialistischen Profistrebens stehe. Einmal mehr herrscht in dieser Frage große Einigkeit von "Zeit" bis "Junge Welt", von Spiegel" bis "Stern". Wer den Konsens in Frage stellt, ist ein "Klimaleugner" (Aggelidis), wer über all das noch einmal reden will, "hat wirklich Chuzpe" (FR). Zwar müsse "die Klimaforschung neue und eventuell abweichende Erklärungen von Wissenschaftlern für die festgestellten Phänomene wie die Erhöhung der Temperatur der Erdatmosphäre ins Kalkül ziehen", schreibt ein Joachim Wille dort unwillig. Aber muss jemand von außen da Fragen stellen? Und den Eindruck zu erwecken, das täten ausgerechnet Klimawandel-Forscher nicht? Wo die doch gerade erst selbstkritisch herausgefunden hatten, dass die derzeit über ganz Europa liegende Kältewelle überhaupt nur entstehen konnte, weil sich das Klima so erwärmt hat. Woran auch die Tatsache nichts ändere, dass die Erdatmosphäre sich seit Ende der 90er Jahre nicht mehr erwärmt habe, weil Erwärmung "eben nicht strikt linear" verlaufe, so dass ein Klimawandel fortschreite, ohne dass das Klima sich ändere. Eine nicht mehr zunehmende Erwärmung sei somit automatisch für ein Abschmelzen von Arktiseis verantwortlich, das wiederum sofort ein Einfrieren Europa verursache, wie es zuletzt im Zweiten Weltkrieg vorkam, als das Eis noch nicht schmolz.

Egal. „Wer den von Menschen gemachten Klimawandel im Jahr 2012 noch leugnet, der kann genauso behaupten, die Erde sei eine Scheibe oder die Evolution habe nie stattgefunden“, ließ der auf Familienrecht spezialisierte Rechtsanwalt das Satire-Portal "scharf-links" wissen. In Berlin wird inzwischen der Ruf laut, Paragraph 130 des Strafgesetzbuchs, der den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert, bedürfe einer Ergänzung. Ein Absatz 3 müsse künftig zwingend auch die Leugnung des Klimawandels unter Strafe stellen, etwa mit der Formulierung "Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, gegen den auch von Massenmedien und der Bundesregierung anerkannten wissenschaftlichen Konsens der Klimaforschung polemisiert, mit Gruppen von Klimagläubigen streitet oder auf Kosten eines Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer Gruppe von IPCC-Anhängern Witze macht, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft."

Vahrenholt fiele sofort unter das verdikt. Der ehemalige Hamburger Senator, auch nach einem erstinstanzlichen Urteil der Zeit ein "Störenfritz des Klimafriedens", vertrete die Interessen „des Kohle- und Atom-Dinosauriers RWE“, kritisiert Aggelidis. Das dürfe von dem Unternehmen keinesfalls hingenommen werden. RWE sei lange bekannt gewesen, dass Vahrenholt plante, "Verschwörungstheorien über den Klimawandel zu publizieren".

Statt den "leitenden Angestellten" aber mit psychischem Druck oder körperlicher Gewalt daran zu hindern, wie das zum Beispiel in der früheren Sowjetunion oder in der alten DDR umgehend geschehen wäre, habe man ihn gewähren lassen. Der Bonner Abgeordnete fordert RWE und insbesondere den Aufsichtsrat des Konzerns auf, sich "unverzüglich von den Thesen des Klimaleugners Vahrenholt zu distanzieren" und Vahrenholt nach dem Beispiel des Liedermachers Wolf Biermann rauszuschmeißen. Vahrenholt selbst hatte allerdings, offenbar unbemerkt vom Experten Aggelidis, bereits vorab auf die angedrohte Abberufung vom Chefsessel der RWE-Sparte Innogy reagiert: Ende Januar bereits kündigte er an, Innogy zu verlassen, um in den RWE-Aufsichtsrat zu wechseln.

Zettel zu den kruden Thesen des Toralf Staud

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wen wundert's? In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat. Da wurde gefälscht, gemauschelt, Climategate ist noch nicht sehr lange her, aber ebenso lange vergessen, da muss man die hirngewaschenen Systemlinge, die jetzt zum Angriff auf die Abweichler blasen, doch verstehen. Wie können sie sonst den Menschen in die totale Unterwerfung der NWO führen, wenn nicht durch ebenso totale und mittelalterliche Dogmen, die im Namen der Rose hoch droben erdacht und weiter unten ausgeführt werden? Ob Primärdaten gefälscht werden oder die Uni Helsinki den Golfschläger widerlegt, zahlreiche andere hochkarätige Fachleute den humanen Faktor an der Genese der Klimaerwärmung in Frage stellten, das war bisher in Blogs und in Fachpublikationen (wenige) nachzulesen, nicht in der Öffentlichkeit. Jetzt kommt da einer daher und rüttelt an den Festen der Glaubensdiktatur. Und nu wird er hingerichtet. Das war in allen totalitären Systemen so, schon immer. Und am Ende werden die Apologeten des Wahns obsiegen. Die wenigen vernunftbegabten Teile Menschheit sind nicht mehr in Lage, diesen Wahn des Mainstreams, der jeden Tag in die Köpfe gehämmert wird, zu korrigieren. Wir sind schon lange in der schönen neuen Welt angekommen. Und komme mir keiner mit Organisationen wie der NASA mit ihren angeblichen Messergebnissen, die Firma, die seit Jahrzehnten Daten fälscht und Mitarbeiter unter Zwang zu Falschaussagen presst. Nee, ob klimawahn, Euroirrsinn, Zinssklaverei undsoweiter, die Dummheit kennt keine Grenzen. Ohne Ende bis zum Ende.

Mikel

Anonym hat gesagt…

Wenn ich die religiöse Inbrunst sehe mit der scheinbare Wahrheiten gegen den "Klima Sarrazin" verteidigt werden, glaub ich tatsächlich manchmal, die Evolution hat nicht stattgefunden, zumindest nicht bei Allen.
Wie konnte es eigentlich passieren, das ein Zweig der Wissenschaft, etwa so bedeutend wie Ägyptologie, so komplett und vollständig von Politikern, Ökoreligiösen, Altkommunisten und Systemüberwindern gekapert wurde? Das wird eines Tages ein spannendes Aufklärungsbuch werden.
Grüße vom Bendolino

Teja hat gesagt…

Evolution im Sinne von Entwicklung vom Niederen zum Höheren fand/findet ja auch nicht statt.

Aber egal wie man dazu steht: das ist auch so ein Thema, welches mit religiösem Fanatismus ebenso verteidigt wie attackiert wird.

Aber je öfter ich "weil es kälter wird, wird es wärmer" höre, desto mehr glaube ich es (fast).

Karl_Murx hat gesagt…

@Mikel:
"Jetzt kommt da einer daher und rüttelt an den Festen der Glaubensdiktatur. Und nu wird er hingerichtet. Das war in allen totalitären Systemen so, schon immer. Und am Ende werden die Apologeten des Wahns obsiegen. Die wenigen vernunftbegabten Teile Menschheit sind nicht mehr in Lage, diesen Wahn des Mainstreams, der jeden Tag in die Köpfe gehämmert wird, zu korrigieren."

Ich bin anderer Meinung. Die Lautstärke dieser schrillen Anti-Varenholt-Kampagne steht in umgekehrt proportionalem Verhältnis zu deren Glaubwürdigkeit. Wenn man sich nämlich die vielen Blogs ansieht, die es zu diesem Thema gibt, glauben immer weniger Leute an die Dogmen der Klimakirche. Das ging selbst aus Statistiken und Umfragen hervor, die in den einheimischen Gleichstrommedien veröffentlicht wurden. Hier ist auch der Grund darin zu suchen, warum durch immer aggressivere Artikel und immer dreisteres Lügen versucht werden soll, auf Biegen und Brechen das Bild einer weitverbreiteten Anhängerschaft eines menschgemachten Klimawandels aufrechtzuerhalten. Also kein Zeichen der Stärke, sondern der Schwäche. In meinen Augen nur noch Rückzugsgefechte.

ppq hat gesagt…

die frage ich ja gar nicht, wer recht hat. das wissen wir ohnehin nicht. aber das schrille geschrei allein aufgrund des umstandes, dass einer behauptet, er sei nicht überzeugt davon, dass die eine seite recht habe, ist schon erstaunlich. als würde diejenigen, die da schreien, nicht einmal ahnen, dass sie es sind, die leute, die anderer meinung sind, erst interessant machen

Le Penseur hat gesagt…

@PPQ:

Ich erlaube mir Ihren Formulierungsvorschlag für einen § 130 Abs. 3 StGB zu zitieren.

Er enthält viel politische Wiesheit und ist — mutatis mutandis — eigentlich für alle mißliebigen Meinungen als Muster geeignet. Meinungsfreiheit darf schließlich nicht grenzenlos werden!

Le Penseur hat gesagt…

@Anonymus Pendolitanus ;-)

Wie konnte es eigentlich passieren, das ein Zweig der Wissenschaft, etwa so bedeutend wie Ägyptologie, so komplett und vollständig von Politikern, Ökoreligiösen, Altkommunisten und Systemüberwindern gekapert wurde?

Ich muß schon bitten: die Ägyptologie ist eine im Gegensatz zur Kaffeesudleserei unserer Klimablockwarte eine geradezu exakte Wissenschaft!

Die Klimatologie sucht nämlich bis heute ihren »Stein von Rosette«, mit dem sie sich in Sachen Treffsicherheit ihrer Prognosen wesentlich über die von Hundertjährigen Kalendern steigern könnte ...

eulenfurz hat gesagt…

Eben, wir wissen nicht genau, inwieweit der Mensch das Klima beeinflußt, aber der totalitäre Fanatismus der Erderwärmungslobby spricht Bände.

Anonym hat gesagt…

Beim HFC wird das Thema: Erderwärmung sehr wörtlich genommen.