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Mittwoch, 6. März 2019

Hokus Pokus Globuli: Voodoo-Priester im Bundestag


Ulle Schauws ist Feministin, Grüne, Bundestagsabgeordnete, Frau, queer, Lesbe, vom Niederrhein, aus Krefeld und Moers und irgendwie auch "Kultur", vor allem aber glaubt die studierte Film- und Fernsehwissenschaftlerin, Historikerin und Politikwissenschaftlerin an Voodoo-Zauber. Nichts insgeheim, sondern öffentlich: Kaum hatte die "Tageszeitung" aus Berlin eine Geschichte namens "Hokus Pokus Globuli" veröffentlicht, in der es um den modernen Wunderglauben an die Kraft der Homöopathie geht, insistierte Schauws streng: "Egal wie ihr es begründet @tazamwe, es ist peinlich, dass ihr euch in diese Kampagne gegen homöopathische Mittel einreiht - ohne zu hinterfragen, wem das nützt! Wer daran verdient! So unkritisch? Was ist los mit euch? Ein wenig fassungslos #kritischerJournalismus #bayer".

Nun existieren für homöopathische Mittel, die Wirkstoffe unterhalb der Nachweisgrenze enthalten, in der Tat keine wissenschaftlichen Belege einer Wirksamkeit. Doch gerade im sattgrünen Milieu gelten "natürliche" Heilmittel traditionell als wirkmächtiger als die verabscheute "Chemie". Tees und Cannabis, warmen Wickeln und keinen Spritzen wird hier die Kraft zugeschrieben, Alzheimer aufzuhalten, Krebs zu heilen und bei Bänderrissen zu helfen. Gerade der Umstand, dass es dafür keine tatsächlichen Anhaltspunkte gibt, beflügelt die Fantasie der Szene. Die Pharmaindustrie, in Kreisen von Schauws das Äquivalent eines tablettenspuckenden Teufels, wollte doch nur verhindern, dass herauskomme, dass ein Wackelmann "Urtinktur", verdünnt mit der Wassermenge des Bodensees, genauso gut gegen Krankheiten helfe wie Ibuprofe, Aspirin oder Prednisolon.

Eine Bundestagsabgeordnete also, die an Zauber, Wunder und Hokuspokus glaubt. Und das so selbstbewusst tut, dass sie ihren irrationalen Aberglauben auch noch selbstbewusst zur Schau stellt. Schauwst ist frauen- und kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien, ordentliches Mitglied in den Ausschüssen für Kultur und Medien sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Schriftführerin im Deutschen Bundestag. Das klingt seriös. Doch die Zeiten sind so: In der Ära das Postfaktischen kommt es nicht darauf an, zu wissen, was wirklich ist. Sondern ausschließlich darauf, fest genug an das zu glauben, was man für wahr hält. Bienensterben? Klimawandel? Der Glyphosattod auf dem Feld? Der Todeshauch aus dem Dieselauspuff? Globuli gegen Keuchhusten?

Das Erschreckende ist nicht, dass wirklich gläubige Menschen sich jeder Erkenntnisgelegenheit verweigern, wenn sie fürchten, ihr Weltbild könne dadurch ins Wanken geraten. Das Erschreckende ist, dass eine Bundestagsabgeordnete, eine Frau, die Gesetze mitberät und beschließt, ihren Hang zu esoterischem Humbug und ihre Überzeugung, Wissenschaft sei Ansichtssache, nicht einmal meint verbergen zu müssen. Nein, stattdessen führt Ulle Schauws, das Haar natürlich nicht mit Kamille oder Zitrone, sondern mit Chemie gebleicht, ihren mittelalterlichen Aberglauben selbstbewusst öffentlich aus. Keine Scham hemmt sie, Propaganda für eine milliardenschwere Scharlatan-Industrie
zu machen. Kein Hinweis erreicht sie, dass es Medizin gibt und Schwindel, aber keine "Schulmedizin", die "alternative Heilmethoden" unterdrückt.

Und das ist das wirklich Entsetzliche: Ulle Schauws kann sich, und das tut sie dann auch, auf das grüne Wahlprogramm berufen.

Kommentare:

Gerry hat gesagt…

Die Leute können machen und sollen dürfen was sie wollen. Bezeichnend eher für die Allgemeinheit, dass solche Leute Einfluss auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens nehmen können. Bzw. dass denen wenig bis kein Widerstand entgegengesetzt wird, an dem sie sich bisschen aufreiben.

Anonym hat gesagt…

Wenn Wünschen heute noch ginge, wünschte ich solche Leute in die Zeit vor Luis Pasteur und Robert Koch zurück und viel Spaß mit Pocken und Tuberkulose und all den ganz normalen Krankheiten, wie sie zugige Wohnungen und Trinkwasser aus dem Fluss mit sich bringen, in den auch die Scheiße verklappt wird.

Unknown hat gesagt…

Rotgrüner Irrsinn par excellence!

Anonym hat gesagt…

Wie schon (zu) oft erwähnt ist der Feminismus der Grössenwahn einer (ökonomisch und kulturell) nichtsnutzigen, aber dennoch geltungssüchtigen, verwöhnten, da niederträchtig auf den Wogen des hypertrophierten „Humanismus“ schwimmenden, Hälfte der Menschheit, den FrauInnen. –

Im Endstadium einer von innen heraus verfaulenden „Kultur“ ist so ein Symptom geradezu stringent. –

Den Wertekanon, der die westliche Welt bedeutend machte, mit einer Perfidie zu bekämpfen, mit einer Verve zu hassen und einer Niedertracht die Exponenten dieses Kanons zu dämonisieren, ist das einzige, was diese Paranoia bislang zustande brachte. Spüren die ProtagonistInnen halt intuitiv, dass sie an dieser Kultur (die in ihren Grundfesten männlich = homo faber ist) kaum aktiv und konstruktiv partizipieren können, haben sie den Weg ihrer Destruktion eingeschlagen. –

Da die Feigheit und Verblödung der Lila -Pudel-Rudel heute ebenfalls schon jenseits des „Point of no return“ angelangt ist, wird sich keine nennenswerte Gegenbewegung konstituieren.

Das Ende dieser Krankheit namens Feminismus kann daher nur mit dem Verenden seines „Wirtskörpers“, der westlichen Kultur kommen. –

Oder kurz vor dem Kollaps, wenn die schwindenden Ressourcen ein solch parasitäres, milliardenverschlingendes Phänomen nicht mehr alimentieren können. (Feministischer ökonomischer Interventionismus wird die Hand, die ihn bislang nährte, noch rascher zerstören)

Einen „Rückstand“, gegenüber seinem Zwilling dem Sozialismus, hat der „Tittensozialismus“ ja noch. –

Er hat der „Weltgeschichte“ noch nicht seine absolute Untauglichkeit vorführen dürfen. –

Und dieses „Experiment“ mit allen Mitteln durchzupeitschen scheint erklärter Wille der westlichen IrrsinigInnen zu sein. –

Ergo, freuen wir uns schon auf die künftigen Stalin.Innen, GulagInnen und TerrorInnen, alles wieder im Namen der „Gleichheit“, „Gerechtigkeit“ und wie all die Wahnphrasen auch heissen mögen !!

Anonym hat gesagt…

Wie sagte der große deutsche Philosoph Dieter Bohlen so richtig: Mach einem Bekloppten mal klar, dass er bekloppt ist!

Anonym hat gesagt…

OT, Vergebung:
>> eule54 5. März 2019 at 22:09

Was sagen Sie zu zitierten Aussagen wie „man muss sich für das Dritte Reich nicht schämen“?
Zwischen dem „Dritten Reich“, dessen verbrecherischen Organisationen und der AfD gibt es keinerlei Übereinstimmung.
...
Da gibt es auf der einen Seite den Diktator Hitler und den Holocaust!
Die Verbrechen zum Holocaust sind unfaßbar und rational einfach nicht zu begreifen! Jedenfalls nicht von mir.... <<
+++++++++++++++++++++++++++++
Wenn sich Kommentator eule54 doch helfen ließe: Daß ein Wolf eine Oma und eine Jungfer im ganzen verschlingt, welche dann noch lebend aus dem Bauch des Wolfes geschnitten werden usw., ist auch "rational einfach nicht zu begreifen ..." ---

Und nebenbei: Daß überhaupt nur in Erwägung genommen wird, ob man sich für das Dritte Reich schämen müsse, weist auf einen derartig verkorksten Geisteszustand hin, daß ... lassen wir es.

Anonym hat gesagt…

Haha, sollte der der "große deutsche Philosoph Dieter Bohlen", das so gesagt habe, so hat er eine plakative Formulierung für den Dunning-Kruger-Effekt gefunden.-

Anonym hat gesagt…

„Daß ein Wolf eine Oma und eine Jungfer im ganzen verschlingt…..“

Da fällt es einem doch fürwahr wie Schuppen aus den Haaren, dass einem foljende Fraache noch nicht früher in den Sinn kam: -

Weshalb ist denn das z. Z. beliebteste theutsche Märchen noch nicht ins Grimmsche Märchenbuch aufgenommen worden? –

Ist der Annahmeschluss dafür schon überschritten, oder fielen darin fallende Zitate der politikäl Korrektness zum Ofer, wie z. B. : „Ei, Großmutter, was hast du für eine große Nase!". –
Evtl. firmierte auch die Titulierung „Rot-Käppchen“ als pööööse Diskriminierung. –
Sodann könnte selbst den Grimm-Gehärtetendsten die Zahl der vom Wolf verschlungenen Geisslein nicht mehr plausibilisierbar erscheinen. –

Frolleinwunder hat gesagt…

Die Tante ist peinlich bis abstoßend, keine Frage. Schwangerschaftsabbruch ohne wirkliche medizinische Indikation halte ich für Mord. Die Kausalität, die die Olle mit einer Kampagnenfinanzierung gegen Homöopathie behauptet, ist sicherlich auch nicht bewiesen. Aber die zugrundeliegende Frage, warum denn so eingedroschen werde, ist berechtigt. Mich würde interessieren, wer von den allbesserwissenden Autoren und Kommentatoren sich mal versuchsweise mit Homöopathie beschäftigt hat, geschweige denn über Erfahrungen mit der Einnahme von Globuli berichten kann? Dass kein Wirkstoff nachweisbar ist, heißt nicht, dass keine Wirkung erzielt werden kann. Strom kann ich auch nicht anfassen, Wirkung gibt’s aber sehr wohl.

ppq hat gesagt…

strom nicht anfassen? versuchs beim nächsten spaziergang über eine weide.

Frolleinwunder hat gesagt…

Man kann keinen Strom anfassen, nur das "Trägermedium". Gilt auch beim Spaziergang über eine Weide. Da kann ich den Weidezaun anfassen und bekomme die Wirkung des Stroms, der da durch fließt, nachhaltig mit. War im Übrigen nur ein Beispiel zur Verdeutlichung.

Anonym hat gesagt…

Weshalb ist denn das z. Z. beliebteste theutsche Märchen noch nicht ......

Ein kleiner, aber feiner Unterschied ist: Wer das Märchen vom Rotkäppchen bei herber Strafe als wörtlich zu nehmende ofenkundige Tatsache - Kokkinoskoufítsanismus - predigte, würde wohl nicht nur berechtigten Hohn ernten und letzten Endes stationär beim Doktor Klaps landen - obwohl ich mir heutzutage nicht mehr sicher darüber sein kann, hehe ...
Wer aber das erwähnte Lieblingsmärchen nicht nur der Theutschen (richtige Schreibweise übrigens) völlig zu recht als Märchen bezeichnet, erntet nicht zu knapp Ungemach vom Onkel Staatsanwalt.
Ich wollte, es würde Nacht, oder die Preußen - ne, ich wollte, mein verehrter Le Penseur würde mitlesen.

Volker hat gesagt…

"Da kann ich den Weidezaun anfassen und bekomme die Wirkung des Stroms, der da durch fließt, nachhaltig mit."

Nicht ganz.
Die bekommst nicht die Wirkung des durch den Draht fließenden Stroms mit. Sondern des Stroms, der durch Deinen Körper fließt. Damit der keine Chance hat Deinen Körper zu zerstören, hat die Spannungsquelle einen hohen Innenwiderstand, so dass die paar Tausend Volt keine tödliche Wirkung entfalten.

Hier ist die Ursache-Wirkung-Beziehung naturgesetzlich beschrieben, die Konstruktion erfolgt planvoll so, dass eine vorhersehbare Wirkung entsteht.

Und das ist eben der Unterschied zum Globuli.
Anhand welcher Kriterien bestimmt der Arzt das Wirkstoff-Wasser-Verhältnis der Mixtur?
Wie kann man die Wirkung verifizieren?
Eben.
Vielleicht wirken Globuli durch den Placebe-Effekt. Wenn es Dir persönlich hilft, dann zieh das Ding durch. Aber bitte nicht so tun, als hätte das was mit Medizin zu tun.

Gernot hat gesagt…

Mir hat nichts geholfen, außer Schmerzmitteln, die das Symptom bekämpft hatten, so eine Art "Tennisarm" (links, keine Sorge, bin Rechtshänder). Konnte nicht mal mehr eine Tasse Kaffee schmerzfrei anheben.
Zähneknirschend und völlig ungläubig, mehr zur Beruhigung der empfehlenden Bekannten, nahm ich, nach dem Motto "schaden wird's ja nicht", D7-Globuli Rus toxicodendron weißnichtmehr, Giftsumach wohl.
Es wirkte beinahe sofort, innerhalb von ein bis zwei Tagen.

Es gibt mittlerweile die Theorie über die Lichtquantenprägung. Andere wiederum behaupten, die Belegstudien gäbe es ebenfalls; sie würden halt von der Pharmaindustrie platt gemacht. Unwahrscheinlich erscheint mir das nicht. Die Glühbirnen hätten ja auch Jahrzehnte halten können.

ppq hat gesagt…

und das ewige streichholz nicht vergessen, das seit dem zündwaren-monopolgesetz von 1930 bei im tresor bei svenska tändsticks liegt

Frolleinwunder hat gesagt…

Volker:
Der Stromvergleich passt nicht wirklich, wahrscheinlich hast Du auch Recht in Deiner Beschreibung des Vorgangs. Ich will auch niemanden bekehren. Aber wie Gernot schreibt, habe auch ich gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Da liegt eben die Wirkungsverifizierung - die Beschwerden sind weg. Noch ein Beispiel: je älter man wird, umso schmerzhafter sind die Auswirkungen von beanspruchendem Sport auf den Bewegungsapparat am Folgetag. Gleich nach der Belastung ein paar Kügelchen Traumeel oder Arnica und die Beeinträchtigungen sind weg oder zumindest deutlich weniger. Funktioniert sogar bei eingefleischten Globuli-Skeptikern. Eine Erklärung, warum Homöopathie bei Tieren und sehr kleinen Kindern funktioniert, denen allen man keinen Placebo-Effekt einreden kann, würde mich auch mal interessieren. Die Bestimmung des Mischungsverhältnisses, der Potenz für den Einzelfall obliegt der medizinischen Kunst des Arztes oder Heilpraktikers. Es gibt wie bei der Schulmedizin dicke Bücher mit Anwendungshinweisen für diverse Symptome, entscheiden muss das der Heilkundige. Was zur Frage führt, was Deiner Meinung nach Medizin ist? Auch die Schulmedizin beruht auf langen statistischen Reihen vom Ausprobieren von Maßnahmen nach gestellter Diagnose. Diagnostiziert der Arzt falsch, geht auch die beste schulmedizinische Behandlung in die Hose, oder? Ich bin mittlerweile der Auffassung, dass auf dieser Welt sehr viel mehr existiert als westliche Schulmedizin. Aber das kann ja jeder halten, wie er möchte. Und nein, Globuli heilen keinen appen Arm und bestimmt auch keinen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das sind andere Baustellen.