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Freitag, 10. Mai 2019

Bundesworthülsenfabrik: Konjunktur der Bremsen


Es hat bei den Mieten hervorragend geklappt, bei den Schulden, beim Benzinpreis und später auch beim Strom: hatte sich die Bundespolitik erst einmal entschieden, mit einer ganz entschiedenen Bremse in die Preisbildung bei bestimmten waren und Dienstleistungen einzugreifen, musste der Markt stets nachgeben. Das Primat der Politik zeigte seine ganze Kraft, Spekulanten und Rechtspopulisten, die auf den Untergang Europas gesetzt hatten, zogen die Schwänze ein und mussten sich trollen.

Ein neuer Reformvorschlag aus der Bundesworthülsenfabrik (BWHF) soll den Erfolg der Bremseneinführung jetzt auch auf den umkämpften Klimabereich ausdehnen. Wie Grünen-Chefin Annalena Baerbock, Erfinderin der Grünen-Physik, dem Hauptstadtblatt "Tagesspiegel" sagte, habe die Spitze ihrer Partei bei der Bundessprachregelungsbehörde in Berlin bereits vor Monaten eine Formulierung bestellt, die den unbedingten Willen der fortschrittlichen Teile der deutschen Spitzenpolitik zur Senkung des deutschen Erderhitzungsbeitrages bündig in einem Begriff konzentriert.

Dazu soll nach dem Vorbild der Schuldenbremse solle auch eine "CO2-Bremse" ins Grundgesetz aufgenommen werden, kündigte Baerbock an. Die Mitarbeiter der BWHF, die auf Beschluss der weitsichtigen Regierung Kohl seinerzeit direkt im Berliner Regierungsviertel unterhalb der Kanzlerwaschmaschine in den märkischen Restsand gegossen worden war, seien bezüglich des neuen Kampfbegriffes vielleicht ausnahmsweise nicht übermäßig kreativ gewesen. Dafür aber hätten sie eine triftige Begründung für die unabweisbare Notwendigkeit einer Kohlendioxidbremse mitgeliefert: "So, wie wir erkannt haben, dass wir uns finanziell nicht bei zukünftigen Generationen verschulden dürfen, können wir unseren Kindern nicht weiter die Folgen der Klimakrise aufbürden“, zitierte Baerbock.

Die Bundesworthülsenfabrik, in der mehr als 400 Geschwätzdesigner den Vokabelbedarf des politischen Berlin decken, indem sie sogenannte Als-Ob-Worte wie "Rettungspaket", "Konjunkturspritze", "Abwrackprämie", "Schuldenbremse" und "Rettungsschirm" aus jeweils zwei einander zumeist völlig wesensfremden Worten kreieren, lieferte für die CO2-Bremse gleich auch noch eine zweite Worthülse als Talkshow-Munition mit: Ein „Klimavorbehalt“™ soll es in Zukunft möglich machen, alle Entscheidungen über Gesetze, Verordnungen und Investitionen mit dem Argument hinauszuzögern, dass noch nicht klar sei, wie sie sich auf den Klimaschutz auswirken.

Mit Nichtstun sei die Erderwärmung nicht in den Griff zu bekommen, so Baerbock. Das Beispiel des Berliner Flughafens aber zeige, dass Nichtstun für das Klima auch segensreich sein könne: Nur am Hauptstadt-Airport inzwischen seit 13 Jahren gebaut werde, ohne dass Flugbewegungen stattfinden, belaste das Großprojekt das globale Klima weitaus weniger als der 2007 begonnene und 2010 in Betrieb genommene Airport in Dubai.

So könne „eine grundsätzliche Kursänderung unseres Wirtschaftens“ aussehen, wenn Deutschland den Vorschlägen der #fridaysforfuture-Bewegung folge und ein rigoroses Kohlendioxidverbot ins Grundgesetz aufnehme. Aktuelle Nachrichten zeigen, wie dringend ein solcher Interdikt sei: Gerade erst musste eine fünfköpfige Familie aus Brachttal im Main-Kinzig-Kreis nach dem Austritt von Kohlendioxid verletzt ins Krankenhäuser gebracht werden. Zuvor hatten die Familienmitglieder über Kreislaufprobleme geklagt, als Rettungskräfte eintrafen, schlugen CO2-Warnmelder an. "Das Haus wurde sofort evakuiert", sagte ein Polizeisprecher - eine Maßnahme, die im globalen Maßstab kaum möglich sein werde, wie es im politischen Berlin hieß.

Kommentare:

Florida Ralf hat gesagt…

> Geschwätzdesigner

hm, klingt interessant. vielleicht waer das was. kann man da auch quasi reinschnuppern, wenn grad nich girls' day is?

Anonym hat gesagt…

Ah, da fällt mir ein, (ziemlich OT zwar, aber apropos „gööörls däi“:

Wie wärs'n mit 'nem weiteren „däi“ im Jahreverlauf, einem sog.
„göööörls klaimät däi“,
sind doch diese verblendeten.Innen Rotznas.Innen besonders anfällig und hyperaktiv bzgl. dieser Gross-Scharlatanerie „Klimatismus“. –

Das riecht nach ganz banaler „Synergie“, sind doch die pöösen Ober-Schuld-Popanze dieser Komplett-Verblödung fast identisch mit denen ihrer Zwillings-Scharlatanerie dem „Feminismus“, wodurch nix näher liegt für diese Voll-Idiotinnen auch instantan zu Aficionadas letzterer zu mutieren.

Volker hat gesagt…

Und wenn es mit der Bremse nicht klappt, nehmen wir eben einen Schutzschirm.

ppq hat gesagt…

das ist das prinzip