Google+ PPQ: Klimakiller frohes Fest: Wie Weihnachten zur Erdüberhitzung beiträgt

Dienstag, 24. Dezember 2019

Klimakiller frohes Fest: Wie Weihnachten zur Erdüberhitzung beiträgt

Geht es um den Klimawandel und den anstehenden Weltuntergang, denken die meisten an Fleisch, Flugzeuge, Autos, beheizte Wohnzimmer und industriell hergestellte Produkte. Doch gerade das Weihnachtsfest mit seinen vielen unseligen Ritualen trägt zur Erhitzung der Atmosphäre bei: Als falschverstandenes Familienfest sorgt es einer neuen Studie zufolge für Verkehrsströme, die wie ein Messer in den Rücken aller Bemühungen um Premiumpreise für Klimavernichter wirken.

Es ist von alters her ein überkommenen Brauch, dass zu Weihnachten möglichst die ganze Familie an einem Ort zusammenkommt, um Geschenke und Erinnerungen auszutauschen, sich zu herzen und zu streiten, fett zu essen und sich gepflegt zu trinken. Doch dafür müssen viele länger und kürzer hier Lebende mal größere, mal kleinere Wege zurücklegen.

Über 43 Millionen Söhne und Töchter reisen alljährlich zu den Festtagen aus den verschiedensten Teilen der Welt nach Hause, um die Weihnachtstage mit ihrer Familie zu verbringen. Das zeigt eine von Mastercard beauftragte Studie des Marktforschungsunternehmen Fly Research, das über 10 000 Menschen aus 19 Ländern Europas befragt hat und gerade für Deutschland zu erschütternden und verstörenden Ergebnissen gekommen ist. Danach legen Deutsche und ihre Gäste durchschnittlich 410 Kilometer zurück, um zur Weihnachtszeit für einige wenige Tage nach Hause zu kommen.

Für den einzelnen Weihnachtsheimkehrer sicher ein schönes Gefühl, für das Klima unserer Erde aber jedes Jahr neu eine CO2-Injektion, die das ohnehin geschwächte Klimasystem  an den Rand des Zusammenbruchs bringt:  Mehr als 33,5 Millionen Tonnen CO2 "verbraucht" (Malu Dreyer) der vor allem von der Generation Fridays-for-Furure hemmungslos ausgelebte Drang, zurückzukehren in die "Heimat",  obgleich schon der Begriff  als zweifelsfrei "politisch nicht unschuldig" besser "dem rechten Rand überlassen" überlassen bleiben sollte, wie die Hamburger Wochenschrift "Die Zeit" bereits vor längerer Zeit empfohlen hat.

Doch die Deutschen scheinen unbelehrbar, unheilbar ihre Sehnsucht dorthin zurück, woher sie gekommen sind. Der 24. Dezember ist der Mastercard-Umfrage zufolge der beliebtesten Weihnachtsreisetag der Deutschen, die überwiegend angaben, ihre Eltern besuchen zu müssen. Sicher keine Entschuldigung angesichts der historisch einmaligen Situation mit Klimanotstanden vom Bodensee über München bis Brüssel. Doch schlimmer noch: Menschenverachtende 29 Prozent begründeten ihre Reise damit, ein "geliebtes Haustier" wiedersehen zu wollen.

Nicht nur, weil Hund, Katze und Co. als entscheidende Auslöser Erdüberhitzung gelten, scheint das verantwortungslos. Die 33 Millionen Tonnen Weihnachtsreise-CO2 entsprechen immerhin der Menge an Kohlendioxid, die die Internetnutzung in Deutschland im gesamten Jahr verursacht - wofür E-Mail-, Streaming- und Shoppinganbieter zurecht immer wieder auch von den höchsten Instanzen der EU kritisiert werden.

Dergleichen entschlossene Töne gegen den weihnachtlichen Reisewahn hört man auch Brüssel nicht, auch das Klimakabinett schweigt und versucht - ebenso übrigens wie die Grünen - trotzig, das schwierige Thema totzuschweigen. Dabei sprechen die Zahlen eine klare Sprache:  87 Prozent der Deutschen und ihrer Gäste nutzen für die Heimreise das Auto oder den Bus, nur 21 Prozent nehmen den Zug.

Klimaverachtende 13 Prozent steigen unbeeindruckt von den aktuellen Nachrichten über sterbende Wüsten und Plastik im Meer sogar in ein Flugzeug. Schlimmer noch: Fast jeder vierte Deutsche fliegt sogar  eigens zum Weihnachtsfest ins Ausland. 17 Prozent von ihnen sagen, dass es weniger stressig ist als Weihnachten zu Hause zu verbringen, 21 Prozent wollen Familienstreitigkeiten vermeiden und 16 Prozent zu Weihnachten lieber "etwas Wintersonne genießen", wie sie zynisch zugaben.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Man sollte die zur Strafe in eine Kammer sperren, in der so heiß ist, wie es wegen ihres CO2-Verbrauchs im Jahre 2050 für alle sein wird!