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Sonntag, 22. März 2020

Markus Söder: Gestatten, Kanzler

Feldchirurg und Deichgraf: Markus Söder ist in der Corona-Krise zum Kanzlerkandidaten der Union geworden.

Man werde sich das Wochenende ganz genau anschauen, hatte die Kanzlerin ihren Adlatus bestellen lassen. Entweder, die Deutschen hören endlich auf die Mahnungen der Regierungschefin, in ihren Hütten, Wohnungen und Häusern zu bleiben. Oder man müsse dann doch härtere Maßnahmen ausrufen.

Obwohl die Spitze der SPD, seit Ausbruch der Corona-Krise ebenso ins Unsichtbare verschwunden wie Grüne, AfD, Linke und FDP, im virtuellen Nichts des Internet hinhaltenden Widerstand angekündigt hatte: Es sei überhaupt nicht nötig, Ausgangssperren zu verhängen, verkündete Parteichefin Saskia Esken. "Als freiheitliche Gesellschaft brauchen wir keine Ausgangssperre. Die meisten Menschen verhalten sich vernünftig, verantwortungsvoll und solidarisch."

Ignorierte SPD


Die Logik sagt, dass freiheitliche Gesellschaften dann natürlich auch keine Strafgesetze benötigen, weil sich die Mehrheit ihrer Mitglieder niemals strafbar macht. Aber über die Einwände der deutschen Sozialdemokratie geht schon nicht einmal mehr jemand hinweg. Sie werden einfach ignoriert. Das ist bei denen der Kanzlerin noch anders: Sie spielen insofern noch eine Rolle, als sie stets die Stelle markieren, an der sich der Besenwagen im Rennen um die angemessene Tagesreaktion auf die größte Menschheitskrise seit 75 Jahren gerade befindet.

Markus Söder, der bayrische Ministerpräsident, weiß zum Beispiel stets, wo der Wagen steht: Sieben Tagen hinter Italien, vielleicht auch nur noch fünf. Acht Jahre nach der alarmierenden Pandemiestudie des Robert-Koch-Institutes von 2012 und zwei Monate nach dem Shutdown im chinesischen Wuhan scheint die Angst der Kanzlerin vor einem Volksaufstand, wie sie ihn als junge Frau in der DDR erlebt hat, immer noch größer als vor einem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung durch Millionen Infizierte und zehntausende Tote.

Der Bocksgesang der Pandemie


Zögerlich laviert die gebürtige Hamburgerin durch den anschwellenden Bocksgesang der Pandemie, so zögerlich, dass ausländische Regierungschefs wie der Österreicher Sebastian Kurz es zuletzt dabei beließen, notwendige Absprachen über  Grenzschließungen gleich nur mit den Ministerpräsidenten der betroffenen deutschen Bundesländer zu treffen. Ein Affront, den Merkel passieren ließ.

Söder, im Rennen um die Merkelnachfolge im Kanzleramt betont früh ausgeschieden, lässt dagegen Taten sprechen. Als der 53-Jährige 48 Stunden vor der von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Entscheidung über Ausgangssperren vor die Kameras trat, um eben solche Ausgangssperren für sein Bundesland zu verkünden, war das nicht nur ein notwendiger Schritt für Bayern, das nach Nordrhein-Westfalen inzwischen die meisten Corona-Fälle zählt. Sondern auch ein Bewerbungsschreiben: Der "deutsche Kurz" (Bild), den eine deutsche Boulevardzeitung seit Monaten verzweifelt sucht, hier steht er.

Obwohl auch Markus Söder in den vergangenen Wochen vieles zu spät erkannt und falsch gehandhabt hat, scheint er nun entschlossen, von hier an alles zu tun, um die unausweichlichen Schäden zu minimieren, die die Seuche anrichten wird. Söder gibt den Deichgrafen, den Krisengeneral und Feldchirurgen mit den blutigen Ärmeln, der antritt, das Allerschlimmste abzuwenden, auch wenn es wehtut.

Der Wiederaufbaukanzler


Eine Rolle, die in jeder großen Schlacht einer ausfüllen muss, wie spätestens seit Bill Pullmans famosem Auftritt als US-Präsident Thomas J. Whitmore in Roland Emmerichs Weltuntergangsepos "Independence Day" jeder Politiker weiß. Dass Markus Söder nicht weiterdenkt als bis ans Ende der Corona-Krise, steht deshalb kaum zu vermuten. Vielmehr sieht der Franke die Notlage auch in der Union, die kaum noch Chancen hat, im von der Chefetage ausgekungelten Bewerberfeld um den Parteivorsitz einen Kandidaten zu finden, der als Wiederaufbaukanzler taugt.

Friedrich Merz kann am Kampf um die beste Figur in der Krise nicht teilnehmen, weil er erst keinen Posten hatte, um Tatkraft und Weitblick unter Beweis zu stellen. Dann infizierte er sich auch noch mit dem Virus. Armin Laschet dagegen führt NRW als Ministerpräsident zielgerichtet zu italienischen Verhältnissen. Und Jens Spahn war in den entscheidenden Wochen, in denen Deutschland sich auf die Ankunft der Seuche hätte vorbereiten müssen, so sehr mit seiner Bewerbung um den Parteivorsitz nach Laschet beschäftigt, dass er kaum Zeit erübrigen konnte, als Gedsundheitsminister tätig zu werden.

Wenn alles vorüber ist, und wann auch immer, der Tag wird, kommen, werden alle diese Männer vielleicht noch CDU-Chef werden können. Doch Kanzler? Spielt Markus Söder die Karten, die er sich in den letzten Tagen selbst ausgegeben hat, klug aus, kann es nur einen geben, der gegen Robert Habeck oder Annalena Baerbock antritt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

nun ist tatsächlich Pause - nicht für Bernd - denn Bernd ist Maschinenmenschmann , er ist Technikhölderlin unter den Maschinenbauern - ohne Bernd funktioniert keine Stadt und kein Land .

der "deutschlandfunk" versucht die zivilisatorische , vom Virus erzwungene Vollbremsung dialektisch in den Griff zu kriegen - was vorhersehbar gründlich misslingt ; es bleibt beim Dfunkgebrabbel , die üblichen Verdächtigen melden sich zu Wort ; und nein : taz und Zeit stehen mit qualmenden Köpfen auf der Standspur und warten dort auf den Messias der die jetset-Beschleunigung zurückbringt , diese gewohnte bundesrepublikanische Wichtigkeit , was uns wohl der Wurstkopf Dennis Scheck am Wochenende erläutern wird, Bernd ist schon ganz gespannt auf die Einsichten des Deutungskardinals .

Mutter Natur hat also ein Einsehen - kleiner Virus - große Wirkung - und ja - eine Lösung des Problems wird kommen - erdacht und produziert vom weißen Mann den das brd-Feuilleton längst abgeschrieben hatte .

keine Seminare , keine friday-Zusammenrottung suv- verwöhnter SchölerInnen und Schöler , keine Eisschleckereien einer Startbahngegnerin im Netz , zurückgeworfen auf das eigene kleine ICHICHICH sitzt Fräulein Doof in ihrer Hauptstadtwohnung und konsumiert tolle us - Serien .

der Rechtsextremismusexperte beim "deutschlandfunk" kotet sich ein - selbstverständlich hat der böse weiße Mann vorgesorgt - diese dummen Prepper mit ihren Verschwörungsmythen ; Andreas Zick mahnt & warnt . Niemand wird Herrn Zick brauchen , wenn demnächst die marodierenden Buntweltmitbürger ganz unironisch "Teilhabe" einfordern .

"Teilhabe" für nutzlose und völlig unbegabte Orientalen . Spargelhelfer werden gesucht - kein Orientale ist geeignet - kann er denn eine Werkzeugmaschine bedienen ? nicht ? wie schade - Massenarbeitslosigkeit ...sie ist wieder da ; die nutzlosen Esser blicken unruhig auf die Uhr , auf den Kalender - bald ist die kunterbunte Wellnessrepublik am Ende , klar ,die Ölpreise sind im Keller - ist ja mal ein Pluspunkt . Denken wir einfach an eine mögliche Zukunft ; ein Land ohne "antifa" , keine nutzlosen Touris in Berlin ; die stinkenden Rotfrontkneipen haben noch Mittel für 2 Wochen -dann ist Schluss .

die kluge Friederike ( sie macht was mit Menschen und Medien ) hat alle nutzlosen Esser aus ihrer friendship-Liste gelöscht ; schnell ins väterliche Landhaus ; gibts da überhaupt Internetz ? - Beate hat angerufen und fragt ob sie mal "vorbeikommen" kann - nein kann sie leider leider nicht ; da ist sie wieder : die bildungsbürgerliche Solidarität ; der Paradigmenwechsel kam über Nacht ; neue Sachzwänge ; GOTT sei Dank hat der reaktionäre Vati vorgesorgt - kleine Hütte in Brandenburg ; alles da ; alles .Beate wird sicherlich die kunterbunte Chancenwelt mit anderen Augen sehen wenn sie ihre Rolle in eben dieser hochangereicherten "mal ganz objektiv" bewertet - überall die freundlichen Orientalen , die das Leben so bunt machen ("Berlin ist gar nicht so schlimm" - und ja erwidert Friederike : "Brandenburg ist auch nicht verkehrt " - aber "irgendwie spießig" meint Beate .

Der Nachbarneger klingelt bei Beate und fragt nach Spiritus und Sarkotan .

Beate hat nur Kernseife - aber das reicht völlig aus - Beate ist eine vorbildliche Nichthamsterin . Beate wird in 12 Jahren in ihrer hippen Wohnung verrecken - aber das hat sie noch nicht auf dem Schirm .

Die Anmerkung hat gesagt…

@Sepp

Es hülfe auch der gute Whisky, den Horst Lüning vertickt, ein halber Schluck auf die Hände und dann wie ein Arzt desinzieren. Sarkotan ist wohl flüssiger Sarkasmus? Bei uns im Osten gibt's nur Sagrotan, was aber nichts mit Sago zu tun hat.

Sauer hat gesagt…

Politische Windbeutel sehnen sich nach Zeiten, in denen sie den großen Macher und Entscheider herauskehren können. Sie machen nicht anders, was nicht jedermann unter dem Druck der Verhältnisse auch machen würde. Oder wären Sie nicht fähig, die gleichen Anordnungen wie Söder zu treffen? die er auch nur von Kanzler Kurz in Österreich abgeschaut hat. Oder hätten Sie die Geschmacklosigkeit, eine nichtssagende Ansprache wie Merkel zu halten? Sie wären nicht untätig wie Spahn und würden auch nicht überheblich ihr unrasiertes Kinn in die Kamera halten. Im Gegenteil, Sie würden nicht nur Gehaltvolles über die Corona-Krise und ihre Überwindung sagen, sondern auch Effektvolles unternehmen. Z. B. würden sie auf den Wert echter Wissenschaft, nämlich von Naturwissenschaft, hinweisen und den pharmazeutischen Forschern jede denkbare Unterstützung zusagen. Sie würden auch bescheiden erwähnen, daß die Politik zur realen Lösung der Krise nichts beitragen kann, sie kann nur die Symptome abmildern. Lassen Sie sich bitte nicht von Windbeuteln und Windbeutelinnen beeindrucken.

Anonym hat gesagt…

mail von hess@good-days.de

"Liebe Beate , leider muss ich Deine Beteiligung am Buntmenschkongress absagen ; die Friederike ( ihr Papa ist Freimaurer und hat ein Haus in Brandenburg ) wird dich ersetzen ; das tut mir SO LEID - ich weine beinahe " .

das hat sie natürlich nicht geschrieben - aber es kam bei Beate genau so an .

Beate war diplomierte Buntmenschlutscherin mit Prädikat , eigentlich wollte sie zum Thema "Rechtsextremismus im Weltall - weißes Narrativ , Wernher von Braun und Eliteneger bei der nasa " referieren - nun kam die Absage . Anruf bei Friederike .

"JA - DU BEATE , ich hab`jetzt ganz wenig Zeit - was ist denn ?"

" hat dir die Frau Hess auch was geschrieben ?"

"nein wieso ?"

"mir hat sie ne Absage geschickt - voll unsolidarisch "

"was kann ich da jetzt für dich tun liebe Beate ?"

"DU fährst doch zum Buntmenschfestival - oder nicht ? "

" Beate , es wird keine Festivals mehr geben " ( im Hintergrund lachen Karl Heinz Wurschtmann und sein Kumpel Dr. Bernd Lauhart ) "sag der blöden Fotze sie soll hier nicht anrufen sonst schicken wir die SS vorbei "

"WAS hat der Typ da eben gesagt ? "

"welche Typ ? "

"DEIN BESUCH ! Friederike - was ist bei dir los ?"

"du , ich meine Frau Lutschmann , also Beate , wir sollten gemeinsam den Rat unserer kanzlerin befolgen und die soziale Distanz wahren " .

Frau Hess saß auf dem blauen Sofa und nippte unterschichtig am Champagnerglas , sie hatte die Friederike als persönliche Referentin eingestellt - unmittelbar nach Ausbruch der Krise .

Anonym hat gesagt…

Beate war stinksauer . Was war mit ihrer "besten Freundin "Friederike los ? , Beate hatte sie in die ekd-Kreise eingeführt als sie noch eine kleine dumme Stricherin ausm BWL - Seminar war .

mit welchen Typen hat sie sich da getroffen ; Dr. Bernd Lauhart ...SUCHE , Fachbereichsleiter T4 , spielt Golf und tötet Tiere in Afrika , Karl Heinz Wurschtmann , Unternehmer , Privatnegerverleih , Göttingen , Tel Aviv und Hateville, Alabama wurde nach der Wende sehr schnell reich , hat angeblich bereits mit 16 für die stasi gearbeitet ; jetzt engagierter Christ ("Zeitarbeit ganzheitlich denken ; den Neger lieben und integrieren".

Beate hatte Tränen in den Augen - war das IHRE ganz liebe Friederike , die in Bergen-Belsen so fromm , so rein , so hochmoralisch dozierte ?

Beate kramte in ihrer Kontaktkiste und zog die Telefonnummer der Familie Rähmzwaar herua , Anruf bei Prof.Dr. R.; Fachbereichsleiter höhere Moral und Ethik an der Anne-Frank Fachhochschule für christliches Beieinander .

"RÄÄÄMZWA"

"ich will nicht stören , aber ich habe eben mit der Friederike telefoniert und da waren so komische Leute in Ihrer brandenburger Datsche ...."

"ach Beate , wie schön , wie geht es ihnen ?jaja , ich reiche sie mal weiter "

ein Mensch mit us Akzent nahm den Hörer in die Hand und meldete sich .

"spreche ich mit der Beate , der ehemaligen Freundin von Friederike ? Aaron Brompftmän , ich bin der Anwalt der Familie Räämszma ....hören sie Beate , wir verklagen sie jetzt wegen Nötigung und Belästigung , sie haben Hausverbot in folgenden Gotteshäusern und Gemeindegbäuden ...ich schicke ihnen die Liste rüber ".

Beate war am Boden zerstört .Sie legte auf .

rief erneut bei Friederike an .

"JAHA - hier ist die Friederike , Beate mein Schatz - was ist denn jetzt schon wieder los ?"

"ich wollte mit deinem Vater reden - dann hatte ich seinen Anwalt an der Strippe ..dreht ihr alle durch ?"

"ach Beate" ( Friederike stöhnte ) .. du bist so furchtbar anstrengend - wir durchleben einen politischen Paradigmenwechsel ..die Dinge haben sich geändert ..."

"WAS hat sich geändert ? wir wollten den Buntmenschtag gemeinsam moderieren - ich kann dich nicht erreichen - wir wollten gemeinsam Kaffee in Nikaragua pflücken und selfies machen warum hast du so komische Freunde bei dir ?"

"ach Beate , der Anwalt hat dir doch alles erklärt , übermorgen hast du seine Post im Briefkasten ...tu dir selber einen Gefallen : häng dich auf "


aus : "mit Hölderlin und Sakrotan durch die entschleunigte Moderne ,Bernd Hassmehl , Rennradverlag Glauchau , 99877 S. persia Dünndruck mit einem Vorwort von Peter Sloterdijk

Anonym hat gesagt…

"Gott ist weg " dachte Beate .Immer wieder verwechselte Beate "Gott" mit Konsumchancen aller Art ; sie starrte auf den Buntfernseher , im Hinterhof der schicken Altbau-WG lungerten freundliche MitnegerInnen und Mitneger herum und tauschten kleine Beutel gegen Bargeld .

"Hast du was" rief Beate in die Dunkelheit , 2 Minuten später saß Beate mit einer Schachtel Haldol und 40mg Protoprepperinacetatchlorid ( besser bekannt als reset-pill ) auf ihrem Sofa und trank Rotwein aus der Tüte . Ihr Händy vibrierte ; sie sah auf den kleinen Bildschirm , eine Nachricht von Pfarrer Bräsigmann aus Bonn :"Liebe Beate , in dieser neuen , herausfordernden Zeit benötigen wir DEINE Hilfe - bitte rufen Sie jetzt an - kommenden Sonntag wollen wir gemeinsam mit Herrn Dr. Bazooka-Bimsstein-Bokassa eine Sammelaktion für hungernde Mitneger im Kongo organisieren ; email kongohilfe@negerkirche-bonn.dr

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"BITTE BLEIBEN SIE IM HAUS"

die berliner Feuerwehr fuhr mit einem Lautsprecherwagen durch die Stadt , ein Späti war noch auf , Fußballholger ( wie er im Viertel genannt wurde ) kümmerte sich nicht um behördliche Auflagen , Beate rief an , "ja komm`runter , wir machen Party im Keller , ..."

benommen stolperte Beate die Treppen herunter , vorbei an den Schmierereien und den kaputten Briefkästen , sie dachte an die kommenden Wochen , die Sorgen waren nicht weg - sie waren jetzt nur vernebelt - rein in den Späti , Holger wartete mit einer Taschenlampe in der Hand ; "schnell die Tür zuziehen sonst spannt der Wachmann von der Daddelhalle was hier los ist "

Holger war Fußballer , ambitionierter Stürmer aus der Kreisklasse , hatte seinen Lagerraum zum Partykeller ausgebaut , Beate kannte die Leute nicht , 80er Hits dröhnten aus einer alten Hifi-Anlage .

ppq hat gesagt…

ich mag diese miniaturen aus dem hirnreich, aber letztmals: nicht "neger", das fliegt raus. und nicht holger, das bin ich

Anonym hat gesagt…

ach so .

also : Karl Heinz und Dr.Bokassa

Anonym hat gesagt…

war keine Anspielung .mein Kumpel heißt Holger und ist Spätichef

Anonym hat gesagt…

eigentlich heißt er Hagen .

Hagen klingt aber zu mythologisch

Anonym hat gesagt…

Beate wurde wach ; Holger hatte Kaffee und Brötchen organisiert , die Spätigäste waren weg .

"Ich muss meine Mutter anrufen , sie hat kein Desinfektionsmittel " .

" Internet und Telefon sind tot ; seit ca. 12 Stunden "

"kein Signal "

Beate war verwirrt .

Beate und Holger gingen die enge Treppe hinauf , zurück ins Ladengeschäft , auf der Straße liefen mehrere , scheinbar desorientierte Leute herum , heute ist Freitag der 10. April 2020 .

"Hast du ein Radio ? "

Holger schaltete sein altes Röhrenradio ein , nach längerer Suche wurde er fündig - ein Sprecher meldete sich - offenbar in Dauerschleife : "Hier spricht das Versorgungsbataillon 142 - verlassen Sie auf keinen Fall Ihre Wohnung ; die Bundesregierung ist nicht mehr handlungsfähig , das Coronavirus hat sich verändert , der neue Erreger macht Menschen sehr aggressiv , wir erwarten Unterstützung durch die schweizer Luftwaffe und durch die russische Marine - ich wiederhole : verlassen Sie auf keinen Fall Ihre Wohnungen - dies ist keine Übung und keine Unterhaltungssendung - hier spricht das Versorgungsbataillon 142 ..."

Holger hatte den Laden verbarrikadiert , mehrere Paletten fachmännisch mit dem Türrahmen verschraubt , Folien verklebt .

"wie sollen wir hier wieder rauskommen ? " wollte Beate wissen .

"erstmal gar nicht - hinter der Kühltruhe im Keller ist ein zugemauertes Loch , dahinter ein halbfertiger Fluchttunnel aus Ostzeiten , wir werden nachher die Stahlplatte abschrauben und einen Blick in den Tunnel werfen "

"ich will hier raus - mach`sofort die Tür auf ! weg mit den Paletten"

"Beate - ich habe vorhin die Straße beobachtet und ein paar Aufnahmen gemacht - dreh`jetzt nicht durch - aber ich muss dir das zeigen "

Holger startete das Händyvideo , man sah einen Panzerwagen ohne Hoheitszeichen ( "kein deutsches Fabrikat "erklärte Holger ) er fuhr mit hoher Geschwindigkeit in eine Menge schlendernder Menschen . "

"oh Scheiße der hat die Leute umgefahren "

"wenn es Menschen waren "

"was laberst du ? das ist doch ein Bullenpanzer , kenn`ich aus Hamburg , die bringen die Leute um "

"falsch - Beate - DAS ist kein Fahrzeug vom BGS , ich war bei der NVA - ich kenne fast alle nato Fahrzeuge - ist auch kein Russengerät "

.

zweites Video : "schau genau hin , der Radpanzer hält an , ein Greifarm fährt raus , das schwarze runde Teil hinter der Metallklaue ist wohl eine Kamera"

der Greifer zerrte an einer Leiche und entfernte ein Stück Fleisch , die Materialprobe wanderte in eine Edelstahlkiste die an der hinteren Tür befestigt war .

Die Anmerkung hat gesagt…

Was stimmt hier nicht?
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Rainer Bonhorst / 22.03.2020 / 12:00 / Seite ausdrucken

Söder treibt Merkel vor sich her

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Hey, ich bin angefixt. Wie geht es weiter im Späti mit Holger und Beate ? Mit Kurzarbeit und nun auch noch Ausgangssperre bleibt scheiße viel Zeit übrig. Alles besser als Netflix.

Anonym hat gesagt…

oh ja :

Vorspann : im Tunnel .

Holger hatte den Tunnel bereits vor einigen Jahren genauer unter die Lupe genommen und für verschiedene Zwecke genutzt , sorgfältig vermessen und seine relativ präzise Karte mit Karten aus dem Kaiserreich und der DDR verglichen - es gab - in unmittelbarer Nähe eine U-Bahn , einen Zugang zu einem WK II Bunker und zu einer Lagerhalle , wenn sich Holger nicht verrechnet hat so wäre die Lagerhalle nur 4 m vom Tunnel entfernt , er würde also schräg , unter 40° nach Nord-Ost graben und dann auf eine Betonplatte stoßen . Holger hatte Profigerät denn er arbeitete schwarz wenn der Laden zu wenig Gewinn einbrachte .

( Kameraeinstellung : Holger im Tunnel - Ästhetik : verdienter , schwitzender Arbeiter des Volkes ; Holger trifft auf die 30cm Fundamentplatte der Lagerhalle - Durchbruch nach mehreren Stunden - draußen wandern immer mehr orientierungslose Leute durch die Gegend , die merkwürdigen Panzerwagen sind scheinbar überall unterwegs , Beate ist mit einem Feldstecher auf den Dachboden geklettert - die Nachbarn sind teilweise verschwunden - aus einigen Wohnungen dringen Geräusche .


"ich muss Rotlicht-Ronny irgendwie erreichen " dachte Holger - nur wie ? das Netz war immer noch gestört .

Rotlicht - Ronny wohnte 4 Straßen entfernt , normalerweise ein kurzer Spaziergang - aber unter den gegebenen Bedingungen ....?!

Holger ging durch den Hintereingang ins Treppenhaus , einige Wohnungen waren unverschlossen - wo waren die Leute abgeblieben und weshalb waren die Türen sperrangelweit offen ?

Holger ist nur auf krautchan Holger - hier nennt er sich aufgrund der datenschutzähnlichen Verordnung Brummi

ppq hat gesagt…

unbedingt weiterschreiben! hat mich sofort gepackt

Florida Ralf hat gesagt…

> Sie spielen insofern noch eine Rolle, als sie stets die Stelle markieren, an der sich der Besenwagen im Rennen um die angemessene Tagesreaktion auf die größte Menschheitskrise seit 75 Jahren gerade befindet.

applaus, applaus, applaus.

Anonym hat gesagt…

Bitte weiter mit den Berndstories!

Hase, Du bleibst hier... hat gesagt…

Man wird ja irre mit so viel freier Zeit. Ich habe heute einen neuen Drink kreiert. 3 Flaschen, überall nur noch eine Neige. Ergo zusammnengekippt. Jeweils ca. 2 cl Wodka,Rum und Whisky ergeben: TA-RA, CoronaSunrise. Handwarm, ohne Eis und Schnick Schnack selbstverständlich. Wohlsein

Volker hat gesagt…

FALSCH:

Zögerlich laviert die gebürtige Hamburgerin



RICHTIG:

Besonnen manövriert die Kanzlerin der Herzen

ppq hat gesagt…

hase, ich habe den ganzen tag nicht gelacht. dann aber doch. danke!

ppq hat gesagt…

@volker: ich lese aus deinem "kanzlerin der herzen" etwas unterschwelliges raus. frauke hahnwech, die gebärdendolmetscherin, bestätigte meinen verdacht auf nachfrage. nein, so sind wir nicht. hier geht es um fakten, fakten, fakten, nicht um interpretationen fragwürdigster provinience

Der lachende Mann hat gesagt…

Anonym hat gesagt

"Holger ist nur auf krautchan Holger - hier nennt er sich aufgrund der datenschutzähnlichen Verordnung Brummi"

Hier muß eine Verwechslung vorliegen. Nach meiner Erinnerung wurde er im Fernsehfunk der DDR immer "Bummi" genannt.

Hinterwäldler hat gesagt…

die Spitze der SPD, seit Ausbruch der Corona-Krise ins Unsichtbare verschwunden

Aber nein.
Arbeitsführer Norbert Walter-Borjans hat couragiert dem Trump Widerworte gegeben, weil der die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac kaufen wollte nicht (oder so).