Freitag, 20. März 2015

Zitate zur Zeit: Ernst und die Brieftasche

Wenn die Europa hören, halten die sich doch inzwischen die Brieftasche fest.

Klaus Ernst, Die Linke, 28. Januar 2015, Phoenix

Doku Deutschland: Unter der schwarzen Flagge des Propheten


Es sind verschlossene Welten, in denen sich die jungen, deutschstämmigen Dschihadisten über Allah, den Propheten, neue Anschläge und die "Kuffar" genannten Ungläubigen austauschen. Zugang findet nur, wer jemanden persönlich kennt, der für ihn bürgt, denn hinter den geschlossenen Toren von Facebook-Gruppen und Diskussionsforen wie allahuakbar.tk nehmen junge, enttäuschte und zu allem entschlossene Kämpfer im heiligen Krieg gegen den angeblich mit brutalen Methoden eine Weltherrschaft anstrebenden Westen kein Blatt vor den Mund.

PPQ ist es gelungen, mit Hilfe eines dschihadistischen Gewährsmannes, der seinen Ausstieg aus der Szene plant, in ein streng gehütetes Forum sächsischer Salafisten einzudringen. Im Rahmen der zeitkritischen Reihe "Doku Deutschland" dokumentieren wir die verstörenden Protokolle aus der Herzkammer des deutschen Dschihad.


Younes3799: Ich habe gute Verbesserungsmöglichkeiten, falls ihrn ichts dagegen habt In Sha Allah as-Salamu alaykum wa RahmatAllah wa Barakatuhya Ikhwati Muslimeen,
Bismillah-ir-Rahman-ir-Rahim

Ya Ikhwati: In Sha Allah gefällt euch meine Idee und Jazaku Allah khairan, dass ihr dieses Thema In Sha Allah vollständig liest. Also meine Idee und Plan ist, dass Blog und Islamischer Jihad aufzugeben und alles hier zu einer Seite zu machen In Sha Allah. Es wäre sogar noch besser die Seite mehr anonymer zu machen und eher im Untergrund bei zu behalten In Sha Allah. Die Seite braucht auch ein bischen mehr Bewegung von Brüdern die mithelfen können und Dawa und zugleich die Seite unter Brüder zu verteilen, wie Rundmail usw. Durch noch mehr User brauchen wir mehr Admins!

Younes3799: Die Seite hier beschäftigt sich speziell mit dem Jihad und Nachrichten des Jihads, wobei ich damit nicht ganz einverstanden bin, also ich meine die Nachrichten sind gut und wir wollen ja wissen was in der Welt abgeht, aber es ist für mich besser hier mehr auch zum ganze Thema Islam was zu errichten. Wie zum Beispiel wir machen Sammel-Themen, zu Anasheeds die hochgeladen werden oder vertrauenswürdige Links oder E-Books und Youtube-Clips und -Seiten und ähnlichem. Und mehr Foren zum allgemeinen Thema Islam und die anderen Religionen, damit man auch diskutieren kann was im Christentum zum Beispiel falsch ist oder einen Online-Qur'an hier in der Seite einbauen. Viele Clips von Abu Dujana, Abdul-Adhim, Abu Ubayda, Pierre Vogel Abu Hamza usw.

Ya Ikhwati: Auch würde es mir hier gefallen wenn man einen Software-Froum hier machen könnte wo man Software in einem Filehoster hochlädt und hier reinpostet oder Anleitungen zu Kampfsportarten oder Bomben-Anleitungen und einzelne Fatwas von Gelehrten. Viele Logso In Sha Allah, damit die Seite auch schöner aussieht. Verlinken von aderessprachigen Foren von Brüdern im Jihad. Viele Nachrichtenseiten hier verlinken.

Younes3799: Also ich könnte mich mit Hilfe anderer dafür was tun, aber für durchschnittlich 30 min am Tag reicht das nicht aus, aber khair In Sha Allah. In Sha Allah habe ich nicht zu viel geschrieben und es gefällt euch. Hört sich schon so an als ob man viel Arbeit dafür machen muss aber, dann haben wir unsere Belohnung bei Allah Subhanahu wa Ta'ala, wenn jetzt ein unwissender Kuffar die Wahrheit entdeckt und wieder Muslim wird, dann ist das Hassana für uns al-Hamdulilah. BarakAllah fikun, dass ihr das gelesen habt und In Sha Allah überlegt ihr euch das gut oder korrigiert mich.

Kasalla: Gute Ideen! Also dass sind schon gute Ideen die Bruder Younes hier gesagt hat!! Online Kuran mit Übersetzung von Dem Pfade Allahs(Für Allahs Sache)Und auch andere Wichtige Themen im Islam z.b. Beziehung zu den Christen, Juden usw. Wie das alles heute damit ausieht! Und Anleitungen zu Bomben und so weiter würde die Seite Inschallah Interessanter machen für nachkommende Brüder! Sind ya nur Ideen könnte man sich überlegen!
aleykum slm!


ansar-alhaq: as-Salamu alaykum, Bismillah-ir-Rahman-ir-Rahim! Mindestens einer der die gleiche Meinung hat, Ma Sha Allah. Also ich vertrete hier nicht meine Interessen, denn das meiste was ich an Verbesserungen vorgeschlagen habe, könnte und müsste eigentlich die Interessen aller hier sein wa Allahu Alam. Falls dennoch die Admins nicht einverstanden sind, dann verzeiht mir und Möge Allah mir verzeihen! Maslama

Amatullahh: Um Dawa und zugleich die Seite unter Brüder zu verteilen, wie Rundmail usw, damit noch mehr User kommen, brauchen wir mehr Admins!"

Younes3799: Wie stellst du dir das vor? Da gibts paar Probelem die auftreten könnten, wenn man Rundmails verschickt, die Kufar verfolgen doch was wir machen und wann wir etwas machen. Da müsste man jedem extra erklären wie sie versteckt abschicken können, bzw. ihren Standort ändern können damit niemand weiß woher sie genau kommen. Verstehst du?


Amatullahh: Sollen doch die Kuffar hier anmelden und alles sehen, das ist Da3wa In Sha Allah! Ich sehe immer hier Leute die in ungewöhnlichen Zeiten hier online sind und keines der Themen betrachten und manche sind in meiner MSN-Liste nicht online (weil sonst sind die im Forum und MSN) und daraus schließe ich, dass sich auch Leute der Regierung ab und zu hier einschleichen und woher soll ich nicht wissen, dass du dir ein Scheich-Account erschlichen hast Amatullahh (war nur ironisch gemeint In Sha Allah)! Das war nur damit du es auch verstehst. as-Salamu alaykum!

Younes3799: wa 3alaykum assalam, ok insha ALLAH weiß ich was du meinst.

Mujahidzz: Bismillah arahmani arahim, Salamu alaykum wa rahmatullah wa baraktuh! Ich gebe dem Bruder Yunes recht, also viele seiner Ideen klingen gut, bis auf diese Rundum mailing. Ich würde ganz darauf verzichten, und es lieber den Brüdern überlassen diese Seite mündlich an bestimmte vertrauenswürdige Brüder mitzuteilen.
Ebenso wie ich durch einen Bruder barak allahu fikuum auf diese Seite gekommen bin. Selbst so besteht vielleicht immernoch n Risiko, die Seite an einen Kafir weiterzuleiten, aber diese is insha allah wesentlich geringer..als rundmailen. Wa Salamu alaykum wa rahmatullah wa baraktuh!




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Donnerstag, 19. März 2015

Gesänge fremder Völkerschaften: Grübeln im Diskant

Der große Grübler, ein Genie mit einmaliger Stimme, das nie die ihm gebührende Anerkennung gefunden hat - das ist Jeremy Enigk, ehemals Sänger der stilprägenden, aber zeitlebens erfolglosen Band Sunny Day Real Estate. Vier Alben und mindestens dreimal so viele Dramen produzierte die Gruppe zwischen 1994 und 2000, danach folgte ein langer Abspann aus Neugründungen wie The Fire Theft und Solounternehmungen von Enigk, der das musikalische Erbe der Band weitertrug, in die er als Letzter eingestiegen war.

Während Dan Hoerner lieber Songs für Dashboard Confessional schrieb und Nate Mendel und William Goldsmith mit Dave Grohl zusammen die Fighters gründeten, blieb Enigk für sich allein, ein verrätselter, bühnenscheuer Grübler, dem Fans das Cover-Album "Enigkmatic" widmeten. Enigk geht kaum auf Tour, seine Veröffentlichungen sind an einer Hand abzuzählen, er kommuniziert freundlich, aber unterschwellig immer im Bemühen, nicht angesprochen zu werden.

Wenn Enigk behauptet, er habe "Fun", dann handelt es sich um eine Coverversion von Stings "King of Pain", zerfasert und zerschossen, eine Messe in Moll, nur noch übertroffen vom lebensfrohen Video zu seinem vielleicht größten Solo-Song "Mind idea", der den Tod der Nation beschwört, die Ruinen, die bleiben, und die unauslöschliche Sehnsucht, die immer bleibt, so viele Wünsche man sich auch erfüllt. Jeremy Enigk ist der unbekannte Sänger des Leidens der Moderne, ein Beschreiber der Krankheiten der Gegenwart. Er hat keine Heilung, er hat nur Lieder.

Zur völkerkundlichen Serie Gesänge fremder Völkerschaften

Kommentarroboter an der Meinungsfront

Hass, kaltgezapft, hier von Pegida in eine US-Zeitung eingeschmuggelt.
Der Konflikt in der Ostukraine macht es wieder einmal deutlich: Viele Staaten nutzen soziale Medien für ihre Propaganda. Allein die chinesische Regierung setzt Informationen westlicher Nachrichtendienste zufolge zirka 30.000 Social-Media-Experten ein. Die twittern, posten und kommentieren auf diversen Plattformen, um den Standpunkt der Regierung darzustellen, deutsche Leitmedien zu verunglimpfen und aller Welt zu zeigen, dass die chinesischen Bürger hinter ihrer Regierung stehen.

Auch die EU will nun erstmals mit einer Gruppe aus Kommunikationsexperten mitmischen: EU-Antiterror-Koordinator Gilles de Kerchove hat mit dem „Syria Strategic Communication Advisory Team“ eine Kampfeinheit für den virtuellen Krieg vorgestellt, mit der europäischen Demokratien für ihre Werte trommeln und trompeten wollen. Die EU fördert das Pilotprojekt für eineinhalb Jahre mit einer Million Euro.

Verglichen mit den Anstrengungen von Chinesen und Russen, die ganze Fernsehsender und fünfte Kolonnen von Online-Kommentatoren für ihre zwielichtigen Interessen einsetzen, sind die Anstrengungen der EU-Institutionen klein: Die Gruppe umfasst fünf bis sechs Kommunikationsexperten. Sie kommen aus Großbritannien, das schon jahrelange Erfahrung mit dieser Art von "Gegen-Propaganda" hat. "Gegen-Propaganda" solle "eine Antwort" auf die massive Präsenz von Extremisten, Russen, Pegida- und IS-Anhängern im Internet bieten und die Radikalisierung von Muslimen über das Netz verhindern. Das Vorhaben sei dabei "komplementär zur Überwachung sozialer Medien durch die Sicherheitsdienste und die Polizei".

Erst wird überwacht, dann wir zurückargumentiert. Die Gruppe sei ein Beratungsangebot an die 28 EU-Mitgliedstaaten, das bei Bedarf wahrgenommen werden könne, sagt EU-Antiterror-Koordinator de Kerchove. Das Team solle Wege aufzeigen, "wie man leistungsfähiger bei der Gegenbotschaft sein kann". So könnten die Kommunikationsexperten Tipps geben, welche Art von Medien und Verbreitungsformen im Internet eingesetzt werden sollten, um etwa gezielt junge Menschen anzusprechen. Erste Ideen der Experten deuten auf die Nutzung von Twitter, Instagram und Facebook.

Der Dresdner Sprachwissenschaftler Joachim Scharloth verweist auf die immensen Kosten der Gegenstrategie. Viele Regierungen seien deshalb derzeit dabei, ihre keineswegs billige Propaganda im Netz zu automatisieren. Auch Scharloth hat einen ersten Propaganda-Bot gebaut, der ohne menschliches Zutun im Sinne seiner jeweiligen Auftraggeber an der Meinungsfront kämpfe. "Das ist ein Computerprogramm, das sinnvolle Texte schrieben und Diskussionen in sozialen Netzwerken führen kann", erläutert er. Während die vom Kreml ausgeschickten Kommentar-Roboter etwa auf Meldungen über unsichtbare russische Truppen in der Ukraine mit sarkastischen Kommentaren reagieren, ist der deutsche Bot ist eine Software, die auf Putin-kritische Beiträge reagiert.

Mittwoch, 18. März 2015

Zitate zur Zeit: Für die Aufrechterhaltung der Zweistaatlichkeit

Die Hamburger Grünen haben sich gegen eine Vereinigung der beiden deutschen Staaten ausgesprochen. Mit großer Mehrheit stimmte eine Mitgliederversammlung der Grün-Alternativen Liste (GAL) einer Resolution zu, in der die Aufrechterhaltung der Zweistaatlichkeit verlangt wird. Zur Begründung heißt es unter anderem, dass nur eine souveräne DDR die notwendigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung eigenständiger und demokratischer Strukturen bieten könne.

Die Grünen warnten in der Resolution vor einer vom Westen betriebenen "Durchkapitalisierung und Privatisierung der DDR", die ohne staatliche Souveränität und ohne eigene Sozial- und Rechtsordnung vor allem Arbeitslosigkeit, Armut und weitere Umweltzerstörungen in der DDR produzieren würde. Angesichts der von den etablierten Parteien betriebenen Wiedervereinigungspolitik sehen sich die Grünen Hamburgs besonders gefordert, "nicht dem politischen Sog des nationalen Taumels und der Hysterie auf ein einig Deutschland nachzugeben". Bei einer Vereinigung wird vor allem mit einem wachsenden Nationalismus gerechnet.

Pressemeldung zu einem Grundsatzentschluss der Hamburger Grünen vor der letzten Wahl in der DDR am 18. März 1990

Internetminister baut Überwachung aus

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt startet einen neuen Anlauf, die zuletzt in die Kritik geratene Überwachung der Bürgerinnen und Bürger auszubauen. Dobrindt will dazu freie Wlan-Hotspots etablieren, über die Behörden das Surfverhalten von Besuchern direkt beobachten können.

Geht es nach dem Willen des Bundesministers für Verkehr, der auch einer von drfei Internetministers ist, ist das kostenlose Surfen per Wlan in der Nähe von Behörden bald selbstverständlich. Noch in diesem Jahr werde sein Ministerium in Berlin-Mitte kostenfreies Wlan anbieten, sagte Dobrindt. Wenn alle Berliner Behörden folgen, gäbe es in der Haupstadt bald ein breites Wlan-Angebot, über das Geheimdienste und Polizei legal sehr wichtige Erkenntnisse über die Internetvorlieben der Deutschen gewinnen könnten.

"Städte und Gemeinden, die beim öffentlichen Wlan die Nase vorn haben, gewinnen einen echten Standortvorteil", so der Minister. Während der Zugang zur Kommunikation der Bürger über Umts oder DSL für Sicherheitsbehörden nur illegal oder nach entsprechenden Gerichtsbeschlüssen möglich sei, könnten beim Surfen über ein von einer Behörde bereitgestelltes Wlan-Netzwerk alle anfallenden Informationen gesammelt und ausgewertet werden.

Dobrindt ist mit seinen Vorstellungen nicht allein. Aktuell läuft eine Aktion des Berliner Senats zur Förderung öffentlicher Hotspots. Bis Ende Januar 2015 können sich Betreiber um Hotspot-Standorte bewerben. Die Stadt stellt öffentliche Gebäude zur Verfügung und unterstützt die Betreiber durch die Übernahme von Miet- und Stromkosten.

Fördermittel für die Initiative kommen sowohl vom deutschen Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst, als auch von der amerikanischen Geheimdienstorganisation Advanced Research Projects Agency, die sich mit der Gründung von Diensten wie Yahoo, Google, Facebook, Twitter, Paypal und Ebay umfassende Zugriffsrechte auf die persönlichen Daten von Bürgern weltweit gesichert hatte.

Dienstag, 17. März 2015

Zitate zur Zeit: Es gibt keinen Gott außer Allah


Es fällt schwer, mit dem Argument, dass alle Götter gleich sind, Menschen zu überzeugen, die von Kindesbeinen an gelernt haben, dass es nur einen Gott gibt.

Carl Ladeplads, Singer/Songwriter aus Dänemark

Fremde Federn: Deutschland, 2021

Kurzgeschichte von Peer Ehlers:

Berlin, 02.05.2021

Wie die neue chinesisch-deutsche Sprecherin der grün-roten Bundesregierung, Rea Li Tätsfremd, soeben in einer Pressekonferenz mitteilte, ist eine gezielte Aktion zur Festnahme der weltweit gesuchten Top-Terroristen Islamischer Staat blutig gescheitert.

Nachdem BKA und BND nach mehr als fünf Jahren Suche den Aufenthaltsort der wegen zahlloser Sprengstoffattentate in der ganze Welt gesuchten Terroristen in der islamischen Freizone der Hauptstadt Berlin identifizieren konnten, sollten diese heute Nacht mit einer gezielten Kommandoaktion festgenommen werden. Dabei kamen alle 20 Mitglieder des Sondereinsatzkommandos ums Leben. Die genauen Umstände des tragischen Scheiterns sind derzeit noch unklar.

Das Spezialkräfteteam, bestehend aus 12 Sozialpädagogen, zwei Frauenbe-auftragten, zwei Migrationsbeauftragten, zwei Political-Correctness-Überwachungsbeauftragten und vier Juristen kam nach zweistündiger Fahrt mit Fahrrädern durch die autofreie Innenstadt von Berlin gegen Mitternacht vor dem Wohnkomplex an, in dem sich die gesuchten Terroristen aufgehalten haben sollen. Auf Nachfragen betonte die Regierungssprecherin, daß das Team selbstverständlich nach den neuen gesetzlichen Quotenregeln mit einem korrekten Anteil von Frauen, Männern, Migranten, Schwulen, Lesben und Veganern paritätisch besetzt war.

Bei dem Versuch, das Wohngebäude mit vorgehaltenen Informationsbroschüren und Diskussionsangeboten zu stürmen, wurde das gesamte Einsatzteam durch Sturmgewehrfeuer der islamischen Terroristen erschossen. Für die Bundesregierung ist immer noch unklar, wie es dazu kommen konnte.

Die Teammitglieder seien durch ihre mehrjährige Ausbildung in allen modernen Diskussionsarten geschult und mit sämtlichen Therapieangeboten für Terroraussteiger bestens vertraut gemacht worden. Alle hätten zudem jahrelange praktische Erfahrung durch die Teilnahme an Sitzblockaden, Demonstrationen sowie Integrations- und Selbstfindungskursen.

Außerdem sei es überhaupt nicht nachvollziehbar, wie die Terroristen trotz des vor vier Jahren von Grün-Rot gesetzlich durchgesetzten Verbots aller Privatwaffen und Schützenvereine und der danach erfolgten Beschlagnahme sämtlicher privater Schußwaffen in den Besitz der Sturmgewehre kommen konnten.

Auch unter den die Schüsse abgebenden Terroristen soll es Verletzte gegeben haben. Angeblich wurden mehrere von ihnen noch in der Nacht in Berliner Krankenhäusern wegen Zerrungen der Bauchmuskulatur behandelt, die sie sich bei Erscheinen des Sondereinsatzkommandos und bei dem nachfolgenden Feuergefecht durch
Lachkrämpfe zugezogen hatten.

Die Bundesregierung bedauerte diese Verletzungen der Terroristen ausdrücklich: "Es war nicht unsere Absicht, dass es bei dieser Aktion zu Opfern kommt. Wir sprechen den Betroffenen und deren Angehörigen unser tiefempfundenes Mitleid aus", betonte Rea Li Tätsfremd.

Nach dem Feuergefecht flüchteten alle terrorverdächtigen Bewohner des Wohnkomplexes mit Fahrzeugen an einen noch unbekannten Ort. Die Fluchtfahrzeuge entsprachen nicht der neuen Elektrokraftfahrzeugverordnung, sondern waren noch mit den seit einem Jahr verbotenen, altmodischen und umweltunverträglichen Verbrennungsmotoren ausgestattet und besaßen zudem weder Rußpartikelfilter noch Umweltplaketten.

Rea Li Tätsfremd zeigte sich wegen dieses Verstoßes gegen die Umweltgesetze hochgradig entsetzt und kündigte scharfe Konsequenzen an: "Dafür werden wir diese Verbrecher unerbittlich jagen und in Therapiesitzungen zur Rechenschaft ziehen."

Bei der nachfolgenden Flucht durch Berlin zeigten die Täter weder Respekt vor der autofreien Zone, noch der inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h innerorts. Auch dies sei ein Ausdruck dafür, wie menschenverachtend das Menschen- und Weltbild derartiger Terroristen sein, betonte Rea Li Tätsfremd.

Die Polizei nahm sofort die Verfolgung der Täter mit den neuen Elektrodienstfahrrädern und den öffenlichen Nahverkehrsmitteln auf, konnte die Täter aber nicht mehr einholen. Die Ursachen sollen nun durch eine polizeiinterne Unter-suchungskommission geklärt werden.

Kritik aus den Reihen der Opposition, dass man eine bewaffnete Einheit wie die GSG9 oder ein SEK hätte einsetzen sollen, wies die Bundesregierung scharf zurück. Nachdem man bereits vor 2 Jahren alle derartigen Rambo-Einheiten aufgelöst, deren Mitglieder zu Sozialtherapeuten umgeschult und auch bei der Polizei sämtliche Schusswaffen eingezogen hätte, sei es nicht an der Zeit, zu derartigen mittelalterlichen Methoden der Verbrechensbekämpfung zurückzukehren: "Dies entspricht nicht dem von der Mehrheit der multikulturellen Bevölkerung getragenen Menschenbild von Toleranz und  Mitmenschlichkeit", so Rea Li Tätsfremd gegenüber den Journalisten.

"Nur weil seitdem die Verbrechensquote um etwa 390 Prozent gestiegen ist, kann man daraus keinen Zusammenhang mit diesen Maßnahmen zur Schaffung einer waffenfreien, multikulturellen Bürgergesellschaft ableiten", betonte die Regierungssprecherin.

Offensichtlich habe die Opposition in ihrer ideologischen Verblendung hier den Bezug zur Wirklichkeit verloren. Vielmehr gelte es nun zu überlegen, wie man durch weitere Verbotsmaßnahmen das offensichtlich immer noch latent vorhandene Gewaltpotenzial im Volk weiter eindämmen und damit mehr Sicherheit schaffen könne.


Insbesondere gewaltverherrlichende Sportarten wie Boxen, Fechten und Speerwerfen sollten künftig strengeren Reglementierungen zur Ausübung unterworfen werden. Zudem müsse der bisher auf grüne Autobesitzkarte nach entsprechender Bedürfnisprüfung mögliche Altbesitz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auf den Prüfstand.

Von der Bundesregierung wurde eine Untersuchungskommission eingerichtet, die die Ursachen des Scheiterns der Festnahmeaktion in den nächsten sechs Monaten genau analysieren und neue Konzepte für zukünftige Kommandoaktionen erarbeiten soll.

Montag, 16. März 2015

Lügen-Youtube!

Wir sehen deutsche Bundespolizisten, die in einer der schlimmsten Despotien der Welt hospitieren. Hospitieren nicht irgendwo, sondern bei Menschenrechtsverletzungen und bei der Missachtung der Grundrechte. Schlimm, was das us-amerikanische Videoportal Youtube da zeigt: Staatliche deutsche Institutionen als Helfershelfer und Komplizen eines Regimes, das Blogger auspeitscht, Kritiker hinrichten lässt und seine Macht mit "archaischen Methoden" (EU-Parlamentspräsident Martin Schulz) aufrecht zu erhalten versucht. Deutsche leisten Hilfe dabei: Beamte aus dem Heimatland der Toleranz bilden in Saudi Arabien, so Youtube, Grenzpolizei und Geheimdienst aus, ebenso helfen sie der berüchtigten Religionspolizei, die Menschen noch perfekter zu unterdrücken.

Der von Youtube veröffentlichte Film ist zweifellos ein neues Beispiel dafür, wie im Internet gelogen wird. Angeblich wisse die Bundesregierung alles über die deutsche Unterstützung der Mullahs und Scheichs, sie habe das ganze Unternehmen sogar in einem "völkerrechtlichen Vertrag" festgelegt, behauptet das von den Urhebern des Filmes (oben) mit dem Logo des angesehenen Staatsfunk-Magazin "Fakt" unterlegte Material, das so geschickt zusammengeschnitten ist, dass es den Eindruck erweckt, die Angaben könnten zutreffend sein.

Das ist selbstverständlich Unsinn. Schon das verheerende Echo, das eine reise des Fußballvereines Bayern München nach Saudi-Arabien fand, zeigt, dass Deutschland eine Null-Toleranz-Politik gegen die Intoleranz fährt. SPD und Grüne, aber auch Christoph Strösser, der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, forderten, ein Zeichen zu setzen. Sogar die angesehene Hamburger Wochenzeitschrift "Die Zeit", die in der Regel nur aus Saudi-Arabien berichtet, wenn es um den Ölpreis geht, kritisierte "öffentliche Auspeitschungen und Enthauptungen, ein intoleranter und fanatischer Islam, Frauenunterdrückung, Lohnsklaverei, Terrorexport und Ölpreistrickserei.




Zwei Frauen, acht Kinder, arbeitslos sucht... ein Haus mit Garten

Der kleine Ismail hat einen berühmten Patenonkel: Bundespräsident Joachim Gauck hat die Ehrenpatenschaft für den drei Monate alten Jungen übernommen. Ein Glückwunschschreiben des Staatsoberhauptes wurde seinen Eltern nun im Schloss Horst überreicht. Zudem spendierte der Präsident 500 Euro, die Stadt steuert 100 Euro hinzu. Ismail ist das siebte Kind der Familie Tatari, die insgesamt acht Kinder hat. Wir steigen mit der Westdeutschen Zeitung ins Archiv und besuchen eine Parallelwelt: Ein Besuch bei einer ungewöhnlichen Großfamilie.

Im ersten Stock des Mehrfamilienhauses an der Ückendorfer Str. ist es selten still. Kein Wunder, hier leben ja auch 13 Personen in einem Haushalt. Die Brüder Hasan, Murat, Isa und Elmedin lehnen lachend im Türrahmen und freuen sich über den Besuch. Herzlich grüßen die Großeltern, die ebenfalls hier wohnen. Zeynel-Abedin tapst ins Wohnzimmer, seine Schwester Zeynep hinterher – sie ist das einzige Mädchen unter den Kindern. „Und Prinzessin“, lacht die Großmutter. Ismail stramrpelt in seinem Tragesitz, während die Großmutter Brüderchen Ibrahim auf den Schoß nimmt. „Die beiden sind nur eine Woche auseinander“, sagt Vater Sabedin. Wie geht das denn?

„Ich habe zwei Frauen“, erklärt der 24-Jährige. Drei der Kinder hat er mit seiner Ehefrau Samanda (24), die anderen fünf mit seiner zweiten Frau Tatjana. „Wir leben hier alle zusammen“, erklärt er. „Die Kinder sagen zu beiden Müttern ‘Mama’.“ Rivalitäten gebe es da nicht. Ein Mann, zwei Frauen, acht Kinder – ein Familienkonzept, das, an europäischen Maßstäben gemessen, ungewöhnlich erscheint.

Mit 15 wurde der arbeitsuchende Tischler zum ersten Mal Vater – eine Großfamilie wollte er schon immer haben. Schließlich stammt Sabedin selbst aus einer. „Ich habe vier Schwestern und einen Bruder.“ Drei Monate war er alt, als seine Eltern mit ihm 1988 aus dem Kosovo nach Deutschland kamen. Aufgewachsen in Lüneburg, zog es die Familie vor vier Jahren nach Gelsenkirchen. „Hier fühlen wir uns wohl.“ Nur die Sechs-Zimmer-Wohnung sei etwas zu klein. „Daher suchen wir ein Haus mit Garten.“
Info

Der Bundespräsident bringt mit der Ehrenpatenschaft die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Seit 1949 wurden ca. 75.100 Patenschaften übernommen. (Quelle: Wikipedia)

In Gelsenkirchen hat der Bundespräsident seit 2009 zwölf Ehrenpatenschaften übernommen. In diesem Jahr waren es drei.

Dass Ismail nicht das siebte Kind des Ehepaares, sondern das siebte Kind der Familie insgesamt ist, spiele für die Vergabe der Ehrenpatenschaft keine Rolle, weiß Stadtsprecher Oliver Schäfer. Der Bundespräsident übernehme auf Antrag die Patenschaft für das siebte Kind einer Familie. Dabei kann das Kind von denselben Eltern, derselben Mutter oder demselben Vater abstammen. „Den Antrag kann man im Bürgercenter stellen, wir bearbeiten ihn und leiten ihn nach Berlin weiter“, erklärt Schäfer. Die genauen Wohnverhältnisse würden von der Stadt aber nicht geprüft.

Sabedin Tatari und seine Familie freuen sich jedenfalls über den berühmten Patenonkel. Und wer weiß, vielleicht schaut der Präsident bei einem Besuch in Gelsenkirchen auch mal an der Ückendorfer Straße vorbei. „Wir würden uns sehr freuen, ihn mal zu treffen.

Sonntag, 15. März 2015

Zitate zur Zeit: Von Schlägertrupps zerschmettert

Alles erinnerte auf schreckliche Weise an 1933: die Drohungen, das Geschrei, der Fanatismus. Wieder schien es, als würde die Demokratie von Schlägertrupps zerschmettert.

Ken Follett, Winter der Welt

Blickdicht auf Brautschau

Mehr als eine Milliarde Moslems weltweit, und allem äußeren Eindruck zum Trotz wollen viele von ihnen nicht auf die 77 Jungfrauen oder Jungmänner warten, die für begeisterte Beteiligung am Dschihad versprochen werden. Dank muslima.com muss das auch niemand mehr. Die Partnerbörse für Korangläubige offeriert muslimischen Mädchen und Frauen einen hochmodernen Weg, den Mann fürs Leben zu finden, wenn ihn Papa und Onkel nicht sowieso schon ausgesucht haben.

Die "Nummer 1 Webseite für muslimische Hochzeit" (Eigenwerbung) hat derzeit 645.000 Mitglieder, die hier einen "moslemischen Partner für Freundschaft, eine Romanze oder zur Heirat" suchen können. Austoben kann man sich in Rubriken wie "Moslemische Singels" (Muslima.com) und "Moslemische Frauen, die nach Heirat suchen", dazu gibt es einen "Moslemischen Chat, Moslemische Freunde und Moslemische Brieffreunde" (muslima.com). Verfügbar ist das islamische Flirtverzeichnis in Deutsch, Englisch und Holländisch, angemeldet aber sind nach der Eigenbeschreibung "ledige moslemischen Frauen und Männern von der ganzen Welt".

Darunter sind gerade frisch konvertierte Damen wie die 21-jährige Patricia, die "seit drei monaten alhamdullilah muslima" ist und außerdem "eine frau die weis was sie will", und erfahrene Muslima wie Handan, die ihre Religion schon länger "lieben und leben". Sandra, von der man dank Verschleierung nur die Augen sieht, ist unter dem Vorhang "eine lebensfrohe, nette Person, die leider schon einige schreckliche Erfahrungen hinter sich hat". Sie blicke "jedoch nach vorn und gebe die Hoffnung nicht auf." Kleine moslemische Dramen sind das, ganz wie in jeder anderen Partnerbörse, nur zuweilen eben ohne Gesicht.

Sandrila zum Beispiel verrät von sich nur, dass sie schwarze Haare hat und hübsch ist tief unter den Tüchern, aus denen sie mit niedergeschlagenen Augen guckt. Das erspart sich Meryam dann auch noch: Statt Gesicht zeigt sie auf ihren Bildern ein blickdichtes Tuch in flottem Senfgelb. Die Dame könnte auch Frau Ahmedinedschad sein, doch diese Hoffnung enttäuscht sie: "Ich trage Niqab, ich möchte nach Koran und Sunna leben", gesteht die junge Dame, die auch sonst nicht viel herumredet: "ich suche einen mann der am tag und in der nacht das gebet macht. der mit mir djennah als ziel hat,und dafür arbeitet. ein mann mit wissen im islam, der koran und sunna kennt und sich daran halten kann. bart ist eine flicht für jeden muslim."

Samstag, 14. März 2015

HFC: Im Siegesrausch mit der grauen Maus

Der Matchwinner, noch gar nicht recht glücklich.
Mehr als zwei Jahrzehnte war der heutige Favorit nicht mehr an der Saale, als er dann kommt, dauert es noch sieben Minuten mehr, ehe er Fußballspielen darf. Bei tristem Novemberwetter empfängt Hallesche FC den ehemaligen Oberliga-Konkurrenten Energie Cottbus, doch die Vorzeichen der Begegnung sind ganz andere als damals in der DDR. Seinerzeit war Halle eine Art graue Maus der Liga, Energie aber war noch ein bisschen grauer, ein Verein, gegründet für den Wochenend-Spaß der Braunkohlekumpel, der mehr Zeit in der 2. als in der 1. Liga verbrachte.

Zur rechten Zeit aber rappelte sich der östlichste Klub der Republik auf. Während die Traditionsvereine nach dem Anschluss der Oberliga an die Bundesligen nach und nach Richtung Abgrund taumelten, feierte Cottbus einen märchenhaften Aufstieg bis in die 1. Bundesliga.

Auch diese Zeiten sind lange vorbei, inzwischen hat sich Halle aus der fünften Liga nach oben gekämpft, Cottbus ist aus der ersten in die dritte heruntergefallen. Dennoch: Die Kumpelelf hat Ambitionen, wieder in die 2. Liga aufzusteigen. Der Gastgeber dagegen tut vor allem daheim alles, um die dritte Liga zu halten.

Auch gegen Cottbus erwartet die leidgeprüften HFC-Fans einmal mehr ein Deja vu. Wie der Katholik im Sonntagsgottesdienst um Seelenheil, volles Konto und Lebensglück betet, beten die Rot-Weißen jedes mal um einen Heimsieg. Und wie Gott die Katholiken nur selten erhört, lässt der große Fußballvater auch das Flehen der Hallenser meist unerfüllt.

Mit Patrick Mouaya für den erkrankten Marco Engelhardt in der Innenverteidigung starten die Gastgeber wie üblich nicht eben wie die Feuerwehr. Cottbus hat die bessere Startphase,über rechts kurbelt Mattuschka wie in seinen besten Tagen. Der HFC braucht bis zur 10.Minute, um zum Spiel nach vorn zu finden. Dann aber kommt es dick: Erst verzieht Bertram, dann findet Gogia mit einem schönen Rückpass von der Grundlinie keinen Mitspieler und schließlich trifft Banovic den Ball nicht richtig und er kullert nur Richtung Tor.

Auf der Gegenseite machen es die in Schwarz spielenden Brandenburger besser. Mattuschka läuft Baude davon, flankt nach innen und Kaufmann macht das 0:1.

Alles anders in Halle, wo eigentlich regelmäßig in den letzten Spielminuten verloren wird. Und doch alles gleich, denn wieder deutet nun alles auf eine weitere Heimniederlage hin. Die Bilanz der Hallenser in diesem Bereich ist die eines Absteigers, nur die famose Auswärtsserie hält die Männer von Trainer Sven Köhler noch im Ligamittelfeld.

Daheim ist das Drama unendlich, eine Lösung nicht in Sicht. Auch gegen Cottbus beginnt die 2. Halbzeit mit einem Gast, der drückt, und einem Gastgeber, der wie die Maus vor der Katze sitzt und darauf wartet, gefressen zu werden. Bis Sven Köhler reagiert. Er bringt Osawe als zweiten Stürmer, und er tut das ungewöhnlich früh. Der junge Brite führt sich gut ein, zwar kommt nichts Zählbares heraus, aber es scheint, als seien die Cottbusser auf den schnellsten Hallenser gar nicht eingestellt.

In der 67. Minute ist es dann allerdings doch wieder Andy Gogia, der das nun ausgeglichenere Spiel auch vom Ergebnis her ausgeglichen gestaltet. Er lässt drei Cottbusser aussteigen, schießt, trifft zwar nicht, setzt damit aber Timo Furuholm in Szene, der keine Mühe hat, den Ausgleich zu erzielen.

Jetzt ist der HFC am Drücker, den Gästen scheint der verlorene Vorsprung so weh zu tun wie den Hallensers jedes Mal, wenn sie wieder einen verloren haben. Das passiert oft, heute aber finden sich kämpferisches Aufbäumen und Glück endlich einmal so zusammen, dass ein eigentlich verdientes Remis zu einem Sieg wird: Gogia bringt eine Ecke herein, die der vielgescholtene Furuholm herausgeholt hat. Und Kruse trifft zum 2:1.

Ist das der Bock, der so lange nicht umgestoßen werden konnte? Osawe beschäftigt die Cottbusser jetzt ein ums andere Mal, er spurtet den Abwehrspielern einfach davon, doch vor dem Tor versagen im die Nerven. Aber Cottbus spielt die Halle-Rolle: Konsterniert schauen die Schwarzen zu, wie ihnen die drei Punkte aus den Händen gleiten.

Und es ist Osawe, der sie ihnen endgültig wegnimmt. Schon in der Nachspielzeit erläuft er wieder einen Ball, diesmal aber bleibt der Kopf oben und das Blut kalt. An Cottbus-Keeper Müller vorbei trifft der Engländer zum 3:1, das KO für den Aufstiegsaspiranten und die Tür zum Himmelreich für die Rot-Weißen. Ein Heimsieg, seltener Gast im Erdgas-Sportpark. Drei Tore in einem Spiel, noch seltener. 40 Punkte im März, noch nie dagewesen. Cottbus muss die Punkte zum Aufstieg woanders holen, die graue Maus aus der Lausitz findet sie womöglich sogar nirgendwo. Ein HFC aber, der auch Spiele daheim gewinnt, in denen er nur ein Remis verdient hätte, könnte bald an den Cottbussern vorbeiziehen. Nach 22 Jahren wird es ja auch Zeit.

Zitate zur Zeit: Nervender Nischenglaube

Der Hinduismus ist mir scheißegal! Er nervt mich aber nicht. Die Mormonen sind mir scheißegal. Sie nerven mich auch nicht!

Im Islam jedoch gibt es viel zu viele Fundamentalisten, die einfach nur noch nerven, weil sie es nicht zulassen wollen, dass mir der Islam scheißegal ist!

Tapfer im Nirgendwo über die vieldiskutierte Religion einer Minderheit

Freitag, 13. März 2015

Gesänge fremder Völkerschaften: Männer mit Mandolinen

Wie alle diese Männer hat er mal als Punk angefangen. Damals trug Jayke Orvis aus Wisconsin noch schulterlange Haare, er stand auf Metal, Alice Cooper, Motley Crue und Metallica und spielte in einer Rockband. Dann aber entdeckte der Gitarrist und Gründer der .357 String Band die echte alte amerikanische Volksmusik, Bluegrass und Folk, ohne solistischen Anspruch geklimpert auf sechs Saiten.

Orvis wechselte von der Gitarre an die Mandoline, die er spielt wie ein Punk die Stromgitarre: Mit seiner Broken Band spielt er auf dem aktuellen Album "Bless This Mess" unrunde, klappernde und zerschossene Stücke, die vom überproduzierten Wohlklang der aktuellen Popmusik genausoweit weg sind wie vom brummigen Intellektuellenfolk Bob Dylans. Jayke Orvis bezieht sich auf Hank Williams und Doc Watson, er hat die Haare abgeschnitten und umgibt sich mit Leuten aus der Folkpunk-Szene, deren Hohepriester Chuck Ragan, ehemals Hot Water Music, das Kunststück geschafft hat, Fiddle, Holzklampfe und mehrstimmigen Männergesang als Punkinstrumente der Stunde zu etablieren.

Orvis ist neu im Klub, zuletzt tourte er noch nicht mit Ragans Revival Tour, sondern mit der von dessen altem Kumpel Austin Lucas erfundenen Minimum Overdrive-Tour, der sich auch der Kandier Matt Goud alias Northcote und Jon Snodgrass von der Alternaitve-Countryband Drag the River anschlossen. Für Orvis Rüttelhymne "Gone Forever More", vor vier Jahren auf dem Album "Its All Been Said" erschienen, kommen alle vier auf die Bühne, ein Gipfeltreffen im Indiekeller, das genau in die weltkulturkritischen PPQ-Reihe "Gesänge fremder Völkerschaften" passt.

Mehr Gesänge aus mehr Ländern
Gott in der Kehle

Blasen in Steueroasen
Pogo in Polen
Hiphop in Halle
Tennessee auf Tschechisch
Singende Singles
Multikult im Elektroladen

Annexion Zyperns: Separatisten mitten in der Union

Vielleicht liegt es am Alter. Als türkische Streitkräfte am 20. Juli 1974 im Rahmen der „Friedensoperation Zypern" (Kıbrıs Barış Harekâtı) den Norden der Insel besetzten, war Angela Merkel erst 20 Jahre alt und Barack Obama sogar erst 13. Wie heute Russland in der Ukrainekrise berief sich der Nato-Partner Türkei damals zur Rechtfertigung seiner Invasion, die nicht verdeckt stattfand, wie es den Russen vorgeworfen wird. Sondern ganz offen, auf ihren Status als Garantiemacht. Es gab Türken auf Zypern und die mussten vor den griechischen Zyprioten geschützt werden, nachdem sich in Athen eine faschistische Junta an die Macht geputscht hatte.

Die Türkei schickte Soldaten. 200.000 griechische Zyprioten aus dem Nordteil wurden in den Süden vertrieben, 1.500 starben dabei vermutlich. Die meisten türkischen Zyprioten aus dem Süden flüchteten im Gegenzug in den Norden, so dass zwei weitgehend getrennte Siedlungsgebiete entstanden. Den Nordteil trennen die von der Türkei unterstützten Separatisten anschließend vom Restteil der Insel ab.

Bis heute gibt es ihre damals gegründete „Türkische Republik Nordzypern“.

So oft die Kanzlerin da auch zusammen mit den Organen der Einheitspresse kritisieren mag, Russland sei der Staat gewesen, der "zum ersten Mal nach dem Ende des II. Weltkrieges Grenzen mit Gewalt verändert" habe – es stimmt nicht. Gewaltsam Grenzen verändert hat die Türkei lange vor der Nato, die mit dem Kosovo einen neuen "failed state" schuf. Schon am 18. November 1983 verurteilte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in der Resolution 541 die Loslösung von Nordzypern, bis heute hat kein anderer Staat neben der Türkei die „Türkische Republik Nordzypern“ anerkannt.

Was tun? Nun, die EU kommt mittlerweile sehr gut mit dem durch den Nato-Partner Türkei annektierten Nicht-Staat klar. Natürlich haben die Vereinten Nationen mehrfach (Resolutionen (541, 550, u. A.) festgestellt, dass die Besetzung des Nordteils Zyperns illegal ist, auch wurde die Anerkennung der Separatistenrepublik durch die Türkei verurteilt. Die EU aber hat daraufhin nicht etwa Sanktionen gegen
die Türkei verhängt, die immerhin einen Teil des Gebietes der Europäischen Gemeinschaft annektiert hat, da nach geltender EU-Lesart nach wie vor ganz Zypern zur Gemeinschaft gehört.

Nein. Zur Zeit ist ein Teil der EU zwar also von einer fremden Macht annektiert, die so fremd jedoch gar nicht ist, weil die 40.000 Soldaten der türkische Armee, die Nordzypern seit der Militärintervention von 1974 besetzt halten, schließlich ebenso mit der Nato befreundete Truppen sind wie die zypriotischen Einheiten, die den Rest der Insel verteidigen. Aber die EU duldet die Annektion auf ihrem Territorium, obwohl sie die Grenze zwischen Nord- und Restzypern nicht als EU-Außengrenze definiert.

Die Türkei, seit 40 Jahren Aggressor und Schutzmacht der Separatisten, muss keine Sanktionen erdulden, die USA haben nie versucht, Ankara in die Knie zu zwingen, türkische Firmen können in der EU Geschäfte machen, aber auch im besetzten Nordzypern.

Nach Ansicht der UN und der EU soll Zypern im Rahmen eines friedlichen Prozesses wieder zu einem Staat vereinigt werden. Seit zehn Jahren zeitigt dieser "Prozess" allerdings keinerlei Fortschritt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es bisher bei all ihren Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan tunlichst vermieden, das Thema überhaupt nur anzutippen. Ganz im Unterschied zur russischen Annektion, die Merkel nicht müde wird zu beklagen, zu verurteilen und zu bestrafen.

Donnerstag, 12. März 2015

Es war nicht alles schlecht: Die NVA ist wieder da

Jakob A. Smith aus Eugene in Oregon zeigt einmal mehr Geschmack. Im Video zum Stück „Wish It Was True“, einem erneuten Geniestreich seiner Ein-Mann-Band The White Buffalo, tut es der amerikanischer Countryfolkmusiker so vielen Bekannten und Unbekannten nach: Er trägt eine Uniformjacke der vor 25 Jahren verstorbenen Nationalen Volksarmee der DDR, die ihm äußerst gut steht.

Natürlich entspricht Smith‘ Gesamtauftreten nicht den Dienstvorschriften der einzigen deutschen Armee, die nie Krieg geführt hat. Der Bart ist verboten, das Haar zu lang, zudem fehlen dem ziellos wandernden Sänger offenkundig Rangabzeichen und Schulterklappen.

Dennoch, sie lebt, die tote DDR, auch ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod im zarten Alter von 40 Jahren. Und auch ihre Mode ist noch da, die Uniform, in der die Grenze gesichert wurde, gibt heute ein cooles Gimmick ab für ein Rockvideo.



DDR-Chic erreicht Pornoindustrie



Online-Test: Welcher Diktatorentyp bin ich?

Sie sind überall im Internet, die Tests, welcher Hund zu wem passt, welche Art Geschlechtsverkehr wer zu bevorzugen hat, welchem Prominenten man am wenigsten ähnelt und welche Haarfarbe die künftige Gemahlin haben sollte. Viel wichtigere Tests aber fehlen nach einer neuen Untersuchung des Blogampelamtes, das in einer Studie für die Bundesregierung eine Entpolitisierung der deutschen Testlandschaft beklagt.

Die Bundeszentrale für Politische Erziehung hat reagiert und nun erstmals einen amtlichen Onlinetest zur Diktatorenabwehr ins Netz gestellt. Mit Hilfe der 13 Fragen können Neugierige ihr Gehirn herausfordern und sehen, was für ein Diktatorentyp sie wären, gelänge es ihnen, die Macht im Land zu erobern. Der Test ermittelt ein detailliertes Persönlichkeitsprofil. Nur 60 Sekunden - und der Diktator in spe weiß, wo seine Stärken liegen: Greife ich zu Gewalt, um die Opposition zu unterdrücken? Macht mir Mord etwas aus? Säubere ich mein Land regelmäßig durch? Führe ich Kriege zur Ablenkung? Und radiere ich einstige Gegenspieler später aus offiziellen Fotos? Gar nicht so einfach, die richtige Wahl zu treffen. Schließlich soll das Diktatorendasein ja glücklich und zufrieden verlaufen und von möglichst langer Dauer sein.

Unser Test sagt Ihnen, für welche Art Diktatur Sie geeignet sind.

Mittwoch, 11. März 2015

EU: Moralisch bankrott

Das Vertrauen in die Politik ist weg, das Vertrauen in die staatlichen Institutionen, das Vertrauen in die eigene Währung, das Vertrauen darauf, dass es der Nachbar gut mit einem meint, und das Vertrauen darauf, dass alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten sowieso. 23 Jahre nach Abschluss des Maastricher EU-Vertrag über die Vereinigung Europas zu einer eng verbundenen Staatenfamilie mit eigener Währung steht Europa so schlecht da wie seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr. Entzweit, wirtschaftliche marode, von einem Deutschland dominiert, dass den Kontinent durch seine schiere Kraft beherrscht, sich aber nicht traut, zu führen - Raúl Ilargi Meijer hat beim US-Portal Zero Hedge eine Abrechnung mit einem Erdteil verfasst, dessen moralischer Bankrott auf der Hand liegt.

Während europäische Politiker die Insolvenz der Jahrhundertidee mit Kriegsgeschrei zu übertönen suchen, europäische Institutionen verzweifelt versuchen, Ansehen zurückzukaufen und deutsche Medien bemüht sind, nur ja nicht das ganze Bild zu zeigen, führt Meijer den "spektakulären Fehlschlag", zu dem der große Plan der Umgestaltung geworden ist, im Detail vor.

Im Osten der hirntote Versuch einer weiteren Expansion, im Hinterkopf die von Anfang an verfolgte Idee, dass nur Größe Bedeutung verspricht - und ein weiteres Mal wird das verzweifelte Bemühen, sich Weltgeltung und inneren Zusammenhalt durch Ausdehnung zu verschaffen, zu einer "Katastrophe" (Meijer): Europa hat die USA und die NATO bei der Schaffung nicht nur eines gescheiterten Staates, sondern eines weiteren Hiroshima direkt an seinen Grenzen unterstützt".

Die Folgen davon würden die EU - oder später eher ihre früheren Mitglieder - nicht nur Wochen und Monate oder Jahre, sondern über Jahrzehnte hinweg begleiten und belasten. Denn mit dem schiefgegangenem Ukraine-Experiment zerbrach die über ein Vierteljahrhundert sorgfältig neu gestaltete Beziehung zu Russland. "Was 25 Jahre lang gebaut wurde, wurde in kaum mehr als einem Jahr zerstört", urteilt der Analytiker. Dies werde, glaubt er, am Ende Angela Merkels politisches Hauptvermächtnis: Europa nicht gerettet und dennoch einen neuen Kalten Krieg mit Russland nicht verhindert zu haben.

Die Schuld daran sieht Meijer allerdings nicht in Berlin und Brüssel, sondern in den USA. Von dort aus hätten "Kriegstreiber" versucht, Konfliktherde in Europa zu schaffen, Merkel und Europa hätten dem nicht widerstanden, sondern "Seite an Seite mit Scharfmachern wie John McCain und Victoria Nuland" eine Strategie vorangetrieben, für die Russland Deutschland eines Tages die Rechnung vorlegen werden.


Eine Vermutung, die auch in Deutschland allmählich zur Gewissheit wird. Nach einem Jahr voller Tatarenmeldungen aus dem Nato-Hauptquartier, die nie abstrus genug sein konnten, um nicht als reale Frontberichterstattung zum Volk transportiert zu werden, mehren sich Zweifel. War das nur Propaganda? Hatten die Verschwörungstheoretiker und Montagsdemonstranten recht? "Diese Stimmen sind Jahre zu spät", meint Meijer, "sie können das Leben der Opfer, die ukrainische Wirtschaft oder das Vertrauen zwischen Ost und West nicht zurückbringen".

Moralisch bankrott ist die EU jedoch nicht nur bei allen, die ihre unbeholfenen Eroberungsversuche im Osten beobachtet haben. Auch im Süden zeigt der Umgang mit dem Ansturm hunderttausender Migranten ein Systemversagen: "Die EU hat null Strategie, wie sie das massenhafte Sterben vor ihrer Haustür verhindern soll". Dass über das Mittelmeer auch muslimische Extremisten des IS kommen könnten, mit dem Ziel, in im schon von sich selbst geplagten Europa Terroranschläge durchzuführen, wird mit Ignoranz bekämpft. Augen zu. Und hoffen.

Der innere Zerfall der angeblichen Union bleibt ebenso unerwähnt. Großbritannien wackelt, Frankreich steht vor dem Machtwechsel, Spanien, Griechenland und Italien haben andere Vorstellungen als Deutschland, die Niederlande und Österreich. Und doch seien Politiker über das gesamte Spektrum "so blind für die Schwächen der Union, dass die einzige Option für den Wähler bleibt, Rechtsextremismus zu wählen".

Ein moralischer Bankrott auf allen Ebenen, offensichtlich, mit Legitimitätskrise nach außen und humanitärer Krise im Inneren wie in Griechenland. Die vielbeschworenen moralischen Werte der Union haben sich als etwas herausgestellt, das im Alltag keine Rolle spielt. "Die EU moralisch versagt, das Experiment ist vorbei", meint Meijer. Ein Ende, das noch nicht stattgefunden hat, das aber andauern wird, wenn es erst gekommen ist: "Sie können in zehn oder zwanzig Jahren nicht zurückkommen und sagen: wir versuchen es noch mal und jetzt sind wir ganz anders".

Islamisten fordern Welterbetitel

Zuletzt hatte der aus Sachsen-Anhalt stammende Bundestagsabgeordnete Christoph Bergner sich an der Fotoaktion "Wer, wenn nicht wir" beteiligt und mit der berühmten Francke-Geste vor der Kuppel des Reichstagsgebäudes ein wunderbares Zeichen für die Verleihung des Welterbetitels an die Schulanstalt des Menschenschinders August Hermann Francke gesetzt! Und nun kommt prominente Unterstützung auch aus dem Nahen Osten: Kämpfer der Terrormiliz des Islamischen Staates posierten in einer Gefechtspause auf einem erbeuteten Kurdenpanzer mit der Francke-Geste, um klarzumachen, dass auch sei hinter der Welterbe-Bewerbung aus Deutschland stehen.

Die jungen Männer, die unbestätigten Informationen zufolge aus Ballenstedt, Stendal und Nordthüringen stammen, reihen sich ungewungen ein in eine Galerie Gleichgesinnter, die bei Flickr zeigen, wie wichtig ihnen eine Anerkennung der Tätigkeit des Schinders von Glaucha durch die Unesco ist.

Zugleich setzt der Islamische Staat damit ein Zeichen für den Erhalt welthistorisch bedeutsamer Bauten. Nach Bulldozer gegen Weltkulturerbeeinrichtungen war der IS zuletzt beschuldigt worden, der Vergangenheit den Krieg erklärt zu haben. Die Milizen dementierten das. Es gehe ihnen vielmehr darum, selbst Geschichte zu schreiben und eigene Großbauten zu errichten.