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Montag, 21. Juli 2014

Brutkästen für den Krieg: Pre-Crime im Nachhinein

Niemand weiß etwas, aber alle wissen Bescheid: Je nach geopolitischer Grundausrichtung haben Regierungen und Medien sich schon wenige Stunden nach dem Absturz des malaysischen Flugzeugen MH17 in der Schuldfrage festgelegt. Deutschland steht dabei selbstverständlich auf der Seite des Guten: "Die Welt ächtet Putin" und die "weltweite Wut auf Putin wächst" dichten Zeitungen landauf, landab, von "Chaos und Willkür" bei den "Arbeiten internationaler Experten an der Absturzstelle" ist die Rede und den Separatisten wird mal der Abtransport "aller Leichen" (FAZ), mal der Diebstahl der Flugschreiber, mal der Versuch, "Granatsplitter aus den Opfern herauszuoperieren".


In der Argumentation, warum Separatisten mit Hilfe des Kreml auf die Boeing geschossen haben sollten, greift die bereits seit Beginn der Krise friedensbewegte Süddeutsche Zeitung zu Erklärmustern aus dem Kalten Krieg. Putin, ein Kriegstreiber, der sich immer wieder eine friedliche Maske aufsetzt, um die Volksmassen in den westlichen Demokratien zu täuschen, strebe keinen Kompromiss an, er wolle "die Ukraine zersetzen, damit sie nicht nach Westen geht. Während Europa verhandelt, rüstet er Rebellen auf."

Die nutzen dann russische Waffensysteme gnadenlos, um holländische Touristen vom Himmel zu holen, argumentieren Bundestags-Hinterbänkler wie der CDU-mann Karl-Georg Wellmann, der vorsichtshalber „sofort harte Sanktionen der Stufe 3 gegen russische Banken und gegen die Öl- und Gas-Industrie“ fordert, noch ehe die Schuldfrage um den mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 überhaupt nur ansatzweise beantwortet ist. Bei seinem CSU-Kollegen Hans-Peter Uhl, der die "pseudo-bürgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten um ein unzensiertes Internet" für "moralisch verkommen" hält, sieht Parallelen zum libyschen Ex-Diktator Gaddafi. Wenn die Separatisten russische Raketen besäßen, wäre der Abschuss des Flugzeugs über der Ukraine wie der Lockerbie-Anschlag ein Fall von Staatsterrorismus."

Hätte, wäre, wenn: Sicher ist, dass es bislang allen Experten, Politiker und Kolumnisten schwer an Beweisen mangelt. Und das, was sie als Beweise vorführen, "nicht mehr beweist, als dass es offenbar keine Beweise gibt.
So stellte sich ein auf Youtube geladenes angebliches Funkgespräch zwischen Separatisten-Kommandeuren, in dem die sich gegenseitig den Abschuss der MH17 gestehen, als eine plumpe Fälschung heraus wie seinerzeit Saddams blutige Brutkästen: Der Clip war bereits hochgeladen, als MH17 noch in der Luft war.

Ein Fall von Precrime, der die deutschen Leitmedien kein bisschen beschäftigt. Die vom ukrainischen Geheimdienst veröffentlichten Funksprüche der Separatisten gelten nach wie vor als unfreiwilliges . "Eingeständnis eines schrecklichen Irrtums" (Spiegel).

Die wirklichen Hintergründe bei Zerohedge

Kommentare:

Kurt hat gesagt…

Ja, die guten alten Brutkästen... Ich warte auf die Enthüllung, daß die Separatisten Viagra nehmen wie die lybischen Rebellen.

ppq. so hat gesagt…

darauf warte ich auch

Die Anmerkung hat gesagt…

Da John Kerry sein Wasser ebenfalls nicht halten konnte, habe wir ihm eine einfache Frage gestellt.

Ihr habt die unumstößlichen Beweise, mit denen ihr Putin fertig machen könnt. Das behauptet ihr seit Tagen. Warum knallt ihr sie ihm dann nicht vor den Latz?

Stand der Dinge.

Anonym hat gesagt…

Ja klar hier hat der Kerry USA Beweise aber natürlich keine von der verschwundenen Malaysia/Garcia Geschichte. Somit ist für mich der Beweis erbracht, dass die gemachte Aussage nicht stimmt, weil amtlich von Amerika (Kerry) bestätigt. Denn sobald Obama, Kerry oder ein andere hoher Amerikaner seinen Mund aufmacht, sind es schon Lügen.
Es war die Ukraine die das Flugzeug abgeschossen hat! Das wird man auch herausfinden, aber wird nur sehr schwer durch den jetztigen Lügenteppich hervorscheinen.

Riccardo Borghese hat gesagt…

Beweise, Beweise. Hier steht keiner vor Gericht. Entscheidend ist die öffentliche Meinung. Und die erzeugt wiederum Druck auf die Politik. Das bedeutet: Vlad wird in die Geschichte als Vollidiot eingehen, der nicht in der Lage war eine simple Okkupation der Ukraine ohne Schaden für die ruhmreiche Sowjetunion durchzuziehen.

Anonym hat gesagt…

@Riccardo:
Auf die öffentliche Meinung ist zweitrangig. Entscheidend ist, wer am Ende gewinnt.
Der hat nämlich recht, steht so in allen Geschichtsbüchern und Verträgen.

Volker hat gesagt…

Dort wird so viel getäuscht, getrickst und gelogen, ich blicke nicht mehr durch.
Vor allem auf solche Dinger

"So stellte sich ein auf Youtube geladenes angebliches Funkgespräch zwischen Separatisten-Kommandeuren, in dem die sich gegenseitig den Abschuss der MH17 gestehen, als eine plumpe Fälschung heraus"

kann ich mir keinen Reim machen.
Kann man wirklich so blöd sein?
Das ist ja, als wenn sich einer ein "Ich bin ein Lügner"-Schild auf die Brust hängt. Welcher Lügner täte das?

Anonym hat gesagt…

- Kann man wirklich so blöd sein?

Kann man wirklich so naiv sein?
Solange wir so naiv sind, können die auch so blöd sein!
So einfach ist das.

Die Amis auf Kurs
Grüsse
kosh