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Sonntag, 8. März 2020

Kampf gegen Trump: Moskaus Männer

Kissing Trump and Putin
Ein Herz und eine Seele, so sehen deutsche Journalisten Putin und Trump.
Er ist aus der Sicht der deutschen Redaktionsstuben und Parteizentralen an allem Schuld, aber nicht selbst. Seit Donald Trump damals zum US-Präsidenten gewählt wurde, herrscht Konsens darüber, dass nur das perfide Marionettenspiel des Kreml diesen Unfall der Demokratieentwicklung weltweit bewirken konnte. Putin habe den "Milliardär" (Spiegel), der "gar keiner ist" (Spiegel) ins Weiße Haus manipuliert. Dass sich dafür in mehreren Ermittlungsverfahren keine Beweise fanden, reicht als Beweis. Denn so kennt man den Russen: Wo er manipuliert, entführt und mordet, deutet nichts auf ihn hin.

Wo also nichts auf ihn hindeutet, ist der Russe besonders eifrig am Werk. Jetzt gerade wieder in den USA, selbstverständlich, denn dort steht Trump, der Versager, Hassprediger, Kriegstreiber, Truppenabzieher, Erpresser und Irre, vor der Wiederwahl. Ein Ereignis, das sich selbst aus Sicht der eingeschworenen Trump-Feinde kaum noch verhindern lassen wird - die Beliebtheitswerte des Präsidenten sind höher denn je, seine Gegner ein Haufen zerstrittener Sozialisten, Milliardäre und unbekannter Provinzpolitiker. Selbst der engagierte Einsatz führender deutscher Politiker im Kampf gegen Trump zeitigte kaum Erfolge. Grünen-Chef Robert Habeck etwa, der es als letzter Vertreter des politischen Berlin gewagt hat, die Weltmacht strategisch klug beim Weltwirtschaftsforum in Davos in ihre Schranken zu weisen, wurde international ignoriert. Trump regierte einfach weiter. Und er wird das absehbar auch nach dem November tun.

Der "Tagesschau" ist es nun gelungen, herauszubekommen, wie es dazu kommen konnte. Keine große Überraschung: Wieder steckt der Kreml dahinter, wieder läuft vor aller Augen gut getarnt eine Geheimdienstaktion, mit der Russland diesmal den Eindruck erwecken möchte, Trumps chancenlosem Konkurrenten Bernie Sanders zu helfen. Der Trick dabei, so Torsten Teichmann vom ARD-Studio Washington über die neue Folge Mandschurian-Kandidat, ist das typische Moskauer Bandenspiel: Der Russe versuche, "Chaos zu stiften und Hass zu säen" indem es seine Kandidatur unterstütze, wie selbst Kreml-Favorit Sanders kritisiert. Ziel sei es, entweder ihn als den am ehesten kommunistischen Kandidaten ins Weiße Haus zu bringen. Oder aber seine Kandidatur durch diese Unterstützung so zu diskreditieren, dass Trump wiedergewählt werde.

Eine naheliegende Strategie, die Putin seinen gefürchteten Bots und Trollfabriken befohlen hat, denn durch diese Einmischung bekommt er nach Lage der Dinge genau das, was er ohne seine großangelegte Geheimdienstaktion auch bekommen würde: Sanders oder Trump im Weißen Haus.

Der Senator liegt in Umfragen zur Präsidentschaftskandidatur der Demokraten im Moment in Führung, Trump ist auf Seiten der Republikaner unumstritten. Das der Kreml in dieser Situation zum letzten und gefährlichsten Mittel greift, scheint nur logisch, zudem deutet der Umstand, dass es für die russische Sanders/Trump-Kampagne nach Recherchen des Atlantic Council und der "Washinton Post" keinerlei Belege gibt, eindeutig auf die Handschrift Putins.

In den USA wird die Unterminierung der Demokratie inzwischen fast schon achselzuckend akzeptiert, auchr in Deutschland erlahmt der Widerstand. Im gesamten Jahr 2020 hatte der "Spiegel" noch kein aufrüttelndes Titelbild mit Trump, obwohl der Durchschnitt der ersten drei Jahre der Amtszeit des Präsidenten bei immerhin 16 Coverbildern pro Jahr liegt, also etwa jede dritte Ausgabe Untaten Trumps anprangerte. Auch die Zivilgesellschaft wagt kaum noch, den mächtigsten Mann der Welt mit immer schwereren Geschütze, größeren Kaliber, lauterem Donner und apokalyptischeren Unterstellungen zu bekämpfen.

Als der Linke Stefan Liebich, ehemals Mitgründer eines Marxistischen Jugendverbandes, zuletzt zum Beispiel sagte, Trump sei „ein schlechter Mensch“,  dann hatte er nach den Maßstäben deutscher Politikmoral zwar recht. Aber seine Wortwahl ist - verglichen mit Steinmeiers Bezeichnung "Hassprediger" und dem Wort "Irrer", das mutige Medienarbeiter bereits für Trump verwendet hatten - ein Rückfall in windelweiche Appeasement-Sprache. "Unmensch", wie ihn das Redaktionsnetzwerk RND nennt,um den US-Amerikaner zu entmenschlichen, ist das Mindeste, was der "Alman" (Volksverpetzer) im Kampf gegen das Böse verlangen kann.

Denn "je höher er im November die Wahl verliert, desto besser für die Welt".

1 Kommentar:

Die Anmerkung hat gesagt…

Markus Decker war dieser formulierende Unmensch, kein Netzwerk, sondern ein Existenzwesen aus Fleisch und saurem Blut.

Der hat Verstand wie ein Pfund geröstete Mücken, denn ist völlig wuppe, ober er mit einer oder hundert Stimmen mehr oder weniger gewinnt oder verliert. Sieg ist Sieg, und wenn nciht, wird wie einst bei Bush oder aktuell bei Ramelow per ordre de mufti der "richtige" Wahlausgang festgelegt.

Die Folgen eines Präsidentenwechsels für die Welt wird es sicher geben, die haben mit gut besser und am besten allerdings nichts zu tun.