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Sonntag, 9. Juni 2013

Gesänge fremder Völkerschaften: H-Moll-Messe mit Matt Dell


Völkerfreundschaft zu befördern und Solidarität mit der internationalen Solidarität zu unterstützen, das ist das zentrale Anliegen der großen PPQ-Serie "Gesänge fremder Völkerschaften", die seit mehr als einem halben Jahrzehnt versucht, zu integrieren und zu harmonisieren. Ein Anliegen, das auch der junge kanadische Liedermacher Matt Dell teilt, wie sein Lied "Far End" dem aufmerksamen Zuhörer auf der anderen Seite des Atlantik verrät. Was sich wie ein simples Liebeslied anhört, stilistisch irgendwo zwischen Oasis und Jack Johnson, entpuppt sich bei genauerem Hinhören als Durchhaltehymne für das ins Wanken geratene europäische Friedensprojekt.

"You never die alone", singt Matt Dell lächelnd in Richtung Deutschland, wo die Zweifel wachsen, dass es wirklich gelingen kann, die europäische Idee über die Ausbildung spanischer Lehrlinge in deutschen Backstuben zu retten. Dell betrachtet die Situation von fern, gelassen, ein H-Moll unter den Fingern, das Aural-Feinschmecker natürlich auf Johann Sebastian Bachs gloriose H-Moll-Messe verweisen soll. "Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater: durch ihn ist alles geschaffen", heißt es da und die Parallelen zu Europäischen Union sind nun wirklich unüberhörbar.

Matt Dell beschwört die Schönheit dieser einzigen Liebe für immer mit Sehnsuchtsstimme. Das Herz geht über, die Stimme bricht. "Ich hoffe, wir finden raus, was verkehrt wahahahar", gellt sein Schrei in den Saal, in dem die Fans hingerissen die Hände schwenken.


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