Mittwoch, 22. August 2007

Ein Knallkopf kommt selten allein

ken livingstone, der bürgermeister von london, hat sich ja als veritabler anti-semit und linker dummbeutel schon hinreichend hervorgetan. seine allianz mit hugo "forever" chávez ist da nur folgerichtig. der macht jetzt 24 millionen petro-dollar locker, um bedürftigen einwohnern der englischen hauptstadt anteilig die bus-tickets zu bezahlen. livingstone will im gegenzug in caracas bei der verkehrs-, tourismus- und städteplanung helfen. dem vernehmen nach wurden die bedürftigen in venezuela zu dem thema nicht befragt.

Schenker gegen Sparglühbirnen

PPQs liebster Außenagent Jürgen "Öff!Öff!" Wagner ist zurück in der trauten Heimat, bei Schrumpelapfel und Bioplunder. Der selbsternannte Naturmensch war eine Woche lang in der Schweiz unterwegs und wurde dort "von Medienleuten kräftig hin- und hergereicht", wie er gwohnt unverkrampft reportiert. Die Schweizer hätten sich auch besondere Mühe gegeben, "die Echtheit meines Naturmenschenlebens zu überprüfen". Einmal brachten sie Öffi in den Zoo zu den Affen, das andere Mal holten sie in eine Talkshow jemanden von einem 'Reptil-Food-Geschäft'. Beide Male endete der Test zu Öffs großer Freude damit, dass es viele verschiedene Würmer und Insekten zu essen gab. "Freundlicherweise bekam ich von dem Reptil-Food-Mann auf meinen Wunsch noch seine ganze mitgebrachte Tüte mit Viechern als Reiseproviant geschenkt und werde daran noch zwei Tage zu essen haben..."

Hauptberuflich aber ist der Erfinder der weltweiten Schenker-Bewegung, die derzeit aus ihm selbst und einer halben Handvoll Getreuer besteht, natürlich immer noch Weltverbesserer. Deshalb nutzte er auch die "Öffentlichkeitsgelegenheit in der Schweiz wieder, um erneut unsere meistprovozierende Schenker-Frage an das jetzige Gesellschaftssystem herauszuposaunen: Wer glaubt eigentlich im Ernst, daß wir durch immer mehr Sparglühbirnen etc. die Welt noch retten können, wenn wir nicht endlich auch bereit sind, unser ganzes Leben, unser Wertebewußtsein und die Sozialstrukturen, auch die Entscheidungs- und Verteilungs-Strukturen in Politik und Ökonomie grundlegend auf globale Verantwortbarkeit und Nachhaltigkeit zu prüfen?" Öffi, der seit zwei Jahrzehnten von den Brosamen lebt, die vom Tisch des "Staats- und Geld-Systems" (Wagner) fallen, zweifelt an, das eben dieses System "global verantwortbar" ist. Die Schenkerbewegung plädiere deshalb für "einen massiven Schub in Richtung einer Konsensgesellschaft geschwisterlichen Teilens", von der bislang nur nicht klar ist, wie sie funktionieren soll: Jedem das, was er braucht? Oder allen das, was sie haben wollen? Jedem genug nach seinem eigenen Maßstab? Oder teilt der oberste Schenkerrat zu?

Post plant "Minuspaket"

Paketausfahrer sein ist auch nicht so einfach wie in der Ami-Soap behauptet. Häufig hatten es die Transporteure in der Vergangenheit so eilig, dass sie gerade noch dazu kamen, einen hingekritzelten Benachrichtigungsschein in den Briefkasten zu werfen. Den der verdutzte Briefkastenbesitzer am späten Nachmittag fand, wenn er mit dem Hund aus der Wohnung kam. Geklingelt hatte der Paketbote nicht, dazu war einfach keine Zeit gewesen.

Jetzt geht die Deutsche Post, deren Tochter DHL trotz solch sympathischer kleiner Zustellschwächen immer noch Marktführer bei der Paketzustellung in Deutschland ist, einen Schritt weiter. Nicht mehr die Paketzusteller werfen den Benachrichtigungsschein nach unterlassenem Zustellversuch in den Kasten. Sondern der Briefträger tut das. Wie er das macht? Wo er doch gar nichts weiß vom Paketzustellversuch? Richtig, der Paketbote sagt es ihm. Wann? Nach beendeter Runde natürlich. Dann, dier Sonne senkt sich über der Stadt, legt der Paketmann seinen Benachrichtigungsschein in die Post. Die sortiert es in die Postbotenfächer, der Postbote stopft den Zettel in seine Postbotentasche und von dort dann in den Briefkasten.

Der Mann mit dem Hund bekommt so schon am dritten Tag nach dem seiner ersten Chance, sein Paket in Empfang zu nehmen, die Mitteilung, dass er sich in die Filiale aufmachen darf, um einen Teil der vom Absender bezahlten Beförderungsleistung selbst abzuleisten.

Weitergehende Pläne des Gelben Riesen sehen übrigens vor, Adressaten ab 2008 nur noch telefonisch über das Vorliegen eines Absendewunsches am Aufgabeort von Paketen zu informieren. Ausgestattet mit dieser Information und einem siebzehnzifferigen Zustellnummer für die so genannten "Minuspakete" kann sich der Empfänger seine Sendung dann direkt im Aufgabepostamt abholen. Das spare Zeit und Zustellgebühren, hieß es bei der Deutschen Post, die sicher ist, mit dem neuen Konzept Boden gut zu machen im Wettbewerb mit TNT, Hermes und UPS.

Als bunt noch in Farbe war

Lackschaden in China

Wenn ein Flugzeug landet und dann ausbrennt, ist das schon gar nicht schön. Wenn man dann aber auch noch sieht, wessen Flugzeug das war, wird es ärgerlich. Bei China Airlines sind sie deshalb schnell mit dem Pinsel bei Hand, um direkt nach dem Aufschlag die wichtigsten Lackschäden an havarierten Fliegern zu reparieren.

Dienstag, 21. August 2007

Koalabär im Kuschelbett

Er sieht aus wie Dr. House, gilt als popmusikalisches Wunderkind und nennt sein zweites Album furchterregend "Bull In A China Shop", was zu gut deutsch wohl soviel heißen müsste wie "Elefant im Porzellanladen". Weil die deutsche Übersetzung ausnahmsweise mal sehr viel expressiver klingt, würde sie zum Werk des Stars mit dem Allerweltsnamen auch gar nicht passen: Der Bulle im Chinaladen, der hier schonmal vorgehört werden kann, erinnert klanglich an einen Koalabären im Kuschelbett. Dagegen ist Genesis fast Heavy Metal...

Böhmer rules

ich wäre daran interessiert zu erfahren, ob einer unserer geneigten leser einen noch redundanteren, plattitüdenhafteren text verfassen kann als folgenden. besonderes augenmerk ist auf die böhmer-zitate zu richten:

"Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat den Überfall auf acht Inder im sächsischen Mügeln scharf verurteilt. «Derartige Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger sind abscheulich und dürfen nicht geduldet werden», betonte die Staatsministerin am Dienstag in Berlin. Sie forderte zugleich, fremdenfeindliche Taten mit allem Nachdruck zu verfolgen. »Das Verhalten der Täter ist nicht zu tolerieren", betonte Böhmer."

ei der daus.

Alle Wetter

Weitgehend unerforscht ist die Frage, warum in Wetterberichten anfangs immer ausführlich davon die Rede ist, wie das Wetter bis dahin war. Mit vor Ernsthaftigkeit bebendem Stimme verkünden diplomierte Wetterwirte wie der ARD-Experte Ben Wettervogel dann, es sei in Karlsruhe regnerisch und um die 20 Grad warm, in Stade aber weniger regnerisch, sondern wolkig und um die 22 Grad warm gewesen. In Dresden hätten Wolken über der Stadt gehangen und in Olbernhau ebenso. Tatsachen, die den Menschen, die in Stade, Karlsruhe, Dresden und Olbernhau weilen, durchaus bekannt sind. Und die andererseits Menschen in Stendal, Wuppertal, Fürth und Erfurt mit großer Wahrscheinlichkeit, ja, kalt lassen dürften. Unabhängig sogar von den jeweils erreichten Temperaturen in Erlebens- wie Erfahrensregion.

Warum also widmen sich frühaufstehende Wetteransager wie Wettervogel, der wohl wirklich so heißt, dennoch mit so viel Hingabe dem Aufsagen von aktuellen Temperaturen und längst versickerten Niederschlagsmengen? Sind es geheime Botschaften an das deutsche Agentennetz im Ausland, die sich hinter der Mitteilung "Zugspitze, -1 Grad, bewölkt" verbergen? Oder wäre die Wettersendung sonst einfach zu kurz?

Die wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte, das heißt im psychologischen, also mitten im Menschen. Um dem Zuschauer klar zu machen, mit wieviel Treffsicherheit Metereologen heutzutage das Wetter vom nachmittag prophezeien können, greifen die Wettermacher im Mediengeschäft auf einen psychologischen Trick zurück: Sie sagen das vergangene Wetter an, was keine große Kunst ist, und stellen damit ihre Kompetenz nachdrücklich unter Beweis. Anschließend geht es über die aktuellen Temperaturen, die sich zweifelsfrei messen und damit ebenso fehlerlos über die Rampe tragen lassen, direkt und ohne Vorwarnung in den Bereich reiner Spekulation. Wuppertal wird regnen. Dresden im Sonnenschein liegen. Olbernhau eine Gewitterfront erleben.

Das Kunststück besteht darin, möglichst viele mögliche Wetterzustände und möglichst viele möglichst konkrete Orte zu nennen, um damit jeder Überprüfung der Vorhersagen aus dem Weg zu gehen. Was, Dresden regnete nicht? Aber Olbernhau. In Köln kein Wind? Aber in Leverkusen, knapp daneben. Der Zuschauer schaut der versteckten Kompetenzübertragung aus dem Bereich des Messens in den Bereich der aus Erfahrungswerten und Messergebnissen gespeisten Spekulation zu. Und fragt sich: Warum muss ich hier in Kühlungsborn wissen, wie das Wetter auf der Zugspitze ist?

Montag, 20. August 2007

Hugo dreht am Rad

dass venezuelas präsident hugo chavéz eine veritable vollmeise sein eignen nennt, dürfte den lesern von ppq nicht verborgen geblieben sein. doch dem potentaten aus caracas fehlen offenbar noch mehr latten am zaun, als bisher angenommen. in einer siebenstündigen sendung seiner fernsehshow "hallo präsident" verkündete der knuffige demagoge jetzt, er wolle in seinem Land die uhren eine halbe stunde vorstellen. nützen solle diese maßnahme dem stoffwechsel, der angekurbelt werde und so höhere leistungen beim aufbau des sozialismus verheiße. wissenschaftsminister héctor navarro legte noch einen drauf, als er sagte, mit der zeitumstellung läge venezuela nicht mehr fünf, sondern nur noch viereinhalb Stunden hinter der mitteleuropäischen zeit. was das genau bringen soll, ist schleierhaft. wenn es aber anstrebenswert wäre, hätte die beiden astrophysiker die uhren doch gleich fünf stunden vorstellen können. das ergebnis jedenfalls dürfte anders als erhofft ausfallen: aller wahrscheinlichkeit gehen die uhren bald jahre nach.

Heulende Heuschrecken

Es gehört zum kleinen Einmaleins der Politik, etwas gegen Heuschrecken zu haben. Heuschrecken schieben Geld um die Erde, um eine schnelle Mark zu machen. Sie kaufen Firmen, um zu entlassen und handeln mit Krediten, um Profite zu einzustreichen. Ganz vorn dran sind dabei nach einem Bericht des Wallstreet Journal deutsche Kommunen. Die drohen der Deutschen Bank jetzt mit milliardenschweren Schadenersatzklagen, weil sie sich schlecht beraten fühlen. Schlecht beraten wobei? Mit Hilfe der Ackermann-Truppe haben einige Dutzend deutsche Städte ihre Steuergroschen in riskante Termingeschäfte gesteckt: Mit Hilfe so genannten Zins-Swaps wollten die kommunalen Heuschrecken auch mal ein paar Mäuse machen - das allerdings ging - wie seinerzeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunksender MDR, der mit grandiosem Mißerfolg in lateinamerikanische Schrottanleihen investierte - irgendwie schief.

Das Rathaus als Hedgefonds, Steuermillionen als Spielgeld für Kämmerer, die von den internationalen Finanzmärkten soviel verstehen wie ihre Bürgermeister vom richtigen Leben. Nun heulen die öffentlichen Heuschrecken, weil der Versuch, feste Zinssätze für Kredite gegen variable und langfristige gegen kurzfristige zu tauschen wie die richtig harten Jungs, ihnen Löcher in die Kassen gerissen hat. Die Schäden bei den Mandanten lägen zwischen einer und bis zu sechs Millionen Euro, hieß es bei der Kanzlei, die die Deutschbanker nun im Auftrag der geschädigten Gierhälse verklagen will.

Bereits anhängig ist die Forderung der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), zu deren Geschäftszweck es offensichtlich gehört, mit Zinsunterschieden zwischen japanischem Yen und mexikanischem Peso zu spekulieren. 2,6 Mio. Euro Schadenersatz fordert die Heuschrecke, die viele Fahrgäste bisher irrtümlich für ein Nahverkehrsunternehmen gehalten hatten. Ist sie nicht. Schließlich war die staatliche Sachsen LB, von der man immer dachte, sie reicht Kredite an Sachsen aus, ja offenbar auch hauptsächlich damit beschäftigt, Einfamilienhäuser im mittleren Westen der USA zu bauen

Wollen sollen

Der Wille der Volksparteien wird Ihnen heute auf der Internetseite des öffentlich-rechtlichen Senders MDR, in dessen Verwaltungsrat hauptberuflich als Politiker dienende Vertreter besagter Parteien über die Verwendung der dem Sender zur Verfügung gestellten Rundfunkgebühren wachen, folgendermaßen präsentiert:

"MDR aktuell | Parteienfinanzierung
Parteien sollen mehr Geld bekommen
Den Verlust zehntausender Mitglieder wollen die Parteien künftig durch mehr Geld aus der Staatskasse ausgleichen. CDU und SPD wollen dafür die Gesetze ändern. mehr..."


Die Parteien wollen sich also nicht mehr Geld nehmen, sondern sie sollen es bekommen. Nach eigenem Willen. Ein Euphemismus ist das nicht. Das ist schlimmer.

Sonntag, 19. August 2007

Vom Fortschritt

Vor 20 Jahren war das Fenster ganz außen rechts in dem großen roten Haus nebenan immer beleuchtet. Dort saß der Diensthabende Offizier der Bezirksbehörde des MfS und hielt die Augen offen, dass nichts Staatsfeindliches passiert im Arbeiter- und Bauernstaat. Während das ehemalige Dienstgebäude von Schild und Schwert mittlerweile mit einiger Logik als Finanzamt dienen darf, ist die Eissporthalle, in den wenigen fetten Jahren der DDR durch einen geschichtlichen Zufall ins Blickfeld der Tschekisten gesetzt,immer noch hauptsächlich zum Eislaufen da. Doch Fortschritt ist auch, wo er nicht ins Auge fällt: Nachts, wenn die Neustadt schläft und die Naturschützer ihre wachsamen Augen zugeklappt haben, flackern im Vorhof des Eispalastes Lagerfeuer wie einst vor den Wackelzelten der DDR-Jugend. Und kein Volkspolizist, der sagt, dass das verboten ist.

Nackt im Eis

das ist der aletschgletscher. dem geht es schlecht. sagt greenpeace. allein in der messperiode 2005/2006 soll er sich um etwa 115 Meter zurückgezogen haben. das ist schlecht. sagt greenpeace. und deswegen wurden gestern 600 freiwillige nackte aktiviert. die standen in schnee und eis herum und froren mutmaßlich. das war aber für eine gute sache. sagt greenpeace. und was sagte greenpeace noch? genau: wenn die fakten des alarmierenden weltklimaberichts allein nicht reichten, um entscheidungsträger zum handeln zu bewegen, brauche man eben emotionen als argumente. nicht "statt" argumenten. "als" argumente.

Samstag, 18. August 2007

Punkte für Sachsen, Flaschen für die Polizei

Oberligaalltag im Fußballkeller der Republik. Zweiter Spieltag in der Oberliga Nordost, Staffel Süd, mit dem Chemnitzer FC und dem Halleschen Fußballklub treffen zwei Vereine aufeinander, die schon allerlei bessere Zeiten gesehen haben, immerhin aber noch als Mit-Favoriten in der höchsten länderübergreifenden Spielklasse gelten. Warum das so ist, bleibt an diesem Tag geheim: Die Gastgeber bolzen, die Gäste bolzen zurück, so dass ein Elfmeter in der Minute vor der Halbzeit das Spiel entscheidet. Nach der Pause wirkt der HFC ratlos, Chemnitz unfähig, das zweite Tor zu schießen.
Zehn Minuten vor dem Schluß gelingt es doch noch, der Rest des traditionellen Trauerspiels vergeht mit Zeitspiel, Jubel und Pfiffen, während die meisten Fans ihre Blicke schon auf die Straße gerichtet haben, wo sich Ultras und Hooligans beider Seite prügeln. Dann nehmen de Sachsen die Punkte mit und die heimischen Fans bewerfen die in der Formation einer Rathaus-Wache aufgezogene Polizei mit Flaschen. Der Hubschrauber, der zum Stundenpreis von vermuteten 10.000 Euro in 500 Metern Höhe kreist, schafft es nicht, einzelne Werfer festzunehmen. Was wahrscheinlich für großes Erstaunen beim Einsatzstab gesorgt hat. Auch das also wie immer.

Staat und Geld

Der Staat muss nicht mit Geld umgehen können, weil das Geld, mit dem er umgeht, nicht sein eigenes ist. Dasselbe gilt natürlich für staatliche Banken, wie die neueste Schockwelle im amerikanischen Subprime-Skandal zeigt. Nach der IKB-Bank, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau mehrheitlich im Besitz des Bundes ist, hat die Kreditkrise mit der Sachsen LB eine zweite deutsche Bank an den Rand des Abgrunds gebracht - und wieder ist es ein öffentlich-rechtliches Geldinstitut. Noch vor einer Woche hatten Verantwortliche der sächsischen Landesbank geschworen, keinen Cent in wacklige Kedite investiert zu haben. Jetzt musste eine 17 Milliarden teure Rettungsaktion der Sparkassen das Überleben der SachsenLB sichern. Die Sachsen LB, Zeit ihres Bestehens zuverlässig für einen Slandal gut, reiht sich damit ein in eine verdienstvolle Tradition, die staatliche Geldhäuser wie die West LB oder die Landesbank Berlin mit Verschwendung, Mißmanagement und Vertuschung begründethaben. Allerdings muss der Staat ja auch nicht mit Geld umgehen können. Es ist ja schließlich nicht sein eigenes.

Klimarettung in Sponsorjacke

Als die ARD sich seinerzeit 444 Goretex-Jacken zum Ladenpreis 229 Euro von der Firma «Globetrotter» schenken ließ, schlugen die Wellen der Empörung hoch. Aber das war im November 2006, Deutschland zitterte in herbstlicher Kühle und ein kostenlose warme Jacke hätte jeder gern genommen. Dementsprechend sicher ist Kanzlerin Angela Merkel vor Nachstellungen der skandalgeilen Medien: Zwar ließ sich die Kanzlerin in ihrer Funktion als "Klimaforscherin" (Bild) bei ihren Grönlandbesuch ebenfalls eine sichtlich hochwertige Goretex-Jacke von der Deutschen Seenotrettungsgesellschaft schenken - aber es ist Sommer und da interessiert das nicht weiter. Dabei schlummert der Skandal direkt unter der Oberfläche der veröffentlichten Fotos, denen zufolge der gesamte Troß samt Umweltminister Sigmar "Pop" Gabriel ebenfalls mit den feuerroten Kleidungsstücken mit dem "DGzRS"-Logo der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ausgerüstet wurde: Eine Regierungsreise zur Klimarettung, gesponsert von offiziell 300.000 DGzRS-Förderern, die eigentlich gespendet haben, um Menschen aus Seenot zu retten. Aber vielleicht war Merkel das ja. In Seenot. Dann soll alles verziehen sein.

Freitag, 17. August 2007

High auf Hustensaft


Kaum sind die Alcopops endlich vom Markt, die Zigaretten in der Disko ausgedrückt und dem Biertrinken auf dem Marktplatz wirksame Schranken vorgeschoben, findet das Volk schon wieder eine neue Möglichkeit, sich die wirksam zuzudröhnen. High auf Hustensaft ist nach einer Warnung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände der neue Trend im Teenielager. Benutzt werden rezeptfreie Arzneimittel gegen Husten, Einschlafstörungen oder Allergien, die die Wirkstoffe Dextromethorphan und Diphenhydramin enthalten. Richtig gut hochdosiert, wirken der Saft besser als einst die hochgefährlichen Zuckerwasser mit Alkohol. In den USA, wissen die Apotheker zu berichten, habe es bereits Todesfälle nach Einnahme der Hustenlinderer gegeben.


Dort hätten im Jahr 2005 rund 2,4 Millionen Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren den hustenstillenden Wirkstoff Dextromethorphan konsumiert, obwohl sie gar keinen Husten hatten. Fünf Jugendliche starben. In der Bundesrepublik werden die entsprechenden Arzneimittel zwar nur in Apotheken verkauft, aber spätestens nach dem ersten bunten Opferbericht dürfte es damit vorüber sein. Dann wird der Ruf nach einem Verbot von Hustensaft erschallen und weil der für Jugendliche am besten über das Internet zu kaufen ist, gleich auch noch die Forderung nach einem Abschalten aller Netz-Apotheken.

Anschließend wird sich die erlebnishungrige junge Generation vermutlich noch stärker dem Schnüffeln von Teppichkleber aus dem Baumarkt widmen und Prittstifte spritzen.

Donnerstag, 16. August 2007

Rumpumpel

schon mehrfach berichtete ppq über venezuelas staatspräsidenten hugo chávez. der lieblingsdespot der linken und stramme anti-semit war uns mit seinen irren plänen zur weltbeglückung immer mal ein paar zeilen wert. jetzt hat der lafo-freund wieder in die trickkiste gegriffen, wo er nach bspw. der verstaatlichung der ölindustrie einen weiteren alten hut des sozialismus/kommunismus vorfand - und ihn sich prompt auch aufsetzte. wenn schon "demokratischer sozialismus", dann aber richtig, sagte sich der schlitzohrige linksnationalist vielleicht. was für stalin gut war, kann für mich nicht schlecht sein, rumpumpelte es offenbar durch seinen koka-kopf. um es kurz zu machen: hugo chávez möchte im amt sterben. nicht dass sich der politiker mit selbstmordgedanken trüge. nein, der staatspräsident möchte einfach unbegrenzt wiedergewählt werden können. da wahlen in seinem land ungefähr so demokratisch sind wie in nordkorea, liefe das auf eine ernennung auf lebenszeit hinaus. als nächstes dürften umsiedlungen von ethnischen gruppen anstehen. wir sind gespannt.

Mittwoch, 15. August 2007

Milch und Telefon

Höhere Milchpreise sind kein Grund für höhere Hartz IV Regelsätze. Günstigere Telefontarife führen auch nicht zum Absenken der Sozialhilfe. (hier gefunden)

Dienstag, 14. August 2007

Afrika ist anders

Afrika ist anders, als Bob Geldof sich das vorstellt. Europa aber weiß wenig vom "schwarzen" Kontinent, der boomende Volkswirtschaften wie Südafrika und Botswana hat, aber auch Dauerkrisengebiete wie den Sudan oder Simbabwe. Wo die eigentlich liegen? Das Afrika-Tetris weiß es - und spätestens im vierten Versuch macht es kein Geheimnis mehr draus.