Google+ PPQ: März 2009

Dienstag, 31. März 2009

Internet? Setzt sich nicht durch

Eben noch erklärte das Landgericht Karlsruhe das Internet völlig zu recht für illegal, weil Nutzer quasi über jede Seite zu jeder anderen gelangen können und dabei zwangsläufig über kurz oder lang auf Inhalte stoßen, die hier oder da verboten sind. Was den Deutschen ihre Hakenkreuze und SS-Mützen sind dem Iraner unverschleierte Frauen, dem Inder geschlachtete Kühe, dem Palästinenser gemalte Mohammeds und dem Italienier gekreuzigte Frösche.

Auch Google, der allmächtige Suchriese, muss jetzt einsehen, dass das Geschäftsmodell Internet keine Zukunft mehr hat. Experten hier beim Zukunftblog PPQ warnen schon seit Jahren, nun musste Google erstmals einen Geschäftszweig stillegen: Wie der google-eigene Blog berichtet, hat die Google-Tochter gerade "Musikvideos von unseren Musik-Partnern bis auf weiteres auf YouTube in Deutschland" gesperrt - die von der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA "geforderte Gebühr für eine Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit mit YouTube" liege "mehr als fünfzig Mal über dem, was die vergleichbare Verwertungsgesellschaft "PRS for Music" vor einigen Wochen" in Großbritannien gefordert habe. "Und schon die PRS-Forderung überstieg eindeutig das für uns wirtschaftlich Tragbare", klagt Google.

Übertragen auf den Kauf einer CD würde dies bedeuten, dass ein Musikliebhaber in Deutschland für eine herkömmliche CD mehr als 500 Euro zahlen müsse. Das täte niemand, denn inzwischen zahlt ja keiner mehr überhaupt für irgendeine CD. Auch Google nicht - noch kann man aus irgendeinem Grund jede Menge Musikvideos sehen und sogar hören, auch das Abschalten klappt also nicht. Internet? Setzt sich nicht durch.

Wir feiern länger krank

Der Ministerpräsident ist Arzt, die Landeskinder folglich Patienten:
Der Krankenstand in Sachsen-Anhalt ist einer Studie zufolge auch nach dem Ende der Werbekampagne "Wir stehen früher auf" und "Wir sterben schneller aus" weiter gestiegen. Er erreichte im vergangenen Jahr 4,0 Prozent nach 3,8 Prozent im Jahr 2007, ließ die Deutsche Angestellten-Krankenkasse DAK in Magdeburg wissen. Bundesweit lag der durchschnittliche Krankenstand bei 3,3 Prozent - Sachsen-Anhalt, westlichstes der östlichen Bundesländer und traditionell Heimat gepflegten Kummers, liegt damit endlich einmal wieder ganz vorn in einer bundesweiten Rangliste.

Dabei waren die Sachsen-Anhalter nicht nur häufiger krank, sondern auch länger als der Durchschnittsdeutsche. Am liebsten werden der Studie zufolge Muskel- und Skeletterkrankungen, Erkrankungen der Atemwege und Verletzungen auskuriert, nur in acht Prozent aller Fälle entstehen Fehlzeiten wegen psychischer Krankheiten, der Bundesschnitt liegt hier bei rund zehn Prozent.

Selbst der Tod war toll


Ach, wie schön war doch die Zeit, als Erich Honecker für das Wohl des Volkes sorgte und Erich Mielke für seine Sicherheit. Niemand weiß heute noch, wer Gesundheitsminister der DDR war, aber dass der Mann, der auch eine Frau gewesen sein kann, wunderbare Arbeit abgeliefert hat, das weiß jeder. Ach, wäre es doch nur heute noch genau so schön!

Nach einer aktuellen dimap-Studie im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung wünscht sich jeder zweite von 3000 Befragten das zurück, was er für die Vorzüge der 1989 kollabierten DDR hält. Ganz vorn bei den guten Wünschen: Das Gesundheitswesen. Rund 40 Prozent der befragten West- und 84 Prozent der Ostdeutschen halten jedenfalls Krankenhäuser und Kliniken der DDR für eine Errungenschaft, die „hätte bewahrt werden sollen“. Die vielen, vielen schönen Polykliniken, in denen der Patient nur zwischen sechs und sieben Stunden auf die Behandlung eines Augenarztes warten musste! Heute bekommt er keinen Termin - damals auch nciht, heute aber empört ihn das, damals fand er es normal. Gab ja auch keine dimap-Studienleiter, die was anderes wissen wollten.

Dafür ging man unter sozialistischen Ärzten noch gern ins Krankenhaus. Eine Meniskusoperation etwa dauerte sechs Wochen mit Streckbett und sieben Leuten im Zimmer, Besuchszeit zweimal die Woche zwei Stunden. 1989 lag das Durchschnittsalter der Krankenhaus-Bausubstanz bei 60 Jahren. Da die DDR selbst nur 40 Jahre existierte, lässt sich denken, das es Hitlers Lazarette waren, die hier verbraucht wurden zum Wohl der Volksgesundheit. In jedem Großbetrieb gab es eine eigene medizinische Abteilung - im Buna-Werk zum Beispiel war die vor allem dazu da, die jenseits aller Uno-Vorgaben liegenden Quecksilberwerte im Blut der Aldehydarbeiter zu überwachen und die Staublungen der Karbid-Kumpels im Auge zu behalten.

Stiegen die Werte selbst noch über die Phantasiegrenzen, die das Politbüro nach Vorgaben der Produktionsanlagen gezogen hatten, gab es keine Behandlung, sondern eine bezahlte Zwangspause für den Betroffenen. Er durfte wieder Schichten machen, sobald die Werte unter die Grenze des langfristig tödlichen gefallen waren.

Es waren sozialistische Ärzte, die das verantworten wollten - und die heute dafür gefeuiert werden. Wie wenig neu gebaut und wie viel über die Verschleißgrenze heruntergewirtschaftet wurde, schreibt die "Welt": Die durchschnittliche Bettenauslastung in DDR-Krankenhäusern sank zwischen 1966 und 1988 von 81,3 auf 75 Prozent – weil Bauschäden vielerorts eine Belegung unmöglich machten, und weil ständig Personal fehlte. Auch die Zahl der Krankenhausbetten stieg in der DDR nicht, sie verringerte sich: Von 206 000 im Jahr 1965 auf 169 000 Mitte der 80er-Jahre.

Wer chronisch erkrankt war, hatte schlechte Aussichten: In der DDR standen in den 80er-Jahren nur 200 Behandlungsplätze für Nierendialyse pro eine Million Einwohner zur Verfügung – in der Bundesrepublik waren es mit 510 mehr als doppelt so viele. In Alten- und Pflegeheimen herrschte in aller Regel ein noch größerer Mangel, denn dort wurden schließlich nicht Werktätige wieder fit gemacht, sondern aus Staatssicht nutzlose Rentner bis zum Tod aufbewahrt. Die über 65-Jährigen durften anders als der Rest der DDR-Bevölkerung frei reisen – und sollten nach Möglichkeit gleich ganz den Wohnsitz wechseln und die Rentenkasse des Klassenfeindes belasten. Für die übrigen reimte der böse DDR-Volksmund: „Ein guter Sozialist / springt mit 65 in die Kist.“

An kaum einer statistischen Größe lässt sich die Qualität eines Gesundheitswesens so gut messen wie an der durchschnittlichen Lebenserwartung. Die lag in den 80er-Jahren in der DDR je nach Altersgruppe zwischen 1,3 und 3 Jahren unter der des Westens. An der Umweltverschmutzung lag es nicht, dass die Menschen im Sozialismus früher starben, jedenfalls nicht ausschließlich: Im stark industrialisierten Süden der DDR lebten die Menschen im Schnitt 73,23, im stark landwirtschaftlich geprägten Norden nur 72,12 Jahre. Grund für das Frühableben war offenbar eher die außerordentlich dürftige medizinische Versorgung in der dünn besiedelten Provinz. Ob im Norden oder Süden – erst nach 1990 stieg das durchschnittliche Lebensalter der Ostdeutschen langsam auf West-Niveau.

Das gilt denen, die heute auf ihm leben, nun schon als so schrecklich, dass sie zurückwollen zu dem, nach dem sie vor 20 Jahren nicht mehr zu leben können glaubten. Seinerzeit, ja, da war der Tod sogar toill! Man starb gern im großen Gruppenzimmer auf der Nierenstation. Der Mensch, ein Wunderwesen. Immer krank, irgendwie.

Ufos nur auf Antrag

Die Amerikaner, die Briten und die Franzosen jagten jahrelang hinter unbekannten Flugobjekten her, in Deutschland aber, der spätberufenen Nation, mehrt sich die Zahl der Ufo-Sichtungen erst, seit vietnamesische Kleinhändler und deutsche Großhandelsketten sogenannte Himmelslaternen aus China anbieten.

Um nicht doch noch eine Ufo-Datei für sein Land anlegen zu müssen, hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann nun schnell vor der nächsten Flugsaison reagiert: Eine neue Gefahrenabwehrverordnung verbietet nicht nur den Start von Kong-Ming-Laternen und macht das "Befüllen aller Arten von unbemannten Ballonen anzeigepflichtig". Grund für das harte Vorgehen gegen die zumeist im Rahmen von Geburtstags- und Silberhochzeitsfeiern abgesetzten Flugobjekte sei die "Verhütung von Bränden" die "durch die Benutzung von Ballonen" bisher immer wieder aufgetreten seien. Die entstandenen Brände hatten zwar geheimgehalten werden können, Gerüchte von Ufo-Patrouillenflügen aber beunruhigten die Bevölkerung.

Ufo-Piloten müssen ihre Tätigkeit nun "vor dem Start bei den Ordnungsämtern als zuständigen Sicherheitsbehörden anzeigen". Die können dann "von den Ge- und Verboten Ausnahmen im Allgemeinen oder im Einzelfall zulassen". Im Rahmen der EU-weiten Entbürokratisierungsinitiative dürfen Anfragen und Anträge zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigungen vom Verbot, unbemannte Ballone und Himmelslaternen steigen zu lassen, ab sofort gestellt werden. Miteingereicht werden solten ein Passbild des Piloten, eine Kopie seines Flugscheins, eine aktuelle DNA-Probe und ein polizeiliches Führungszeugnis.

Sintflut verflacht

Er steigt, und steigt und steigt, manchmal um "einen Meter bis 2100" (Kanzler-Berater Schellnhuber), manchmal um "zwei Meter bis 2100" (Kanzlerberater Schellnhuber), manchmal um zwei Meter bis nächstes Jahr und manchmal um zehn Millimeter seit 1990. Die globale Erwärmung, da sind sich Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Al Gore einig, lässt die Antarktis und Grönland schmelzen, der Meeresspiegel steigt und steigt: Die oberste Klimawandelkommission IPCC sagt einen Anstieg des Meeresspiegels von 59 Zentimetern bis 2100, Al Gore lässt in seinem Oscar-prämierten Film "Eine unbequeme Wahrheit" gleich Städte wie Shanghai und San Francisco untergehen. Inselstaaten wie die Malediven und Tuvalu wird es bald nicht mehr geben, alle Jahre wieder kommt die Meldung, dass der Staatschef von Tuvalu in Australien um Obdach für seine Bürger gebeten hat.

Alle Jahre wieder stimmt die Meldung nicht und wenn es nach dem Geologen und Physiker Nils-Axel Mörner geht, ehemals Vorsitzender der Internationalen Kommission Sea Level Change, bleibt es auch dabei. Denn nach Ansicht von Mörner ist die Geschichte über das steigende Meer ist nichts anderes als eine "riesige Angst-Story", wie er jetzt dem Telegraph verriet.

Denn bisher steigt das Meer nicht. Nicht fünf Zentimeter, nicht zehn, nicht fünf Meter und nicht fünfzehn. Es schwankt einfach nur - zumindest die letzten 50 Jahre. Mörner, der sich nur auf Messergebnisse verlässt, nicht auf Computermodelle wie die Propheten der Sintflut, sieht einen Anstieg für dieses Jahrhundert, der "nicht mehr als 10 Zentimeter mit einer Unsicherheit von plus oder minus 10 cm" beträgt. Heißt: Der Meeresspiegel steigt. Und dann fällt er wieder.

Die Behauptung des IPCC, der Meeresspiegel steige derzeit um 2.3 Millimeter pro Jahr, nennt Mörner falsch. Bis zum Jahr 2003 zeigten Satellitenfotos keinen Anstieg. Die IPCC-Grafik könne ihn nur darstellen, weil ein "Korrektur-Faktor" von eben diesen 2,3 Millimetern eingerechnet wurde. Zur Begründung gab das IPCC an, man müsse "einen Trend darstellen".

Sowas kommt von sowas

"Die Menschen stellen Bilder von sich ins Internet. Hemmungslos. Und genauso ist das mit diesen Killerspielen. Dass die sich in diese Scheinwelt... Stundenlang. Also nicht alle, aber doch viele. Einige. Das ist ja alles ganz furchtbar. Auch für die Familie."

Wolfgang Schäuble in "Unter den Linden", Phoenix mit Michael Hirz und Renate Künast zum Thema:
"Prügeln, Schießen, Amoklaufen - Was tun gegen immer mehr Gewalt?"

Verbot der Woche: Japan war gewarnt

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die ehemals mit Deutschland verbündete asiatische Wirtschaftsgroßmacht Japan verboten. Grund für das ungewöhnliche Vorgehen des Bundesinnenministers waren rechtsextreme Umtriebe auf Märkten und in Geschäften in zahlreichen japanischen Städten. Händler hatten mit verbotenen Symbolen gehandelt, verkauft worden waren Replika von SS-Mänteln, Nazi-Offiziersmützen und Hakenkreuzfahnen. Die japanische Regierung hatte sich geweigert, mit landesweiten Razzien gegen Verkäufer und Käufer vorzugehen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte entsprechende Medienberichte.


Die Verbotsverfügung sei dem Tenno genannten japanischen Kaiser um kurz nach sechs Uhr morgens übergeben worden, berichtete MDR Info. Damit gelte Japan mit sofortiger Wirkung als aufgelöst. Die Polizeiaktion ist der letzte Schritt des am 9. Oktober 2008 von Schäuble eingeleiteten Verbotsverfahrens. Schon damals war Japan gemahnt worden, sich an geltendes deutsches Recht zu halten. Danach ist Handel und Vertrieb von Devotionalien aus der Hitler-Zeit untersagt. Das von Fahndern des Innenministeriums auf Märkten in Tokio aufgekaufte Material lieferte den Berichten zufolge zahlreiche Belege für die auch 64 Jahre nach Kriegsende anhaltende Verfassungsfeindlichkeit des fernöstlichen Staates und damit Beweismaterial für ein Verbot. Mit der Untersagungsverfügung gegen Japan folgt die Bundesregierung ihrer harten Linie, die zuvor bereits zum Verbot von reisen nach Polen, Mecklenburg, Thailand und Nepal geführt hatte.

Montag, 30. März 2009

Wer hat es gesagt?

Das fürwahr Schlimme ist, dass die dümmsten Reaktionäre, die schon immer dagegen waren, heute immer recht behalten.

Wer hat es gesagt?

Wahrlich, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht bloß unsere Philosophen, sondern sogar die gewöhnlichsten Dummköpfe nicht begreifen.

Alles dreht sich, nichts bewegt sich

Da staunt der Fachmann und der Wunde leiert sich: Was vor 20 Jahren in einem inzwischen friedlich vergangenen zehntgrößten Industrieland der Welt als Aufruf der selbst ernannten Bürgerbewegung "Neues Forum" unter dem hochtrabenden Titel "Aufbruch 89" erste, noch unsichtbare Risse in die Mauer bohrhämmerte, ist der aktuellen Situation im fortexistierenden Land des immerwährenden Exportweltmeisters wie auf den Leib geschrieben. Die Kommunikation zwischen oben und unten gestört? Weitverbreitete Verdrossenheit? Rückzug in die private Nische? Gestörte Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft? Gelähmte schöpferische Potenzen und übelgelaunte Passivität? Nur mangelhaft funktionierender Interessenausgleich zwischen den Gruppen und Schichten? Schöner kann die einzig wahre deutsche Demokratie nicht beschrieben werden als in den bedeutungshubernden historischen Zeilen aus der "Erika"-Schreibmachine von Bärbel Bohley. Im Original (Foto unten) las sich das so:

In unserem Lande ist die Kommunikation zwischen Staat und Gesellschaft offensichtlich gestört. Belege dafür sind die weitverbreitete Verdrossenheit bis hin zum Rückzug in die private Nische und zur massenhaften Auswanderung. Fluchtbewegungen diesen Ausmaßes sind anderswo durch Not, Hunger und Gewalt verursacht. Davon kann bei uns keine Rede sein.

Die gestörte Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft lähmt die schöpferischen Potenzen unserer Gesellschaft und behindert die Lösung der anstehenden lokalen und globalen Aufgaben. Wir verzetteln uns in übelgelaunter Passivität und hätten doch Wichtigeres zu tun für unser Leben, unser Land und die Menschheit.

In Staat und Wirtschaft funktioniert der Interessenausgleich zwischen den Gruppen und Schichten nur mangelhaft. Auch die Kommunikation über die Situation und die Interessenlage ist gehemmt. Im privaten Kreis sagt jeder leichthin, wie seine Diagnose lautet und nennt die ihm wichtigsten Maßnahmen. Aber die Wünsche und Bestrebungen sind sehr verschieden und werden nicht rational gegeneinander gewichtet und auf Durchführbarkeit untersucht. Auf der einen Seite wünschen wir uns eine Erweiterung des Warenangebots und besserer Versorgung, andrerseits sehen wir deren soziale und ökologische Kosten und plädieren für die Abkehr von ungehemmtem Wachstum. Wir wollen Spielraum für wirtschaftliche Initiative, aber keine Entartung in eine Ellenbogengesellschaft. Wir wollen das Bewährte erhalten und doch Platz für eine Erneuerung schaffen, um sparsamer und weniger naturfeindlich zu leben. Wir wollen geordnete Verhältnisse aber keine Bevormundung. Wir wollen freie selbstbewußte Menschen, die doch gemeinschaftsbewußt handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen. Faulpelze und Maulhelden sollen aus ihren Druckposten vertrieben werden, aber wir wollen dabei keine Nachteile für sozial Schwache und Wehrlose. Wir wollen ein wirksames Gesundheitswesen für jeden; aber niemand soll auf Kosten anderer krank feiern. Wir wollen an Export und Welthandel teilhaben, aber weder zum Schuldner und Diener der führenden Industriestaaten noch zum Ausbeuter und Gläubiger der wirtschaftlich schwachen Länder werden.

Der Rest steht hier.

Neue Freunde

Alte Freunde II

Ump: Abwracken online

Um die krisenbedingten Einbrüche beim CO2-Ausstoß abzumildern und auch armen Mitbürgern den gelegentlichen Erwerb von Neuwagen zu ermöglichen, hat die Bundesregierung das Erfolgsmodell Abwrackprämie entworfen. Die Beantragung der 2500 Euro Staatszuschuß beim Kauf eines neuen Autos ist seit wenigen Minuten nur noch im Internet möglich, zumindest theoretisch beantragt der zur Verschrottung seines sieben Jahre alten BMW entschlossene künftige Zastava-Fahrer die Kaufbeihilfe unbürokratisch unter der eigens geschalteten Abwrackprämienseite.

Wie groß der Ansturm ist, lassen schon die ersten Minuten erahnen: Das hochmoderne System brach in der ersten Arbeitsstunde sofort zusammen, weil zahllose Medienvertreter gekommen waren, um zu sehen, wie das nagelneue, hochmoderne System unter dem Ansturm zahlloser Medienvertreter zusammenbricht. Die Erklärung für die unerwartete Staatsversagen mitten in einer Zeit, in der der "Staat deutlich erstarkt" (Olaf Scholz) wird am späten Nachmittag bekannt: Netzexperten des Familienministeriums von Ursula von der Laien hatten die betreffende Internetseite im Morgengrauen aufgrund einer Verwechslung mit der Seite Sex Ump irrtümlich auf die Schwarze Liste der kinderpornoverdächtigen Adressen gesetzt und von allen Providern in Deutschland sperren lassen.

Gehauchte Harmonien

Sonntag, 29. März 2009

Held mit Handschuhen

Nun brennt das Dorf und der Heimatsender MDR weint um seinen Lieblingsverein 1. FC Magdeburg. Der spielt als Tabellenvierter gegen die U23 von Wolfsburg, den Tabellenachten - für die Hauptstadtredaktion der Dreiländeranstalt Anlaß, sich ganz auf das Großereignis zu konzentrieren: Neunmal meldet sich der MDR-Reporter allein in der ersten Halbzeit im Live-Ticker, 13 Minuten dauert der Filmbericht vom traurigen und früh feststehenden 0:3 der einstigen Europacup-Siegerelf, nach eigener Ansicht heute noch die "Größten der Welt", gegen die aus Mitteln der Abwrackprämie finanzierten Wolfsburger Nachwuchstruppe.

Die Fans des Halleschen FC, der als Tabellenzweiter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Ligaprimus Kiel im Gegensatz zum FCM noch dick im Aufstiegsrennen ist, bekommen im Liveticker fünf Wasserstandsmeldungen und im Fernsehen einen Sechsminuten-Bericht. Beim Spiel in Berlin führt Türkiyemspor früh 2:0, dann schießt Halle den Ausgleich, dann noch ein Tor, das nicht anerkannt wird. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schließlich gelingt Torwart Darko Horvat, zuvor 981 Minuten unbezwungen, mit einem fulminanten Kopfball von der Strafraumgrenze der längst verdiente Ausgleich.

Horvat darf im Interview auch noch einen schnellen Satz sagen. So kommt der Tabellenzweite zusammen mit Tabellenführer Kiel, das in Chemnitz 1:0 gewinnt, immerhin auf dieselbe Sendezeit wie die im Mittelfeld dümpelnden Magdeburger. Horvat allerdings kommt wieder: Der Treffer des Kroaten wird das nächste "Tor des Monats". Sagt auch der MDR-Kommentator. Zähneknirschend.

Ein Mann, zwei Worte

Der derzeit als Bundesfinanzminister dilletierende SPD-Arbeiterführer Peer Steinbrück hat von den deutschen Unternehmern gefordert, dieses Jahr keine Dividenden auszuzahlen. Das Geld solle lieber für den Erhalt von Arbeitsplätzen verwendet werden. Arbeitsplätze und Unternehmer seien wichtig, nicht die Befriedigung der Aktionäre, sagte der als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen gescheiterte Reserveoffizier. Für die Deutsche Post und die Deutsche Telekom, in deren Aufsichtsräte Steinbrück als Vertreter des größten Anteilseigner Bundesrepublik mehrere Staatssekretäre entsandt hat, gilt die Mahnung allerdings nicht: So schreibt die Deutsche Post im laufenden Geschäftsjahr zwar Verluste, sie muss dem Finanzminister aber dennoch mit einer Dividendenzahlung bei Stopfen der Haushaltslöcher helfen. Auch die Deutsche Telekom, an der der Bund mehr als ein Drittel der Anteile hält, wird von Steinbrück nicht zum Dividendenverzicht genötigt, sondern gehalten, mehr Dividende auszuzahlen, als das Unternehmen an Gewinn erwirtschaftet hat.

Donnerstag, 26. März 2009

Wer hat es gesagt?

Sogar in Zeiten der Dürre - Hauptzuträger PPQ haut in St. Moritz Aktiengewinne auf den Kopf, Nebenzuträger PB lässt seinem kleinen Sohn einen Waschbrettbauch zimmern - besuchen uns einige hundert Neugierige (oder Irregeleitete). Das ist, nun ja, aufmunternd. Wenn dann noch Koryphäen wie PT und GM in die weit offene Bresche springen, zupft es den hartkernigen Neoliberalen doch ein bisschen am Herzchen. Das puckert und pluckert - und spuckt dann ein Zitat aus, wie es zum Ratespiel nur so einlädt:

"Ich trete heute so wenig wie jemals früher dafür ein, dass zwischen der schwarzen und der weißen Rasse in irgendeiner Form soziale und politische Gleichheit herbeigeführt werde - ich trete heute so wenig wie jemals früher dafür ein, dass man Neger zu Wählern oder Geschworenen mache, sie für geeignet erkläre, Ämter zu führen oder weiße Frauen zu heiraten; es gibt eine physische Verschiedenheit zwischen der weißen und der schwarzen Rasse, die es, wie ich glaube, für immer ausschließen wird, dass die beiden Rassen auf dem Fuße sozialer und politischer Gleichheit miteinander leben. Und da sie nicht in Gleichheit leben, aber doch zusammenbleiben, muss es Über- und Unterordnung geben, und ich trete ebenso wie jeder andere dafür ein, dass die übergeordnete Stellung der weißen Rasse zugesprochen werde."

Bushido-Ähnlichkeitswettbewerb

"Wenn man sich hier auf dem Alexanderplatz jetzt so umguckt, könnte man auch denken, es finde um Null Uhr ein großer Bushido-Ähnlichkeitswettbewerb statt."

Benjamin von Stuckrat-Barre in der B.Z. zur Mitternachtseröffnung des neuen Saturn-Marktes auf dem Berliner Alexanderplatz

Mittwoch, 25. März 2009

Lonsdale-Undercover-Shirt

Während man sich in anderen Bundesländern Gedanken macht, wie man die Rechten und deren Parteien verbieten könnte, verbietet Berlin lieber das Tragen von Kleidern. Polizei und Senat haben ihren Beamten verboten, rechte Modemarken zu tragen. Zehn angeblich rechte Modemarken. Unterdessen laufen die ersten Klagen ein.
So prüft derzeit das Modelabel "Alpha Industries" eine Klage gegen die Anordnung von Polizeipräsident Dieter Glietsch. Sie verbiete Zivilbeamten im Dienst diese und andere Marken zu tragen. Neben der für ihre rechtsextremen Fans bekannte Marke Thor Steinar stehen auf des Polizeipräsidenten Liste Firmen wie Lonsdale, Fred Perry, Ben Sherman und eben Alpha Industries. Man habe jetzt einen Anwalt eingeschaltet, auf dieser Liste zu stehen, sei Ruf schädigend.
Proteste (interne) gegen die Liste soll es nun auch bei Berlins Zivilbeamten geben. Nicht aber wegen einer Rufschädigung. Die Beamten fürchten eher um ihr "über lange Zeit aufgebautes Vertrauen in den Reihen der Rechten", etwa bei Demos. Nun, auch dafür gibt es Lösungen. Während die Chefetage noch das Verbot der Rechts-Marken diskutiert, sollen Gewerkschafter schon an die Einführung von "rechten Uniformen" denken.
Demnächst werden also jene Marken ihre Umsätze verdoppeln. Etwa mit der "Thor-Steinar-Demo-Uniform" oder dem "Lonsdale-Undercover-Sweatshirt".

Montag, 23. März 2009

Wer will das nicht? Steinbrück einfach in die Fresse hauen.

Die Schweizer liefern den Beweis: aktiv gestaltete Politik motiviert die Menschen, sich wieder direkt politisch zu betätigen. Wertfrei und basisdemokratisch überlassen sie es jedem Bürger selbst zu entscheiden, wer dem Finanzkavalleristen Peer Steinbrück in die Fresse haut.

Sonntag, 22. März 2009

Homöopathie

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) beehrt uns heute mit einer besonders bitteren Wahrheit: Nicht «jeder, der Killerspiele konsumiert, [wird] zu einem potenziellen Amokläufer». Eigentlich ist es aber noch viel schlimmer, nur müssen Schünemann und Co., um nicht Angst und Schrecken in die Herzen der ihnen anvertrauten Menschen zu senken, vorsichtig sprechen. Denn (und dieser Satz dürfte unwidersprochen bleiben): Jeder, der Killerspiele konsumiert, ist ein potenzieller Amokläufer.

Samstag, 21. März 2009

No country for old men

Freitag, 20. März 2009

Nazis aus Arabien

Wie schön war das doch immer, wenn empörte Menschen in von Kindern genähten Jeans aufzogen, um Scheiben von Läden einzuwerfen, in denen "die bei Rechten beliebte Modemarke Thor Steinar" verkauft wurde. Die Presse war da, die Politik schaltete einen Empörungsgang hoch, eine renditegeile Tochterfirma der Katholischen Kirche in Magdeburg sah sich genötigt, die faschismusverdächtige Firma Mediatex aus Brandenburg aus den Geschäftsräumen im dortigen Hundertwasserhaus zu klagen. Sachsen-Anhalts Innenminister, ein abgebrochener NVA-Offizier namens Hövelmann, ließ das Anziehen von Jacken mit "Thor Steinar"-Stickerei sogar knallhart als rechtsextremistische Straftat verfolgen, um die Statistik der rechten Straftaten öffentlichkeitswirksam aufzublasen.

Zeige mir Deine Klamotte und ich sage Dir, was Du denkst, so einfach war das. Bis Jürgen Meusel, Erfinder und Verkäufer der "rechtsextremen Modemarke", letztes Jahr verkaufte - keinen Pullover, sondern das ganze Nazi-Pullover-Imperium. Im Dezember bereits berichtete unser kleines Haute-Couture-Blog PPQ, dass "Thor Steinar" laut Handelsregistereintrag neuerdings einer Firma aus Arabien gehört - bekanntermaßen seit dem Mufti von Jerusalem und der SS-Division "Handschar", die putzige rote Feze trug, der weltweit führende Produktionsstandort für rechtsradikale Umtriebe. "Eigen-Thor für Mohammed" titelt die "SZ" ebenso verspätet wie wagemutig und bietet, wenigstens das eine kreative Leistung, bei der Gelegenheit auch gleich den bizarren Thor-Steinar-Trägern eine Plattform, die den Vaterlandsverrat auf Altermedia im Kreise von "Steiner"-Wulff und NPD-Apfel erbost diskutieren.

Zumindest muss so nicht erwähnt werden, dass den linken Aktivisten, die dem Kampf gegen rechte Pullover ihr ganzes Dasein gewidmet hatten, mit dem Verkauf nach Dubai der wunderbarste Gegner überhaupt abhanden zu kommen droht. Traurig, aber wahr: Jeder weitere Protest wäre ja nun irgendwie ausländerfeindlich.

Hier noch ein Blick auf das neue Chefdesigner-Duo von Thor Steinar - ein liebevoll geschriebenes Porträt von Murat Al Maktoum und seiner Mitarbeiterin Aishe El Alamain lesen Sie dann natürlich in fünf Monaten in der SZ.

Erfundene Entführer

Sie hatten sich extra vermummt und dann stundenlang in der Kälte auf die Lauer gelegt. Das wurde belohnt: Am 25. Februar war der 14-jährigen Uschi L. (Name geändert) morgens plötzlich so schlecht geworden, dass sie nicht zur Schule ging, sondern in einen nahen Park - und dort den zwei wartenden Entführern in die Falle.

Knapp vier Wochen nur, verglichen mit dem Fall Mannichl quasi ein Augenzwinkern lang, brauchte die Polizei, um aufzudecken, dass die Tat nur erfunden war. Weder der Schal, mit dem sie gefesselt worden sein wollte, noch das Klebeband, mit dem ihre Handgelenke umwickelt waren, hatte jemand anders angefasst als sie selbst.

Hier in unserem kleinen Miss-Marple-Fanboard waren am Tag nach der Tat beim traditionellen "Was stimmt hier nicht?"-Spiel per Ferndiagnose bereits zum selben Ergebnis gelangt: Warum hätten die Täter sich auf der an Wochentagsvormittagen höchstens von hundeführenden Rentnern besuchten Rabeninsel überhaupt auf die Lauer legen sollen? Und warum hätten sie das Mädchen fesseln, ihr aber das Handy lassen sollen, mit dem sie dann die Polizei anrief? Und wie konnte sie wissen, dass die Täter maskiert waren, wo die ihr doch von hinten einen Sack über den Kopf geworfen hatten.

Nach Angaben der Polizei hat das Mädchen jetzt in einer Vernehmung zugegeben, die Tat erfunden zu haben. Die Beweggründe für ihr Handeln seien im persönlichen Umfeld zu suchen. Blind getippt: Wer Schule schwänzt, braucht eine gute Entschuldigung.

Gegen den Strom

Wenn Wissenschaftler über die Welt nachdenken, können dabei durchaus sinnvolle Gedanken herauskommen: "Die Vertriebsform der klassischen Zeitung auf Papier ist überholt; elektronische Verteilformen sind nutzerfreundlicher, wirtschaftlicher und ökologischer." Um dann doch kürzestfristig in Geistesferne und Gagaismus umzuschlagen: "Allerdings weist auch der Vertrieb über das Internet Umwelt belastende Faktoren auf, vor allem einen immensen Stromverbrauch."

Pfeiffer im Walde

Für die mediale Abbildung eines Ereignisses ist es schon seit geraumer Zeit völlig egal, was wirklich passiert ist. Eine Schlagzeile lässt sich immer aus Erwartungen machen, die die werden nach der alten Regel, nach der Vorraussagen schwierig sind, sobald die die Zukunft betreffen, stets entweder enttäuscht oder übertroffen.

Meist kannte die Vorraussagen nicht einmal jemand, so dass es dem bearbeitenden dpa-Praktikanten, der sie auch nicht kennt, obliegt, einzuschätzen, ob Enttäuschung oder Euphorie eher eine Schlagzeile ergeben.

Schön hat Fact&Fiction das im Zusammenhang mit der erstaunlichen Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer (mit drei "F") ausgestellt: Ein scheinwerfersüchtiger Halbwissenschaftler fertigt per Schulhofumfrage eine halbgare Studie an, deren Ergebnisse so hanebüchen sind, dass sie keiner weiteren Erwähnung mehr wert wären. Aber die Studie liest ja niemand, außer der taz, und die Schlagzeilen werden also aus den Pfeifferschen Äußerungen auf der Vorstellungspressekonferenz gemacht. Muss ja auch schnell gehen.

Plötzlich entstehen so rund 330.000 neue, in rechtsextremen Kamaradschaften organisierte Jugendliche und junge Erwachsene, plötzlich verändert sich der Schwerpunkt der Studie vom Punkt "Erfahrungen Jugendlicher als Täter und Opfer" zu "wie rechts ist die Jugend", plötzlich schallt der Ruf nach noch mehr Umerziehung, Kontrolle und Förderprogrammen durchs Land, wo doch eindeutig in der Studie steht, dass die Gewalt unter Jugendlichen zurückgeht.

Zu behaupten, das läge daran, dass einfach immer mehr Jugendliche rechtsextrem organisiert sind und ihnen wegen des hohen Organsierungsgrades wohl allmählich die Gegner ausgehen, ist genauso schlüssig wie Christian Pfeiffers Behauptung, der Organisierunggrad unter Jugendlichen sei so hoch, weil "überall dort, wo rechtsextreme Konzerte stattfinden, sich solche Gruppeneffekte ergeben können" (Pfeiffer). Dabei bezieht sich der Pfeiffer im Walde mit seinem selbsterfundenen Heer von 330.000 organisierten Rechtsextremisten in der taz nun genau auf den Verfassungsschutz, der nur 6.000 kennt: Der sage ja auch, dass sich die Zahl der aktiven rechtsextremen Bands in den letzten fünf Jahren um 60 Prozent erhöht hat.

Prozentzahlen aber sind immer verdächtig, denn wer in Prozenten spricht, hat keine richtigen Zahlen. In Sachsen-Anhalt bestätigt die in diesen Dingen immer hellwache Fördermittelverbrauchsstelle Miteinander, entwickle sich "rechtsextreme Musik besonders dynamisch". Die "in Sachsen-Anhalt aktiven rechtsextremen Bands" seien sogar "in der internationalen Szene gefragt und vernetzt". Im Jahr 2008 brachten sie es zusammen zum Beispiel, Gastspiele von Gruppen aus anderen Bundesländern eingerechnet, auf sieben Auftritte.

Donnerstag, 19. März 2009

Klare Ansage

Scheiß auf die Umwelt, hauptsache die Kohle stimmt. Die Ostdeutschen lassen ihr Auto eher aus Kostengründen als aus Umweltbewusstsein stehen. Das ergab eine Umfrage des Leipziger Institut für empirische Forschung unter 1200 Einwohnern der neuen Bundesländer und Berlins, meldet dpa. Demnach nutzten 29 Prozent der Autofahrer ihr Fahrzeug 2008 weniger als zuvor. 72 Prozent gaben Kostengründe dafür an. Nur ein Prozent wollte mit dem Verzicht aufs Auto etwas für die Umwelt tun. Neun Prozent der Befragten fuhren weniger Auto, um etwas für ihre Gesundheit zu tun. Was (nicht nur in Berlin) ein Trugschluss ist. Denn mit dem Fahrrad atmet man mehr schlechte Luft ein, als wenn man mit dem Auto zur Arbeit fahren würde.
Aber wie auch immer, ich fahre auch mit keinem Auto zur Arbeit, weil es mir zu teuer ist. Umwelt? Autos fahren auch ohne Wald.

Die Writer der Apokalypse


Geht sie? Oder geht sie nicht? Game Over oder "weiter so" (Helmut Kohl)? Reicht die "Neuordnung der Finanzmärkte" (Angela Merkel) aus, oder gehören Finanzmärkte einfach mal abgeschafft? Und wenn denn alles zusammenbricht, trotz Abwrackprämie und Rettungsschirmen, wie geht es dann weiter? Fallen alle Menschen weltweit im selben Moment tot um, in dem etwa die "systemrelevante Bank" (Steinbrück) Hypo Real Estate zusammenbricht?

Es gibt diese Sehnsucht, es gibt diese Angst. Seit uralten Zeiten ist die Apokalypse der Augenblick, zu dem es den Menschen magisch zieht. Untergang in Etzels Halle, die letzte Schlacht gewinnen wir. Nur dass wir sie nun verlieren, nicht malerisch, sondern beiläufig. Und dann?

So lange da Sozialismus war, hinter der Mauer, grau angestrichen und in Wollprylaröckchen und Omas Handstricksöckchen, gab es eine Alternative. Die ganze Welt wäre, hätte der Sozialismus gesiegt, wie es wissenschaftlich vorherbestimmt war, ausgesehen wie Perleberg und Luckau, beispielsweise. Backsteingemäuer und Braunkohleöfen, Rieselgrus vom Himmel und einheitliches Trabigedröhn allüberall. Durch den Beitritt Westdeutschlands zum Arbeiter- und Bauernstaat wären der VEB Opel und der VEB VW dazugekommen, die Genossen dort müssen nur noch noch lernen, dass montags Parteiversammlung ist. Auch wenn ein Großauftrag für den neuen Opel Sputnik ansteht.

Die Hoffnung war trügerisch, die Wissenschaft hat versagt. Andersherum hielt die Hoffnung auf den Notausgang nach Westen die DDR überhaupt nur am Leben, zumindest in ihren letzten Jahren. "Ich guck mir das hier an", sagten viele, "bis es nicht mehr geht". Und wenn es nicht mehr geht, hieß das, bin ich weg.

Geht nun nicht mehr. Heute noch jemandem raten, "dann geh doch rüber" ist unmöglich, weil es kein drüben mehr gibt. Alles ist hier, nichts ist dort, außer Kuba und Nordkorea, zwei Länder, in die es die Überzeugtesten nicht dauerhaft zu siehen scheint. Selbst Che hielt es in Havanna nicht aus, selbst Tamara Bunke packte den Koffer.

Der Kapitalismus hat nicht nur gesiegt, er hat seine Gegner umerzogen zu den Kapitalisten, die sie schon immer waren. Seitdem ist die ganze Welt eine geordnetes Ritual, das Reich ewigwährender Eintönigkeit. Aller vier Jahre Wahl, immer dazwischen WM und dazwischen Olympia. Im Frühjahr der ADAC-Tunneltest, danach der Test mit den Raststätten, der immer gespannt erwartete Fährentest und der mit den Brücken. Der Badewasserqualitätstest im Frühsommer kommt von der EU, da ist dann der FC Bayern aber schon Meister. Im Herbst streiken die Fluglotsen oder die Milchbauern oder die Post, das wird jeweils vorher abgesprochen. Der Ölpreis ist immer zu hoch oder niedrig, das Wetter immer zu nass oder zu kalt oder zu warm und zu trocken. Und alle sind immer in Sorge, dass es morgen nicht mehr so sein könnte. Keine Tagesschau mehr! Ein Sonntag ohne Anne Will!

Wird es so sein, wenn die Welt zusammenbricht? Die Welt, wie wir sie kennen? In der die Wurst vakuumverpackt im Supermarkt liegt, das Müsliregal 70 Sorten kennt, Kaffee aus fernen Ländern 2,70 im halben Kilo kostet und ein Telefongespräch nach Australien gar nichts mehr? Wer wird die Regale füllen? Und womit? Wird es überhaupt noch Regale geben? Den FC Bayern? Und Beckmann? Und Kerner? Und die Hitparade und die Oskar-Verleihung.

Die Rechte weiß es nicht, glaubt aber, dass ein wenig rütteln und schütteln schon alles zurechtschieben wird. Dann geht es weiter, neuer Kunde, neue Runde. Her mit dem Klavier! Goldstandard hin, Goldstandard her, so lange jemand was haben will, wird es jemand anders herstellen. Paris Hilton hat Glück, die wird sich immer etwas dazuverdienen können. Aber wer nur Pauschalreise gelernt hat? Und fernsehen? Was wird mit dem?

Die Linke, seit 1982 in Schockstarre wartend auf eine grundstürzende Gelegenheit wie diese, steht um Rat befragt ohne Fachliteratur da. Marx? Deutete Lohnarbeit als Sklaverei. Damit kann auch die Vierte Internationale einem VW-Arbeiter, der gerade seine Aktienoptionen eingelöst und sich einen Pool in den Wintergarten hat bauen lassen, gar nicht kommen. Lenin, Stalin, Mao, Honecker hingegen? Schreckgespenster aus dem Puppentheater der Weltrevolution, die blitzschnell noch das kleinste revolutionäre Fünkchen ausblasen.

Still, so still ist es neben, vor und hinter Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, Sarah Wagenknecht und Klaus Ernst. Alternative Gesellschaftsentwürfe sehen hier aus wie Postkarten einer DDR mit Nutella, RTL und "Wetten, dass..." statt Maiparaden. Ansonsten schweigen sie sich aus, im Grundsätzlichen. Neuordnung der Finanzmärkte, aber immer, mehr Regulierung auch, und allenthalben. Abwrackprämie und Rettungsschirm, Reichensteuer und Systemrelevanz, da sind wir einig von NPD bis PDS oder wie sie gerade heißt. Der Kapitalismus gehört gezähmt! Opel muss gerettet werden, damit Deutschland sterben kann. Die Zukunft ist die Fortsetzung der Gegenwart auf einem neuen Kalender, die neue Weltordnung, von der Verschwörungstheoretiker schwärmerisch murmeln, die Sehnsuchtsangst derjenigen, die gern dabei wären, wenn es soweit ist und alles endet.

Aber wie immer, darauf immer wieder jede Wette, wird es das nicht.

Späte Einsicht

Das Verrückte an den meisten Menschen ist,
dass sie so normal sind.

Notopfer aus dem Netz

Altmeister Dieter Hildebrandt und Erbschleicher Matthias Richling streiten sich über den richtigen Weg des deutschen Kabaretts in eine sichere Zukunft ohne Lachausfälle, unbesicherte Pointen und Programmpakete, die zwar verkauft werden, deren Inhalt aber niemand verstanden hat. Matthias Deutschmann hingegen, Humor-Cellist und Handelsreisender in Sachen Hardcore-Satire, denkt über das eigene Fach hinaus, hinüber über die Straße und hinein in die wankenden Bankentürme, in denen sich einmal mehr das Schicksal der Deutschen entscheidet.

Hier, wo es nicht um das kleine Gelächter zwischendurch, sondern immer um Systemrelevanz geht, wird in diesen harten Tagen der weichen Währung Vertrauen jede Hand gebraucht. "Gold gab ich für Eisen", hieß es einst, als der ZDF- und n-tv-Moderator Adolf Hitler seine Getreuen ausschickte, im Winterhilfswerk warme Felle für die Kameraden Soldaten zu sammeln, die in Stalingrad und vor Madagaskar lagen, die Pest und die Cholera an Bord und nichts mehr zu Schießen im Gewehr hatten.

Deutschmann, der Name ist Programm, ruft uns zum "Notopfer deutsche Banken". Wir haben die Briefmarken testhalber auf gutem Papier ausgedruckt und versandt und siehe da: Die Staatspost, die sich jetzt "Deutsche" nennt, aber zu einem Drittel immer noch Angela Merkel und Peer Steinbrück gehört, spielt das Spiel begeistert mit. Die große 10.000er Deutschmann-Marke (oben unten rechts), bei Sammlern ehrfürchtig "der Koffer" genannt, geleitete unser Urlaubskärtchen aus Kärnten getreulich nach Haus.

Sammler, die Interesse an dem wertvollen Sammlerstück haben, können sich wie stets unter politplatschquatsch@gmail.com melden. Wir würden das seltene und weitgereiste Stück gern in gute Hände abgeben.

Fremde Federn

Fast 65 Jahre nach dem Verschwinden des Dritten Reiches ist die behauptete Gefahr von rechts allgegenwärtig. Ihr muss man entschlossen den Weg verlegen, um eine angeblich drohende Wiederkehr des Faschismus zu verhindern. Diesmal ist man auf dem linken Auge blind. Man will weithin nicht wahrhaben, dass die Republik, anders als in Weimar, längst nicht mehr von rechts, sondern, wenn überhaupt, von Honeckers Erben, deren Anhängern und Mitläufern bedroht ist.

Kompakterer Brei

Beharrlich sein. Nicht rot werden. Immer wieder dieselbe Lüge mit immer wieder denselben Worten wiederholen. Angela Merkel weiß genau, wie sich ein Täter in der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft zu verhalten hat. Sie habe "die Staatsausgaben konsolidiert", hat die frühere Klimakanzlerin dem spärlich besetzten Bundestag heute vorgeschwindelt. "Das Wesen der Konsolidierung", definiert Wikipedia, "ist das Zusammenfassen, Zusammenrücken, Verschmelzen von Dingen die zusammengehören, so dass unerwünschte, nicht passende oder kranke Dinge ausgeschieden werden und ein klareres und kompakteres Ganzes entsteht, das mehr Einfachheit, Festigkeit und Gesundheit hat."

Angela Merkel hat die Staatsausgaben beim Konsolidieren laufend weiter erhöht. Die Staatseinnahmen aus Steuern und Abgaben ebenso. Deutschland ist nach drei Jahren Merkel weder "kompakter" noch "gesünder", weder zusammengerückter" noch hat es "kranke Dinge" ausgeschieden. Angela Merkel hat den Staat größer gemacht und seine Verfügungsmasse ausgeweitet. Sie nennt das "Konsolidierung". Angela Merkel hat "1984" gelesen: Breitgetretener Brei ist bei ihr die feste Basis für eine frohe Zukunft.

Rätsel um neue Rechte

Seitdem der Hannoveraner Kriminologe Christian Pfeiffer durch eine Schulhofumfrage mehr als 300.000 organisierte rechtsextreme Jugendliche in Deutschland entdecken konnte, von denen bis dahin nicht einmal der Verfassungsschutz wusste, dass sie existieren, häufen sich die Fragen danach, woher diese vielen, vielen neuen Rechten eigentlich plötzlich kommen. Nach PPQ hat auch die taz sich Zugang zu einem Taschenrechner verschafft, der nach Eingabe von Pfeifffers Zahlen Fantastrilliarden jugendlicher Nazis ausspuckte. Die taz hat daraufhin im Bundesinnenministerium nachgefragt.

Dort allerdings war man immer noch so total "erschrocken" (Schäuble) von Pfeiffffers Studie, dass man sie bis heute nicht hat lesen können. Eine Sprecherin des Ministeriums ließ wissen, dass es verboten sei, die Zahlen Pfeifffffers mit denen des Verfassungsschutzes zu vergleichen. Pfeiffffffer habe "nicht den Organisationsgrad von Jugendlichen in rechten Gruppierungen abgefragt, sondern das subjektive Zugehörigkeitsgefühl, ihre Affinität zur rechten Szene." Quasi die gefühlte freie Kameradschaft. Deshalb wohl, bemerkt die taz, sei im Papier des scheinwerfersüchtigen Professors auch "ganz klar von Mitgliedschaft in Organisationen" die Rede.

Demnächst im Staatstheater: Kann ich auch gefühltes Mitglied der SPD werden? Muss ich als gefühltes FDP-Mitglied Parteibeitrag zahlen und wenn ja wohin? Ist die gefühlte Mitgliedschaft in einer verbotenen Organsisation verboten? Wie trete ich als gefühltes Mitglied aus der NPD aus? Reicht da ein gefühlter Brief?

Zwei Hans im Glück

Für Bernd Stange, den verlängerten Arm der Staatssicherheit in der DDR-Fußballnationalmannschaft, war Hans Richter schon immer ein wackliger Geselle. Dessen "westliche Orientierung" sei fragwürdig, meldete Stange.

Hans Meyer, seinerzeit Trainer des FC Karl-Marx-Stadt und heute der von Borussia Mönchengladbach, ließ Richter bald auch nicht mehr spielen. Die Leistung stimme nicht und die Einstellung sei nicht in Ordnung, erklärte der Mann, der schon 1968 als Spieler zum ersten Mal DDR-Meister geworden war. Richter aber, 302 Oberligaspiele und 90 Tore in den Knochen, wollte nicht auf der Bank herumsitzen. Im Sommer 1989 fuhr er nach Prag, über die Botschaft der Bundesrepublik reiste der 30-Jährige dann mit tausenden anderen in den Westen aus.

Doch anders als die anderen durfte er dort nicht in seinem Beruf arbeiten. Die Regeln des internationalen Fußball-Verbandes stehen dagegen: Kurz vor seiner Flucht hatte Hans Richter, 15-facher DDR-Nationalspieler und mit Lok Leipzig zweimal Pokalsieger, einen Zwei-Jahres-Vertrag bei Karl-Marx-Stadt unterschrieben.

Und sein Trainer daheim in Sachsen war sauer, sauer genug, seinem Ex-Spieler die Karrierfortsetzung unmöglich zu machen. Hans Meyer sieht einen "labilen Charakter" enthüllt, den er schon immer erahnt habe. Richter habe ihn durch seine Flucht "maßlos enttäuscht".

Sieben Jahre später folgte Meyer seinem Ex-Spieler in den Westen, 12 Jahre später stieg er in die Bundesliga auf, 18 Jahre später gewann er den DFB-Pokal. Hans Richter, der immer der Meinung war, legal ausgereist zu sein, spielte nach der Wende noch einmal kurz bei den Offenbacher Kickers. Heute ist er Mitarbeiter bei einem Sicherheitsdienst am Flughafen Frankfurt/Main. Nebenbei trainiert auch Richter, der noch in der DDR seinen A-Schein gemacht hatte, eine Fußballmannschaft: Die Zweite des SV Rot-Weiß Walldorf.

Mittwoch, 18. März 2009

Ein Sturmflutwart für die SPD

Walter Steinmeier bei Beckmann oder Kerner, das ist das schärfste Wahlkampfgeschütz der deutschen Sozialdemokratie. Doch oh weh, auch diese Kugel fliegt nicht weit. Im "Politiker-Ranking", einer Art interaktiven "Deutschland Beste Zahnärte"-Liste vom "Deutschlands-Beste-Zahnärzte"-Magazin "Focus", taucht Walter, wie sich der kluge Uhu der SPD seit jüngstem nennen lässt, nicht auf den ersten 20 Plätzen auf. Dort ist überhaupt kein Sozialdemokrat, was vermutlich daran liegt, dass die einzigen beiden deutschlandweit bekannten SPD-Mitglieder Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine heißen, wobei der letztere bereits seit Wochen keinen Parteibeitrag mehr zahlt.

Das Volk ruft nach Helmut wie damals in Erfurt die Ostler nach "Willy, Willy" verlangten. Helmut Schmidt, der Sturmflutwart von Hamburg und Doppelbeschluß-Atomkanzler, soll wieder Kanzler werden, weil nur Deutschland sozial gerecht abdämmen kann gegen die Sturmfluten der Finanzkrise, gegen den rauhen Wind der Globalisierung und freßwütige Heuschreckenschwärme, von denen man auch schon lange nichts mehr gehört hat. Schmidt ist Raucher, ein Mann, weit weg vom korrekten Zeitgeist auch heute noch. Als er Mitte der 80er tat, was er glaubte, tun zu müssen, jagte ihn das Volk in Person von Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher aus dem Amt - Vorbedingung dafür, heute verehrt, gemocht und gebraucht zu werden.

Keine guten Nachruhm-Chancen für die, die derzeit regieren.

Verzweiflung im Teufelskreis

Philip Chawner ist 53, seine Frau Audrey 57 und gemeinsam mit den beiden Töchtern Emma, 19, und Samantha, 21, wiegen die beiden rund 550 Kilogramm. Die Familie aus Blackburn muss nach den drastischen und menschenverachtenden Reformen der Thatcher-Jahre von rund 2000 Euro Sozialhilfe im Monat leben - seit elf Jahren ist kein Chawner mehr einer regulären Arbeit nachgegangen.

Allerdings wird es nun eng, denn die 23000 Euro, die das Sozialamt jährlich überweist, reichen hinten und vorn nicht. Philip Chawner verriet dem Telegraph, dass die staatliche Unterstützung kaum zum Leben reiche. Aus einem bisschen Müsli zum Frühstück, Schinken zum Mittag und Kartoffelbrei am Abend müsse sich jedes Familienmitglied seine lebensnotwendigen 3000 Kalorien holen. "All die gesunde Nahrung, all das Obst und das Gemüse, ist einfach zu teuer." Audrey Chawner sieht den Grund für ihr Gewicht in den Genen: "Es ist da drin. Die ganze Familie hat deshalb Übergewicht."

Das hindert sie inzwischen grundsätzlich daran, zu arbeiten. Ein Teufelkreis: Zu dick zum Arbeiten, zuwenig Geld für Nahrung, die schlank macht, zuviel Zeit zum essen, zuwenig Zeit, nach Alternativen Ausschau zu halten. Tochter Emma ist schon ganz verzweifelt: "Ich bin Student", sagt sie, "ich habe einfach keine Zeit, zu trainieren." Es rührt uns alle hier beim Abnehmboard PPQ zu Tränen, diese im Grundsatz sehr blonde Frau verzweifelt sagen zu hören: "Wir alle wollen abnehmen, um die ganzen Hänseleien zu beenden. Aber wir wissen nicht wie."

Freibrief für eineiige Zwillinge

Die beiden mutmaßlichen KaDeWe-Einbrecher kommen aus der Untersuchungshaft frei, weil die Berliner Justiz die Genspuren der Zwillingsbrüder nicht unterscheiden kann. Die Haftbefehle wurden am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft aufgehoben.

Die Anklagebehörde erklärte, nach den Tatortspuren sei zwar bewiesen, dass mindestens einer an dem Millionenraub beteiligt war. Wegen der identischen DNS-Genspuren der Brüder könne aber nicht geklärt werden, wer von beiden. Deswegen hätte das Duo aus der Haft entlassen werden müssen.

Für alle, die noch einsam sind und eine elektronische Adresse haben



Hallo werde ich der schone Fremde, uber unsere Bekanntschaft mich froh sein rufen Anastasiya.
Ich suche seine einzige und eigenartige Halfte. Ich suche nicht einfach den Mann ich ich suche den Freund, des vorliegenden Freundes auf ganzes Leben. Ich das warme, zartliche, zarte Madchen. Mir 27 Jahre.
Es ist ein wenig uber mich: ich liebe, die Gemutlichkeit zu schaffen, mir gefalle wenn zu Hause gut und ruhig, ich in das Ma? das ernste, verantwortliche, richtige Madchen. Au?er dem ich romantisch, empfindlich, verstehend und emotional. Ich verstehe mit dem Humor, auf die Probleme bezogen zu werden und lustig zu sein. Fur mich in der Einsamkeit verliert das Leben den Sinn ich ich verwelke wie das Blumchen. Betreffs der Einfachheit kann, dass ich offen wie das Buch sagen. Mich mu? man nur lesen. Wenn es Ihnen interessant ist, uber mich jenes dann zu erfahren schreiben Sie!
Ich warte mit der riesigen Ungeduld auf die Antwort. Auf diese elektronische Adresse: kropanas@yahoo.de

Mehr Gewehr ist weniger

Liegt es vielleicht gar nicht an den Waffen, wenn junge Männer zu Amokläufern werden? Nachdem PPQ-Studien bereits ergeben hatten, dass die Waffenbesitzdichte ist in der Schweiz höher ist als in Deutschland, die Zahl der Amokläufe in Deutschland aber dennoch höher als in der Schweiz, haben neue Recherchen in Militärarchiven von Bundeswehr und NVA neue überraschende Erkenntnisse ans Licht befödert.

Nach den vorliegenden Dokumenten und Wehrpässen war bzw. ist die Waffenbesitzdichte bei beiden Armeen höher als in der Schweiz, Neuseeland und den USA. Sie liegt aktuellen Berechnungen von überforderten Militärkartographen zufolge oberhalb von 1,2 das bedeutet, dass 100 Soldaten und Offiziere über rund 120 Gewehre und Pistolen verfügen. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei den betreffenden Waffenträgern überwiegend um junge, schwer frustrierte und sexuell unausgelastete Menschen ohne universitäre Bildung handelt, die in engen Stuben voller brachialem Körpergeruch hausen, Befehlen von nur marginal älteren Männern ohne universitäre Bildung gehorchen müssen und zwischendurch gelangweilt in eine "Mast" genannte komatöse Totenstarre bei vollem Unterbewusstsein fallen.

Alle Zutaten für extreme Gewalttaten sind vorhanden, dennoch ist die Amokhäufigkeit in Heeren und anderen militärischen Formationen nach Erkenntnissen des Militärmedizinischen Dienstes der Charité verblüffenderweise geringer als in der Zivilgesellschaft. Sobald der Kriminalprofessor Christian Pfeiffer eine anstehende Kur gegen seine galoppierende Scheinwerfersucht abgebrochen hat, soll eine schnell hingeschluderte Telefonumfrage bei Wachhabenden und Unteroffizieren vom Dienst weitere Klarheiten beseitigen helfen.

Fantastrilliarden neue Rechte

Steht die rechtsradikale Jugend in Deutschland unmittelbar vor der Machtübernahme? Wie groß ist das Problem der geheimen Fantasie-Kameradschaften wirklich, die der niedersächsische Kriminalpsychologe Christian Pfeiffer während einer Umfrage unter Schülern entdeckt hat? Neue Hochrechnungen durch das PPQ-Statsitikbüro in Zusammenarbeit mit den Pi-Experten von Der Postillon lassen ein völliges Versagen des Verfassungsschutzes (VS) befürchten. Die Behörde war bislang von 6.000 organisierten Rechtsextremen bundesweit ausgegangen - dabei handelt es sich nach Angaben des VS allerdings nicht nur um junge Leute.

Christian Pfeiffer hingegen hatte durch eine Fragebogenaktion in 61 deutschen Städten rund fünf Prozent aller hier lebenden 15-Jährigen als organisierte Rechtsextreme enttarnen können. Bei etwa 690.000 Angehörigen dieser Altergruppe macht das zirka 34.000 organisierte Rechte, die derzeit 15 Jahre alt sind. Durch gezielte Benutzung eines handelsüblichen Taschenrechners konnten PPQ-Experten jetzt herausarbeiten, was diese Zahl wirklich bedeutet: Umgerechnet auf die Gesamtzahl der Jugendlichen, Heranwachsenden und Jungerwachsenen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren ergibt sich bei einem nach Pfeiffer gültigen Anteil von fünf Prozent organisierter Rechtsextremer eine Gesamtzahl von 340.000 organisierte Rechtsextreme.

Das ist eine Versechsundfünfzigfachung über Nacht, denn bislang waren dem Verfassungsschutz allerdings nur 6.000 Angehörige von 200 Kameradschaften mit jeweils zwischen fünf und 20 Mitgliedern namentlich bekannt. Nach den Erkenntnissen von Christian Pfeiffer müssen sich somit mindestens weitere 17.000, höchstens aber 68.000 weitere rechte Kameradschaften irgendwo in Deutschland verborgen halten, vermutlich, so stellte der Erfinder des Topfens in der DDR fest, "eher auf dem flachen Land".

Wie es diesen Fantastrilliarden Grundgesetzfeinden gelungen ist, sich der Entdeckung und damit gesetzeswidrig auch der Beobachtung durch Verfassungsschutz und Polizei zu entziehen, wird Christian Pfeiffer demnächst mit einer anonym durchgeführten Schulhofumfrage klären.

Enttäuschung im Eis

Pech mit dem Wetter haben derzeit drei Polarforscher aus Großbritannien. Um die Folgen des Klimawandels anzuprangern, wollte das Trio per Ski vom nordkanadischen Packeis zum Nordpol laufen. Unterwegs sollte das sich immer mehr beschleunigende Abschmelzen des Polareises dokumentiert werden.

Zwei Wochen nach dem Start steht das engagierte Unternehmen vor dem Aus, denn der Pol zeigt den Briten die kalte Schulter. Temperaturen unterhalb der minus 40-Grad-Celsius-Marke verhindern derzeit nicht nur das klimawandelbedingte Tauen des Packeies, sondern die Forscher auch am Vorankommen. Die ursprünglich auf 85 Tage angelegte Ski-Wanderung ist ins Stocken geraten, der Proviant hingegen schmolz wegen des temperaturbedingten Mehrverbrauchs schneller als vorher geplant.

Bisher ist es wegen der anhaltenden Kälte nicht gelungen, die Gruppe aus der Luft mit Nachschub zu versorgen. In den Schlafsäcken sammelt sich nach einem Bericht der Expeditionsteilnehmer inzwischen das Eis. Die Forscher beklagen erste Erfrierungen und hoffen auf Tauwetter.

Pissen verboten: Neues vom Unrechtsstaat

Wer dabei war, eingesperrt hinter verschwenderisch verteilten 1400 Kilometern "Stacheldraht und Mauer" (Helmut Kohl, weiß es schon längst, so er nicht als Mandatsträger der PDS gehalten ist, es nicht mehr zu wissen. Die DDR war ein Unrechtsstaat, der zwangsadoptierte, messeprostituierte und bei Lottoziehungen nur fünf Gewinnzahlen erlaubte, während seine führenden Repräsentanten in einem Waldstück bei Berlin Geschirrwaschorgien mit illegal eingeführten Miele-Spülern "neuester Bauart" (Elf99) feierten.

Jetzt in einem unterirdischen Depot aufgetauchte neue alte Dokumente belegen den auch nach Unterzeichnung der Schlußakte von Helsinki anhaltenden verbrecherischen Charakter des "Arbeiter- und Bauernstaates" (Werner Felfe) nun zum ersten Mal unwiderlegbar. Nur weil er einen heftigen Drang verspürte, seine sogenannte Notdurft zu verrichten, wurde ein bis dahin als unbescholten geltender DDR-Bürger danach im Jahre 1983, also beinahe ein Jahrzehnt nach Helsinki, von den DDR-Behörden drangsaliert, mit Repressalien bedroht und mit drastischen Strafen überzogen.

Nach den im Erdloch abgelegten Unterlagen kostete ihn das im Volksmund "Pinkeln" genannte harmlose Pissen an einen Bauzaun in der Ostsee-Nobelgemeinde Warnemünde ein Promille des durchschnittlichen DDR-Monatseinkommens. Die Möglichkeit, sich gegen die völlig überzogene staatliche Strafmaßnahme zu wehren, bestand nicht. Gezahlt werden musste vielmehr sofort und ohne die Chance, einen Rechtsanwalt oder eine Menschenrechtsorganisation zu konsultieren.

Kondome machen Aids

Er ist "einer der klügsten Männer der Welt" (Bild), und deshalb hat ihn sich Gott gleich als Stellverteter auf Erden ausgesucht. Als unfehlbarer "Papst" regiert Joseph Ratzinger, Sohn eines Gendarmeriemeisters, seitdem Gottes Mini-Staat Vatikan; bei Reisen um die Welt wird der frühere Hitlerjunge von Jugendlichen und Erwachsenen immer wieder gern stellvertretend für seinen früheren und seinen jetzigen Chef gefeiert.

Auch, weil er den Menschen mit unfehlbarer Grandezza immer wieder etwas zu sagen weiß, was die noch nicht wussten. "Der Jude sollte Christ werden", empfiehlt er den Gläubigen zu beten. Muslime hingegen, haben vatikanische Wissenschaftler herausgefunden, machen alles immer nur kaputt, weil ihr Gott der falsche ist.

Bei einem Besuch in Afrika teilte Joseph Ratzinger seiner Gemeinde jetzt neue Erkenntnisse aus den Labors auf dem Petersberg mit. Danach sind Kondome kein Schutz vor der "Immunschwächekrankheit" (Bild) Aids, sondern deren Ursache. Die vermuteten hochrangige Verschwörungstheoretiker bislang in amerikanischen Militärlabor, nun aber scheint klar, dass der um die vorige Jahrhundertwende aus Polen nach Berlin gezogene Julius Fromm das Virus durch die Erfindung seiner "Fromms" genannten Präservative auslöste.

"Der Tod ist ein Meister aus Deutschland", vermutete schon Paul Celan, Papst Benedikt XVI. hat seine Vermutung nun dahingehend konkretisiert, dass es der Sohn einer armen jüdischen Familie aus dem damals zu Rußland gehördenden Konin in Polen war, der die Seuche auslöste. "Kondome sind nicht die Lösung gegen Aids", teilte er mit. Sie verschlimmerten das Problem genauso, wie etwa Bauhelme die Gefahr von Arbeitsunfällen erhöhten und Airbags der Grund für zahllose Verkehrsunfälle seien. Würde nicht alle Welt dauernd im Auto herumfahren, sondern wie er im Papamobil, bräuchte es keine Airbags und es gäbe dennoch keinen einzigen Autounfall mehr. Auch Bauhelme halte er für verzichtbar, besser solle man auf den Bau immer neuer Häuser und Gebäude verzichten.

"Die Lösung liegt in der Enthaltsamkeit", empfahl der in einem schicken Brokatkleid steckende Pontifex. Er wolle aber kein Unmensch sein, denn Gottes Liebe sei groß genug für Holocaustleugner und Sexliebhaber. Die Aidskranken, die sich durch die Benutzung von Kondomen infiziert hätten, sollten deshalb die "Hilfe der Kirche" erhalten.

Dienstag, 17. März 2009

Der Himmel hängt voller Raumschiffe

Zwei Punkte am Himmel, die nicht blinken, sondern eintönig strahlen. Der eine hell, der andere heller, ziehen sie von Süd-West nach Süd-Ost ihre Bahn: Vorn die internationale Raumstation ISS, eine Konserve aus Blech, die in ihren Grundzügen noch von führenden sowjetischen Kosmosforschern entworfen wurde. Und dahinter, wie stets in der Geschichte des Kampfes der Systeme, die amerikanische Raumfähre "Discovery", uneinholbar abgeschlagen. Unten drunter dann Mitteldeutschland, das seinen Namen Dunkeldeutschland heute abend zu recht und mit großem Stolz trägt. Wäre es nicht so dunkel, könnte das Wisenschaftlerteam unseres kleinen Galaxiskernforscherblogs PPQ die vorüberfliegenden Vorboten des Weltallzeitalters nicht sehen und nicht mit einer Trennschärfe filmen, die bis zu diesem Tag nur die jenensische Multispektralkamera am Fuße der Kernberge erreicht hat: Dort oben wartet der Platz, der noch mehr Verschuldung möglich macht. Dort oben sind die Orte, die erobert werden müssen, wenn sich das Kreditkarussell auch in der nächsten Generation weiterdrehen soll. Auf also, Genossen, zu den Sternen!

Geheime Kameraden

Zwei Jahrzehnte "Kampf gegen rechts" sind nicht spurlos an der deutschen Jugend vorbeigegangen. Die Millionen und aber Millionen, die in Programme zur Demokratieerziehung und für aufklärende Schautafeln zum Dritten Reich ausgegeben wurden, bringen nun reiche Frucht. Geht es nach dem scheinwerfersüchtigen niedersächsischen Kriminalprogfessor Christian Pfeiffer, dem Erfinder des Kollektivtopfens in der DDR, sind inzwischen 14 Prozent aller 15-Jährigen im Lande rechtsradikal. 4,9 Prozent von ihnen bilden sich sogar selbst ein, zu einer "rechten Kameradschaft" zu gehören.

Erstmals ist damit amtlich, dass rechte Kameradschaften in Deutschland derzeit bereits rund 33.000 Mitglieder zählen, weit mehr als sie selbst bis gestern wussten, wie auch die taz staunt. Bislang war auch der Verfassungsschutz von zirka 200 Kameradschaften mit zwischen fünf und 30 Mitgliedern ausgegangen - rund 27.000 Kameradschaftsmitglieder, die sich bisher in geheimen Kameradschaften versteckt hatten, konnte erst Christian Pfeiffer durch direkte Befragung der Täter entdecken.

Ein schöner Erfolg für die nimmermüden Bemühungen der Bundesregierung und der restlichen Zivilgesellschaft, die Jugend auf den rechten weg zu bringen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Christian Pfeiffer (mit drei "F") wollten einen Zusammenhang zwischen staatlichen Erziehungsbemühungen und Erziehungserfolgen jedoch nicht herstellen. Schäuble, der selbst schon Gesetze gebrochen, sich später aber dafür entschuldigt hat, teilte mit, er sei "erschrocken". Die Zahlen seien ihm Anlass, dasselbe zu tun, was bereits die DDR immer tat, wenn das junge Volk nicht so wollte, wie das Politbüro gern gehabt hätte: Die Erziehungsbemühungen müssten nun weiter intensiviert werden, sagte der Innenminister. Dies sei Aufgabe der ganzen Gesellschaft, zitierte der Innenminister Eberhard Aurich, ehemals Vorsitzender der DDR-Jugendbewegung FDJ, der Mitte der 80er Jahre derselben Ansicht war. Damals ging es allerdings darum, die junge Generation vor den rock- und popkulturellen Nachstellungen des Imperialismus zu bewahren.

Auch Christian Pfeiffer, der die Ergebnisse der Studie bereits seit Monaten kennt, ist entsprechend der Zielstellung immer noch erschrocken über die "erschreckenden Erkenntnisse". Trotz jahrelanger aufwendiger Förderprogramme denke unverständlicherweise ein Teil der Jugend immer noch nicht, was er denken solle. So liege die Quote der Jugendlichen, die der Aussage "In Deutschland gibt es zu viele Ausländer" uneingeschränkt zu stimmten, bei fast 29,7 Prozent. Auf antisemitische Einstellungen ließen die Antworten von 6,4 Prozent der Jungen und 2,1 Prozent der Mädchen schließen, erläuterte der Kriminologe.

Es müsse die Gesellschaft aufrütteln, dass ein hoher Anteil der jungen Leute in das Fahrwasser der Rechten geraten sei, erklärte Pfeiffer. Eine aufgerüttelte Gesellschaft könne dann zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte dafür sorgen, dass junge Leute sofort nach ihrer Geburt dieselbe Weltsicht entwickeln wie alte, dasselbe denken wie ihre Eltern und keinerlei Interesse daran zeigen, zu rebellieren, indem sie sich etwa durch extreme Kleidung, extreme Musik oder extreme Ansichten von der vorhergehenden Generation abzusetzen versuchen.

Maschinen mit Gefühl

Auch Google weiß, was wichtig ist.


Und da sage noch einer, Maschinen haben kein Gefühl.

Alte Freunde

Der Friede muss bewaffnet sein II

Ein 17-jähriger aus einem Ort, von dessen Vorhandensein die Welt bis vor einer Woche nichts wusste, wirft Fragen auf, auf die die Antwort wie immer vorher schon klar war: Computerspiele führen zur Verrohung der Jugend. Waffenbesitz erleichtert Amokläufe. Das Internet macht es jungen Menschen schwer, zwischen Wirklichkeit und Erfindung zu unterscheiden.

Es gilt, Waffengesetze zu verschärfen. Schüler, auch wenn sie keine mehr sind, psychologisch dauerzubetreuen, wenns sein muss bis zur Bahre. Und Computerspiele zu verbieten, denn wer im Kinderzimmer elektrisch ballert, ballert bald auch in seiner früheren Schule.

So einfach, so falsch. Warum Regierungen es nicht gern haben, dass ihre Untertanen über Waffen verfügen, steht schon in einem Urteil des 1. Strafsenates des Bezirksgerichtes Gera vom 8. Oktober 1954: "Die große Gefahr, die jeder unkontrollierte Waffenbesitz für die staatliche Ordnung und das Leben unserer Bürger darstellt, haben die Ereignisse am 17. Juni am deutlichsten bewiesen." 17. Juni, das war der in der alten Bundesrepublik jahrzehntelang gefeierte "Arbeiteraufstand". Und die DDR war das Land, dessen Staatspartei die Parole ausgab: "Der Friede muss bewaffnet sein".

Aber die USA! Tausende Tote jedes Jahr durch das Recht auf Waffenbesitz! Das in der US-Verfassung verankert ist, weil das Recht, eine Waffe zu tragen, den Verfassungsvätern dort als grundsätzliches Unterscheidungsmerkmal zu den Despotien der alten Welt galten. Nicht ganz zu Unrecht. Seitdem ist nie ein Land zur Diktatur geworden, in dem privater Waffenbesitz erlaubt war. Wohingegen alle Diktatoren des 20.Jahrhunderts den Besitz von Waffen für Zivilisten sofort verboten.

Weniger Computerspiele, mehr Frieden? Die Statistik gibt das nicht her: Seit weltweit "Counterstrike" gespielt wird, hat es keinen Weltkrieg mehr gegeben, seit das Internet die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verwischt, ist der Kalte Krieg zu Ende. Aber doch mehr Waffen gleich mehr Tote? Die Zahlen aus Amerika scheinen das zu lehren. Doch sind es wirklich die Waffen? Die Schweiz, nicht die USA, sind das Land mit den meisten privaten Schußwaffen pro Kopf der Bevölkerung. Aber ein Amokland? Auch die Neuseeländer besitzen pro Nase mehr Gewehre und Pistolen als die US-Amerikaner. Die Kanadier dagegen besitzen genausoviele. Dennoch sterben in Kanada kaum mehr Menschen durch Schußwaffengebrauch als in Deutschland.

Ein amerikanisches Sprichwort sagt “Waffen sind gefährlich, noch gefährlicher ist es nur, keine besitzen zu dürfen.” Dann sitzen Schüler und Lehrer nämlich wehrlos im Klassenraum, wenn der Amokläufer vorbei kommt. Hätten wenigstens einige von ihnen selbst Waffen, spekulieren verschiedene US-Webseiten, gelänge es einem Mann wie Tim Kretschmer vielleicht, zwei, drei Menschen zu erschießen. Spätestens dann aber würde der Irre selbst unter Feuer genommen.

Wenn er denn überhaupt gekommen wäre. Amokläufer sind feige, sie führen ihren Plan des aufs denkbar größte Maß erweiterten Selbstmordes nur aus, weil sie wissen, dass ihnen Gegenwehr nicht droht. Sie kommen nicht, um sich Feuergefechte zu liefern, sondern um gefahrlos zu töten. Wie der Wolf unter Schafen nichts zu fürchten hat, so kann der Amokläufer sicher sein, seine Opfer töten zu können, ohne selbst auch nur im Ansatz Gefahr zu laufen, erschossen zu werden, ehe er zehn, zwölf oder 20 Menschen getötet hat.

Suchte man nach wirklichen Lösungen, Amokläufe zu verhindern, und nicht nur nach Gelegenheiten, politischen Budenzauber aufzuführen, um bei der nächsten Stimmabgabe Prozente daraus zu melken, müsste eine Diskussion die Frage streifen, ob bewaffnete Schüler, Lehrer oder bewaffnete Schul-Sheriffs die größten Chancen böten, den nächsten Robert und den übernächsten Tim vom finalen Schulbesuch abzuhalten.

Stattdessen singt der ewig gleiche Chor das ewig gleiche Lied, seit
die 16-jährige Brenda Ann Spencer am 29. Januar 1979 vor der Grover Cleveland Elementary School in San Diego durchlud und Bob Geldof zu seinem Song I don´t like Mondays inspirierte.. Brenda Ann Spencer, inzwischen 47, sitzt noch immer im Gefängnis und die Waffen sind noch immer schuld. Nie die Menschen! Die Gesetze müssen verschäft werden. Hauskontrollen beim Waffennarr. Ein Psychiater für jeden Psychopaten, nur die Psychopaten finden müssen wir noch. Warum hat denn der Vater von Tim Kretschmer 16 Knarren zu Hause. Und warum hatte der Vater von Bastian B., dem Amokläufer von Emsdetten, nicht eine im Schrank? So dass sich der Sohn erst mühsam drei Pistolen und zwei Gewehre besorgen musste?

PPQ wills wissen

An wen erinnert der Gesang in diesem wunderbaren Clapping-Hands-Rock'n'Roll: Handsome Furs - Legal Tender? Diesmal im Lostopf: der komplette Blood-and-Honour-Hack vom August vergangenen Jahres oder die interne Anleitung der Telekom zur Bespitzelung ihrer Mitarbeiter.

Opel heim ins Reich

Kurz vorbei ist auch daneben. Eigentlich wollte die Bundeseinheitsregierung unter der "moderierenden Präsidialkanzlerin" (Die Welt) Angela Merkel heute die erfolgreiche Repatriierung der Adam Opel AG verkünden. Die war am 17. März 1929, also vor genau 80 Jahren, vom amerikanischen Automobilmoloch General Motors übernommen worden. Bis 1931 schluckten die Amerikaner das deutsche Vorzeigeunternehmen dann vollständig - gezahlt wurden aus heutiger Sicht lächerliche 33,352 Millionen Dollar, umgerechnet 154 Millionen Reichsmark. Wilhelm und Friedrich Opel dachten beim Verkauf, ganz anders als die heutige Managergeneration, nicht nur an sich: Beide handelten aus, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates bleiben und Fritz von Opel den Vorstand leiten durfte.

So konnte Opel dann auch helfen, als der damalige Führer und Reichskanzler und heutige Vox- und n-tv-Moderator Adolf Hitler viele robuste Lkw für die anstehenden Feldzüge benötigte. Der Drei-Tonnen-Laster Blitz wurde zum wichtigsten Lkw der Wehrmacht -bis 1941 gelang es der Firmenmutter GM sogar noch, die Opel-Gewinne über die Schweiz in die USA zu transferieren. Anschließend wurde die Tochter steuermindernd abgeschrieben, allerdings nur für sieben Jahre. 1948 meldeten sich der Eigentümer wieder zurück, zuletzt aber kam GM mehr und mehr ins Straucheln, weil deutsche Fernsehkommissare lieber BMW, Benz oder VW fuhren. Bundeswirtschaftsminister von Guttenberg war daraufhin mit dem Angebot in die USA gereist, den kompletten "Polizeiruf 110" künftig per Opel zu befördern. Im Gegenzug solle GM Opel pünktlich zum 80. Jahrestag der Fremdlandverschickung heim ins Reich lassen. Leider, so hieß es aus Delegationskreisen, würden sich die Verhandlungen verzögern, eine Rückabwicklung zum Jubiläum sei deshalb "leider nicht mehr darstellbar".

Weapons of peace destruction

Wenn Vati seine Waffensammlung nicht richtig wegschließt, kommt es zu Maschinenpistolendiebstählen, zu Piratenüberfällen vor Afrika und dadurch schließlich zur Bedrohung des Weltfriedens. Die Waffe der Wahl ist für den gemeinen somalischen Fibustier ein vom feuchten Seewind zerfressenes Exemplar aus der Null-Serie der "Kalaschnikow" genannten AK 47. Eine Flinte mit Geschichte: Laut Seriennummer wurde sie seinerzeit nach der Ausmusterung bei der NVA kurz in der Nähe von Rostock gelagert, dann von Schalck-Golodkowski mit Hilfe von Franz-Joseph Strauß nach Äthiopien geliefert, um gegen eritreische Rebellen eingesetzt zu werden. Jetzt ist das offenbar recht robuste Gewehr, das bis heute ohne keine Putz- und Flickstunde ausgekommen ist, eine große Bedrohung des Weltfriedens.

Immer drauf...

...wenn es denn einen Anlass gibt!


Aus dem Berliner Tagesspiegel vom 17. März 2009

Montag, 16. März 2009

Wiedergeboren trotz Drama, Baby

Wie haben sie ihn alle ausgelacht, als er sein kleines bisschen Feldwebel-Ruhm in einer eigenen Fernsehsendung vergolden lassen wollte. Bruce Darnell (Bild links), lustig plappernder Disziplinbolzen irgendeiner Sendung, bei der der notorische Dieter Bohlen die Aufsicht führte, ritt die ARD faselnd und quasselnd ins Quotental, verdiente dann noch ein par unbelegte Schrippen als Anzugträger in einer Mobilfunkwerbung und schien schon fast am Ende seiner kurzen, eigentümlichen Karriere angelangt.

Nun aber ist er, Drama, Baby!, wieder da: Der Anzug ist derselbe, der Binder von der Arge gesponsort und der Name selbst aus dem Telefonbuch von Manhattan gesucht. Bruce Darnell nennt sich jetzt "Lance Reddick" (Bild rechts) und er spielt mit typischer Körpersprache zwischen Stöckelschuh und Bondagegürtel den Geheimagenten "Phillip Broyles" in der Akte-X-artigen Fernsehserie "Fringe". Viel Text hat er nicht, der, den er hat, wird sicherheitshalber nochmal drübergesprochen. Das Schema aber ist klar: Fernsehen lässt keinen fallen, und wenn, dann wachen sie ganz oben wieder auf.

Mehr absurde, tragische und fleißige Fälle von Wiedergeburt in der PPQ-Reinkarnationsdatenbank.

Wofür wir gern werben: Kugellagernotdienst

Wer war nicht schon einmal in der schrecklichen Lage, die Hitlers Rüstungsminister Albert Speer monatelang den Nachtschlaf kostete. Angst hatte Speer, Angst um Schweinfurt, die große deutsche Kugellagermetropole. Hätten Amerikaner und Briten, so schreibt der Architekt in seinen "Erinnerungen", immerzu und immer wieder Schweinfurt bombardiert, statt Dresden und Hamburg in Schutt und Asche zu legen, wäre auf deutscher Seite schon Mitte 1944 keine Panzerkette mehr gerollt - mangels Kugellager.

Ein Rat, der zu spät kam, und auch im nächsten Ringen um die Weltherrschaft keine zweckdienliche Wirkung mehr zu entfalten verspricht. Denn wo es heute an Kugellagern fehlt, ist Google mit seinem friedensschaffenden Werbeprogramm Adsense zur Stelle. Weil die Amerikaner genau wissen, wie bange jedem Deutschen und erst recht jedem PPQ-Leser beim Gedanken an vielleicht demnächst plötzlich fehlende Kugellager wird, schaltet uns der Internetriese hier zielgenau ein Banner, das Abhilfe verspricht. Für den "Kugellager Notdienst" (ohne Bindestrich), der "sofort" und "per Kurier" zu liefern verspricht, werben wir deshalb heute ganz besonders gern. Klickt ihn an, dort wartet eine Liste mit tausenden von funkelnagelneuen Kugeln und Lagern und Kugellagern in allen Größen. Ein Fest für alle Kugellagerfans!

Einsame Abweichler

Keine Umfrage, keine Wahl, kein Abstecher ins Fernsehabendprogramm hält mit der Mitteilung hinter dem Berg. Die nun aber dennoch von den bereits sprichwörtlichen "amerikanischen Wissenschaftlern" noch einmal gründlich untersucht und fundiert begründet wurde.

Jawohl, es ist wahr: Wird ein Mensch in einer Gruppe vor eine konkrete Alternative gestellt und muss sich entscheiden, neigt er dazu, der Mehrheit zu folgen. Um sich so zu verhalten, muss der betreffende weder alt noch klug werden: Schon im Alter von drei oder vier Jahren, schreibt die Forschergruppe um Kathleen H. Corriveau von der Harvard University in der Fachzeitschrift "Psychological Science", orientieren sich Kinder am Verhalten der Mehrheit.

Die meisten zumindest. Im Versuchsaufbau der Amerikaner sollten sich Kindergartenkinder im Alter von drei und vier Jahren in der Gruppe auf einen Namen für einen Gegenstand einigen. Alle bis auf einen "Abweichler" entschieden sich für einen bestimmten Namen, der "Abweichler" für einen anderen. Das Team um befragte die Kinder anschließend, was sie meinten, wie der Gegenstand heiße. Es zeigte sich, dass die Kinder sich der Mehrheitsmeinung anschlossen und - mehr noch - den "Abweichler" mit Misstrauen betrachteten.

In einem Folgeexperiment befanden sich von der Namensgebungsgruppe nur noch zwei Kinder im Raum: Ein Vertreter der Mehrheitsmeinung und der "Abweichler" aus der vorigen Namensgebungsdiskussion. Jetzt sollten die beiden einem weiteren Gegenstand einen Namen geben und waren natürlich wieder uneins. Danach wurden die übrigen Kinder über beide Namensvorschläge informiert und gefragt, wie ihrer Meinung nach der Gegenstand heißen müsse. Obwohl jetzt von Mehrheit und Minderheit keine Rede mehr sein konnte, stimmten die Kinder dem Gruppenmitglied zu, das im vorigen Experiment zur Mehrheit der Namensgebung angehört hatte.

Positiv bewerten die Forscher, "dass Kinder schon früh einen Sinn für Konsens entwickeln". Besorgt aber heißt es die Experimente zeigten auch, "dass jemand, der eine Minderheitsmeinung vertritt, bereits früh ausgegrenzt wird." Dabei müsste er doch nur nicht so starrsinnig sein!"

Wii war das noch gleich ...

... mit dem Verhältnis von Amoklauf und virtuellen Welt? Folgend ein scheinbar harmloses Beispiel, dass dennoch tief blicken ... (abgebrochen wegen drohender Polizeipräsenz)

Halle mit dem Blick des Pathologen


Eine Stadt wie Fluch, bewohnt von Menschen, die es hassen hierher geworfen zu sein, die aber auch den Gedanken verabscheuen, einfach fortzugehen. Schicksal Halle, Stigma Halle: Die "Diva in grau", die von sich selbst behauptet "grün" und sowohl Kultur- als auch Sportstadt zu sein, besichtigt der Österreicher Felix Knoke seit kurzem von innen, allerdings mit dem sezierenden Blick eines Pathologen. Alles tot hier nach der Wende, bemerkt der Verfasser des Provinzfrust-Tagebuches "Ab nach Halle". Er drückt es nur etwas verbindlicher aus. Ein Österreicher eben.

Es erschien als gute Idee von Hamburg in die ostdeutsche Kleinstadt Halle (Saale) zu ziehen. Ein Vierteljahr später regnet es noch immer; ein Frusttagebuch aus der ostdeutschen Provinz.

Letztes Jahr im November zog ich zusammen mit meiner Freundin Johanna von Hamburg nach Halle an der Saale. Mithilfe eines Webstory-Tagebuches will ich meine Erfahrungen mit der ostdeutschen Provinz verarbeiten. Für mich als in einer propperen südwestdeutschen Urlaubsgegend aufgewachsenen ist der karge Dunkelosten (Dunkeldeutschland, Unwort des Jahres 1994) ein gehöriger Schock. Halle an der Saale, das ist nicht das bunte Leipzig oder das rege Dresden. Halle ist ein Beispiel, wie es schief laufen kann im Osten.

Halle liegt im Schatten Leipzigs, nur 150 Kilometer von Berlin, 200 km von der tschechischen Grenze, vier Zugstunden von Hamburg, München, Frankfurt entfernt. Halle ist per ICE, S-Bahn, Flughafen und nahe gelegenen Autobahnen verkehrstechnisch gut angeschlossen.

Die vielen Verbindungsmöglichkeiten nutzten in den Jahren nach der Wende viele Menschen, um der Stadt, ihren gigantischen Leuna-Chemieanlagen den Rücken zu kehren. Halle verlor fast ein Drittel der einst 317.000 Einwohner (Stand: 1990). Heute leben nur noch 234.000 Menschen hier, traditionell aufgeteilt in gebürtige Hallenser, alteingesessene Halloren und hinzugezogene Hallunken... Der ganze restliche Jammer aus dem Blickwinkel eines Mannes, den es auf einen anderen Planeten verschlagen hat, auf dem nicht Sauerstoff, sondern CO2 geatmet wird hier.

Sonntag, 15. März 2009

PPQ-Minikrimi: Was stimmt hier nicht?

Kurz vor Weihnachten war es, als ein Achtjähriger in Dessau "nur knapp einer versuchten Entführung" (Polizeimeldung) entging.

Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben im Dessauer Stadtteil Nord direkt auf der Bundesstraße 184. Ein schwarz lackierter Wagen soll dort gegen 7.20 Uhr auf dem Standstreifen und direkt neben dem Kind gehalten haben. Der Fahrer habe sich zunächst bei dem Jungen ganz harmlos nach dem Weg erkundigt. Als sich das Kind abwendete, versuchte der Fahrer, es in sein Fahrzeug zu ziehen. Der Achtjährige konnte sich befreien und wegrennen. Nachdem der Junge seine Schule erreicht hatte, wurde die Polizei informiert.

Die Polizei ermittelt seitdem wegen versuchter Freiheitsberaubung. Allerdings ist die Täterbeschreibung nicht sehr konkret: Der Unbekannte soll zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß sein, er trug dunkle Kleidung und unter einem schwarzen Basecap eine schwarze Maske vor dem Gesicht.

Unser kleines Hercule-Poirot-Fanboard PPQ hat sich der bislang erfolglos fahndenden Polizei in diesem zum Himmel schreienden Fall von Straßenkriminalität als Informeller Mitfahnder (IM) zur fröhlichen Verfügung gestellt. Wir bitten um sachdienlichste Hinweise auf den Täter.

Für jeden Tipp, der zur Ergreifung des oder der Verantwortlichen führt, erhält der Tippgeber die vollständige und längst verbotene Liste aller Stasi-Mitarbeiter inklusive aller zur Reaktivierung notwendigen Angaben über Geburtsdatum, letztes Gehalt, Dienstnummer und letzte Diensteinheit (per Mail).

Einsendeschluß heute Abend, 22 Uhr.

Okay, Bürger und Landsleute, ultimo! Am nächsten dran ist Anonym Nummer eins, der durch hellwache Deduktion messerscharf geschlossen hat, dass der Zeuge nur entweder nach dem Weg gefragt und anschließend versuchsweise entführt worden sein kann, dann aber eine Beschreibung des Unholds abgeben können müsste. Oder aber der Unhold hat eine Maske getragen, weshalb er nicht beschrieben werden kann. Dann wäre der Junge aber schon weggelaufen, wenn er vom Maskenmann nach dem Weg gefragt worden wäre.

Etwas weiter weg ist der Zirkelschluß zur Frage, wie das Opfer die Größe des (sitzenden) Täters schätzen konnte, die Richtung ist aber dieselbe: Wir haben es hier allem Anschein nach mit einem Einzeltäter Marke Mittweida zu tun, weshalb die Suche nach dem Maskenmann auch hier bis in alle Ewigkeit ergebnislos fortgesetzt werden dürfte.

Der Sonderpreis für die schönste Antwort geht an den Zweifler, der die Schulen in Dessau für erlogen hält.

Bitte Email-Adressen an politplatschquatsch@gmail.com, dann geht die strenggeheime und hochverbotene Liste umgehend an die Gewinner raus.