Freitag, 23. März 2007

Klimaquatsch

Dass die FAZ dem Guten und Gerechten nicht eben zugeneigt ist, wussten wir. Schrieben die sonst heute noch Deutsch-Fraktur auf der Titelseite? Nun aber vergehen sie sich am Allerheiligsten. Empörend. Gehört verboten.

Also schnell noch lesen. Ehe es verboten wird.



http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EA6895AEBF7494CD19A105CD9D8A4D154~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Der Link lässt sich nicht funktionierend einstellen. Soweit ist es also schon. Schlimm. Empörend. Muss verboten werden. Ach, wenn nur der RAF-Anwalt Otto Schily noch an der Macht wäre. Der würde das mit einer Onlinedurchsuchung erledigen. Zack.

Donnerstag, 22. März 2007

Klimadebattendebatte II

Es wird immer wärmer, der letzte Winter war der wärmste seit 1880, haben Metereologen errechnet. Dafür wird der Frühling wohl der winterlichste seit 1711. Oder so. Dafür spricht schon die uralte Bauernregel

Schneit es nicht im Februar / zahlt der Winter später bar.



Auch bei der Deutschen Platschquatsch Agentur (dpa) ist die Botschaft angekommen. Die dichtet: In Sachsen-Anhalt hat sich der Winter mit teils heftigem Schneefall zurückgemeldet. Vor allem im Süden des Landes gab es am Donnerstag auf Grund der Witterung zahlreiche Unfälle. Allein im Bereich der Polizeidirektion Dessau krachte es seit Beginn der nächtlichen Schneefälle mehr als 60 Mal.

Niemand weiß im Moment, wie der wegen Klimakatastrophe ausgefallene Winter sich "zurückmelden" kann. Aber einen der Unfälle, der ja auch unter "Erderwärmungskosten" abgebucht werden muss, hat das kleine Insiderboard für den erlesenen Voyeur-Geschmack dokumentiert. Siehe oben. Der weiße Lieferwagen. Nein, der steht nicht aus Spaß gegen die Fahrtrichtung. Ja, natürlich, Information ist ja unser zweiter Vorname.

Kampf der Kulturen

Scheibenwischer mal nicht peinlich.

Embargo light

The International Monetary Fund and the United Nations say that the Palestinians got $1.2 billion in aid and budgetary support in 2006, compared with $1 billion in 2005.

They estimate that direct budgetary support was about $740 million in 2006, more than double the $350 million it got in 2004 and 2005.

But Salam Fayyad, finance minister in the new Palestinian unity government, says he thinks the Palestinians got about $140 million more than that in 2006 when cash from Muslim nations is counted as well as the amount smuggled in by Hamas officials from trips abroad.

“I say the minimum for direct budgetary support was $880 million in 2006 compared to about $350 million the year before,” Fayyad said. He estimates total aid in 2006 was closer to $1.35 billion. (Quelle: International Herald Tribune)

Mehr dazu steht auch hier.

Menschen wie Götter

Garri Kasparov ist ein Star, der nicht nur Schach spielen kann, sondern als guter Mensch auch noch gegen Putin wettert, dass es kracht. Dafür lieben ihn vor allem die Deutschen, weshalb sein Buch "Strategie und die Kunst zu leben. Von einem Schachgenie lernen" auch zuerst in Deutschland erscheint. Auf der Buchmesse war der Meister der 64 Felder, der aus Angst vor Anschlägen des KGB oder so nie ohne Leibwächter unterwegs ist, denn auch nett und freundlich. Er sagte, was alle erwarten durften: Putin = böse, Schröder = liebedienerisch, weil abhängig, zweierlei Maß für Sudan und Russland undsoweiter. Die Fotografen drängeln sich, der Autor blättert in seinem Werk, als sähe er es eben zum ersten Mal.



Erst beim Abmarsch, als eine Handvoll Sympathisanten ihn mit schrillen "Politovskaja"-Rufen verfolgen - die oppositionelle Journalistin und knallharte Putin-Gegnerin wurde letzes Jahr in Moskau erschossen - zeigte Kasparow Nerven. Und Unmut. Deutlich sogar. Der Mann ist nach Ansicht der Politivskaja übrigens Russlands derzeit einzige Hoffnung auf eine Rückkehr zur Demokratie.

Lieber Ober-Administrator

Bitte klär uns auf: Wie kann man die Blogroll mit Links bestücken, wie stellt man Fotos like "Heimatbilder" ein?

Verbot tut not

Nach einer Studie von Psychologen der University of Michigan, der Vrije Universiteit, Amsterdam, und der Brigham Young University verstärkt auch das Lesen von Heiligen Schriften, in denen Gewalt gerechtfertigt ist, die Aggression. Nicht nur Filme oder Computerspiele könnten, sagen die Forscher, aggressiver machen, sondern auch durch Gott sanktionierte Gewalt in Texten. Wenn ein Gott im Spiel sei, könne vieles einfacher geschehen, weil der moralische Druck oder auch die Legitimität für den Gläubigen von der überweltlichen Instanz kommt.


Da tut ein Verbot dringend not!

Mittwoch, 21. März 2007

Klimadebattendebatte

http://www.iavg.org/iavg198.pdf

Die Stimme der Klimakritik, ein einsamer Rufer im sterbenden Wald.

Dr. rer. nat. Hans Penner, Diplomchemiker, geb. 1931, verheiratet, drei erwachsene Kinder. Promotion auf dem Gebiet organischer Naturstoffe an der Universität Erlangen. Laborleiter in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Laborleiter am Kernforschungszentrum Karlsruhe, Forschung auf dem Gebiet der Strahlenkonservierung von Lebensmitteln. Professor an einer Fachhochschule für Ernäh­rungstechnik. Forschungstätigkeit in Israel. Expertentätigkeit im Sudan im Rahmen der Entwicklungs­hilfe. Bis 1995 Leiter des Informationszentrums der Bundesforschungsanstalt für Ernährung, Karlsruhe.

Durchschnittsverdienst Stadtverwaltung

Ich las eben folgendes:

Wegen der angespannten Haushaltslage kommen auch auf die Mitarbeiter der halleschen Stadtverwaltung deutliche Einschnitte zu. Im jetzigen Haushaltskonsolidierungskonzept sollen bis 2015 in der Verwaltung 238 Vollzeitstellen abgebaut werden, 9,3 Millionen Euro jährlich würde die Stadt dadurch weniger ausgeben.

und begann augenblicklich zu rechnen. Dadurch kann ich jetzt exklusiv in unserem kleinen Insiderboard mitteilen, was sonst niemand weiß: Ein Angestellter in der Stadtverwaltung Halle verdient im Jahr durchschnittlich 39.000 Euro brutto, hat also monatlich also 3250 Euro oben auf dem Gehaltszettel stehen.



Abzüge für das Übliche angerechnet, dürfte der Durchschnittsangestellte folglich auf 2.200 Euro netto kommen, allerdings sind dabei gärtnerische Hilfskräfte, Pförtner, Kulturdezernenten und Bürgermeisterinnen mit berücksichtigt.

Ein Tanz auf einem ganz dünnen Seil, wenn der Kalauer erlaubt ist. Irgendwie muss ich ja die Biege zum Bild bekommen.

Klima, schon wieder

verteilt diesen link in der welt: the great global warming swindle.

es war nicht alles gut II

beim betrachten der bilder erinnere ich mich ungern daran, dass ich vor einiger zeit über ein ddr-diskussionsforum im internet schrieb. ich fand es gespenstisch und habe das so, wenn auch argumentativ unterfüttert und weniger klartextlich, auch dargelegt. es entspann sich daraufhin auf der site eine diskussion, die sehr putzig war und in einer analyse des "schreiberlings" (journalisten sind immer schreiberlinge, wenn sie die welt nicht so sehen wie ihr publikum) gipfelte. zwei varianten waren im angebot: fdp-mitglied, von der ddr keine ahnung, rachegedanken im hinterkopf ODER ausbildung am roten kloster, linientreue bis zuletzt, die durch anschleimung an die neuen "machthaber" quasi retrospektiv bewältigt werden soll. ich war - erstaunt. immerhin hatte ich mit meiner diagnose offenbar recht gehabt.

Klick ins Glück



Spam ist nicht gleich Spam, zumindest glaube ich das seit heute. Da hatte ich nämlich nachfolgende Mail im Kasten, die nach vielversprechendes Geschäften klingt, wenn man zufällig dick im Titanium Dioxid-Business steckt.

Nett fand ich, dass die Dame sich entschuldigt, mir dieses tolle Angebot unterbreitet zu haben. Hat man nicht oft. Falls also jemand von Euch Interesse an Geschäften mit Titanium "mit Sertifikate von führenden Labors" hat, Kontaktdaten von Elena und Jylia stehen unten. Ich weiß leider nicht, was "Gluhverluste" sind und wozu die dienen. Sonst wäre ich natürlich längst unterwegs. Obwohl ich schätze, dass das oben gut der Zaun der Fabrik sein könnte.

Das Herstellerwerk, das schon seit 15 Jahren auf dem chemischen Markt exestiert, bietet seinen Kunden folgende Erzeugnisse an:

- Titandioxid (Titanium dioxide) 99.999 5N, hat folgende Gütekennziffer:

Titanium dioxide content, %, more than 99.999 %
Calcination loss (Gluhverlust), %, less than 3*10-1
Chlorides content, %, less than 1*10-2
Iron (Fe) content, %, less than 8*10-5
Copper (Cu) content, %, less than 7*10-6

Alle Erzeugnisse verfügen über Sertifikate den führenden Labors, Sertifikate des SGS Labor. Wir produzieren mehr als 40 Arten von Erzeugnissen, verfügen über ausgezeichnete wissenschaftliche Basis für Entwicklung von neuen Erzeugnissen und Technologien.


Mehrere Informationen könnten Sie auf unsere Internet Seite gucken( die Adresse bekommen sie nach Ihre Anfrage).

Mit freundlichen Grüssen,
Promchimperm JSC,
Unsere Kontakte:
e-mail: admaterials@hotmail.com
Telefon : +7 (342) 2530128
Fax : +7 (342) 2552141
Ansprechpartner: Elena Lapschina (russische Sprache), Julya Novoselova (englische Sprache)

Bitte Entschuldigen Sie die Störung, wenn die in diesem Schreiben dargelegte Informationen für Sie kein Interesse erwecken haben.

Klima-Anwandlungen

schon den ganzen tag geht mir ein satz durch den kopf: "wo ist der klimawandel, wenn man ihn mal braucht?" jetzt weiß ich auch, wann ich ihn dachte: beim enteisen meiner auto-fenster in der nacht vom 19. zum 20. märz. wie meine kleine tochter schon sagte: die natur ist ein verrücktes huhn.

Happy Birthday

(hier geklaut: http://www.23527.webhosting8.1blu.de/ateam)

Ohne Kommentar I

http://gimf1.wordpress.com/

Alte Renft-Rocksäcke


Ich habe letzte Woche zufällig noch mit Monster telefoniert, dem letzten verbliebenen Originalmitglied der Gruppe Renft, die damals in der DDR so legendär verboten wurde. Bandchef Klaus Renft ist ja vor kurzem gestorben, auch Texter Gerulf Pannach ist tot, ebenso Pjotr Kschentz. Am Wochenende kam nun auch noch Heinz Prüfer, der bei der Neugründung nach dem Mauerfall als Gitarrist eingestiegen war, bei einem Autounfall um. Prüfer war kein "echtes" Renftmitglied, aber mittlerweile, geschuldet den immer wieder aufbrechenden Streitigkeiten zwischen den alten Querköpfen, länger in der Band als beinahe alle Originalmitglieder.

Ich habe gerade ein hübsches Foto aus dem fadenscheinigen Kult-Konzertort Dieskau gefunden, das Klaus und Heinz zeigt. Es war kalt an diesem Abend, die beiden lächeln hier zwar, aber vorher hatten sie hinter der Bühne unheimlich geschimpft, weil die unsägliche Stern Combo Meißen ihren Auftritt immer länger zog, das Bier alle war und die Käsebrötchen im Backstageraum sich inzwischen wellten.


Das war 2005, jetzt sind beide tot. Wie sagt man da? Sterben kann nur, wer gelebt hat? Haben sie, das auf jeden Fall.

Fremde Federn IV


Nachrichten aus Thailand, die gestern ein Freund kabelte, der dorten lebt. Bemerkenswerte Sätze, die ein Gefühl dafür vermitteln, was man hierzulande alles nicht weiß.


Das schreibt er: Falls sich jemand fuer Thailand interessiert, es ist
ein brutales Land. (Reisekataloge moegen gerne das
Gegenteil behaupten.)

Der Verfassungstag ist offizieller Feiertag - nur eine
Verfassung gibt es nicht mehr. Ein Menschenleben
zaehlt hier nicht viel. Im Sueden von Thailand werden
von Zeit zu Zeit Menschen selbst auf offener Strasse
erschossen bzw. umgebracht. Problem:
Unterstuezungsmittel fallen oft denen in die Haende,
die hier anderen das Leben schwierig machen. Jene (aus
der westlichen Welt), welche die Mittel verteilen
(Tsunami, Entwicklungshilfe u.v.a.), schauen nicht gut
genug hin. Am Ende sind die Kriminellen noch
maechtiger und jene, die die Situation veraendern
koennten noch mehr im Hintertreffen. (In solchen
Faellen ist es beinahe besser, man vergibt ueberhaupt
keine Unterstuetzungsmittel). Das ist vielleicht alles
nicht neu, aber gut, es einmal mit eigenen Augen
verfolgen zu koennen.


Soweit der Bericht. Ich habe ein passendes Foto dazu rausgesucht. Das darauf ersichtliche Froschfleisch gilt als Delikatesse. Verständlich, sieht ja auch zum Anbeißen aus.

Augenschmaus


Also ich finde, so ein geschmolzener Gletscher ist ein Augenschmaus, wenn man auf Primärfarben steht. Zur Erläuterung: Das links hinten, was wie Geröll aussieht, ist Geröll, und zwar das Geröll, das im Gletschereis war, das jetzt geschmolzen ist. Der Gletscher ist aber nicht weg, er befindet sich vielmehr im Moment unter der Geröllschicht und ist immer noch etwa 50 Meter stark, geschätzt.

Dienstag, 20. März 2007

Schöne Filme

zum abschluss des tages noch ein paar nette fundstücke:
1. Al Jazeera bei MadTV
2. Wasser wird verboten!
3. Sonne statt Reagan

Fremde Federn III

Angele: In den Bergen schmelzen die Gletscher.

Schmidt: Da muss ich ehrlich sagen: Warum nicht? Ich selber stand vor drei Gletschern: Aletschgletscher, Franz Josef Gletscher in Neuseeland, und noch ein Riesenteil in Grönland. Tut mir leid, ich sehe da nur dreckiges Eis.

Angele: Dann lieber Dreck ohne Eis?

Schmidt: Ich selber brauche keine Gletscher. Ich möchte auch endlich wissen, ob nun eigentlich die Polkappen abschmelzen oder ob wir einer neuen Eiszeit entgegengehen. Ich war da, in Grönland. Mit dem Kreuzfahrtschiff. Und so lange der Steward noch mit dem Pickel das Eis von der Gletscherwand haut - für den Whiskey am Abend, weil Fachleute sagen „Das knistert anders“ -, so lange das noch gewährleistet ist, bin ich mir nicht sicher.

Angele: Mich berührt das Wetter schon.

Schmidt: Warum?

Angele: Weil die Menschen und vor allem: die Medien es nicht in den Griff kriegen.

Schmidt: Das Wetter in Europa ist doch putzig.

Angele: Mich fasziniert, dass die Wetterprognosen trotz Hightech so ungenau sind. Man schaut aus dem Fenster und sagt sich: sie liegen schon wieder daneben.

Schmidt: Egal, ich bin wetterunabhängig, wissen Sie. Wenn mir das Wetter auf den Sack geht, gehe ich ins Studio und mache den Scheinwerfer an. Das ist diese positive Beleuchtung, diese Lichttherapie, die es auch auf Krankenschein gibt. So. Und wenn Sie irgendeinmal rund um den Äquator unterwegs waren, dann wissen sie, dass bei uns absolut menschenfreundliches Wetter herrscht. Denken Sie an den Tsunami. Hier dagegen: elf Monate im Jahr Pissbrühe. Dafür aber keine Erdbeben, keine Hurricanes.

Angele: Das Wetter ist eben nicht nur freundlich, es ist eine „Urgewalt“.

Schmidt: In Europa ist es keine Urgewalt. Nochmals zum Aletschgletscher. Da sehe ich immer diese zwei Postkarten: 1912 und heute. Na und? 1912 wurden die Menschen 43 Jahre alt, heute werden sie 95. Man kann nicht alles haben. Entweder Gletscher oder frühes Ende. Oder kein Gletscher und elf neue Hüften. Man muss sich auch mal entscheiden. Entweder der Mensch oder die Natur.


(via: www.netzeitung.de)