Fünftausend Energiesparlampen verschenkt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel an die Wähler in seinem Landkreis, um das Verbot der herkömmlichen Glühbirne sozialverträglich abzufedern. Etwa "vier bis fünf Euro", so erklärte der übernächste SPD-Kanzler in der ARD-Rateshow "Hartaberfair", die sich ganz dem Thema Glühlampenverbot widmete, koste eine der Lampen "im Laden". Die große Frage dabei ist nicht nur, wo sonst als im Laden Sigmar Gabriel kauft, sondern: Zahlt der Bärenpate die fälligen 25.000 Euro aus eigener Tasche? Und wenn das so ist - warum weiß er den genauen Preis nicht? Bekommt Sigmar Gabriel, der auffällig Produkte der Firma Osram lobte, Sonderkonditionen für seine Wahlgeschenke?
Dass der Testfamilie in der Sendung das grelle Licht der Sparlampen gar nicht gefiel, kratzt am Selbstbewusstsein des Volksbeglückers überhaupt kein bisschen. Die vorgestellte reiche Familie könne sich ja vielleicht teures Glühbirnenlicht leisten, viele arme Familien aber seien sicher glücklich, mit Hilfe der Sparlampen viel Geld zu sparen und dafür gern bereit, sich an die neue Art Licht zu gewöhnen.
"Und wem das gar nicht passt", so der Ökobilanzexperte Gabriel, "der nimmt eben eine Kerze". Guter Rat: Die Glühbirne hat einen aufs Licht bezogenen Wirkungsgrad von fünf Prozent, der Rest ist Abwärme. Die Kerze schafft nur ganze 0,04 Prozent - 99,6 Prozent der Energie verpuffen sinnlos. Wenigstens in Sigmar Gabriels Logik, die nicht einberechnet, dass die Heizung in einem Glühbirnengeheizten Raum genau soviel weniger aufgedreht werden muss wie die Glühbirne Wärme spendet.


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