Sonntag, 14. Januar 2018
GroKo oder K.o.: Das ist doch ein Russenfilm
| Das zeigte der sogenannte Russenfilm: Helden, die mit bloßen Händen ganze Panzerarmeen stoppten. |
Nach der Nacht der langen Fressen an der SPD-Basis mehren sich die Zeichen, dass es den verbliebenen drei Parteien des demokratischen Blocks vielleicht doch nicht gelingen könnte, die nach einer Woche unter Schmerzen geborenen Ergebnisse der "Sondierungsverhandlungen" als Sieg aller Beteiligten zu verkaufen. Einerseits ruft sich die deutsche Sozialdemokratie zwar zum Gewinner aus, andererseits aber triumphieren auch die Funktionäre der Union.
Von außen betrachtet hat die Gesamterzählung ein Maß an Widersprüchlichkeit erreicht, das nur noch in der DDR sozialisierten Bürgern bekannt vorkommt. Dort gab es die berühmte Kunstform des sogenannten "Russenfilms", ein Metier, in dem Drehbuchautor, Regie und Schauspieler zumeist nicht einmal behaupteten, es gälte, einen inneren Zusammenhang, nachvollziehbare Motivlagen oder eine grob sinnvolle Handlung abzubilden. Stattdessen zeichneten sich echte Russenfilme durch eine zielstrebige Beliebigkeit der Handlung aus, die zugunsten der jeweils zu tätigenden Heldentaten auf jede Logik zu verzichten bereit war. Der politische Alltag mutet unterdessen ähnlich an, ein Russenfilm, wie ihn das Internetlexikon Wikipedia mit Hilfe von PPQ bereits vor Jahren grundsätzlich definierte.
Das gibt es in keinem Russenfilm
Danach stammt die zu DDR-Zeiten gebräuchliche Formulierung "das gibt es in keinem Russenfilm" - in der Regel gesprochen wie "das gibs in keim Russenfilm" - keineswegs aus dem Munitionsgurt eines Filmkritikers, sondern wurde im wirklichen Leben angewendet. Nämlich genau dann, wenn die Realität ein Maß an offenkundiger Inszenierung aufwies, das sie für jeden Besitzer von Resthirn völlig unglaubwürdig machte.
Mit dem Ende des Kalten Krieges verschwand die Formulierung aus dem Sprachgebrauch, weil es nun keinerlei Anlass mehr gab, behördliche Angaben anzuzweifeln. Niemand log, niemand betrog, es gab keine allmächtige Stasi mehr und keinen Grund, zu glauben, dass Macht nicht transparent ausgeübt werde.
Die Formulierung "das gibt es in keinem Russenfilm" wurde so zusehends selbst rätselhaft. Kaum eine Quelle verweist noch auf Ursprung und Bedeutung, kaum ein älterer Mensch vermag es noch, nachwachsenden Generationen den mittlerweile komplett sinnentleerten Begriff zu erklären, der einst verwendet wurde, wenn die Darstellung eines Ereignisses "um der propagandistischen Wirkung willen derart haarsträubend ist, dass sie an Geschehnisse in eben jenen komplett absurden Russenfilmen erinnert".
Kurz gesagt: Heute würde man vielleicht eher sagen "das gibt es in keinem Spiegel-Artikel", wenn denn noch ein Bedürfnis bestünde, die Realität zu verstehen.
Danke an Die Anmerkung für den Hinweis.
"Spiegel" gegen Trump: Der amerikanische Untermensch
Beim im vergangenen Jahr ausgegliederten Kampfblatt "Trump Daily" ist der irre, hasserfüllte und zu vernüftiger deutscher Politik mit Augenmaß unfähige US-Präsident seit Wochen nur noch ein Randthema. Alle Beleidigungen sind benutzt, alle Bezichtigungen bereits mehrfach wiederholt worden, Trump, müsste, wäre diese Welt gerecht, längst weinend abgetreten sein. Allein er tut nicht dergleichen - und so muss das Mutterblatt nun doch noch einmal nachlegen und den Beleidiger ganzer Kontinente im Rahmen seiner vielfach preisgekrönten Trump-Titelblätter in die Schranken weisen.
Diesmal zeigt das früher als Nachrichtenmagazin auftretende Blatt aus Hamburg die regressive Entwicklung des modernen Menschen vom Merkel zum Milliardär: Links, natürlich links!, ein Mensch, weiblich, freundlich, aufrecht, klug, mit Maß und Mitte, fähig also, der ganzen Welt ein leuchtendes Vorbild zu sein. Daneben aber wächst dem Wesen plötzlich ein Knüppel aus der Hand, nun ist es ein Mann, aufrecht noch, den Kopf erhoben, aber schon nach Händel suchend, ein dumpfer, dummer Hooligan wohl, aus Dresden womöglich, den Galgen in der Hosentasche, Blut an den Händen, Wut im Bauch.
Das drückt auf die Wirbelsäule, das beugt den Primaten und lässt sein Kinn in Richtung Hermann Göringwachsen, bis es im dritten Bild, nun schon sehr weit rechts angekommen, grausam nach vorn ragt. Ein beliebiger Ostdeutscher könnte das nun sein gebeugt von einer schrecklichen Jugend bei Stasi oder FDJ. Oder, obgleich schwarz gezeichnet, es ist ein dem Ostdeutschen artverwandter alter weißer Fleischesser aus dem Bibel-Gürtel der USA, dessen "Feuer und Zorn" (Spiegel) nur noch ein Evolutionsziel kennen: Die Figur ganz rechts, das Endprodukt einer Rückentwicklung vom vernunftbegabten Wesen zum blonden Zwerg mit rotem Binder, vorwärtswankend, hässlich, ein abscheuenweckender Anblick, primitiv, mit Gimli-Beinen. Der amerikanische Untermensch.
Journalismus 3.0, 4.0 oder sogar 5.0, der an frühere Sternstunden der deutschen Kampfpresse erinnert. Knapp vorbei am Tiervergleich, aber mittenrein in eine Tradition, die entmenschlicht, dämonisiert und nicht mehr sachlich nach Motiven oder Beweggründen fragt, sondern ihre These vom Schweinsein des anderen im Stil der Ideologie der einstigen Roten Armee Fraktion nur noch zu untermauern sucht, indem sie alles anführt, was dafür spricht.
Es kann gar nicht genug Schmutz geben, als dass nicht auch das letzte Stäubchen zu einer Staatsaffäre aufgeblasen wird. Auf die Wahrheit kommt es dabei sowenig an, dass eine dementierte Äußerung nicht nur weiter verbreitet wird, als sei sie nie dementiert worden. Nein, sie wird auch absichtlich und systematisch falsch übersetzt: "Shit Holes" heißt nicht "Dreckslöcher", obwohl es sämtliche sämtliche Amtsblätter zwischen Schleswig und dem Bodensee behaupten.
Ein deutliches Zeichen dafür, wie es in der Gesinnungsschlacht um das Weiße Haus steht. es ist nicht mehr nur denkbar, dass frei erfundene Zitate wie das vom "Drecksloch" verbreitet werden, nein, sie werden auch weiter verbreitet, wenn feststeht, dass der, der sie gesagt haben soll, das schon aufgrund der Tatsache nicht getan haben kann, dass die Originalquellen überhaupt nicht behaupten, er habe es getan.

Diesmal zeigt das früher als Nachrichtenmagazin auftretende Blatt aus Hamburg die regressive Entwicklung des modernen Menschen vom Merkel zum Milliardär: Links, natürlich links!, ein Mensch, weiblich, freundlich, aufrecht, klug, mit Maß und Mitte, fähig also, der ganzen Welt ein leuchtendes Vorbild zu sein. Daneben aber wächst dem Wesen plötzlich ein Knüppel aus der Hand, nun ist es ein Mann, aufrecht noch, den Kopf erhoben, aber schon nach Händel suchend, ein dumpfer, dummer Hooligan wohl, aus Dresden womöglich, den Galgen in der Hosentasche, Blut an den Händen, Wut im Bauch.
Das drückt auf die Wirbelsäule, das beugt den Primaten und lässt sein Kinn in Richtung Hermann Göringwachsen, bis es im dritten Bild, nun schon sehr weit rechts angekommen, grausam nach vorn ragt. Ein beliebiger Ostdeutscher könnte das nun sein gebeugt von einer schrecklichen Jugend bei Stasi oder FDJ. Oder, obgleich schwarz gezeichnet, es ist ein dem Ostdeutschen artverwandter alter weißer Fleischesser aus dem Bibel-Gürtel der USA, dessen "Feuer und Zorn" (Spiegel) nur noch ein Evolutionsziel kennen: Die Figur ganz rechts, das Endprodukt einer Rückentwicklung vom vernunftbegabten Wesen zum blonden Zwerg mit rotem Binder, vorwärtswankend, hässlich, ein abscheuenweckender Anblick, primitiv, mit Gimli-Beinen. Der amerikanische Untermensch.
![]() |
| Die Welt des Journalismus im Wandel der Jahrzehnte: Links der "Stürmer", rechts der "Spiegel". |
Es kann gar nicht genug Schmutz geben, als dass nicht auch das letzte Stäubchen zu einer Staatsaffäre aufgeblasen wird. Auf die Wahrheit kommt es dabei sowenig an, dass eine dementierte Äußerung nicht nur weiter verbreitet wird, als sei sie nie dementiert worden. Nein, sie wird auch absichtlich und systematisch falsch übersetzt: "Shit Holes" heißt nicht "Dreckslöcher", obwohl es sämtliche sämtliche Amtsblätter zwischen Schleswig und dem Bodensee behaupten.
Ein deutliches Zeichen dafür, wie es in der Gesinnungsschlacht um das Weiße Haus steht. es ist nicht mehr nur denkbar, dass frei erfundene Zitate wie das vom "Drecksloch" verbreitet werden, nein, sie werden auch weiter verbreitet, wenn feststeht, dass der, der sie gesagt haben soll, das schon aufgrund der Tatsache nicht getan haben kann, dass die Originalquellen überhaupt nicht behaupten, er habe es getan.
Samstag, 13. Januar 2018
Zitate zur Zeit: Die Medien und die Agitation
Journalismus ist nicht dafür da, welche Ideologien auch immer zu festigen, sondern die Menschen zutreffend zu informieren. Medien, die das nicht leisten, braucht niemand. Medien, die das nicht leisten, bieten keinen Journalismus an, sondern Agitation.
Hardy Prothmann widerspricht Dunja Hayali
Falsche Zitate und erfundene Sprcühe: Die "Tagesschau" und die unausrottbare Fake News von Hans-Joachim Friedrichs angeblicher "guter Sache"
Hardy Prothmann widerspricht Dunja Hayali
Falsche Zitate und erfundene Sprcühe: Die "Tagesschau" und die unausrottbare Fake News von Hans-Joachim Friedrichs angeblicher "guter Sache"
Groko startet durch: Bewegliche Verbalisierung
![]() |
| Letztes Jahr im Sommer gründeten die Chefs von SPD und Unionsparteien die Christlich Sozialdemokratische Union, gestern gingen die drei Parteiführer in Berlin endlich in die Öffentlichkeit. |
Nun also doch! Noch im Juni 2017 wurden von PPQ gewonnene Erkenntnisse über die bevorstehende Gründung einer demokratischen Einheitspartei unter dem Namen Christlich Sozialdemokratische Union von großen Medienhäusern als Fake News denunziert - auf einmal aber ist sie doch da, die Volkspartei zur Verstetigung der verlässlichen Regierungspolitik der vergangenen Jahre. Mehr Maß, mehr Mitte, das war das Ziel - und das halten alle drei ehemaligen Volksparteien weiter fest im Blick.
Der neue SPD-Chef Martin Schulz hat sich nach dem Abschluss der aufreibenden Sondierungsgespräche in Berlin ausdrücklich für die von CDU und CSU gezeigte Langmut bedankt. "Eigentlich wollten wir ihnen in die Fresse hauen", spielte Schulz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer auf ein Zitat seiner neuen Fraktionschefin Andrea Nahles an. dann aber habe sich schnell herausgestellt, dass die Kraft der SPD dafür nicht mehr reiche.
"Wir mussten weiterregieren", sagte Schulz bei der Vorstellung der Sondierungsergebnisse im Willy-Brandt-Haus. Nach der von allen Volksparteien verlorenen Wahl im September seien "teils turbulente" Verhandlungen nötig geworden, um sowohl die SPD als auch die Union und gemeinsam die Demokratie vor deren Verächtern zu retten. Die Treffen seien getragen gewesen "von der bei allen vorhandenen Angst, im Falle von Neuwahlen noch mehr abgestraft zu werden", sagte Schulz, der für sich selbst schon vor Wochen eingestanden hatte, dass nur eine neue große Koalition ihn vor dem Verlust aller Ämter und der Ächtung seiner Partei retten könne.
"Jenseits von Richtig oder Falsch gibt es einen Ort, dort treffen wir uns", hatte Martin Schulz seiner künftigen Chefin Merkel beim Kanzlerduell im September versprochen. An diesem Ort, sagte er nun, fühle er sich seit Freitagmorgen angekommen. Das Ergebnis der Sondierungen bezeichnete Schulz deshalb auch als "hervorragend". Der SPD-Chef, der als Kanzlerkandidat angetreten war, als sich seine Hoffnung auf eine Verlängerung seiner Amtszeit als Chef des Europa-Parlamentes zerschlagen hatte, hob hervor, dass die vereinbarte Vertraulichkeit der Gespräche zwar nicht gewährleistet gewesen sein, es inhaltlich aber ohnehin um nicht mehr als ein Gibst-du-mir-geb-ich-Dir gegangen sei. Die insgesamt 26 SPD-Vertreter bei der Sondierungsrunde hätten am Ende einstimmig beschlossen, dem anstehenden Parteitag zu empfehlen, aufgrund der von CDU und CSU erkaupelten Zugeständnisse und der Aussicht auf eine zumindest beibehaltene Menge von SPD-Ministerposten Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen.
Zuvor hatten es die Sondierungsteams trotz der alternativlosen Situation, die SPD und Union in eine Koalition zwingt, wenn beide wenigstens noch vier Jahre weiterregieren wollen, nach außen hin noch einmal spannend gemacht. Als gehe es um wirklich wichtige Fragen, verhandelten sie nahezu 24 Stunden am Stück, den Blick durch die Fenster der SPD-Parteizentrale immer auf die Journalistenmenge vor der Tür. Drinnen ging es allerdings vor allem um mikroskopische Verschiebungen etwa bei der zulässigen Flüchtlingszahl und der künftigen Benennung der neuen Obergrenze. Als alles ausreichend beweglich verbalisiert war, stand das umfangreiche Grundlagenpapier für die anstehenden Verhandlungen über eine neue Große Koalition.
Auch Angela Merkel und Horst Seehofer hoben den alternativlosen Charakter der Verhandlungen hervor. Außer der SPD sei niemand mehr dagewesen, mit dem man habe regieren können. Die CDU-Chefin nannte das ausgehandelte Papier ein "Ergebnis des Gebens und Nehmens" wie bei jedem guten Geschäft. Auch Horst Seehofer zeigte sich am Ende einer langen Karriere hochzufrieden. Das jetzt vorliegende Sondierungspapier sei mit seinen substanzlosen Allgemeinplätzen, schwammigen Formulierungen und teils absurden Kompromissformeln die "richtige Antwort auf den September vergangenen Jahres". Damals hatten rund 15 Prozent der Bürger der GroKo schlagartig die Stimme entzogen.
Nun, so Seehofer, werde eine neue Regierung von CDU, CSU und SPD als Kraft der mittleren Mitte zeigen, dass ein "'Weiter-So“ dennoch möglich sei. Der scheidende CSU-Chef kann eine Annahme der Sondierungsergebnisse durch seine Partei ebenso im Alleingang beschließen wie Angela Merkel für die CDU, der scheidende SPD-Chef Schulz hingegen muss noch durchs Stahlbad eines Parteitages.
Seehofer wünschten seinem künftigen Kabinettskollegen für diesen Gang ausdrücklich "ohne Ironie" Erfolg. Noch vor Er äußerte die Hoffnung auf eine erfolgreiche Regierungsbildung schon in den kommenden zehn Wochen. Noch vor Ostern - in diesem Jahr am 1. April - könne dann ein neues Kabinett stehen, das dann 90 Tage später planmäßig in die parlamentarische Sommerpause gehen werde.

Der neue SPD-Chef Martin Schulz hat sich nach dem Abschluss der aufreibenden Sondierungsgespräche in Berlin ausdrücklich für die von CDU und CSU gezeigte Langmut bedankt. "Eigentlich wollten wir ihnen in die Fresse hauen", spielte Schulz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer auf ein Zitat seiner neuen Fraktionschefin Andrea Nahles an. dann aber habe sich schnell herausgestellt, dass die Kraft der SPD dafür nicht mehr reiche.
Neue Rettungskoalition
"Wir mussten weiterregieren", sagte Schulz bei der Vorstellung der Sondierungsergebnisse im Willy-Brandt-Haus. Nach der von allen Volksparteien verlorenen Wahl im September seien "teils turbulente" Verhandlungen nötig geworden, um sowohl die SPD als auch die Union und gemeinsam die Demokratie vor deren Verächtern zu retten. Die Treffen seien getragen gewesen "von der bei allen vorhandenen Angst, im Falle von Neuwahlen noch mehr abgestraft zu werden", sagte Schulz, der für sich selbst schon vor Wochen eingestanden hatte, dass nur eine neue große Koalition ihn vor dem Verlust aller Ämter und der Ächtung seiner Partei retten könne.
"Jenseits von Richtig oder Falsch gibt es einen Ort, dort treffen wir uns", hatte Martin Schulz seiner künftigen Chefin Merkel beim Kanzlerduell im September versprochen. An diesem Ort, sagte er nun, fühle er sich seit Freitagmorgen angekommen. Das Ergebnis der Sondierungen bezeichnete Schulz deshalb auch als "hervorragend". Der SPD-Chef, der als Kanzlerkandidat angetreten war, als sich seine Hoffnung auf eine Verlängerung seiner Amtszeit als Chef des Europa-Parlamentes zerschlagen hatte, hob hervor, dass die vereinbarte Vertraulichkeit der Gespräche zwar nicht gewährleistet gewesen sein, es inhaltlich aber ohnehin um nicht mehr als ein Gibst-du-mir-geb-ich-Dir gegangen sei. Die insgesamt 26 SPD-Vertreter bei der Sondierungsrunde hätten am Ende einstimmig beschlossen, dem anstehenden Parteitag zu empfehlen, aufgrund der von CDU und CSU erkaupelten Zugeständnisse und der Aussicht auf eine zumindest beibehaltene Menge von SPD-Ministerposten Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen.
Zuvor hatten es die Sondierungsteams trotz der alternativlosen Situation, die SPD und Union in eine Koalition zwingt, wenn beide wenigstens noch vier Jahre weiterregieren wollen, nach außen hin noch einmal spannend gemacht. Als gehe es um wirklich wichtige Fragen, verhandelten sie nahezu 24 Stunden am Stück, den Blick durch die Fenster der SPD-Parteizentrale immer auf die Journalistenmenge vor der Tür. Drinnen ging es allerdings vor allem um mikroskopische Verschiebungen etwa bei der zulässigen Flüchtlingszahl und der künftigen Benennung der neuen Obergrenze. Als alles ausreichend beweglich verbalisiert war, stand das umfangreiche Grundlagenpapier für die anstehenden Verhandlungen über eine neue Große Koalition.
Alternativloses Kabinett
Auch Angela Merkel und Horst Seehofer hoben den alternativlosen Charakter der Verhandlungen hervor. Außer der SPD sei niemand mehr dagewesen, mit dem man habe regieren können. Die CDU-Chefin nannte das ausgehandelte Papier ein "Ergebnis des Gebens und Nehmens" wie bei jedem guten Geschäft. Auch Horst Seehofer zeigte sich am Ende einer langen Karriere hochzufrieden. Das jetzt vorliegende Sondierungspapier sei mit seinen substanzlosen Allgemeinplätzen, schwammigen Formulierungen und teils absurden Kompromissformeln die "richtige Antwort auf den September vergangenen Jahres". Damals hatten rund 15 Prozent der Bürger der GroKo schlagartig die Stimme entzogen.
Nun, so Seehofer, werde eine neue Regierung von CDU, CSU und SPD als Kraft der mittleren Mitte zeigen, dass ein "'Weiter-So“ dennoch möglich sei. Der scheidende CSU-Chef kann eine Annahme der Sondierungsergebnisse durch seine Partei ebenso im Alleingang beschließen wie Angela Merkel für die CDU, der scheidende SPD-Chef Schulz hingegen muss noch durchs Stahlbad eines Parteitages.
Seehofer wünschten seinem künftigen Kabinettskollegen für diesen Gang ausdrücklich "ohne Ironie" Erfolg. Noch vor Er äußerte die Hoffnung auf eine erfolgreiche Regierungsbildung schon in den kommenden zehn Wochen. Noch vor Ostern - in diesem Jahr am 1. April - könne dann ein neues Kabinett stehen, das dann 90 Tage später planmäßig in die parlamentarische Sommerpause gehen werde.
Freitag, 12. Januar 2018
Islamisten im Pech: Glaubenskrieger ohne Gegner
Es sind erschreckende Zahlen, die eine Studie aus der Schweiz über die Innesicht deutscher Muslime
mitzuteilen hat. Forscher um den Talkshownomaden Christian Pfeiffffer hatten hier nicht nur einen überraschenden Anstieg der Kriminalität seit dem Flüchtlingszustrom im Jahr 2015 zumindest für Niedersachsen nachweisen können. Sondern in Befragungen mit jungen Muslimen auch herausbekommen, dass fast ein Drittel der jungen Zuwanderer und Gläubigen in zweiter und dritter Generation bereit ist, "selbst für den Islam zu kämpfen und mein eigenes Leben zu riskieren".
Nur gut, dass die Glaubenskrieger keinen Gegner finden werden! Zumindest nicht in Europa! Zwar gibt es Hinweise auf eine Beteiligung von Deutschen am Krieg - deutsche Sturmgewehre etwa gehören zur Grundausstattung. Amerikanische Waffen sichern den Rebellen derzeit eine Überlegenheit über die Kämpfer der für den Westen eingesetzten Truppen der Terrororganisation PKK: Abu Zubayr al-Almani, ein Kämpfer des Kalifats aus Deutschland, berichtete, dass er nach Syrien gekommen sei, um bedrohten Brüdern und Schwestern zu helfen. Wie alle Kämpfer habe er keine Angst vor dem Tod, sondern freue sich darauf.
Doch nach einer Umfrage unter Schonlängerhierlebenden ist nur rund ein Viertel der Befragten in Westeuropa bereit, für ihr Land zu kämpfen. Allenfalls in den beiden am ehesten noch wehrfähigen Atommächten Frankreich und England wären 29 bzw. 27 Prozent der Bürger bereit, für ihr Land zur Waffe zu greifen. In Spanien (21), Österreich (21) und Italien (20) ist es immerhin noch ein Fünftel, dass sich im Verteidigungsfall wehren würde. In Belgien (19), Deutschland (18) und die Niederlande (15 Prozent) dagegen gäbe eine pazifistische Mehrheit von über 80 Prozent alle Schlüssel von Land, Städten und Dörfen freiwillig heraus, ehe die Anhänger des "einzig wahren Glaubensbuches" (Studie) auch nur ein Schuss abgefeuert hätten.
Ein großes Glück für die Welt, denn so wird unnötiges Blutvergießen vermieden. Vielleicht beruhigt das dann auch die knapp 18 Prozent der jungen Muslime, die Christian Pfeifffer offenherzig gestanden, dass gegen die "Feinde des Islam" mit "aller Härte" vorgegangen werden müsse.

mitzuteilen hat. Forscher um den Talkshownomaden Christian Pfeiffffer hatten hier nicht nur einen überraschenden Anstieg der Kriminalität seit dem Flüchtlingszustrom im Jahr 2015 zumindest für Niedersachsen nachweisen können. Sondern in Befragungen mit jungen Muslimen auch herausbekommen, dass fast ein Drittel der jungen Zuwanderer und Gläubigen in zweiter und dritter Generation bereit ist, "selbst für den Islam zu kämpfen und mein eigenes Leben zu riskieren".
Nur gut, dass die Glaubenskrieger keinen Gegner finden werden! Zumindest nicht in Europa! Zwar gibt es Hinweise auf eine Beteiligung von Deutschen am Krieg - deutsche Sturmgewehre etwa gehören zur Grundausstattung. Amerikanische Waffen sichern den Rebellen derzeit eine Überlegenheit über die Kämpfer der für den Westen eingesetzten Truppen der Terrororganisation PKK: Abu Zubayr al-Almani, ein Kämpfer des Kalifats aus Deutschland, berichtete, dass er nach Syrien gekommen sei, um bedrohten Brüdern und Schwestern zu helfen. Wie alle Kämpfer habe er keine Angst vor dem Tod, sondern freue sich darauf.
Doch nach einer Umfrage unter Schonlängerhierlebenden ist nur rund ein Viertel der Befragten in Westeuropa bereit, für ihr Land zu kämpfen. Allenfalls in den beiden am ehesten noch wehrfähigen Atommächten Frankreich und England wären 29 bzw. 27 Prozent der Bürger bereit, für ihr Land zur Waffe zu greifen. In Spanien (21), Österreich (21) und Italien (20) ist es immerhin noch ein Fünftel, dass sich im Verteidigungsfall wehren würde. In Belgien (19), Deutschland (18) und die Niederlande (15 Prozent) dagegen gäbe eine pazifistische Mehrheit von über 80 Prozent alle Schlüssel von Land, Städten und Dörfen freiwillig heraus, ehe die Anhänger des "einzig wahren Glaubensbuches" (Studie) auch nur ein Schuss abgefeuert hätten.
Ein großes Glück für die Welt, denn so wird unnötiges Blutvergießen vermieden. Vielleicht beruhigt das dann auch die knapp 18 Prozent der jungen Muslime, die Christian Pfeifffer offenherzig gestanden, dass gegen die "Feinde des Islam" mit "aller Härte" vorgegangen werden müsse.
Trumps Bilanz: Der Erfolgspräsident
Fast genau zum Jahrgedächtnis der größten Niederlage der demokratischen Leitmedien legt die Süddeutsche Zeitung noch einmal nach. Donald Trump sei ein "Hohlkopf", heißt es da fast schon sanft, gemessen an den üblichen Bezeichnungen für den amerikanischen Präsidenten, der es seit seiner Wahl im November 2016 geschafft hat, noch vor Kim Jong Un, Wladimir Putin und dem Selbstbau-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi zum Hassobjekt Nummer eins der Schreibmaschinengewehrkommandos in Hamburg, München und Berlin zu werden.
Vorher, immerhin, war Trump schon als irre, vom Russland gekauft, wahnsinnig, psychopathisch und als krankhafter Egomane ohne Plan verleumdet worden. Ohne dass die ebenso sehnsüchtig wie ergebnislos herbeigeschriebene Amtsenthebung auch nur einen Zoll näherrückte. Obwohl eigentlich jedes Mittel recht war, selbst das der strafbaren Beleidigung: "Donald Trump prahlte mit sexuellen Übergriffen", schrieb der Spiegel auf dem Höhepunkt der Trump-Kriege. Der dazugehörige Link lautete "donald-trump-prahlte-mit-sexueller-gewalt-gegen-frauen".
Nun also "Hohlkopf", weil Trump im Zwiegespräch mit Kim Jong Un im selben Stil zurückgekeilt hatte, in dem Nordkoreas Diktator vorlegte. "Mein Atomknopf ist größer als seiner", witzelte der Präsident, der im Unterschied zu seinen Kritikern genau zu unterscheiden weiß zwischen angebrachtem Zynismus und ernstzunehmenden politischen Ankündigungen. Sein "eigenes Niveau" habe er diesmal "noch unterboten", schimpft Kurt Kister von der SZ darob und nennt den Präsidenten "eine ebenso beschämende wie gefährliche Inkarnation jenes Teils von Amerika, über den es in den USA selbst, aber auch im Rest der Welt, zu Recht scharfe Urteile und Vorurteile gibt".
So klingt es also, wenn die Knarre heißgeschossen und das Magazin leer ist und außer hilfloser Wut und Vergleichen mit Eis-am-Stil-Darstellern und nicht mehr viel übrig bleibt, was sich gegen einen Amtsinhaber vorbringen ließe, der entgegen allen Unkenrufen über seine "Zurechnungsfähigkeit" (FAZ) auf der Erfolgsspur fährt.
Denn dass Trump politisch nichts zustandebringe, das kann inzwischen selbst der der übelmeinendste Kritiker nicht mehr behaupten, ohne sich vollends zum Gespött zu machen. Trump hat seinen Einreisebann durchgesetzt, er hat eine Steuerreform verabschieden lassen, wie sie die deutschen Regierungsparteien aller Farben seit Jahrzehnten nicht einmal in Angriff zu nehmen gewagt haben. Trump ist aus dem Weltklimaabkommen ausgestiegen, er hat Amerikas Rohstoffbasis durch Genehmigungen für Ölbohrungen in der Arktis gestärkt - und Russland wie die arabischen Länder damit geschwächt - und er hat, wie im Wahlkampf versprochen, Leute zu Chefs von Regierungsbehörden gemacht, die als scharfe Kritiker deren bisheriger Arbeit gelten.
Für die seit Jahrzehnten wie in engen Kreisen um sich selbst rotierende politische Klasse in Deutschland eine fürchterliche Vorstellung. Hier, wo eine kleine Gruppe aus Parteikadern das Land als Beute unter sich aufgeteilt hat, wo Nachfolger nicht gewählt, sondern quasi feudalistisch von ihren Vorgängern bestimmt werden, mutet es als grausame Vorstellung an, jemand könnte von außen kommen und den festgebackenen Schmand von 70 Jahren nepotistischer Vier-Parteien-Regierung abmeißeln.
Deshalb vor allem erregt Trump den Zorn des politisch-medialen Komplexes. Stürzt der "Irre" (FR) nicht, könnte er erfolgreich sein und damit beweisen, dass es eine Alternative zum alternativlosen Treibenlassen gibt, dass auch die Globalisierung Räume zur Gestaltung hat und kein Staat Sklave der Verhältnisse sein muss, die ihn umgeben.
Nach einem Jahr im Amt, scheinen Trumps unorthodoxe Rezepte jedenfalls keineswegs so wirkungslos wie es seine deutschen Kritiker behauptet haben und - völlig unabhängig von der Realität - weiter behaupten. Die Börsen feiern, die Arbeitslosenrate ist seit seiner Wahl von 4,7 auf 4,1 Prozent gefallen und damit nun um 3,5 Prozent niedriger als in der EU, die sich stets als erfolgreiche Alternative zu den USA sah.
Trump hat mehr unsinnige, wirtschaftsfeindliche Regulierungen aufgehoben, als sich das je ein Präsident getraut hat zu tun – und er hat dies mit einem Tempo vollbracht, das verblüffend ist. Und es ist ihm - im Spiel über Bande mit Russland - gelungen, den Islamischen Staat, gegen den sein Vorgänger Barack Obama vor allem mit verbalen Warnungen vorging, binnen eines Jahres zu einem Gespenst ohne Land und Bevölkerung zu machen.
Ein "Hohlkopf" also, der nur pöbeln kann, auf diese Weise aber komischerweise sogar wieder einen Dialog mit Nordkorea in Gang setzte - noch etwas, was seinem Vorgänger in acht Jahren nicht gelang. Sechs Monate, nachdem deutsche Leitmedien fast schon sehnsüchtig nach einem Atomkrieg riefen, weil der der einzige ihnen noch denkbare Beweis für das Totalversagen des vom "Spiegel" zum Welterfresser ernannten "Irren" (FR) im Weißen Haus gewesen wäre, zeigt der "Irre von Pjöngjang " (Die Zeit) plötzlich, dass er keineswegs irre ist, sondern ganz rational handelt. Wenn auch vielleicht nur aus Angst, die Gerüchte könnten stimmen, dass ein Irrer in Washington regiert.
Aktuell: Aus Protest gegen Trumps Verleumdung: "Spiegel" plant Umzug der Redaktion ins wunderschöne Haiti
PPQ-Archiv: Mehr Hass war nie: Deutschlands Medien im Kampf gegen Trump
Angela Merkel im Kampf gegen Trump

Wo bleibt die Amtsenthebung?
Vorher, immerhin, war Trump schon als irre, vom Russland gekauft, wahnsinnig, psychopathisch und als krankhafter Egomane ohne Plan verleumdet worden. Ohne dass die ebenso sehnsüchtig wie ergebnislos herbeigeschriebene Amtsenthebung auch nur einen Zoll näherrückte. Obwohl eigentlich jedes Mittel recht war, selbst das der strafbaren Beleidigung: "Donald Trump prahlte mit sexuellen Übergriffen", schrieb der Spiegel auf dem Höhepunkt der Trump-Kriege. Der dazugehörige Link lautete "donald-trump-prahlte-mit-sexueller-gewalt-gegen-frauen".
Nun also "Hohlkopf", weil Trump im Zwiegespräch mit Kim Jong Un im selben Stil zurückgekeilt hatte, in dem Nordkoreas Diktator vorlegte. "Mein Atomknopf ist größer als seiner", witzelte der Präsident, der im Unterschied zu seinen Kritikern genau zu unterscheiden weiß zwischen angebrachtem Zynismus und ernstzunehmenden politischen Ankündigungen. Sein "eigenes Niveau" habe er diesmal "noch unterboten", schimpft Kurt Kister von der SZ darob und nennt den Präsidenten "eine ebenso beschämende wie gefährliche Inkarnation jenes Teils von Amerika, über den es in den USA selbst, aber auch im Rest der Welt, zu Recht scharfe Urteile und Vorurteile gibt".
Mit leerem Magazin
So klingt es also, wenn die Knarre heißgeschossen und das Magazin leer ist und außer hilfloser Wut und Vergleichen mit Eis-am-Stil-Darstellern und nicht mehr viel übrig bleibt, was sich gegen einen Amtsinhaber vorbringen ließe, der entgegen allen Unkenrufen über seine "Zurechnungsfähigkeit" (FAZ) auf der Erfolgsspur fährt.
Denn dass Trump politisch nichts zustandebringe, das kann inzwischen selbst der der übelmeinendste Kritiker nicht mehr behaupten, ohne sich vollends zum Gespött zu machen. Trump hat seinen Einreisebann durchgesetzt, er hat eine Steuerreform verabschieden lassen, wie sie die deutschen Regierungsparteien aller Farben seit Jahrzehnten nicht einmal in Angriff zu nehmen gewagt haben. Trump ist aus dem Weltklimaabkommen ausgestiegen, er hat Amerikas Rohstoffbasis durch Genehmigungen für Ölbohrungen in der Arktis gestärkt - und Russland wie die arabischen Länder damit geschwächt - und er hat, wie im Wahlkampf versprochen, Leute zu Chefs von Regierungsbehörden gemacht, die als scharfe Kritiker deren bisheriger Arbeit gelten.
Nepotismus fühlt sich bedroht
Für die seit Jahrzehnten wie in engen Kreisen um sich selbst rotierende politische Klasse in Deutschland eine fürchterliche Vorstellung. Hier, wo eine kleine Gruppe aus Parteikadern das Land als Beute unter sich aufgeteilt hat, wo Nachfolger nicht gewählt, sondern quasi feudalistisch von ihren Vorgängern bestimmt werden, mutet es als grausame Vorstellung an, jemand könnte von außen kommen und den festgebackenen Schmand von 70 Jahren nepotistischer Vier-Parteien-Regierung abmeißeln.
Deshalb vor allem erregt Trump den Zorn des politisch-medialen Komplexes. Stürzt der "Irre" (FR) nicht, könnte er erfolgreich sein und damit beweisen, dass es eine Alternative zum alternativlosen Treibenlassen gibt, dass auch die Globalisierung Räume zur Gestaltung hat und kein Staat Sklave der Verhältnisse sein muss, die ihn umgeben.
Die Börsen feiern
Nach einem Jahr im Amt, scheinen Trumps unorthodoxe Rezepte jedenfalls keineswegs so wirkungslos wie es seine deutschen Kritiker behauptet haben und - völlig unabhängig von der Realität - weiter behaupten. Die Börsen feiern, die Arbeitslosenrate ist seit seiner Wahl von 4,7 auf 4,1 Prozent gefallen und damit nun um 3,5 Prozent niedriger als in der EU, die sich stets als erfolgreiche Alternative zu den USA sah.
Trump hat mehr unsinnige, wirtschaftsfeindliche Regulierungen aufgehoben, als sich das je ein Präsident getraut hat zu tun – und er hat dies mit einem Tempo vollbracht, das verblüffend ist. Und es ist ihm - im Spiel über Bande mit Russland - gelungen, den Islamischen Staat, gegen den sein Vorgänger Barack Obama vor allem mit verbalen Warnungen vorging, binnen eines Jahres zu einem Gespenst ohne Land und Bevölkerung zu machen.
Ein "Hohlkopf" also, der nur pöbeln kann, auf diese Weise aber komischerweise sogar wieder einen Dialog mit Nordkorea in Gang setzte - noch etwas, was seinem Vorgänger in acht Jahren nicht gelang. Sechs Monate, nachdem deutsche Leitmedien fast schon sehnsüchtig nach einem Atomkrieg riefen, weil der der einzige ihnen noch denkbare Beweis für das Totalversagen des vom "Spiegel" zum Welterfresser ernannten "Irren" (FR) im Weißen Haus gewesen wäre, zeigt der "Irre von Pjöngjang " (Die Zeit) plötzlich, dass er keineswegs irre ist, sondern ganz rational handelt. Wenn auch vielleicht nur aus Angst, die Gerüchte könnten stimmen, dass ein Irrer in Washington regiert.
Aktuell: Aus Protest gegen Trumps Verleumdung: "Spiegel" plant Umzug der Redaktion ins wunderschöne Haiti
PPQ-Archiv: Mehr Hass war nie: Deutschlands Medien im Kampf gegen Trump
Angela Merkel im Kampf gegen Trump
Donnerstag, 11. Januar 2018
Meinungsfreiheit geht auch ohne Netz
| Er soll an allem schuld sein, ist es aber nicht: Justizminister Heiko Maas will nur das Beste für alle Menschen. |
Die Kritik an Heiko Maas' Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist völlig überzogen. Nur weil ein bisschen Blödsinn gelöscht wird, heißt das noch lange nicht, dass das Abendland am Ende ist. Statt zu jammern sollten die vermeintlich Zensierten einfach mal die Klappe halten und warten, bis sich die Kinderkrankheiten ausgewachsen haben. Falls nicht, kann man dann immer noch meckern.
Ein weiterer Kommentar zu einem Gesetz, das jetzt schon viel erreicht hat: Endlich wird über die notwendigen Grenzen der Meinungsfreiheit in einer gnadenlos entgrenzten Gesellschaft geredet.
Dank sozialer Netzwerke ist Häme salonfähig geworden. Dank Facebook gibt es Hass, dank Twitter wird gehetzt. Google steht stellvertretend als Begriff für Zweifel, das ganze Internet ist ein Hort von Verfolgung, Mobbing und Menschenfeindlichkeit. Zuletzt stiegen die Zahlen um 176 Prozent, das war nach Berechnungen des Justizministerium dreimal mehr als vorher. Vieles davon war strafbar, was es nicht war, zumindest rechtswidrig oder grob geschmacklos.
Die "Merkel muss weg"-Brüller stoppen
Keine Gesellschaft, die sich freiheitlich und demokratisch nennt, muss es sich bieten lassen, dass Mitbürger andere Mitbürger "Idiot" nennen, ganze Menschengruppen als "Pack" abqualifizieren oder die immer noch sehr beliebte Kanzlerin mit einem vertierten "Merkel muss weg" aus dem Amt putschen wollen.
Deshalb was das jetzt vor allem von Rechten, Rechtspopulisten, Rechtsextremen, Rechtsradikalen und Rechtsextremisten so harsch kritisierte Anti-Hass-Gesetz NetzDG so dringend nötig, um das Internet nicht zu dem rechtsfreien Raum werden zu lassen, als der es jahrelang gegolten hatte. Gut, dass der Mitteilungsdienst Twitter gleich zum Start ein klares Zeichen setzte und auch Heiko Maas selbst Einhalt gebot: Dessen Tweet, in dem er den AfD-Vordenker und SPD-Parteikollegen Thilo Sarrazin als „Idiot“ bezeichnete, wurde gelöscht, Maas selbst wusste anschließend nicht einmal, wer es gewesen sein könnte.
Gut so! Das setzt Grenzen, denn wenn solche Signale online kursieren, wirkt das alte Mao-Rezept: "Strafe einen, erziehe hundert!" Schon jetzt wird jeder, der irgendwo vor einer Tastaur sitzt, gründlich nachdenken, ehe er seinen Hass oder irgendwelche minderwertigen Kommentare in die Tastatur klappert. Und das große Reiningungsprogramm mit dem komplizierten Namen Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist noch jung. Es hat noch nicht die Wirksamkeit, die viele erhofft hatten: So finden sich bei Twitter immer noch ganz miese Satire-Tweets, staatliche Sender verbreiten Fotos von farbigen Jungen, die in "Affen"-T-Shirts gekleidet sind und auch die AfD darf offenbar noch immer unkontrolliert eigene Internetseiten betreiben, die erkennbar nicht unter die Kunst- und Meinungsfreiheit fallen.
Es geht um Unrecht und nicht jedermanns Blabla
Da muss noch etwas passieren, das ist klar. Schuld ist nie die gesellschaftliche Situation, schuld ist Twitter. Schuld ist nie die Unzufriedenheit von Menschen, die sich ein Ventil sucht. Schuld ist Facebook. Sie mussten verpflichtet werden, nicht nur strafbare, sondern auch rechtswidrige Inhalte zu löschen – insbesondere jene, die gegen die freiheitliche Ordnung hetzen, die Meinungsfreiheit infragestellen und das tun, indem sie haarscharf an Strafgesetzen vorbeisegeln. Gut, dass sie dafür nun ein teures Melde- und Löschmanagement vorhalten müssen. Das schafft Arbeitsplätze in EU-Partnerländern, wo Nachwuchsjuristen am lebenden Objekt lernen können, wie man Satire zensiert und den Machern von fiesen politischen Witzen begreiflich macht, dass eben nicht jeder behaupten kann, er sei Charlie und dürfe das.
Keiferei gehört unterbunden, wer überzieht, muss gesperrt werden. Bei dem neuen Gesetz geht es um Recht und Unrecht, um Meinungsfreiheit, die nur wirksam geschützt werden kann, wenn nicht jeder bedenkenlos und ungeprüft zu allem sein Babla abgeben kann. Klar, es gibt immer die Gefahr, dass Grenzen zu eng gezogen werden. Aber wenn die Netzwerke übers Ziel hinausschießen und löschen, was des Löschens nicht wertgewesen wäre, dann ist dies in erster Linie ihr Problem. Weniger Inhalte, weniger Besucher! Das rüttelt sich über die Jahre schon wieder zurecht, dann aber sauberer, ohne Gepöbel, aufputschende Kommentare und missbrauchtes Rederecht.
Darauf ein Auge zu haben, langfristig, ist Aufgabe der Politik. Sie muss zu gegebener Zeit bei der Gesetzgebung nachregulieren, die Stellschräubchen fester ziehen und sehen, dass die richtigen Inhalte nicht unter den notwendigen Maasnahmen leiden..
Vorerst aber ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ein Riesenschritt in eine bessere Online-Zukunft, mutig, weil gewagt, statt sich mit kleineren Tippelschritten vorzutasten. Beispielgebend für die ganze Welt, die heute schon aufmerksam nach Deutschland schaut und wissen will, wie unser Land mit dem größten Problem der Gegenwart zurandekommt.
Nötig und überfällig wäre es nun noch, die amerikanischen Netzgiganten zu besserer Kooperation mit der Justiz zu verpflichten: Warum soll nur gelöscht werden, ohne Namen und Daten der Urheber von rechtswidrigen Einträgen gleich an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterzugeben? Facebook könnte das über eine Schnittstelle automatisiert erledigen. Welche Wirkung allein dadurch eingetreten würde, das wäre doch spannend zu sehen! Deutschland könnte mit einem solchen zweiten NetzDG zum ganz großen Wurf ausholen und zum europäischen, ja, zum Vorbild auch für Länder wie China, Vietnam, Pakistan und Russland werden.
Meinungsfreiheit heißt nicht, jede Meinung sagen zu müssen
Die Meinungsfreiheit selbst, das wissen auch die, die jetzt laut gegen das NetzDG Stimmung machen, bleibt in ihrem Kern ohnehin erhalten. denn die Meinungsfreiheit in Deutschland ist in einem gutem Zustand: Jeder kann jederzeit denken, was er wie, so oft er will und wo er will. Sogar Satire bleibt möglich: Das Satiremagazin „Titanic“ kann auch ohne Twitter Witze machen; in Heftform und auf der Webseite. Wer sich politisch äußern will, ist nicht zwingend auf Facebook angewiesen, er kann in die Eckkneipe gehen oder seine Gedanken mit seiner Frau oder Freunden teilen. Die wollen das gar nicht wissen? Ach, herrjeh! Meinungsfreiheit war noch nie die Freiheit, immer und überall gehört zu werden.
Nach deutschem Vorbild: Trump verschärft den Meinungsschutz
Auf Trump-Kurs: Deutschland steigt aus Klimaabkommen aus
Damals, als Deutschland noch keine anderen Probleme hatte als Nichtraucherschutz und Klimarettung, zog sich Angela Merkel eine Goretex-Jacke von der Deutschen Seenotrettungsgesellschaft über, flog nach Grönland und legte eigenhändig Hand an. es waren die großen Tage von "Kyoto" (Spiegel), einem "Klimaabkommen" (dpa), dessen Zielen sich Deutschland so vorbildhaft verpflichtet fühlte, dass inländischen Medien gar nicht auffiel, dass Japan, Kanada, Neuseeland und Russland ausgestiegen waren und auch die USA nicht einmal wieder einstieg, als der böse Präsident George W. Bush vom hierzulande als Messias gefeierten Barack Obama abgelöst wurde.
Deutschland war wie betrunken von „Buenos Aires-Aktionsplan“, dem "doppelten COP-6 von Den Haag", dem "Zwei-Grad-Ziel" und den Reduktionsbeschlüssen von Marrakesch. Dass der Ausstoß an Treibhausgasen, der eigentlich sinken sollte, auch in den südlichen Ländern der EU fortwährend stieg und die die EU ihre "Klimaziele" (Tagesschau) nur einhalten konnte, weil die deutschen Unterhändler die Ausstoßmenge des Jahres 1990 inklusive der wenig später stillgelegten DDR-Industrie als Ausgangsbasis nutzen konnten, blieb im sinnentleerten Wortgeklingel ebenso häufig unerwähnt wie der Umstand, dass Obama letztlich nach langer Hängepartie befand, dass das Protokoll für die Industrie der USA viel zu teure Ziele gesetzt habe. Nie gesprochen wurde davon, dass sich die gesamten CO2-Emissionen der Kyoto-Teilnehmerstaaten überhaupt nur noch auf knapp 15 Prozent der globalen Emissionen belaufen - den Rest stoßen Länder aus, die das Protokoll nicht unterschrieben haben.
Klima war für Deutschland, Angela Merkel und die Phalanx der Großmedien nicht mehr wichtig. Dass die deutsche Ratifizierung von Teil II des Kyoto-Vertrages, der von 2013 bis 2020 gilt, erst im November 2017 erfolgte, meldete nicht einmal mehr irgendjemand. Klima war erst wieder ein Thema, als Donald Trump den sogenannten Kyoto-Nachfolgevertrag "Pariser Abkommen" kündigte: Endlich war ein Schurke gefunden, der für den Untergang der Welt verantwortlich gemacht werden konnte. Während die EU zumindest ankündigte, weiter an der Klimarettung festhalten zu wollen.
Aber nun doch erst später. Gleich im ersten Anlauf gingen die Verhandlungsführer der nächsten Großen Koalition auf Gegenkurs zu den bisherigen Klimazielen. Zu teuer und zu gefährlich droht es zu werden, weiterhin als weltweit einziger Staat auf einen kompletten Energieausstieg zu setzen.
Eigentlich sollten die jährlichen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sich das Tempo der jährlichen Reduktion jedoch in den kommenden Jahrzehnten mehr als verdoppeln oder sogar verdreifachen. Seit 1990 gelang bis hierher zwar eine Verringerung des Ausstoßes um knapp 28 Prozent - zwei Drittel des Rückgangs aber wurden in den ersten zehn Jahren erreicht, als die DDR-Großbetriebe abgeschaltet wurden. In den letzten acht Jahren seit 2009 hingegen gelang überhaupt keine Reduzierung mehr.
In den zwei Jahren bis 2020, das ein sogenanntes "Zwischenziel" definiert, wäre Deutschland verpflichtet, seine Emissionen um 18 Prozent zu senken. In den zwölf Jahren bis 2030 sollte daraus dann eigentlich planmäßig sogar eine Verringerung um 38 Prozent verglichen mit dem Jahr 2016 werden. Gemessen am Jahr 1990 entspräche das einer Reduzierung um 55 Prozent, wobei in den ersten 26 Jahren 20 Prozent, in den letzten zwölf Jahren aber 35 Prozent der Minderung erreicht worden wären.
Schon als die Bundesregierung dieses "EU-Klimapaket" (Umweltministerium) unterzeichnete, war völlig klar, dass es sich dabei um einen rein symbolischen Humbug handelte, der eines immer näherrückenden Tages vom grellen Licht der Wirklichkeit als politischer Taschenspielertrick enttarnt werden würde. Nun also ist es soweit, die kommende Bundesregierung nutzt die Gelegenheit, ohnehin gerade keinen Ruf mehr zu verlieren zu haben, und verabschiedet sich schnell mal vom "nicht nur europarechtlich, sondern auch völkerrechtlich verbindlichen Emissionsreduktionsziel" (Umweltministerium).
Angela Merkel hatte noch im Wahlkampf behauptet, Deutschland werde seine "Klimaziele" einhalten. Schon damals kompletter Unsinn, nun denn auch eingestandener.

Medien, betrunken vom eigenen Wortgeklingel
Deutschland war wie betrunken von „Buenos Aires-Aktionsplan“, dem "doppelten COP-6 von Den Haag", dem "Zwei-Grad-Ziel" und den Reduktionsbeschlüssen von Marrakesch. Dass der Ausstoß an Treibhausgasen, der eigentlich sinken sollte, auch in den südlichen Ländern der EU fortwährend stieg und die die EU ihre "Klimaziele" (Tagesschau) nur einhalten konnte, weil die deutschen Unterhändler die Ausstoßmenge des Jahres 1990 inklusive der wenig später stillgelegten DDR-Industrie als Ausgangsbasis nutzen konnten, blieb im sinnentleerten Wortgeklingel ebenso häufig unerwähnt wie der Umstand, dass Obama letztlich nach langer Hängepartie befand, dass das Protokoll für die Industrie der USA viel zu teure Ziele gesetzt habe. Nie gesprochen wurde davon, dass sich die gesamten CO2-Emissionen der Kyoto-Teilnehmerstaaten überhaupt nur noch auf knapp 15 Prozent der globalen Emissionen belaufen - den Rest stoßen Länder aus, die das Protokoll nicht unterschrieben haben.
Klima war für Deutschland, Angela Merkel und die Phalanx der Großmedien nicht mehr wichtig. Dass die deutsche Ratifizierung von Teil II des Kyoto-Vertrages, der von 2013 bis 2020 gilt, erst im November 2017 erfolgte, meldete nicht einmal mehr irgendjemand. Klima war erst wieder ein Thema, als Donald Trump den sogenannten Kyoto-Nachfolgevertrag "Pariser Abkommen" kündigte: Endlich war ein Schurke gefunden, der für den Untergang der Welt verantwortlich gemacht werden konnte. Während die EU zumindest ankündigte, weiter an der Klimarettung festhalten zu wollen.
Nun doch zu teuer und gefährlich
Aber nun doch erst später. Gleich im ersten Anlauf gingen die Verhandlungsführer der nächsten Großen Koalition auf Gegenkurs zu den bisherigen Klimazielen. Zu teuer und zu gefährlich droht es zu werden, weiterhin als weltweit einziger Staat auf einen kompletten Energieausstieg zu setzen.
Eigentlich sollten die jährlichen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 80 bis 95 Prozent sinken. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste sich das Tempo der jährlichen Reduktion jedoch in den kommenden Jahrzehnten mehr als verdoppeln oder sogar verdreifachen. Seit 1990 gelang bis hierher zwar eine Verringerung des Ausstoßes um knapp 28 Prozent - zwei Drittel des Rückgangs aber wurden in den ersten zehn Jahren erreicht, als die DDR-Großbetriebe abgeschaltet wurden. In den letzten acht Jahren seit 2009 hingegen gelang überhaupt keine Reduzierung mehr.
In den zwei Jahren bis 2020, das ein sogenanntes "Zwischenziel" definiert, wäre Deutschland verpflichtet, seine Emissionen um 18 Prozent zu senken. In den zwölf Jahren bis 2030 sollte daraus dann eigentlich planmäßig sogar eine Verringerung um 38 Prozent verglichen mit dem Jahr 2016 werden. Gemessen am Jahr 1990 entspräche das einer Reduzierung um 55 Prozent, wobei in den ersten 26 Jahren 20 Prozent, in den letzten zwölf Jahren aber 35 Prozent der Minderung erreicht worden wären.
Schon als die Bundesregierung dieses "EU-Klimapaket" (Umweltministerium) unterzeichnete, war völlig klar, dass es sich dabei um einen rein symbolischen Humbug handelte, der eines immer näherrückenden Tages vom grellen Licht der Wirklichkeit als politischer Taschenspielertrick enttarnt werden würde. Nun also ist es soweit, die kommende Bundesregierung nutzt die Gelegenheit, ohnehin gerade keinen Ruf mehr zu verlieren zu haben, und verabschiedet sich schnell mal vom "nicht nur europarechtlich, sondern auch völkerrechtlich verbindlichen Emissionsreduktionsziel" (Umweltministerium).
Angela Merkel hatte noch im Wahlkampf behauptet, Deutschland werde seine "Klimaziele" einhalten. Schon damals kompletter Unsinn, nun denn auch eingestandener.
Mittwoch, 10. Januar 2018
Bundesregierung: Keine Wirtschaftsprognose 2018
![]() |
| Solange die nächste GroKo nicht steht, sind Prognosen über die Zukunft unmöglich. |
Für 2018 wird es keine neue Prognose zur künftigen Wirtschaftsentwicklung geben. Angesichts boomender Börsen und neuer Exportrekorde hatten Berufsverbände und Gewerkschaften kritisiert, dass keine langfristigen Entscheidungen der geschäftsführenden Regierung zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft getroffen werden könnten, weil die bisher letzte Vorhersage der Bundesregierung aus dem Herbst 2017 stammt.
Die amtierende Bundesregierung begründet das mit der Ungewissheit, die über dem liege, was kommen könne. Es gebe zu viele Unklarheiten, die die Zukunft beträfen. So sei "von vielen Faktoren abhängig", wie sich die Zuwanderung nach Deutschland und Europa im laufenden Jahr entwickele. Auch der als entscheidend geltende Ausgang der Sondierungen zu Vorgesprächen und neue Koalitionsverhandlungen zu einer weiteren Großen Koalition sei noch unbekannt. Damit seien die Wirtschaftsweisen nicht in der Lage, eine zutreffende Prognose zu erstellen.
Die Zukunft sei leider eine "Gleichung mit vielen Unbekannten", heißt es im politischen Berlin, so dass sie sich nicht zuverlässig berechnen lasse. Unklar sei etwa, ob Trump doch noch einen Atomkrieg plane und für wann, ob der US-Präsident irre sei oder an Alzheimer leide und wie Putin reagiere.
So lasse sich das weitere Geschehen in den USA, dem Irak und in Griechenland ebenso wenig vorhersehen wie die künftige Entwicklung entlang der russischen Front und an den EU-Außengrenzen in Richtung Mittelmeer. Auch die weitere Entwicklung in der Türkei und gerade im Iran könnten Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen haben.
Jede Annahme über Wachstumsraten stünde deshalb immer auf einer unsicheren Grundlage und eigne sich nicht als zuverlässige Planungsgröße für langfristige Entscheidungen über grundlegende regierungsentscheidungen. Die Prognosen bleiben einfach zu unsicher für konkrete Planungen, wie es im Bundesinnenministerium von Thomas de Maiziére heißt.
Bitte unterstützen Sie die Bundesregierung im Kampf gegen Fake News und teilen Sie diese Warnung!
Die amtierende Bundesregierung begründet das mit der Ungewissheit, die über dem liege, was kommen könne. Es gebe zu viele Unklarheiten, die die Zukunft beträfen. So sei "von vielen Faktoren abhängig", wie sich die Zuwanderung nach Deutschland und Europa im laufenden Jahr entwickele. Auch der als entscheidend geltende Ausgang der Sondierungen zu Vorgesprächen und neue Koalitionsverhandlungen zu einer weiteren Großen Koalition sei noch unbekannt. Damit seien die Wirtschaftsweisen nicht in der Lage, eine zutreffende Prognose zu erstellen.
Die Zukunft sei leider eine "Gleichung mit vielen Unbekannten", heißt es im politischen Berlin, so dass sie sich nicht zuverlässig berechnen lasse. Unklar sei etwa, ob Trump doch noch einen Atomkrieg plane und für wann, ob der US-Präsident irre sei oder an Alzheimer leide und wie Putin reagiere.
So lasse sich das weitere Geschehen in den USA, dem Irak und in Griechenland ebenso wenig vorhersehen wie die künftige Entwicklung entlang der russischen Front und an den EU-Außengrenzen in Richtung Mittelmeer. Auch die weitere Entwicklung in der Türkei und gerade im Iran könnten Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen haben.
Jede Annahme über Wachstumsraten stünde deshalb immer auf einer unsicheren Grundlage und eigne sich nicht als zuverlässige Planungsgröße für langfristige Entscheidungen über grundlegende regierungsentscheidungen. Die Prognosen bleiben einfach zu unsicher für konkrete Planungen, wie es im Bundesinnenministerium von Thomas de Maiziére heißt.
Bitte unterstützen Sie die Bundesregierung im Kampf gegen Fake News und teilen Sie diese Warnung!
Kika-Love-Story: Schau nun auch mal in Aishes und Kevins Welt!
Der erste Teil war vor allem in den sozialen Netzwerken ein großer Erfolg, jetzt legt der Erfurter Kinderkanal (Kika) mit der nächsten Folge seiner Doku-Reihe "In meiner Welt" nach. Dabei besucht das Filmteam ein weiteres interkulturelles Paar: Kevin (20) ist der Sohn eines Wiesbadener Supermarktbesitzers und seit drei Jahren verliebt in Aishe (16), die Tochter eines Kfz-Schlossers aus Damaskus.
Aishe (16 Jahre alt) und Kevin (19 Jahre alt)* sind seit 17 Monaten ein Paar. Aishe wurde in Syrien geboren und ist als Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Kevins Familie lebt schon länger hier, seine Vorfahren kamen einst aus Frankreich, wo die damalige Regierung Protestanten jagte und aus dem Land vertrieb.
Es ist eine Liebesgeschichte, in der viele kulturelle Verschwiegenheiten ausgeglichen werden müssen. Ist die Liebe der beiden stark genug, um diese Probleme zu überwinden?
Im Jahr 2015 kam Aishe (15) nach Deutschland, da in ihrem Heimatland Syrien Krieg herrscht. Ihre Heimatstadt Aleppo wurde zerstört. Auch das Haus der Familie ist nicht mehr bewohnbar. Ständig musste die Familie Angst vor Terror haben. Die Familie hat sich auf die lange Reise nach Deutschland gemacht, um ein besseres Leben zu beginnen.
Zuerst lebte Aishe (16) in Fulda in einem Flüchtlingsheim. Ihr Vater Ali (62), der daheim eine Autowerkstatt besaß, lebte auch in Fulda, denn er war zusammen mit Aishe (17) und ihrem größeren Bruder Diaa (22) nach Deutschland gekommen. Aishes Mutter, der kleinere Bruder und die kleinere Schwester mussten noch in Griechenland darauf warten, dass sie nach Deutschland kommen dürfen.
Kevins Vaters engagierte sich von Anfang an für Flüchtende. Als Besitzer eines kleinen Supermarktes spendete er Essen und warme Kleidung, später nahm er Aishe mit zu seiner Familie nach Hause, damit am Computer mit ihrer Mutter skypen konnte. So lernte Kevin (18) die hübsche Syrerin kennen. Oft begleitete er sie in den Wochen nach ihrer ersten Begegnung abends zurück ins Flüchtlingsheim. Bald half er in seiner Freizeit dann auch Geflüchteten beim Deutschlernen.
Kevin (21) kennt sich da gut aus, denn wenn er keine Zeit mit Aishe verbringt, macht er gern Poetry Slam oder beschäftigt sich mit seinem Hund und Computerspielen. Die Texte, die er heute immer wieder gern beim Poetry Slam vorträgt, handeln oft von der Beziehung zu Aishe, die nicht nur etwas jünger ist als er, sondern auch in einem anderen Land aufwuchs.
Die beiden haben viele unterschiedliche Ansichten, was das Leben betrifft, da sie mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind. Es passiert häufiger, dass Kompromisse für Ansichten gefunden werden müssen und sie sich dadurch auch streiten: Kevin (16) möchte ins Freibad, Aishe (14) lieber nicht, da muss eine Lösung gefunden werden. Auch wenn Kevin (18) mal ein Bier trinken wollte, war das lange ein Problem, weil Küssen danach kaum noch möglich ist. „Meine Religion verbot es mir“, sagt Aishe (20).
„Ich habe das Problem mit ihm, dass ich oft in eine Richtung gelenkt werde, in die ich gar nicht kommen möchte", sagt Aishe (13). Sie solle jetzt kurze Sachen anziehen, "immer nur kurze Sachen", in denen sie sich "kulturell unwohl" fühle. In der Praxis heiße das, Kleider dürfen nur höchstens bis zum Knie gehen. "Das war's - nicht länger.“ Kevin (15) finde das sexy und er sei stolz, sie seinen Freunden so zu zeigen.
Aber die arabische Kultur und die muslimische Religion gibt eben andere Regeln vor als die deutsche Tradition und der christliche Glauben. Aishe und Kevin, die inzwischen seit 18 Monaten fest zusammen sind, müssen sich deshalb bei vielen Traditionen entgegen kommen, sodass sie eine gemeinsame Lösung finden, mit der sie beide einverstanden sind. So hat Aishe (17) das Kopftuch abgenommen, sie isst jetzt auch Schweinfleisch und manchmal, wenn Kevin (14) mit seinen deutschen Kumpels, die zumeist Christen oder Atheisten sind, in der Kneipe ein paar Gläser trinkt, bestellt sie sich schon mal auch ein Weinchen dazu.
Das Paar ist überzeugt, dass sie das gemeinsam schaffen werden!

Aishe (16 Jahre alt) und Kevin (19 Jahre alt)* sind seit 17 Monaten ein Paar. Aishe wurde in Syrien geboren und ist als Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Kevins Familie lebt schon länger hier, seine Vorfahren kamen einst aus Frankreich, wo die damalige Regierung Protestanten jagte und aus dem Land vertrieb.
Es ist eine Liebesgeschichte, in der viele kulturelle Verschwiegenheiten ausgeglichen werden müssen. Ist die Liebe der beiden stark genug, um diese Probleme zu überwinden?
Im Jahr 2015 kam Aishe (15) nach Deutschland, da in ihrem Heimatland Syrien Krieg herrscht. Ihre Heimatstadt Aleppo wurde zerstört. Auch das Haus der Familie ist nicht mehr bewohnbar. Ständig musste die Familie Angst vor Terror haben. Die Familie hat sich auf die lange Reise nach Deutschland gemacht, um ein besseres Leben zu beginnen.
Zuerst lebte Aishe (16) in Fulda in einem Flüchtlingsheim. Ihr Vater Ali (62), der daheim eine Autowerkstatt besaß, lebte auch in Fulda, denn er war zusammen mit Aishe (17) und ihrem größeren Bruder Diaa (22) nach Deutschland gekommen. Aishes Mutter, der kleinere Bruder und die kleinere Schwester mussten noch in Griechenland darauf warten, dass sie nach Deutschland kommen dürfen.
Die Liebesgeschichte
Kevins Vaters engagierte sich von Anfang an für Flüchtende. Als Besitzer eines kleinen Supermarktes spendete er Essen und warme Kleidung, später nahm er Aishe mit zu seiner Familie nach Hause, damit am Computer mit ihrer Mutter skypen konnte. So lernte Kevin (18) die hübsche Syrerin kennen. Oft begleitete er sie in den Wochen nach ihrer ersten Begegnung abends zurück ins Flüchtlingsheim. Bald half er in seiner Freizeit dann auch Geflüchteten beim Deutschlernen.
Kevin (21) kennt sich da gut aus, denn wenn er keine Zeit mit Aishe verbringt, macht er gern Poetry Slam oder beschäftigt sich mit seinem Hund und Computerspielen. Die Texte, die er heute immer wieder gern beim Poetry Slam vorträgt, handeln oft von der Beziehung zu Aishe, die nicht nur etwas jünger ist als er, sondern auch in einem anderen Land aufwuchs.
Die beiden haben viele unterschiedliche Ansichten, was das Leben betrifft, da sie mit unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen sind. Es passiert häufiger, dass Kompromisse für Ansichten gefunden werden müssen und sie sich dadurch auch streiten: Kevin (16) möchte ins Freibad, Aishe (14) lieber nicht, da muss eine Lösung gefunden werden. Auch wenn Kevin (18) mal ein Bier trinken wollte, war das lange ein Problem, weil Küssen danach kaum noch möglich ist. „Meine Religion verbot es mir“, sagt Aishe (20).
Immer nur kurze Sachen
„Ich habe das Problem mit ihm, dass ich oft in eine Richtung gelenkt werde, in die ich gar nicht kommen möchte", sagt Aishe (13). Sie solle jetzt kurze Sachen anziehen, "immer nur kurze Sachen", in denen sie sich "kulturell unwohl" fühle. In der Praxis heiße das, Kleider dürfen nur höchstens bis zum Knie gehen. "Das war's - nicht länger.“ Kevin (15) finde das sexy und er sei stolz, sie seinen Freunden so zu zeigen.
Aber die arabische Kultur und die muslimische Religion gibt eben andere Regeln vor als die deutsche Tradition und der christliche Glauben. Aishe und Kevin, die inzwischen seit 18 Monaten fest zusammen sind, müssen sich deshalb bei vielen Traditionen entgegen kommen, sodass sie eine gemeinsame Lösung finden, mit der sie beide einverstanden sind. So hat Aishe (17) das Kopftuch abgenommen, sie isst jetzt auch Schweinfleisch und manchmal, wenn Kevin (14) mit seinen deutschen Kumpels, die zumeist Christen oder Atheisten sind, in der Kneipe ein paar Gläser trinkt, bestellt sie sich schon mal auch ein Weinchen dazu.
Das Paar ist überzeugt, dass sie das gemeinsam schaffen werden!
Abonnieren
Posts (Atom)


















