Gut, dass sich die Gesellschaft trotz zunehmender Armut noch solche mutigen "Anregungen zum antidiskriminierenden Sprachhandeln" leistet, wie die AG Feministisch Sprachhandeln des Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität jetzt nach jahrelangen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten anbietet!
Erstmals werden in dem Leitfaden für die Genderation X ausgehend vom generischen Unterstrich zehn wirkungsvolle Sprachwandelformen erarbeitet, mit denen sich Menschen geschlechterspezifisch ansprechen lassen können, ohne dass der Ansprechende noch verstehen muss, mit wem er redet. Von der X-Form, die etwa im Falle von "Studierenden", den früheren "Studenten" nun porentief geschlechtesneutral von "Studierx" spricht, bis zur A-Form, die dasselbe mit Hilfe eines versöhnenden End-As leistet, werden zehn Möglichkeiten angeboten, unter dem Titel “Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_ortungen statt Tatenlosigkeit!” mitzumachen beim Sprachmatschen, das antidiskriminierend dahingehend wirkt, dass sein Restsinngehalt gleichermaßen von niemandem zu begreifen ist.
Eine kleine Broschüre für die Gendergerechtigkeit, ein großer Schritt für die Dummheit. "Sprache ist kein bloßes Kommunikationsmittel, das auf neutrale Weise Informationen transportiert", mahnen die Verfasser, "Sprache ist immer eine konkrete Handlung". Sprache als Handlung, ähnlich wie Denken. Genderistisch gesehen verhält sich Sprache wie ein Fuß, der auch eine konkrete Handlung ist, ebenso wie ein Ohr, ein Geruch oder eine Nachspeise. "In der Aufforderung‚ alle lesen bitte diesen Text zum nächsten Mal‘ ist beispielsweise vorausgesetzt, dass ‚alle‘ lesen können", prangern die Verfasser an. Da das zuweilen nicht der Fall sein muss, komme es nun darauf an, die NichtlesenkönnendX , die hier aufgrund ihrer Sonderbegabung des Nichtlesenkönnens diskriminiert werden, einzuschließen, indem sie sprachlich sonderbehandelt werden.
"Sprachhandlungen orientieren sich vielfach an den Maßstäben, die in der Gesellschaft als ‚normal’ gelten, und verstärken diese Normen dadurch, dass sie gerade nicht benannt werden müssen", erklären die Sprachweiterentwicklerx. So sei zum Beispiel eine "momentan häufig unbenannte Norm in Bezug auf Menschen, männlich, → weiß, umfassend nicht-beHindert (→ ableisiert) zu sein sowie heterosexuell, → nicht-migratisiert, → cis-gegendert und Mittelklasseprivilegien zu haben". Da auf diese "implizite Weise gesellschaftliche → Machtverhältnisse umso machtvoller re_produziert, normalisiert und bestätigt" werden, müsse künftig in jedem Satz mindestens vierundneunzigmal das Zeichen "→" untergebracht werden.
Das bedeute gleichzeitig: "Auch wenn ich schweige, handle ich". Auch wenn ix spreche, bin ix stumm. Auch wenn ix nix sage, ist das strukturell ungerecht denen gegenüber, die noch nicht aufgegessen haben. Auch wenn ich ein X an alles anhänge und "nicht aktiv zuhöre, auch dem Schweigen Anderer nicht", diskriminiere ich die, die nicht mitschweigen können oder wollen oder dürfen. Ein erster Schritt, heißt es in dem mit Bundesmitteln geförderten SprachführX, ist dann getan, "wenn allex lachen und ich mitlache, wenn ich mein Unwohlsein mit sprachlichen Interaktionen runterschlucke, wenn ich verdränge und nicht wahrhaben will".
Erstmals werden in dem Leitfaden für die Genderation X ausgehend vom generischen Unterstrich zehn wirkungsvolle Sprachwandelformen erarbeitet, mit denen sich Menschen geschlechterspezifisch ansprechen lassen können, ohne dass der Ansprechende noch verstehen muss, mit wem er redet. Von der X-Form, die etwa im Falle von "Studierenden", den früheren "Studenten" nun porentief geschlechtesneutral von "Studierx" spricht, bis zur A-Form, die dasselbe mit Hilfe eines versöhnenden End-As leistet, werden zehn Möglichkeiten angeboten, unter dem Titel “Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_ortungen statt Tatenlosigkeit!” mitzumachen beim Sprachmatschen, das antidiskriminierend dahingehend wirkt, dass sein Restsinngehalt gleichermaßen von niemandem zu begreifen ist.
Eine kleine Broschüre für die Gendergerechtigkeit, ein großer Schritt für die Dummheit. "Sprache ist kein bloßes Kommunikationsmittel, das auf neutrale Weise Informationen transportiert", mahnen die Verfasser, "Sprache ist immer eine konkrete Handlung". Sprache als Handlung, ähnlich wie Denken. Genderistisch gesehen verhält sich Sprache wie ein Fuß, der auch eine konkrete Handlung ist, ebenso wie ein Ohr, ein Geruch oder eine Nachspeise. "In der Aufforderung‚ alle lesen bitte diesen Text zum nächsten Mal‘ ist beispielsweise vorausgesetzt, dass ‚alle‘ lesen können", prangern die Verfasser an. Da das zuweilen nicht der Fall sein muss, komme es nun darauf an, die NichtlesenkönnendX , die hier aufgrund ihrer Sonderbegabung des Nichtlesenkönnens diskriminiert werden, einzuschließen, indem sie sprachlich sonderbehandelt werden.
"Sprachhandlungen orientieren sich vielfach an den Maßstäben, die in der Gesellschaft als ‚normal’ gelten, und verstärken diese Normen dadurch, dass sie gerade nicht benannt werden müssen", erklären die Sprachweiterentwicklerx. So sei zum Beispiel eine "momentan häufig unbenannte Norm in Bezug auf Menschen, männlich, → weiß, umfassend nicht-beHindert (→ ableisiert) zu sein sowie heterosexuell, → nicht-migratisiert, → cis-gegendert und Mittelklasseprivilegien zu haben". Da auf diese "implizite Weise gesellschaftliche → Machtverhältnisse umso machtvoller re_produziert, normalisiert und bestätigt" werden, müsse künftig in jedem Satz mindestens vierundneunzigmal das Zeichen "→" untergebracht werden.
Das bedeute gleichzeitig: "Auch wenn ich schweige, handle ich". Auch wenn ix spreche, bin ix stumm. Auch wenn ix nix sage, ist das strukturell ungerecht denen gegenüber, die noch nicht aufgegessen haben. Auch wenn ich ein X an alles anhänge und "nicht aktiv zuhöre, auch dem Schweigen Anderer nicht", diskriminiere ich die, die nicht mitschweigen können oder wollen oder dürfen. Ein erster Schritt, heißt es in dem mit Bundesmitteln geförderten SprachführX, ist dann getan, "wenn allex lachen und ich mitlache, wenn ich mein Unwohlsein mit sprachlichen Interaktionen runterschlucke, wenn ich verdränge und nicht wahrhaben will".

















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