Google+ PPQ: August 2007

Freitag, 31. August 2007

Auch nicht schlecht

Your results:
You are Iron Man

























Iron Man
95%
Catwoman
75%
Hulk
75%
Spider-Man
70%
Robin
65%
Green Lantern
65%
Superman
60%
The Flash
55%
Wonder Woman
50%
Batman
45%
Supergirl
35%
Inventor. Businessman. Genius.


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Donnerstag, 30. August 2007

Frau Schmidt hält Schritt

Seit Mai 2005 wirbt das Bundesgesundheitsministerium für die Kampagne "Bewegung und Gesundheit - Jeden Tag 3.000 Schritte extra", in der Sommerpause hält auch Ministerin Ulla Schmidt, die Mutter der genial verhauenen Gesundheitsreform, Schritt und tingelt durch die Lande, um Menschen dazu zu überreden, etwas mehr zu Fuß zu gehen. Mit bloßem Überreden ist es natürlich nicht getan, es wird auch bestochen, denn die Staatskasse ist bekanntermaßen knallvoll: Mehr als 400.000 Schrittzähler sind im Zuge der Aktion an Teilnehmer und gerade vorüberspazierende Schaulustige verschenkt worden - in Halle zum Beispiel machten 300 vorwiegend Ältere die Kurzwanderung mit Schmidt mit, 2.000 Schrittzähler wurden verteilt. Finanziert wird das zweifelhafte Unternehmen - schließlich braucht, wer 3.000 Schritt hinter Ulla Schmidt hertappert, keinen Schrittzähler, wenn die Ministerin einen hat - aus Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit des Bundesgesundheitsministeriums. Zwei Millionen sind bisher ausgegeben worden, die HZ informiert heute, ohne eine Quelle zu nennen, auch über den "Herstellungspreis" der Geräte von "rund 3,50 Euro". Im Laden sind die Teile für 5,99 zu haben - hier ist leider vergessen worden, zu erwähnen, welch großherziger Produzent sich bereit gefunden hat, zugunsten der Volksgesundheit auf jeden Gewinn zu verzichten.

Deutsche Reflexzonenmassage

Ja, ich weiß, das haben wir alle auch schon so ähnlich gesagt. aber wir reden auch nicht im deutschlandradio.

Jetzt reicht es aber wirklich!

die amis wüten in den besetzten gebieten immer schlimmer. erschütternde bilder wie obiges werden zum hohn auch noch ins netz gestellt. wer gebietet diesem treiben endlich einhalt?

Mittwoch, 29. August 2007

Bin wieder beruhigt

"mit gelegentlichen nachtfrösten ist zu rechnen", säuselte mir heute morgen eine nette radiostimme ins ohr. hä, nachtfröste? am 29. august? die welt ist aus den fugen, jetzt ist es amtlich, dachte ich, nix mehr dran zu rütteln. zum glück habe ich dann doch vergessen, unseren apokalypse-counter vorzustellen. denn der wetterdienst meteomedia konnte mich einige stunden später beruhigen. der sommer - war bisher zu warm. uff, zum glück, die statistiker haben mir nicht nur den tag gerettet. wenn mir jetzt noch jemand das hier erklären könnte?

Schon wieder eine Frage

wieso führen eigentlich google-abfragen wie "mccafe in stade", "betäubt dann ausgeraubt" oder "scheide einreiten" direkt zu ppq?

Drittes Reich zählt achtfach

Gute Nachrichten für die Fußball-Klubs ind Dresden und Düsseldorf. Die beiden Regionalligisten Dynamo Dresden und Fortuna Düsseldorf dürfen künftig endlich auch mit einem Meisterstern auf ihren Trikots spielen. Dresden hat sich die Stickerei mit acht DDR-Meisterschaften der von der Platschquatsch-Agentur selbstverständlich besinnungslos als "1. FC Dynamo" bezeichneten SG Dynamo zwischen 1953 und 1990 verdient, Fortuna Düsseldorf reicht der eine Titel von 1933. Danke, DFB!

Schaumbad am Strand


Ein Menetekel, ein Weckruf der Natur, ein Klageschrei der gequälten Erde? Im Norden von Sydney zeigte sich jetzt ein ganzer Küstenstreifen eingeschäumt wie eine Cappuchino-Tasse. Die Schaumschicht bedeckte den gesamten Strand, reichte bis zu den ersten Häusern. Dabei entstand die schaumige Welle nach Augenzeugenberichten innerhalb von wenigen Minuten. Eine Gruppe von Surfern wartete zum Beispiel auf eine Welle und war im nächsten Augenblickvon einer gigantischen Badeschaumschicht überzogen. Der Schaum sei allerdings so leicht gewesen, dass er sich problemlos wegblasen ließ.

Das Phänomen, das zuletzt vor mehr als 30 Jahren beobachtet worden war, erstreckte sich über eine Tiefe von 30 Meilen in den Ozean hinein. Wissenschaftler erklären den Vorgang damit, dass chemische Verunreinigen im Meer wie Salz, Chemikalien, verendete Fische und Ausscheidungen von Seegras durch bestimmte Wetterereignisse umgerührt werden können, bis sie Blasen schlagen wie ein Milchshake. Diese Blasen schichteten sich aufeinander und erreichten so ein beachtliches Ausmaß. "Das ist derselbe Effekt, als würdest Du ein Glas Milch in einen Shaker packen", beschreibt ein Experte in der "Daily Mail". Je kräftiger der Strudel, umso mehr Schaum entstehe und umso weißer sei er.

Als böses Zeichen wollte der 12-jährige Tom Woods, der zum Surfen an den Strand gekommen war, und plötzlich in einem Gebirge aus Badewannenschaum stand, die weißen Berge denn auch nicht sehen, wie die "Daily Mail" recht gefühllos berichtet. Es sei ziemlich cool gewesen und sehr seltsam, wie Wolken aus Luft, die man kaum fühlen könne, habe er geschwärmt.

Zehnmal ist kein Mal

Der Präsident der Bundestrojaner-Zentralstelle (BKA), Jörg Ziercke, hat die Debatte über die umstrittenen Online-Durchsuchungen privater Computer als «Angstmacher-Diskussion, die zu Verunsicherung führen soll» bezeichnet. Einen Grund dafür sieht der Behördenchef nicht, denn es gehe «schlicht und einfach um fünf bis maximal zehn solcher Maßnahmen im Jahr», wie Ziercke dem «Stern» verriet. Zehnmal aber ist kein Mal, umgerechnet muss so ja jeder Deutsche etwa acht Millionen jahre warten, bis er online durchsucht wird. Es gibt also gar keinen Grund zu irgendwelcher Aufregung, zumal das Bundesinnenministerium Online-Durchsuchungen mit Hilfe gefälschter Behörden-E-Mails durchführen will, die zwar von der Behörde kommen, aber von der falschen. In der Post solle sich Schnüffelsoftware verstecken, die beim Öffnen der Mail auf dem Rechner installiert werde.
«Das Versenden von E-Mails unter dem Namen einer anderen Behörde» könne «in begründeten Ausnahmefällen» zum Einsatz kommen. Das Justizministerium habe allerdings gewarnt, dass die Nutzung von manipulierten Behörden-Mails «generell das Vertrauen in Mails von staatlichen Stellen beeinflussen könnte». Zu bezweifeln ist das, weil Behörden bekanntermaßen niemals E-Mails verschicken, sondern sich auf traditionelle Wege wie die gelbe Post verlassen. Mails die behaupten, vom Finanzamt zu kommen, dürften heute schon bei allen Empfängern mit einem Klick im Papierkorb verschwinden.

Ziercke gibt denn auch zu, dass der Aufwand für eine einzige Online-Durchsuchung beträchtlich ist. Für Linux-User und Apple-Fans braucht die Behörde einen anderen Virus als für Microsoft-Nutzer, wer aber was benutzt, muss irgendwie vorher auskundschaftet werden, ehe «wir jeweils eine eigene Software entwickeln». BKA-Beamte müssten also erstmal nachschauen und dann noch mal zurückkommen. Auf die Frage, wie diese Software auf den Computer eines Verdächtigen geladen werden solle, ob man etwa heimlich in Wohnungen eindringen oder Vertrauenspersonen finden müsse, die Zugang haben, beruhigte Ziercke die in der Angstmacher-Diskussion aufgekommene Verunsicherung, dass manche Bürger vielleicht gar keinen Trojaner abbekommen könnten: «Da gibt es viele Möglichkeiten.»

Wer hats gesagt?

"Wir sind Sozialisten und Feinde, Todfeinde des derzeitigen kapitalistischen Wirtschaftssystems mit seiner Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen, mit seinen ungerechten Löhnen, mit seiner unmoralischen Bewertung von Personen nach Wohlstand und Geld anstatt nach Verantwortung und Leistung, und wir sind entschlossen, dieses System unter allen Umständen abzuschaffen!"

Dienstag, 28. August 2007

Unsere Gäste

nachfolgend ein überblick über die herkunft unserer besucher in der letzten zeit. der erste wert gibt die zahl der gäste aus dem entsprechenden land an, der zweite wert den prozentualen anteil am gesamt-aufkommen. die meisten klicks dürfte uns heute herr vilk eingebracht haben :-)


GERMANY 535 77.09

CZECH REPUBLIC 27 3.9

CANADA 21 3.03

UNITED STATES 20 2.89

SWITZERLAND 15 2.17

AUSTRIA 13 1.88

UNITED KINGDOM 12 1.73

POLAND 10 1.45

JAPAN 7 1.01

ITALY 6 0.87

DENMARK 4 0.58

SPAIN 3 0.44

NETHERLANDS 3 0.44

ISRAEL 2 0.29

GREECE 1 0.15

SLOVAKIA 1 0.15

INDIA 1 0.15

ALBANIA 1 0.15

UKRAINE 1 0.15

TAIWAN 1 0.15

ROMANIA 1 0.15

HUNGARY 1 0.15

PHILIPPINES 1 0.15

HONG KONG 1 0.15

PAKISTAN 1 0.15

MALDIVES 1 0.15

BULGARIA 1 0.15

CROATIA 1 0.15

RUSSIAN FEDERATION 1 0.15

FINLAND 1 0.15

Fördermittel für Scientology

Was war das für ein Gejammer, als der bekennende Scientologe Tom Cruise den Wehrmachts-Grafen Stauffenberg spielen wollte! Ein Vertreter einer totalitären Idee wie er, so tönte es aus allen Politikerstuben, dürfe niemals an der Stätte drehen, an der Hitlers Nazi den aufständischen Nazi-Adligen hinrichteten.

Ein Entweihung des Ortes sah der amtierende Verteidigungsminister, der sozialdemokratische Gewölle-Bart Wolfgang Thierse und Berlins OB Wowereit mochten auch nicht akzeptieren, das der Anhänger einer in seinem Heimatland durchaus akzeptierten Religionsgemeinschaft den versuch unternimmt, im Kino eine Person zu verkörpern, die antisemitische Briefe schrieb, für Hitler schwärmte, so lange der Krieg gut lief und Deutschlands Zukunft nach dem II. Weltkrieg am liebsten vom alten Landadel bestimmt gesehen hätte.

Aber jetzt ist alles anders, Deutschland bekennt sich zu Tom Cruise und schüttet den Scientology-Film mit Fördermitteln zu, dass es nur so kracht. Knapp fünf Millionen Euro bewilligte der Deutsche Filmförderfonds (DFFF), der von der Bundesregierung finanziert und von der Filmförderungsanstalt (FFA) verwaltet wird. Das sind nahezu zehn Prozent des diesjährigen Gesamtbudget von 60 Millionen Euro und mehr, als die meisten deutschen Filme bekommen. Damit können die Produzenten den Bendlerblock, in dem nicht gedreht werden durfte, prima auf der grünen Wiese nachbauen.

Zwei Wochen bis zum Google-Phone


Neues vom Google-Phone, dem Telefon, mit dem sich der wankende Internet-Gigant vor dem Untergang retten will. Gerüchten zufolge soll das vieldiskutierte, aber bislang wenig wirkliche Gerät bereits Ende September zu haben sein. Das zumindest glaubt Mark "Rizzn" Hopkins, der in senem Blog rizzn.com behauptet, Einzelheiten zur Google-Telefonie-Strategie erfahren zu haben.

Eine Quelle direkt bei Google habe ihm verraten, dass das Google-Phone mit einem modifizierten Linuxkernel und eingebautem GPS kommen werde. Das Navigationssystem solle, das zu behaupten ist allerdings wenig Raterei nötig, auf der Basis von Google Maps laufen. Auch werde das GP eine Reihe von anderen Google-Anmwendungen wie Gmail, Kalender and Docs fest integriert haben. Rizzn's Informant behauptet, dass Google das Gerät in zwei Wochen offiziell vorstellen werde. Eine Version für die USA soll dann noch vor Jahresende erhältlich sein.

Ein Konkurrent für Apples iPhone aber wird Google's Mobile nicht. "Es versucht weniger, dass iPhone anzugreifen, sondern viel mehr, besser zu sein als das 100-Dollar-Laptop. Wahrscheinlich werde Google die Handys sehr billig anbbieten unbd versuchen, Gewinne mit der Nutzung der Anwendungen zu generieren. Deshalb setze das Unternehmen auf günstige Open-Source-Software.

Virus aus der Landesregierung

Die Staatskanzlei der Landesregierung in Magdeburg selbst schickt heute einen ersten Landestrojaner aus, zumindest wenn dem von PPQ verwendeten Virenschutzprogramm zu trauen ist. Das schlug beim Eintreffen einer Mail des Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer, mit dem wir bekanntermaßen auf gutem Fuß stehen, so dass normalerweise alle seine Vorschläge, Hinweise und Kritiken sofort hereingelassen werden, heute plötzlich geradezu enervierend Alarm.

"Der ursprüngliche Dateianhang "Ministerpr%E4sid.jpg" ist in der Liste unerwünschter Dateianhänge und wurde durch diese Warnmeldung ersetzt", hieß es. Der Virenscanner habe in der betreffenden Datei Hinweise darauf gefunden, dass sie eine Attacke auf unser System versuchen werde - getarnt unter der Überschrift "Ministerpräsident Böhmer besucht die neue Behindertenwerkstatt des Augustinuswerkes e.V.in Wittenberg".

Neue Runde im Karikaturenstreit

In den iranischen Fahnenfabriken müssen dieser Tage wieder Sonderschichten gefahren werden. Schließlich hat sich der schwedische Karikaturist Lars Vilk erdreistet, in einer schwedischen Lokalzeitung, die in Teheran viel gelesen wird, eine Karikatur des Propheten Mohammed als Hund zu veröffentlichen. Für die Augen Ungläubiger sieht das Bildchen vielleicht einfach nur hingekritzelt aus, der als sensibel bekannte Iraner aber, zuletzt in den Schlagzeilen, weil öffentliche Hinrichtungen im Gottesstaat boomen wie nie, muss sofort weinen. Und eine Protestnote an die schwedische Regierung absetzen. Als nächstes kommen jetzt natürlich die Fahnen- und Strohpuppenverbrennungen dran, dabei werden wie immer zahlreiche Gläubige dran glauben müssen. Woran kein anderer als der Kritzelkarikaturist Vilk schuld ist.

Wir distanzieren uns von allen Angriffen und verweisen unsere Leser in Japan auf viel skandalösere Bilder, über die sich hier empört werden darf.

Bundestrojaner soll nur nach Bomben suchen

Netzpolitik.org hat Anworten des Bundesinnenministeriums zum Thema Online-Durchsungen veröffentlicht. Danach ist die verharmlosend "Remote Forensic Software (RFS)" genannte Software, die als Bundestrojaner traurige Berühmtheit erlangt hat, "aufgrund des gegenwärtig verfügten Entwicklungsstopps noch nicht fertig gestellt". Alle Spionage-Software auf deutschen Rechner stammt also dann doch noch aus China. Ob sich das deutsche Online-Spitzel-Vorhaben technisch überhaupt wird realisieren lassen, steht auch noch nicht fest. Sicher ist die Schäuble-Truppe aber, dass das Spitzelvirus keine "'Spionage-Software', sondern um ein technisches Mittel zur Datenerhebung" darstellt. Das Bundeskriminalamt habe beim verdeckten Zugriff auf das informationstechnische System "kein Interesse an der Kenntnisnahme etwa von Krankheitsberichten, Tagebüchern oder Liebesbriefen". Vielmehr solle nur nach dateien mit bestimmten Datenendungen gesucht werden - wir vermuten, es handelt sich um Daten im bekannten Al-Kaida-Format .bomb, Lieder und selbstkomponierte Märsche von Bin Laden im .mpi-Musikformat und Ordner, die mit dem berüchtigten Taliban-Schlüssel .peng komprimiert wurden.

Montag, 27. August 2007

Aktuelle Google-Abfragen, die zu PPQ führten

google :botschaften pearl ja... 1 5.88%

google :afganistan 1 5.88%

google :handlungsanweisung 1 5.88%

google :zeitungsspiele 1 5.88%

google :laternenfest ochsenk... 1 5.88%

google :alkohol in deutschla... 1 5.88%

google :clown rebel army got... 1 5.88%

google :lemmy motã¶rhead naz... 1 5.88%

google :co2 gewicht diesel 1 5.88%

google :wieviel wiegt ein li... 1 5.88%

google :adidas in der global... 1 5.88%

google :israel sexv 1 5.88%

google :thor steinar magdebu... 1 5.88%

google :kreist 1 5.88%

google :heather oh deutsche ... 1 5.88%

google :post aus bagdad 1 5.88%

google :laternenfest kã¼mmer... 1 5.88%

Das Morgen schon im Heute

Es gibt Lieder, bei denen passen Musik und Text nicht zusammen. Es gibt Bilder, an denen stimmt irgendetwas nicht. Und es gibt Meldungen, die es schaffen, durch die Mitteilung von vermeintlichen Tatsachen Nichtwissen herzustellen. Vor zwei Wochen erst kabelten die Verfasser der Studie "KidsVerbraucherAnalyse" zur Taschengeldversorgung der deutschen Kinder eine Summe von 1,5 Milliarden Euro in die Republik, die Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 13 Jahren hierzulande angeblich jährlich zur freien Verfügung haben. Im Schnitt bekommen Sechs- bis Neunjährige danach die - offenbar sehr exakt ermittelbare - Summe von 14,44 Euro Taschengeld im Monat. Das seien, sind die Verfasser sicher, sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr, PPQ übersetzt: 86 Cent. Zehn- bis 13-Jährige können monatlich im Durchschnitt knapp 30 Euro ausgeben, neun Prozent mehr als im Vorjahr - die Taschengelder steigen damit deutlich schneller als die Löhne.

Dennoch beklagt der Kinderschutzbund, der aus Erwachsenen besteht, die kein Taschengeld mehr bekommen, jetzt, "dass die Zahl der Jungen und Mädchen in Armut trotz der guten Konjunktur im Vergleich zum Vorjahr um 100.000 gestiegen sei." Die Daten, aus denen die wackeren Kinderschützer dies herauslesen, stammen, natürlich, aus einer Studie. Der zufolge leben 2,6 Millionen Kinder in Deutschland bis zum Alter von 18 Jahren von 208 Euro monatlich, Taschengeld eingerechnet. Diese Zahl, sagen die Kinderschützer, erhöhe sich auf etwa fünf Millionen Kinder, wenn man die Familien dazuzähle, die nur knapp oberhalb der Hartz-IV-Grenze leben - was nicht weiter verblüfft. Sie würde sich ganz offensichtlich auch nochmal beträchtlich erhöhen, wenn man das "knapp" wegließe. Oder Taschengeldsperren aus disziplinarischen Gründen berücksichtigte.

Das eigentlich Schlimme aber verdeutlicht eine dritte Meldung, die eben hereinflatterte, wie man einst sagte. Denn trotz Armut und steigendem Taschengeld ist die Lebenserwartung in Deutschland heute höher als jemals zuvor. Als Kind ist man also nicht nur einem höheren Armutsrisiko ausgesetzt, sondern läuft auch Gefahr, länger arm zu bleiben. Als Gründe gelten der medizinische Fortschritt, aber auch bessere Ernährung, Hygiene und Arbeitsumstände, blabla.

Die ältesten Angaben über die Lebenserwartung, die dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden vorliegen, datieren rund 130 Jahre zurück. Damals betrug die Lebenserwartung für einen neugeborenen Jungen gerade mal 35,5 Jahre, ein Mädchen konnte statistisch 38,4 Jahre alt werden. Heute liegen die Zahlen mehr als doppelt so hoch.

Im internationalen Vergleich nehme Deutschland damit aber keine Spitzenstellung ein, klagen die Statistiker, was für die verarmten Kinder wahrscheinlich auch wieder nicht gut ist. Japan zum Beispiel liegt alterstechnisch gesehen weit vor Deutschland. Dort haben Statistiker jetzt schon ausgerechnet, dass im Jahr 2003 neugeborene Jungen 77,6 und Mädchen 84,3 Jahre alt werden werden, können bzw. geworden sein werden, wenn es soweit ist. Wie viel Taschengeld ein 77-jähriger neugeborener Junge im Japan des Jahres 2100 erhalten kann und ob er damit dann noch als arm zu gelten hat, wurde nicht mitgeteilt.

Sonntag, 26. August 2007

Schwindliger Schwindel

dass die abgabe von preiswertem, ja billigem alkohol in deutschland unter dem generalverdacht steht, die gesellschaftliche moral zu untergraben, ist bekannt. kaum lässt ein kneiper das bier in strömen fließen, finden sich gesundheitsapostel, die reflexhaft nach dem verbot so genannter flatrate-parties schreien. dabei geht es noch viel schlimmer. denn umtriebige schausteller haben das modell, wie gerade in halle geschehen, adaptiert. frei nach dem motto "immer im kreis rum, bis der arzt kommt" bieten sie karussel-fahrten zu dumping-preisen an. doch glücklicherweise wird es nur eine frage der zeit sein, bis der bundeskarusselbeauftragte seine stimme gegen das unheilige treiben erhebt. der jugend könnte ja schwindlig werden, und die folgen dessen dürften bekannt sein: brechreiz, halluzinationen, nahtod-erfahrungen. doch gerade im aktuellen konjunkturellen aufschwung braucht man vor allem eins: einen klaren kopf. und wenn überhaupt, soll man sich den in der bundesrepublik teuer wegschießen, nicht billig.

Landesregierungen ignorieren Ladenschlußgesetz

Der kleine Tante Emma-Laden darf sonntags nicht für sieben Euro Buttermilch verkaufen, der innige Trendshop nicht für 100 Euro erbarmungswürdig häßliche T-Shirts - aber die Landesregierungen von Sachsen und Baden-Würtemberg müssen sich natürlich nicht an das Ladenschlußgesetz halten. Deshalb konnte die Landesbank Baden-Württemberg die durch überentwickelte Renditegier gepaart mit unterentwickelten Spekulationsfähigkeiten in Bedrängnis geratene Sachsen LB am heiligen Sonntag übernehmen. Ohne dass die sonst beim Thema Sonntagsöffnung reflexhaft aufschreiende Kirche oder die Gewerkschaften meldeten, verscherbelten der Freistaat Sachsen und die Sachsen-Finanzgruppe ihre Anteile für 300 Millionen an die BW-Landesbank LBBW.

DIE Ireen Sheer am Grabe Freddie Mercurys

Ein Denkmal des deutschen Schlagers als Schlächter eines Stücks Weltkulturerbe? Nein, denn wenn DIE Ireen Sheer auf die Bühne tänzelt und in einer halbdurchsichtigen weißen Satinhose den Freddie Mercury macht, gleicht das eher einer blutfreien Schächtung als einem musikalischen Massaker.

Ufos bei Uwe Ochsenknecht

Wenn Sachsen-Anhalts größte Stadt zum größten Volksfest des Landes lädt, finden sich die reiferen Jahrgängen aus Funk und Fernsehen bekannten Show-Ruinen und peruanische Panflötenbläser traditionell im Dutzend ein. Kein Sockenstand trübt den Blick des Kulturfreundes auf die Becherovka-Theke, kein fliegender Händler verstellt den Weg zum nächsten Dönerstand, den ein Mann aus Schmölln betreibt. Vorsorglich lange vor den Übergriffen von Mügeln, und doch aus sehr durchsichtigen Gründen, hat die hallesche Stadtverwaltung den bei älteren Mitteldeutschen beliebten indischen Schrapel-Händlern, die in Wirklichkeit meist pakistanische Pulloverdealer sind, das Aufstellen ihrer Klapptische untersagt. "Laternenfest" nennt sich, was in den Stunden nach Sonnenuntergang zielgerichtet ins Koma treibt:
Begleitet von erfahrenen Kulturschaffenden wie der Ireen Sheer, dem, ja, dem! Graham Bonny und dem, richtig, dem!!! Uwe Ochsenknecht, taumeln Zehntausende auf dem Festgelände in den kollektiven Kümmerling-Rausch. Zusammengeströmt ist Ballermann-gestähltes Publikum, das fest für die ganze Familie versammelt vor allem Vertreter der jüngeren Generation, die die öffentliche Hinrichtung des Queen-Klassikers "We Are The Champions" durch das ZDF-Hitparaden-Mobiliar Ireen Sheer und ein augenscheinlich angetrunkenes Fernsehballett mit geschwenkten Bierflaschen bejubeln. Junge Mädchen in weißen Hosen taumeln sektselig über sumpfige Wiesen, junge Männer mit nackten Oberkörpern belagern die Randstreifen der Wege, um unkompliziert loszuwerden, was an den Bierständen für 2,50 massig ausgereicht wird. Der Weg ist das Ziel und der liebevoll gestapelte Turm aus Kümmerling-Flaschen Ausweis der Tatsache, dass hier mit Niveau gesoffen, krakeelt und in die Büsche gekotzt wird. Uwe Ochsenknecht, der Uwe Ochsenknecht, der einst Hitlerbriefe fälschte und heute Phil Collins nachmacht, liebt das Publikum, das seinen ohnmächtigen Versuchen, Rockmusik zu produzieren, wie betäubt folgt. Über der Bühne erhascht der getrübte Blick Tausender für einige Minuten vier Ufos, deren Besatzungen sich eilig davon machen. Im bayrischen Bierzelt fliegt die blauweiße Kuh, auf der Tanzfläche werfen sich enthemmte Rentnerinnen in den Rhythmus grenzdebiler Westkurvengesänge. Wir alle sind DJ Ötzi, wir alle sind Dieter Bohlen! Und Graham Bonny, der Graham Bonny singt dazu vom Weg nach Amarillo, dass Köpfe wippen wie wild und kein Blick für das unter Klimaschutzaspekten hochgradig gefährliche Feuerwerk übrig ist.Ein schönes Fest, eine perfekte Nacht, die bei der Bundeswehr-Reservistenkameradschaft Halle fröhlich ausklingt. Eine Art Peter Maffay hat hier die Bretter bestiegen, die die Welt bedeuten. "Und es war Sommer" singt der kleine Mann mit der großen Gitarre und Bundeswehr-Reservisten wie ehemals in fremden Heeren Dienende orgeln orgiastisch mit. Hauptsponsor des wacker rockenden Maffay-Klones ist ausnahmsweise kein Schnaps, kein Wein und kein Bier, sondern ein namenloser "Dienstleister für die Prozessindustrie". Der Prozess des besinnungslosen Betrinkens aber endet, ehe das letzte Fass geleert ist. Kaum ist die Plattensammlung einmal durchgesungen, kommt auch schon die Polizei. "Stellen Sie den Ausschank sofort ein", befiehlt ein Schutzmann, der so stocknüchtern ist, dass ihm allein von der Luft über dem Festgelände übel werden müsste. Sonst, droht er mit einem Blick auf die Siebenjährige nebenan, die eben noch zwölf Bier und vier Kräuter für ihre Familie zu bestellen versucht, "stelle ich Ihre Personalien fest". Da schließt sich die Klappe ganz schnell. Koitus interruptus. Jetzt beginnt die Party für die Pfandbechersammler.

Samstag, 25. August 2007

Grausame Wahrheiten

Ohne Caffè Latte am Morgen geht fast nichts bei der Mehrzahl der deutschen Bevölkerung. Und der Feierabend wird häufig mit der Tagesschau eingeleitet. 80% der Deutschen haben ein festes Morgenritual, in dem bis zu sieben täglich wiederkehrende Handlungen den Start in den Tag strukturieren – vom Zähneputzen bis zum Make-up-Auflegen. Hierbei verwenden 82% der Bevölkerung immer dieselben Produkte. 50% der Deutschen greifen abends gleich nochmal zu denselben Produkten, wie die Studie „The Ritual Masters“ mitteilt. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, wie Marken zum Bestandteil von Ritualen werden können, wie also Produkte als Anker im Alltag dienen. "Rituale geben Menschen Sicherheit, Orientierung und vereinfachen das Leben", heißt es bei den Umfragepoeten. Sind Rituale an Marken geheftet, vereinfachen sie auch den Produktabsatz. Kein Traum durchgeknallter Marketingmenschen, sondern grausame Realität.

Tarzan ist wieder da

Nach den eingehenden Logs haben wir gerade wieder Besuch von unseren islamistischen Freunden von der Globalen Islamistischen Medienfront, die uns immer von einem Rechner in Japan aus über die Schulter schauen (58x80x246x26.ap58.ftth.ucom.ne.jp).

Dabei ist dort gerade Leichtatletik-WM! Aber gut, lohnt nicht, denn so viel siegesgewisse Starter hat die heiße Heimat auch diesmal nicht schicken können. Und die, die da sind und zum Beispiel für Quatar antreten, stammen auch noch aus Kenia. Und sind damit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nach richtig Haram, weil Christen. Da muss man ja Minderwertigkeitskomplexe bekommen, als Globaler Islamistischer Medienkämpfer.

Freitag, 24. August 2007

Steppenbrand

wie haben sie gejammert, die klima-apokalyptiker: nur noch einige, wenige jahre werde es dauern, und brandenburg degeneriere zu einem sandspielkasten, wie ihn sich nicht einmal friedrich II. hätte vorstellen können. die niederschläge blieben aus, und ein großer teil ostdeutschlands werde zur steppe. und dann das "Der Sommer 2007 ist in Berlin der niederschlagreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1908." droht jetzt, entgegen aller vorhersagen, eine sintflut?

Später einmal ...

manchmal sagt es jemand besonders treffend: "Nicht nur kostet ein bindender Mindestlohn erfahrungsgemäß Arbeitsplätze, sondern er erfüllt noch nicht einmal die Hoffnungen, die seine Befürworter in ihn setzen. Später einmal, beim nächsten Konjunkturabschwung, schieben dieselben Personen, die jetzt mit einem Mindestlohn die Funktionstüchtigkeit einer marktwirtschaftlichen Ordnung beschädigen, eben diesem System die Verantwortung für die dann steigende Arbeitslosigkeit in die Schuhe." mehr dazu findet sich hier.

Worüber wir gar nicht lachen können

Immer diese Neuseeländer! Erst hört man jahrelang gar nichts von ihnen, dann lassen sie eine Pizzabude namens "Hell Pizza" gleich mit Hitler werben. Zum angeblichen Originalzitat "Man kann Leute glauben machen, der Himmel sei die Hölle" reicht der Führer eine Höllenpizza, weil die zuständige Werbefirma dachte, "die Leute könnten die komische Seite an einem Typen sehen, der 'Sieg Heil!' mit einer Pizza in der Hand macht".

Können sie nicht, weshalb die neuen Plakate Papst Benedikt XVI. zeigen, der sagt: "Die Hölle ist wirklich und ewig." Dafür, dass er das wirklich meint und immer wieder sagt, würden wir übrigens unsere Hand in den Pizzaofen legen.

Brillanten für Legastheniker

Zum Auftakt gleich einen "Brillianten" - das Land Sachsen-Anhalt, das jetzt, also in einer sehr frühen Phase der Anbahnung von Geschäften über das Internet, unter die Ebay-Verkäufer gegangen ist, kämpft vom Start weg um den Ruf eines besonders seriösen Verkäufers. So wirbt das Land sofort mit seinem ersten eingestellten Artikel auch sehr effektiv um die berühmten Tippfehler-Jäger: Das sind Käufer, die unter "Ur" nach teuren Uhren und unter "Plehstehschn" nach Sony-Produkten suchen, um sie mangels anderer Interessenten billig abzustauben.

Die kommen bei dem von einer Arbeitsgruppe über mehrere Monate vorbereitenen Ebay-Projekt Sachsen-Anhalts garantiert zum Zug. Denn in der großen Eile, noch vor dem Wochenende mit dem Großunternehmen "Einstellen von sieben Artikeln" zu Rande zu kommen, blieb die Rechtschreibprüfung der Ministeriellen ausgeschaltet.

Reichtum oder Religion

Gott verteilt den Seinen keine guten Karten, dieser Schluß liegt nahe, wenn man einer Untersuchung von Michael Martin von der Cambridge University vertraut. Der Brite hat in mühevoller Kleinarbeit eine Liste der am wenigsten religiösen Länder der Erde aufgestellt - Spitzenreiter ist dabei das Land, dessen Bewohner von sich selbst am häufigsten sagen, dass sie nicht an Gott glauben.

Die Liste liest sich dann so:

1. Schweden
2. Vietnam
3. Dänemark
4. Norwegen
5. Japan
6. Tschechei
7. Finnland
8. Frankreich
9. Südkorea
10. Estland

Deutschland folgt auf Platz 11, dahinter liegen Rußland, Ungarn, die Niederlande, Großbritannien und Belgien, auf Platz 19 folgt Israel, auf 20 Kanada. Erstaunlich ist, wie diese Liste der der reichsten Länder der Welt gleicht, auf der sich mit Norwegen, Japan, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Finnland, Niederlande, Belgien, Deutschland, Frankreich und Kanada gleich elf Länder wiederfinden.

Zu viele, als dass die Parallele zufällig sein kann. Unbeantwortet aber bleibt die Frage nach Huhn und Ei: Macht Religion arm? Oder Reichtum ungläubig?

AWO zahlt jetzt weniger

dpa meldet gerade: "Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) will die Einkommen ihrer Beschäftigten in Sachsen nach Angaben von ver.di um bis zu 26 Prozent kürzen. Der Arbeitgeber habe in der sechsten Tarif-Verhandlungsrunde für seine rund 4300 Angestellten im Freistaat ein entsprechendes Angebot vorgelegt, wie ver.di am Freitag mitteilte." tja, heißt ja auch nicht angestelltenwohlfahrt, die organisation.

Hoppe, hoppe Reiter

der schmalkopf jörg-dietrich hoppe ist präsident der deutschen ärztekammer. in dieser funktion ist er angehalten, in jedes nur mögliche mikro zu dampfplaudern und keinen verfügbaren steno-block links liegen zu lassen. seine neueste idee ist geradezu genial: hoppe fordert eine alzheimer-abgabe auf medikamente. so soll der demografisch bedingten verblödung der bevölkerung entgegen gewirkt werden. warum er nicht gleich noch eine parkinson-, diabetes- oder krebs-abgabe ins gespräch brachte, war ihm leider auf anfrage leider entfallen.

Donnerstag, 23. August 2007

Ebay-Probleme immer größer


Langsam merkt es auch der Letzte: Die Zeiten, in denen auf Ebay noch richtige Schnäppchen gemacht werden konnten, sind vorbei, jetzt regieren auf der größten Auktionsplattform im Datennetz Ramschhändler und Powerseller, die Massenware professionell feilbieten. Ehe aber das gesamte, auf das Internet ausgerichtete Geschäftsmodell zusammenbricht, wie es Experten hier bei PPQ seit Monaten berharrlich vorhersagen, mischt sich jetzt auch noch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt unter die Nepper, Schlepper und Bauernfänger. Als "Powerseller Justitia-Magdeburg" will das notorisch klamme Land glücklich erhaschtes Diebesgut und andere zweifelhafte Waren an den Mann und die Frau bringen. Knappe zehn Jahre nach dem Start der ersten Internetauktionen in Deutschland gibt es aber erst einmal einen Testverkauf in Form eines "Projekts", das in mehreren Pressekonferenzen vorgestellt wird. Denn ob das Ganze dann wirklich klappt, wissen die Experten im Justizministerium offensichtlich noch nicht genau.

Bisher sind auf Ebay ja auch gerademal waren im Wert von etwa hundert Ländern Sachsen-Anhalt verkauft worden - und man hört ja so viel von Betrügern aus Mazedonien, die der Justitia vielleicht einfach die Klunker wegkaufen, ohne zu bezahlen. Dem Auktionsmodell, das darauf vertraut, dass sich aus Angebot und Nachfrage am Ende ein angemessener Preis bildet, mißtraut das von einer Sozialdemokratin aus dem bekanntermaßen rechtsradikal beleumdeten Harz auch nicht: Die Startpreise für schnucklige Ringe und allerlei sonstigen Tand liegen bei bis zu 750 Euro. Nach den ratschlägen des landeseigenen Kriminalamtes dürfte danach kein vorsichtiger Kunde bei justitia-magdeburg (oben im Bild) einkaufen - der Typ hat ja bisher null positive Bewertungen.

Nach Angaben des Justizministeriums ist das Projekt bisher bundesweit einmalig. Klappt alles, wird demnächst vielleicht eine interministerielle Arbeitsgruppe gebildet, die über die Einrichtung eines Paypal-Kontos befindet. Auch könnte das Kabinett sich dann mit der Frage beschäftigen, ob Kreditkartenzahlungen akzeptiert werden. Wie das geht, könnten andere Landes-Justizministeriem dann per Studienfahrt nach Magdeburg erkunden.

Wie sich die Bilder gleichen

Ein 13-Jähriger ist von seiner Schule in Arizona verwiesen worden, nachdem Lehrer ein von ihm gezeichnetes Bild entdeckt hatten, das ihrer Ansicht nach eine Pistole darstellt. Darin sah die Schulleitung eine Bedrohung. "Mein Sohn ist ein guter Junge", versicherte Vater Paul Mosteller einem Fernsehteam, "er will keinen Ärger machen". er könne auf dem Bild nichts sehen, was einer Drohung auch nur im Entferntesten nahekomme. Der Direktor der Payne Junior High School hatte die Zeichnung beschlagnahmt, die verblüffende Ähnlichkeiten mit einem von PPQ vor Monaten publizierten Krakel-Bild aufweist, das einem deutschen Schüler wegen angeblicher rechtsradikaler Propaganda nach Anzeige seines hellwachen Lehrerkörpers eine Strafe von zwanzig Sozialarbeitsstunden eingebracht hatte: Beide Schüler können offensichtlich nicht zeichnen, beider Lehrer sind allem Anschein zumindest weitestgehend verblödet.

Dem Frieden bringts nix

die araber, die noch strom und zusätzlich einen dsl-anschluss haben, werfen ihr internet an und schauen israelische pornos. dpa meldet: "Einige Seiten werden schon in arabischer Sprache angeboten. Als Knüller habe sich ein Streifen «Code: Tiefe Untersuchung» erwiesen, berichtet «ynetnews» und beruft sich auf Aussagen von Nir Schahar, den Manager der Web-Seite «Ratuv» (Feucht). Der besonders beliebte Streifen ist eine Porno-Parodie auf den Fall des zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilten israelischen Atom-Spions Mordechai Vanunu. Der Film bediene Männer-Fantasien über erotische Verhöre durch dominante Agentinnen." die pragmatische haltung der israelis zum thema ist bewundernswert. so sagt der webmaster von "sexV": "frieden wird es keinen bringen, aber zumindest ziehen wir unseren feinden etwas Geld aus der Tasche."

Europa: Ein Herz für Terroristen

Tagelang saßen Hunderttausende Hamasfans im Gazastreifen im Finstern. Mangels Öl für das einzige Kraftwerk gab es keinen Strom, mangels Geld kein Öl. Bis endlich die EU kam, und die Vorräte selbstlos auffüllen ließ - obwohl die in Gaza herrschende Hamas doch eigentlich als terroristische Vereinigung geführt wird, mit der man keine Geschäfte machen darf. Ulrich Sahm, der vollbärtige Vorort-Reporter der ARD, weiß noch mehr. So zum Beispiel, dass "die Palästinenser im Gazastreifen traditionell keine Stromrechnungen bezahlen". Das hat genauso traditionell seit Jahr und Tag die "die mitfühlende EU" (Sahm) übernommen, der es, so schreibt der Kenner, "ein unerträglicher Gedanke ist, über eine Million Menschen ohne Strom dasitzen zu sehen."

Obgleich die Hamas-Regierung von der EU boykottiert wurde, weil sich die islamistische "Terrororganisation" nicht den bekannten drei Bedingungen (Anerkennung Israels, Gewaltverzicht und Akzeptanz bestehender Verträge) beugte, fand sich auch ein Weg. Das europäische Geld ging an eine israelische Privatfirma, die kaufte Öl und lieferte nach Gaza. Nach der alleinigen Machtübernahme der Islamisten aber stellten die Europäer die Zahlungen ein, um Druck auszuüben. Das klappte auch sehr gut - die Hamas konnte nicht beim Erzfeind Israel um Öl bitten, mit den Europäern reden ging auch nicht und das iranische Bargeld, das die Terrorscheichs in Koffern über die Grenze zu schmuggeln pflegen, wie sie immer wieder stolz erzählen, reichte dann wohl doch nicht.

Druck also, der immer den trifft, der die schlechtesten Nerven hat. Also Europa. Gestern hat die EU nein, nicht Geld für Öl gezahlt, sondern direkt Öl nach Gaza geliefert, um dem unerträglichen Leiden der mitten im Sommer ohne Klimaanlagen dasitzenden Terroranhänger ein Ende zu machen. Ohnehin soll das Heizöl in Europa, wo Nutzer dafür bezahlen müssen, bald teurer werden. Da ist es gut, wenn man vorher noch was spendet, das kommt dann nicht so teuer.

Die Hamas hatte sich ja auch schon vorher für die mitmenschliche Geste bedankt. Und am Wochenende sämtliche Grenzübergänge, Warenterminals und sogar das Kraftwerk bei Aschdod, das den restlichen Strom nach Gaza liefert, mit Raketen beschossen.

Die dümmste Umfrage des Jahres

Umfrage: Piercings kommen bei vielen Teenagern gut an

Sachsenbank hilft Häuselbauern

Eigentlich funktioniert die Welt doch genau so, wie sie soll. Jeder tut, wofür er bezahlt wird - die Sachsen LB z.B., Staatsbank des Landes Sachsen, hat schon vor längerer Zeit eine Zweckgesellschaft mit Sitz in Irland gegründet. Um, das ist Aufgabe staatlicher Banken in Deutschland, Steuern zu sparen. Aufgabe von Ormond Quay, so der Name der irischen Tochter, war es, schnelle Zusatzprofite für die Mutter zu produzieren, um eine möglichst hohe Dividende an den Eigentümer ausschütten zu können. Dazu kauften die sächsischen Hardcore-Spekulanten für etwa 17 Milliarden Euro schlecht besicherte amerikanische Schulden, investierten also sozusagen in ihr natürliches Hinterland - den US-amerikanischen Häusermarkt. 3,5 Milliarden Euro Miese wurden damit bisher eingefahren, die öffentlich-rechtlichen Sparkassen und die öffentlich rechtliche Deka-Bank haben aber erstmal 17 Milliarden bereitgestellt, um die ganze wacklige Sachsen LB vor dem Zusammenbruch zu retten. Das ist schließlich ihre Aufgabe. Wieso die Kippelbank überhaupt eine irische Tochter braucht? Wieso die überhaupt Häuslebauer in Omaha statt in Olbernhau finanziert? Fragt keiner. Wird schon richtig sein. Das Land Sachsen-Anhalt reicht ja seine vom Islamrat in London designten korantreuen Anleihen auch über eine in Holland residierende Tochtergesellschaft aus, um Steuern zu sparen. Und da der Finanzminister hier ein Sozialdemokrat ist, wird das schon zum Besten für alle sein.

Was Sachsenbanker, HSH-Spekulanten und Mitarbeiter in den Kämmereien deutscher Rathäuser nicht erkennen konnten, sieht man auf dieser kleinen Grafik eigentlich auch als Laie: Die blaue Linie zeigt, wie die Häuserpreise in den USA stiegen, die violette, dass die verfügbaren Einkommen da nicht mithalten konnten. Irgendwie haben aber doch alle geglaubt, dass mit gleich viel Geld immer mehr immer teurere Häuser gekauft werden können...

Mittwoch, 22. August 2007

Ein Knallkopf kommt selten allein

ken livingstone, der bürgermeister von london, hat sich ja als veritabler anti-semit und linker dummbeutel schon hinreichend hervorgetan. seine allianz mit hugo "forever" chávez ist da nur folgerichtig. der macht jetzt 24 millionen petro-dollar locker, um bedürftigen einwohnern der englischen hauptstadt anteilig die bus-tickets zu bezahlen. livingstone will im gegenzug in caracas bei der verkehrs-, tourismus- und städteplanung helfen. dem vernehmen nach wurden die bedürftigen in venezuela zu dem thema nicht befragt.

Schenker gegen Sparglühbirnen

PPQs liebster Außenagent Jürgen "Öff!Öff!" Wagner ist zurück in der trauten Heimat, bei Schrumpelapfel und Bioplunder. Der selbsternannte Naturmensch war eine Woche lang in der Schweiz unterwegs und wurde dort "von Medienleuten kräftig hin- und hergereicht", wie er gwohnt unverkrampft reportiert. Die Schweizer hätten sich auch besondere Mühe gegeben, "die Echtheit meines Naturmenschenlebens zu überprüfen". Einmal brachten sie Öffi in den Zoo zu den Affen, das andere Mal holten sie in eine Talkshow jemanden von einem 'Reptil-Food-Geschäft'. Beide Male endete der Test zu Öffs großer Freude damit, dass es viele verschiedene Würmer und Insekten zu essen gab. "Freundlicherweise bekam ich von dem Reptil-Food-Mann auf meinen Wunsch noch seine ganze mitgebrachte Tüte mit Viechern als Reiseproviant geschenkt und werde daran noch zwei Tage zu essen haben..."

Hauptberuflich aber ist der Erfinder der weltweiten Schenker-Bewegung, die derzeit aus ihm selbst und einer halben Handvoll Getreuer besteht, natürlich immer noch Weltverbesserer. Deshalb nutzte er auch die "Öffentlichkeitsgelegenheit in der Schweiz wieder, um erneut unsere meistprovozierende Schenker-Frage an das jetzige Gesellschaftssystem herauszuposaunen: Wer glaubt eigentlich im Ernst, daß wir durch immer mehr Sparglühbirnen etc. die Welt noch retten können, wenn wir nicht endlich auch bereit sind, unser ganzes Leben, unser Wertebewußtsein und die Sozialstrukturen, auch die Entscheidungs- und Verteilungs-Strukturen in Politik und Ökonomie grundlegend auf globale Verantwortbarkeit und Nachhaltigkeit zu prüfen?" Öffi, der seit zwei Jahrzehnten von den Brosamen lebt, die vom Tisch des "Staats- und Geld-Systems" (Wagner) fallen, zweifelt an, das eben dieses System "global verantwortbar" ist. Die Schenkerbewegung plädiere deshalb für "einen massiven Schub in Richtung einer Konsensgesellschaft geschwisterlichen Teilens", von der bislang nur nicht klar ist, wie sie funktionieren soll: Jedem das, was er braucht? Oder allen das, was sie haben wollen? Jedem genug nach seinem eigenen Maßstab? Oder teilt der oberste Schenkerrat zu?

Post plant "Minuspaket"

Paketausfahrer sein ist auch nicht so einfach wie in der Ami-Soap behauptet. Häufig hatten es die Transporteure in der Vergangenheit so eilig, dass sie gerade noch dazu kamen, einen hingekritzelten Benachrichtigungsschein in den Briefkasten zu werfen. Den der verdutzte Briefkastenbesitzer am späten Nachmittag fand, wenn er mit dem Hund aus der Wohnung kam. Geklingelt hatte der Paketbote nicht, dazu war einfach keine Zeit gewesen.

Jetzt geht die Deutsche Post, deren Tochter DHL trotz solch sympathischer kleiner Zustellschwächen immer noch Marktführer bei der Paketzustellung in Deutschland ist, einen Schritt weiter. Nicht mehr die Paketzusteller werfen den Benachrichtigungsschein nach unterlassenem Zustellversuch in den Kasten. Sondern der Briefträger tut das. Wie er das macht? Wo er doch gar nichts weiß vom Paketzustellversuch? Richtig, der Paketbote sagt es ihm. Wann? Nach beendeter Runde natürlich. Dann, dier Sonne senkt sich über der Stadt, legt der Paketmann seinen Benachrichtigungsschein in die Post. Die sortiert es in die Postbotenfächer, der Postbote stopft den Zettel in seine Postbotentasche und von dort dann in den Briefkasten.

Der Mann mit dem Hund bekommt so schon am dritten Tag nach dem seiner ersten Chance, sein Paket in Empfang zu nehmen, die Mitteilung, dass er sich in die Filiale aufmachen darf, um einen Teil der vom Absender bezahlten Beförderungsleistung selbst abzuleisten.

Weitergehende Pläne des Gelben Riesen sehen übrigens vor, Adressaten ab 2008 nur noch telefonisch über das Vorliegen eines Absendewunsches am Aufgabeort von Paketen zu informieren. Ausgestattet mit dieser Information und einem siebzehnzifferigen Zustellnummer für die so genannten "Minuspakete" kann sich der Empfänger seine Sendung dann direkt im Aufgabepostamt abholen. Das spare Zeit und Zustellgebühren, hieß es bei der Deutschen Post, die sicher ist, mit dem neuen Konzept Boden gut zu machen im Wettbewerb mit TNT, Hermes und UPS.

Als bunt noch in Farbe war

Lackschaden in China

Wenn ein Flugzeug landet und dann ausbrennt, ist das schon gar nicht schön. Wenn man dann aber auch noch sieht, wessen Flugzeug das war, wird es ärgerlich. Bei China Airlines sind sie deshalb schnell mit dem Pinsel bei Hand, um direkt nach dem Aufschlag die wichtigsten Lackschäden an havarierten Fliegern zu reparieren.

Dienstag, 21. August 2007

Koalabär im Kuschelbett

Er sieht aus wie Dr. House, gilt als popmusikalisches Wunderkind und nennt sein zweites Album furchterregend "Bull In A China Shop", was zu gut deutsch wohl soviel heißen müsste wie "Elefant im Porzellanladen". Weil die deutsche Übersetzung ausnahmsweise mal sehr viel expressiver klingt, würde sie zum Werk des Stars mit dem Allerweltsnamen auch gar nicht passen: Der Bulle im Chinaladen, der hier schonmal vorgehört werden kann, erinnert klanglich an einen Koalabären im Kuschelbett. Dagegen ist Genesis fast Heavy Metal...

Böhmer rules

ich wäre daran interessiert zu erfahren, ob einer unserer geneigten leser einen noch redundanteren, plattitüdenhafteren text verfassen kann als folgenden. besonderes augenmerk ist auf die böhmer-zitate zu richten:

"Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat den Überfall auf acht Inder im sächsischen Mügeln scharf verurteilt. «Derartige Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger sind abscheulich und dürfen nicht geduldet werden», betonte die Staatsministerin am Dienstag in Berlin. Sie forderte zugleich, fremdenfeindliche Taten mit allem Nachdruck zu verfolgen. »Das Verhalten der Täter ist nicht zu tolerieren", betonte Böhmer."

ei der daus.

Alle Wetter

Weitgehend unerforscht ist die Frage, warum in Wetterberichten anfangs immer ausführlich davon die Rede ist, wie das Wetter bis dahin war. Mit vor Ernsthaftigkeit bebendem Stimme verkünden diplomierte Wetterwirte wie der ARD-Experte Ben Wettervogel dann, es sei in Karlsruhe regnerisch und um die 20 Grad warm, in Stade aber weniger regnerisch, sondern wolkig und um die 22 Grad warm gewesen. In Dresden hätten Wolken über der Stadt gehangen und in Olbernhau ebenso. Tatsachen, die den Menschen, die in Stade, Karlsruhe, Dresden und Olbernhau weilen, durchaus bekannt sind. Und die andererseits Menschen in Stendal, Wuppertal, Fürth und Erfurt mit großer Wahrscheinlichkeit, ja, kalt lassen dürften. Unabhängig sogar von den jeweils erreichten Temperaturen in Erlebens- wie Erfahrensregion.

Warum also widmen sich frühaufstehende Wetteransager wie Wettervogel, der wohl wirklich so heißt, dennoch mit so viel Hingabe dem Aufsagen von aktuellen Temperaturen und längst versickerten Niederschlagsmengen? Sind es geheime Botschaften an das deutsche Agentennetz im Ausland, die sich hinter der Mitteilung "Zugspitze, -1 Grad, bewölkt" verbergen? Oder wäre die Wettersendung sonst einfach zu kurz?

Die wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte, das heißt im psychologischen, also mitten im Menschen. Um dem Zuschauer klar zu machen, mit wieviel Treffsicherheit Metereologen heutzutage das Wetter vom nachmittag prophezeien können, greifen die Wettermacher im Mediengeschäft auf einen psychologischen Trick zurück: Sie sagen das vergangene Wetter an, was keine große Kunst ist, und stellen damit ihre Kompetenz nachdrücklich unter Beweis. Anschließend geht es über die aktuellen Temperaturen, die sich zweifelsfrei messen und damit ebenso fehlerlos über die Rampe tragen lassen, direkt und ohne Vorwarnung in den Bereich reiner Spekulation. Wuppertal wird regnen. Dresden im Sonnenschein liegen. Olbernhau eine Gewitterfront erleben.

Das Kunststück besteht darin, möglichst viele mögliche Wetterzustände und möglichst viele möglichst konkrete Orte zu nennen, um damit jeder Überprüfung der Vorhersagen aus dem Weg zu gehen. Was, Dresden regnete nicht? Aber Olbernhau. In Köln kein Wind? Aber in Leverkusen, knapp daneben. Der Zuschauer schaut der versteckten Kompetenzübertragung aus dem Bereich des Messens in den Bereich der aus Erfahrungswerten und Messergebnissen gespeisten Spekulation zu. Und fragt sich: Warum muss ich hier in Kühlungsborn wissen, wie das Wetter auf der Zugspitze ist?

Montag, 20. August 2007

Hugo dreht am Rad

dass venezuelas präsident hugo chavéz eine veritable vollmeise sein eignen nennt, dürfte den lesern von ppq nicht verborgen geblieben sein. doch dem potentaten aus caracas fehlen offenbar noch mehr latten am zaun, als bisher angenommen. in einer siebenstündigen sendung seiner fernsehshow "hallo präsident" verkündete der knuffige demagoge jetzt, er wolle in seinem Land die uhren eine halbe stunde vorstellen. nützen solle diese maßnahme dem stoffwechsel, der angekurbelt werde und so höhere leistungen beim aufbau des sozialismus verheiße. wissenschaftsminister héctor navarro legte noch einen drauf, als er sagte, mit der zeitumstellung läge venezuela nicht mehr fünf, sondern nur noch viereinhalb Stunden hinter der mitteleuropäischen zeit. was das genau bringen soll, ist schleierhaft. wenn es aber anstrebenswert wäre, hätte die beiden astrophysiker die uhren doch gleich fünf stunden vorstellen können. das ergebnis jedenfalls dürfte anders als erhofft ausfallen: aller wahrscheinlichkeit gehen die uhren bald jahre nach.

Heulende Heuschrecken

Es gehört zum kleinen Einmaleins der Politik, etwas gegen Heuschrecken zu haben. Heuschrecken schieben Geld um die Erde, um eine schnelle Mark zu machen. Sie kaufen Firmen, um zu entlassen und handeln mit Krediten, um Profite zu einzustreichen. Ganz vorn dran sind dabei nach einem Bericht des Wallstreet Journal deutsche Kommunen. Die drohen der Deutschen Bank jetzt mit milliardenschweren Schadenersatzklagen, weil sie sich schlecht beraten fühlen. Schlecht beraten wobei? Mit Hilfe der Ackermann-Truppe haben einige Dutzend deutsche Städte ihre Steuergroschen in riskante Termingeschäfte gesteckt: Mit Hilfe so genannten Zins-Swaps wollten die kommunalen Heuschrecken auch mal ein paar Mäuse machen - das allerdings ging - wie seinerzeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunksender MDR, der mit grandiosem Mißerfolg in lateinamerikanische Schrottanleihen investierte - irgendwie schief.

Das Rathaus als Hedgefonds, Steuermillionen als Spielgeld für Kämmerer, die von den internationalen Finanzmärkten soviel verstehen wie ihre Bürgermeister vom richtigen Leben. Nun heulen die öffentlichen Heuschrecken, weil der Versuch, feste Zinssätze für Kredite gegen variable und langfristige gegen kurzfristige zu tauschen wie die richtig harten Jungs, ihnen Löcher in die Kassen gerissen hat. Die Schäden bei den Mandanten lägen zwischen einer und bis zu sechs Millionen Euro, hieß es bei der Kanzlei, die die Deutschbanker nun im Auftrag der geschädigten Gierhälse verklagen will.

Bereits anhängig ist die Forderung der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), zu deren Geschäftszweck es offensichtlich gehört, mit Zinsunterschieden zwischen japanischem Yen und mexikanischem Peso zu spekulieren. 2,6 Mio. Euro Schadenersatz fordert die Heuschrecke, die viele Fahrgäste bisher irrtümlich für ein Nahverkehrsunternehmen gehalten hatten. Ist sie nicht. Schließlich war die staatliche Sachsen LB, von der man immer dachte, sie reicht Kredite an Sachsen aus, ja offenbar auch hauptsächlich damit beschäftigt, Einfamilienhäuser im mittleren Westen der USA zu bauen

Wollen sollen

Der Wille der Volksparteien wird Ihnen heute auf der Internetseite des öffentlich-rechtlichen Senders MDR, in dessen Verwaltungsrat hauptberuflich als Politiker dienende Vertreter besagter Parteien über die Verwendung der dem Sender zur Verfügung gestellten Rundfunkgebühren wachen, folgendermaßen präsentiert:

"MDR aktuell | Parteienfinanzierung
Parteien sollen mehr Geld bekommen
Den Verlust zehntausender Mitglieder wollen die Parteien künftig durch mehr Geld aus der Staatskasse ausgleichen. CDU und SPD wollen dafür die Gesetze ändern. mehr..."


Die Parteien wollen sich also nicht mehr Geld nehmen, sondern sie sollen es bekommen. Nach eigenem Willen. Ein Euphemismus ist das nicht. Das ist schlimmer.

Sonntag, 19. August 2007

Vom Fortschritt

Vor 20 Jahren war das Fenster ganz außen rechts in dem großen roten Haus nebenan immer beleuchtet. Dort saß der Diensthabende Offizier der Bezirksbehörde des MfS und hielt die Augen offen, dass nichts Staatsfeindliches passiert im Arbeiter- und Bauernstaat. Während das ehemalige Dienstgebäude von Schild und Schwert mittlerweile mit einiger Logik als Finanzamt dienen darf, ist die Eissporthalle, in den wenigen fetten Jahren der DDR durch einen geschichtlichen Zufall ins Blickfeld der Tschekisten gesetzt,immer noch hauptsächlich zum Eislaufen da. Doch Fortschritt ist auch, wo er nicht ins Auge fällt: Nachts, wenn die Neustadt schläft und die Naturschützer ihre wachsamen Augen zugeklappt haben, flackern im Vorhof des Eispalastes Lagerfeuer wie einst vor den Wackelzelten der DDR-Jugend. Und kein Volkspolizist, der sagt, dass das verboten ist.

Nackt im Eis

das ist der aletschgletscher. dem geht es schlecht. sagt greenpeace. allein in der messperiode 2005/2006 soll er sich um etwa 115 Meter zurückgezogen haben. das ist schlecht. sagt greenpeace. und deswegen wurden gestern 600 freiwillige nackte aktiviert. die standen in schnee und eis herum und froren mutmaßlich. das war aber für eine gute sache. sagt greenpeace. und was sagte greenpeace noch? genau: wenn die fakten des alarmierenden weltklimaberichts allein nicht reichten, um entscheidungsträger zum handeln zu bewegen, brauche man eben emotionen als argumente. nicht "statt" argumenten. "als" argumente.

Samstag, 18. August 2007

Punkte für Sachsen, Flaschen für die Polizei

Oberligaalltag im Fußballkeller der Republik. Zweiter Spieltag in der Oberliga Nordost, Staffel Süd, mit dem Chemnitzer FC und dem Halleschen Fußballklub treffen zwei Vereine aufeinander, die schon allerlei bessere Zeiten gesehen haben, immerhin aber noch als Mit-Favoriten in der höchsten länderübergreifenden Spielklasse gelten. Warum das so ist, bleibt an diesem Tag geheim: Die Gastgeber bolzen, die Gäste bolzen zurück, so dass ein Elfmeter in der Minute vor der Halbzeit das Spiel entscheidet. Nach der Pause wirkt der HFC ratlos, Chemnitz unfähig, das zweite Tor zu schießen.
Zehn Minuten vor dem Schluß gelingt es doch noch, der Rest des traditionellen Trauerspiels vergeht mit Zeitspiel, Jubel und Pfiffen, während die meisten Fans ihre Blicke schon auf die Straße gerichtet haben, wo sich Ultras und Hooligans beider Seite prügeln. Dann nehmen de Sachsen die Punkte mit und die heimischen Fans bewerfen die in der Formation einer Rathaus-Wache aufgezogene Polizei mit Flaschen. Der Hubschrauber, der zum Stundenpreis von vermuteten 10.000 Euro in 500 Metern Höhe kreist, schafft es nicht, einzelne Werfer festzunehmen. Was wahrscheinlich für großes Erstaunen beim Einsatzstab gesorgt hat. Auch das also wie immer.

Staat und Geld

Der Staat muss nicht mit Geld umgehen können, weil das Geld, mit dem er umgeht, nicht sein eigenes ist. Dasselbe gilt natürlich für staatliche Banken, wie die neueste Schockwelle im amerikanischen Subprime-Skandal zeigt. Nach der IKB-Bank, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau mehrheitlich im Besitz des Bundes ist, hat die Kreditkrise mit der Sachsen LB eine zweite deutsche Bank an den Rand des Abgrunds gebracht - und wieder ist es ein öffentlich-rechtliches Geldinstitut. Noch vor einer Woche hatten Verantwortliche der sächsischen Landesbank geschworen, keinen Cent in wacklige Kedite investiert zu haben. Jetzt musste eine 17 Milliarden teure Rettungsaktion der Sparkassen das Überleben der SachsenLB sichern. Die Sachsen LB, Zeit ihres Bestehens zuverlässig für einen Slandal gut, reiht sich damit ein in eine verdienstvolle Tradition, die staatliche Geldhäuser wie die West LB oder die Landesbank Berlin mit Verschwendung, Mißmanagement und Vertuschung begründethaben. Allerdings muss der Staat ja auch nicht mit Geld umgehen können. Es ist ja schließlich nicht sein eigenes.

Klimarettung in Sponsorjacke

Als die ARD sich seinerzeit 444 Goretex-Jacken zum Ladenpreis 229 Euro von der Firma «Globetrotter» schenken ließ, schlugen die Wellen der Empörung hoch. Aber das war im November 2006, Deutschland zitterte in herbstlicher Kühle und ein kostenlose warme Jacke hätte jeder gern genommen. Dementsprechend sicher ist Kanzlerin Angela Merkel vor Nachstellungen der skandalgeilen Medien: Zwar ließ sich die Kanzlerin in ihrer Funktion als "Klimaforscherin" (Bild) bei ihren Grönlandbesuch ebenfalls eine sichtlich hochwertige Goretex-Jacke von der Deutschen Seenotrettungsgesellschaft schenken - aber es ist Sommer und da interessiert das nicht weiter. Dabei schlummert der Skandal direkt unter der Oberfläche der veröffentlichten Fotos, denen zufolge der gesamte Troß samt Umweltminister Sigmar "Pop" Gabriel ebenfalls mit den feuerroten Kleidungsstücken mit dem "DGzRS"-Logo der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ausgerüstet wurde: Eine Regierungsreise zur Klimarettung, gesponsert von offiziell 300.000 DGzRS-Förderern, die eigentlich gespendet haben, um Menschen aus Seenot zu retten. Aber vielleicht war Merkel das ja. In Seenot. Dann soll alles verziehen sein.

Freitag, 17. August 2007

High auf Hustensaft


Kaum sind die Alcopops endlich vom Markt, die Zigaretten in der Disko ausgedrückt und dem Biertrinken auf dem Marktplatz wirksame Schranken vorgeschoben, findet das Volk schon wieder eine neue Möglichkeit, sich die wirksam zuzudröhnen. High auf Hustensaft ist nach einer Warnung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände der neue Trend im Teenielager. Benutzt werden rezeptfreie Arzneimittel gegen Husten, Einschlafstörungen oder Allergien, die die Wirkstoffe Dextromethorphan und Diphenhydramin enthalten. Richtig gut hochdosiert, wirken der Saft besser als einst die hochgefährlichen Zuckerwasser mit Alkohol. In den USA, wissen die Apotheker zu berichten, habe es bereits Todesfälle nach Einnahme der Hustenlinderer gegeben.


Dort hätten im Jahr 2005 rund 2,4 Millionen Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren den hustenstillenden Wirkstoff Dextromethorphan konsumiert, obwohl sie gar keinen Husten hatten. Fünf Jugendliche starben. In der Bundesrepublik werden die entsprechenden Arzneimittel zwar nur in Apotheken verkauft, aber spätestens nach dem ersten bunten Opferbericht dürfte es damit vorüber sein. Dann wird der Ruf nach einem Verbot von Hustensaft erschallen und weil der für Jugendliche am besten über das Internet zu kaufen ist, gleich auch noch die Forderung nach einem Abschalten aller Netz-Apotheken.

Anschließend wird sich die erlebnishungrige junge Generation vermutlich noch stärker dem Schnüffeln von Teppichkleber aus dem Baumarkt widmen und Prittstifte spritzen.

Donnerstag, 16. August 2007

Rumpumpel

schon mehrfach berichtete ppq über venezuelas staatspräsidenten hugo chávez. der lieblingsdespot der linken und stramme anti-semit war uns mit seinen irren plänen zur weltbeglückung immer mal ein paar zeilen wert. jetzt hat der lafo-freund wieder in die trickkiste gegriffen, wo er nach bspw. der verstaatlichung der ölindustrie einen weiteren alten hut des sozialismus/kommunismus vorfand - und ihn sich prompt auch aufsetzte. wenn schon "demokratischer sozialismus", dann aber richtig, sagte sich der schlitzohrige linksnationalist vielleicht. was für stalin gut war, kann für mich nicht schlecht sein, rumpumpelte es offenbar durch seinen koka-kopf. um es kurz zu machen: hugo chávez möchte im amt sterben. nicht dass sich der politiker mit selbstmordgedanken trüge. nein, der staatspräsident möchte einfach unbegrenzt wiedergewählt werden können. da wahlen in seinem land ungefähr so demokratisch sind wie in nordkorea, liefe das auf eine ernennung auf lebenszeit hinaus. als nächstes dürften umsiedlungen von ethnischen gruppen anstehen. wir sind gespannt.

Mittwoch, 15. August 2007

Milch und Telefon

Höhere Milchpreise sind kein Grund für höhere Hartz IV Regelsätze. Günstigere Telefontarife führen auch nicht zum Absenken der Sozialhilfe. (hier gefunden)

Dienstag, 14. August 2007

Afrika ist anders

Afrika ist anders, als Bob Geldof sich das vorstellt. Europa aber weiß wenig vom ""schwarzen" Kontinent, der boomende Volkswirtschaften wie Südafrika und Botswana hat, aber auch Dauerkrisengebiete wie den Sudan oder Simbabwe. Wo die eigentlich liegen? Das Afrika-Tetris weiß es - und spätestens im vierten Versuch macht es kein Geheimnis mehr draus.

Churchill at its best!

niemand soll später sagen, er habe von nichts gewusst. winston churchill jedenfalls hat zum umgang mit despoten, diktatoren, terroristen und anderem gesindel schon 1938 in einer rede vor dem britischen unterhaus alles wesentliche erklärt: "es wurde von jemandem ein pfund mit vorgehaltenem revolver gefordert. als er es hergab, wurden zwei pfund mit vorgehaltenem revolver gefordert. endlich fand sich der diktator bereit, ein pfund, siebzehn schilling und sechs pence anzunehmen und den rest in form von versprechungen künftigen wohlwollens."